Wovon wir träumten

Wovon wir träumten

Hardback
3.8120
FrauenromanMigrationWir-PerspektiveAusgezeichnet Mit Dem Pen / Faulkner Award Und Dem Prix Femina Etranger 2012

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Description

"Auf dem Schiff waren die meisten von uns Jungfrauen." So beginnt die berührende Geschichte einer Gruppe junger Frauen, die Anfang des 20. Jahrhunderts als 'picture brides' von Japan nach Kalifornien reisen, um japanische Einwanderer zu heiraten. Bis zu ihrer Ankunft kennen die Frauen ihre zukünftigen Männer nur von den strahlenden Fotos der Heiratsvermittler, und auch sonst haben sie äußerst vage Vorstellungen von Amerika, was auf der Schiffsüberfahrt zu wilden Spekulationen führt: Sind die Amerikaner wirklich behaart wie Tiere und zwei Köpfe größer? Was passiert in der Hochzeitsnacht? Wartet jenseits des Ozeans die große Liebe? Aus ungewöhnlicher, eindringlicher Wir-Perspektive schildert der Roman die unterschiedlichen Schicksale der Frauen: wie sie in San Francisco ankommen (und in vielen Fällen die Männer von den Fotos nicht wiedererkennen), wie sie ihre ersten Nächte als junge Ehefrauen erleben, Knochenarbeit leisten auf den Feldern oder in den Haushalten weißer Frauen (und von deren Ehemännern verführt werden), wie sie mit der fremden Sprache und Kultur ringen, Kinder zur Welt bringen (die später ihre Herkunft verleugnen) - und wie sie nach Pearl Harbor erneut zu Außenseitern werden. Julie Otsuka hat ein elegantes kleines Meisterwerk geschaffen, das in ebenso poetischen wie präzisen Worten eine wahre Geschichte erzählt. 'Wovon wir träumten' verzauberte bereits die Leser in den USA und England, stürmte dort die Bestsellerlisten, wurde von der Presse hymnisch gefeiert, mit dem PEN / Faulkner Award ausgezeichnet und für zwei weitere große Literaturpreise nominiert; die Übersetzungsrechte sind inzwischen in zahlreiche Länder verkauft.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
160
Price
18.50 €

Posts

26
All
5

Ich finde dieses Buch sehr berührend, denn es ist kein Einzelschicksal beschrieben, sondern es wird einem deutlich , wie viele Menschen von den damaligen Zustände hart getroffen worden sind.

4

Die Geschichte der eingeheirateten Japanerinnen in Amerika

Beschreibt die Facetten zwischen Frauen und Männern, Japanern und Chinesen, Japanern und Amerikanern. Trotz des traurigen Themas wird die Geschichte sachlich vermittelt. Die Fakten werden aufgezählt, ohne zu belastend und zu emotional zu sein. Wir bekommen Einblick in ganz viele unterschiedliche Schicksale. Der Schluss hat mir besonders gefallen. Nicht nur die gehen leiden, sondern auch die zurückgebliebenen.

5

"" Das ist Amerika, sagten wir uns, wir müssen uns keine Sorgen machen. Und wir irrten uns" (S.28) "Man darf sein Herz nicht zu sehr an die Dinge dieser Welt hängen." (S. 124) "Ein Mädchen muss sich einem Zimmer anpassen: Es muss anwesend sein, ohne den Anschein zu erwecken, dass es existiert " ( S.13)

Ein sehr bewegendes Buch. Es handelt von der Einwanderung japanischer Frauen um 1920, um in Kalifornien ein besseres Leben zu haben. Dort bereits lebende japan.Männer zu heiraten , die ihnen völlig unbekannt sind. Ihr oft sehr mühsames ,stilles und zermürbendes Leben beschreibt, bis der Krieg um Pearl Harbour ausbricht und die Internierung der Japaner beginnt. Den Erzählstil muss man mögen und es dauert eine Weile sich daran zu gewöhnen. Es ist allerdings sehr tiefsinnig und beklemmend ,aufgrund des realen Hintergrunds. Es geht auch nicht um DIE JAPANER, sondern jede einzelne Person bekommt einen Namen, ein Gesicht und eine Geschichte. Am Ende beschreibt Julie Otsuka besonders eindrucksvoll, wie die Zeit sich dreht und Menschen verschwinden und durch neue "ersetzt" werden. Ein sehr eindrucksvolles Buch!

4

Beim Schreibstil scheiden sich die Geister

Ich habe das Buch als Hörbuch gelesen von Ulrike Hübschmann gehört. Das kann ich sehr empfehlen, denn der Schreibstil ist sicherlich nicht für jeden geeignet. Im Grunde ist es eine distanzierte Aufzählung von Einzelschicksalen. Als Hörbuch ging das echt gut, aber ich weiß nicht, ob es mir beim Selbstlesen gefallen hätte. Die Erzählweise ist einerseits der Grund für die gute Bewertung, andererseits der Grund für "nur" 4 Sterne. Mir haben schlichtweg ein paar Gesichter gefehlt, wenn ich auch davon ausgehe, dass das einfach so gewollt ist. Manche Passagen lassen einen ordentlich Schlucken, gerade der Anfang hat mich sprachlos zurückgelassen.

3

📌 "Ich muss meinem Schicksal treu bleiben," sagte sie ihm. Aber für den Rest ihres Lebens versuchte sie sich auszumalen, wie das Leben hätte sein können. Vom traurigen Schicksal einer Gruppe junger Japanerinnen, die hofften in der Ferne ihr Glück zu finden und deren Träume am Ende zerplatzten.

Post image
4.5

Ein stilles, aber sehr kraftvolles Buch über ein dunkles Kapitel der amerikanisch-japanischen Geschichte

„Und manches werden die Menschen nie verstehen. So etwas passiert. Und das Leben geht weiter.“ Diese Worte fassen die Stimmung von Wovon wir träumten von Julie Otsuka** sehr treffend zusammen. Das Buch erzählt von Hoffnung, Enttäuschung und einem Leid, das oft still ertragen wird – und von einer Gesellschaft, die nicht immer genau hinsieht. Im Mittelpunkt stehen japanische Frauen, die mit großen Träumen in die Vereinigte Staaten kommen. Viel mehr zum Inhalt soll hier nicht verraten werden. Stattdessen beeindruckt vor allem die Art, wie die Geschichte erzählt wird. Der Schreibstil ist ungewöhnlich und sehr eindringlich. Die Autorin schreibt aus der Sicht eines „Wir“. In vielen Aufzählungen beschreibt sie, was die Frauen erlebten, dachten und fühlten. So entsteht das Bild einer ganzen Gemeinschaft, deren Hoffnungen und Enttäuschungen eng miteinander verbunden sind. Beim Lesen stellt man sich immer wieder dieselben Fragen: Wieviel Leid kann ein Mensch ertragen? Wie leicht können wir die Augen verschließen? Und wie schnell können Träume zerbrechen – egal ob groß oder klein?

3

Ein Chor japanischer Frauen, die in den USA, die Jahre vor dem 2. Weltkrieg an japanische Männer verheiratet werden, deren Schicksale in ewigen Aufzählungen verhandelt werden. Es endet im 2.Weltkrieg, als viele Japanese-Americans in Internierungslager geschickt wurden und ab da aus Sicht der Amerikaner im Buch weiter erzählt wird. Inhaltlich ungemein spannend, zumal sich dieses Buch als Vorgeschichte zu [b:No-No Boy|129910|No-No Boy|John Okada|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1567070869l/129910._SY75_.jpg|384334] hervorragend eignet. Da ich durch No-no Boy bereits den Kontext hatte, hat sich mir der Inhalt gut erschlossen. Würde aber behaupten, dass das nicht auf jemanden zutrifft, der von dieser historischen Schande nichts weiß. „Wovon wir träumten“ bleibt da recht diffus. Der Erzählstil hat mir das Buch etwas verhagelt. Diese ewigen sich wiederholenden Aufzählungen sind mir extrem auf den Keks gegangen.

5

Eins der traurigsten und sinnlichen Bücher die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Das Buch hat nur 160 Seiten, aber 160 Seiten reiner Ungerechtigkeiten, Schmerz und Hoffnungslosigkeit. Hier muss man richtig sein Platz im Leben erkämpfen. Wiederholungen des Satzes schienen die Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit der gesamten Situation noch mehr vermitteln.

4

Dieses Buch ist ganz schwer einzuordnen und zu beurteilen. Es ist ein Buch ohne Handlung, keine Erzählung im eigentlich Sinne, aber doch mit einer namenlosen Erzählerin. Es ist auf der anderen Seite aber auch kein Sachbuch über das Leben der Japaner in der USA in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es hat viele lyrische Elemente und wirkt wie eine langgezogene Elegie. Letztlich ist es mit nichts vergleichbar, was ich je zuvor gelesen habe. Die Ich-Erzählerin berichtet chronologisch über die Japanerinnen, die über Heiratsvermittlungen in den 20er Jahren über den Pazifik gebracht wurden, um dort mit Japanern verheiratet zu werden. Viele Träume und idealisierten Vorstellungen über das gelobte Land gingen relativ schnell kaputt, nachdem sie in San Francisco an Land gingen. Ihnen wurde vorgelogen, dass sie hübsche gutsituierte Ehemänner vorfinden werden. Tatsächlich sind es aber meist einfache mittellose Landarbeiter. Ehe, Sex, Gewalt, Arbeiten in der Landwirtschaft, Kinder, Vorurteile der Amerikaner, fehlende Integration sind Punkte, die nach und nach thematisiert werden. Charakteristisch ist dabei oft, dass die Autorin die Sätze im Plural formuliert. Wir haben das gemacht, wir mussten jenes machen, die Person X tat dies und das Mädchen Y derweil jenes. Diese Sprache wirkt sehr kraftvoll, wie wenn hinter der Autorin das versammelte Kollektiv der japanisch stämmigen Bevölkerung Amerikas stehen würde. Im Grunde sind einzelne Sätze schon solche Einzelschicksale, dass sich daraus alleine ein Roman erstellen lassen würde. Diese geballte Ladung an angerissenen Lebenseinblicken ist aber auf der anderen Seite auch nur schwer für den Leser zu ertragen. Emotional sensible Leser werden hier oft zwischendurch mal pausieren müssen, um tief durchatmen zu können. Ich war am Anfang fasziniert von dem Schreibstil und gespannt, wie sich das Buch entwickeln würden. Am Ende des zweiten Drittels drehte sich aber meine Stimmung, und ich hatte das Gefühl, dass sich die Form des Klagegedichts langsam totlief. Es war mir schlicht zu viel des Guten, was vielleicht aber auch daran liegt, dass ich kein Freund von langen Gedichtzyklen bin. Das letzte Kapitel brachte dann aber doch noch die Wende zur guten Beurteilung, denn unter der Überschrift "Das Verschwinden" hört plötzlich die Stimme der namenlosen Ich-Erzählerin auf zu berichten und stattdessen sprechen die weißen Kalifornier, die ihre japanisch stämmigen Landsleute vermissen. Von einem auf den anderen Tag sind alle verschwunden. Es wurde zwar erwähnt, dass die Japaner Angst um ihre Existenzen hatten, nachdem Japan in den 2. Weltkrieg eingetreten war, doch so richtig informativ ist das Buch an dieser Stelle nicht. Und so müsste ich mich erst mal im Netz über die Internierung von japanisch stämmigen Amerikanern in den Jahren 1942-1945 informieren, um die Tragweite des Buchs verstehen zu können. Das ist sicher ein Schwäche des Buchs, dass viele Fragen offen bleiben für die Leser, die nicht in der amerikanischen Geschichte so bewandert sind. Auf jeden Fall ist es ein außergewöhnliches und auch lesenswertes Buch. Nachdem ich vor ein paar Wochen bereits den Droemer-Verlag für einen chinesischen Roman hinsichtlich seines Buchcovers und -titels kritisiert habe, bekommt es der mareverlag abschließend auch noch von mir ab. Was sollen diese klischeehaften Buchtitel und Covergestaltungen, wenn es um fernöstliche Literatur geht? Das ist so was von Fehl am Platze. Das Buch heißt im Original The Buddha in the Attic, was viel mehr die Verleumdung der eigenen kulturellen Identität der Japaner widerspiegelt als dieses liebliche "Wovon wir träumten", was auch ein Buchtitel jeder beliebigen Romanze sein könnte. Und dann das Cover! Wie auch schon auf dem Buchtitel von [b:Wolkentöchter|13424088|Wolkentöchter|Xinran|https://images.gr-assets.com/books/1327521930s/13424088.jpg|6817488] muss auf ein anständiges fernöstliches Buch ein Zierkirschenzweig, am bestehen gleich blühend. Und damit nicht genug, hier wird gleich das ganze Cover ist zarten purpur und rosa Tönen gehalten. Diese Farbgebung spiegelt so gar nicht, die schwierigen und tragischen Einzelschicksale im Buch wider. Auch sollte sich der deutsche Verlag mal ein Beispiel am Originalcover nehmen. Aber Zierkirschenzweige müssen wohl verkaufsfördernd sein auf dem deutschen Buchmarkt...

5

… und was wir stattdessen bekamen. Enttäuschte Hoffnungen, harte Lebensbedingungen, erzählt in einer Sprache, die ungezählte Einzelschicksale gekonnt verdichtet. Sehr berührend.

4

Ein sehr trauriges Buch über einen Teil der japanischen/amerikanischen Geschichte, die mir so nicht bewusst war. Trotzdem habe ich das Buch sehr gerne gelesen, durch detailgenaue Beschreibungen und eine ruhige, klare Sprache habe ich es fast in einem Rutsch gelesen.

3

Leider nicht so poetisch wie das Cover vermuten lässt! Eher einschläfernd und ohne Emotion. Die Wir-Erzählperspektive fand ich gelungen

4

Dieses Buch ist ganz schwer einzuordnen und zu beurteilen. Es ist ein Buch ohne Handlung, keine Erzählung im eigentlich Sinne, aber doch mit einer namenlosen Erzählerin. Es ist auf der anderen Seite aber auch kein Sachbuch über das Leben der Japaner in der USA in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es hat viele lyrische Elemente und wirkt wie eine langgezogene Elegie. Letztlich ist es mit nichts vergleichbar, was ich je zuvor gelesen habe. Die Ich-Erzählerin berichtet chronologisch über die Japanerinnen, die über Heiratsvermittlungen in den 20er Jahren über den Pazifik gebracht wurden, um dort mit Japanern verheiratet zu werden. Viele Träume und idealisierten Vorstellungen über das gelobte Land gingen relativ schnell kaputt, nachdem sie in San Francisco an Land gingen. Ihnen wurde vorgelogen, dass sie hübsche gutsituierte Ehemänner vorfinden werden. Tatsächlich sind es aber meist einfache mittellose Landarbeiter. Ehe, Sex, Gewalt, Arbeiten in der Landwirtschaft, Kinder, Vorurteile der Amerikaner, fehlende Integration sind Punkte, die nach und nach thematisiert werden. Charakteristisch ist dabei oft, dass die Autorin die Sätze im Plural formuliert. Wir haben das gemacht, wir mussten jenes machen, die Person X tat dies und das Mädchen Y derweil jenes. Diese Sprache wirkt sehr kraftvoll, wie wenn hinter der Autorin das versammelte Kollektiv der japanisch stämmigen Bevölkerung Amerikas stehen würde. Im Grunde sind einzelne Sätze schon solche Einzelschicksale, dass sich daraus alleine ein Roman erstellen lassen würde. Diese geballte Ladung an angerissenen Lebenseinblicken ist aber auf der anderen Seite auch nur schwer für den Leser zu ertragen. Emotional sensible Leser werden hier oft zwischendurch mal pausieren müssen, um tief durchatmen zu können. Ich war am Anfang fasziniert von dem Schreibstil und gespannt, wie sich das Buch entwickeln würden. Am Ende des zweiten Drittels drehte sich aber meine Stimmung, und ich hatte das Gefühl, dass sich die Form des Klagegedichts langsam totlief. Es war mir schlicht zu viel des Guten, was vielleicht aber auch daran liegt, dass ich kein Freund von langen Gedichtzyklen bin. Das letzte Kapitel brachte dann aber doch noch die Wende zur guten Beurteilung, denn unter der Überschrift "Das Verschwinden" hört plötzlich die Stimme der namenlosen Ich-Erzählerin auf zu berichten und stattdessen sprechen die weißen Kalifornier, die ihre japanisch stämmigen Landsleute vermissen. Von einem auf den anderen Tag sind alle verschwunden. Es wurde zwar erwähnt, dass die Japaner Angst um ihre Existenzen hatten, nachdem Japan in den 2. Weltkrieg eingetreten war, doch so richtig informativ ist das Buch an dieser Stelle nicht. Und so müsste ich mich erst mal im Netz über die Internierung von japanisch stämmigen Amerikanern in den Jahren 1942-1945 informieren, um die Tragweite des Buchs verstehen zu können. Das ist sicher ein Schwäche des Buchs, dass viele Fragen offen bleiben für die Leser, die nicht in der amerikanischen Geschichte so bewandert sind. Auf jeden Fall ist es ein außergewöhnliches und auch lesenswertes Buch. Nachdem ich vor ein paar Wochen bereits den Droemer-Verlag für einen chinesischen Roman hinsichtlich seines Buchcovers und -titels kritisiert habe, bekommt es der mareverlag abschließend auch noch von mir ab. Was sollen diese klischeehaften Buchtitel und Covergestaltungen, wenn es um fernöstliche Literatur geht? Das ist so was von Fehl am Platze. Das Buch heißt im Original The Buddha in the Attic, was viel mehr die Verleumdung der eigenen kulturellen Identität der Japaner widerspiegelt als dieses liebliche "Wovon wir träumten", was auch ein Buchtitel jeder beliebigen Romanze sein könnte. Und dann das Cover! Wie auch schon auf dem Buchtitel von [b:Wolkentöchter|13424088|Wolkentöchter|Xinran|https://images.gr-assets.com/books/1327521930s/13424088.jpg|6817488] muss auf ein anständiges fernöstliches Buch ein Zierkirschenzweig, am bestehen gleich blühend. Und damit nicht genug, hier wird gleich das ganze Cover ist zarten purpur und rosa Tönen gehalten. Diese Farbgebung spiegelt so gar nicht, die schwierigen und tragischen Einzelschicksale im Buch wider. Auch sollte sich der deutsche Verlag mal ein Beispiel am Originalcover nehmen. Aber Zierkirschenzweige müssen wohl verkaufsfördernd sein auf dem deutschen Buchmarkt...

5

Ein komplett anderer Erzählstil als ich gewöhnt bin und dann noch ohne Dialoge das ist schon ungewöhnlich. Gibt der Geschichte aber ihr gewisses Etwas, nach beenden habe ich so starke Gefühle die man kaum beschreiben kann. Dieses Buch muss man lesen und selbst fühlen !

2.5

Dieses Buch ist eine Aufzählung, die japanische Frauen Anfang des 20. Jahrhunderts auf ihrem Weg in die USA, wo ihre zukünftigen Ehemänner sie erwarten, begleitet. Die einzelnen Etappen werden geschildert, das Ankommen, die erste Nacht, der Arbeitsalltag etc. Der Text ist wie ein Webfaden der die Leben der vielen gesichts- und namenlosen Frauen in einem Panoramabild sichtbar werden lässt. Ich war erstaunt wie diese Form des Textes Dichte und Dramatik erzeugen kann! Ich habe das Buch gehört; ich bin nicht sicher, ob ich es gelesen hätte.

2

Wichtiges und interessantes Thema verpackt in tausenden von Aufzählungen. Der Schreibstil, alles in Aufzählungen und Wiederholungen zu erzählen hat mir nicht gefallen, das Thema indes schon.

4

The way The Buddha in the Attic was written really appealed to me: it tells the story of Japanese women coming to the United States in the 1930s/40s. It soon turns out that they were deceived: the men they are supposed to marry aren't what the women were made to believe. Because of the Japanese pride and the fear of shame the women cannot go back however. The story is told from a general point of few. The sentences are like this: One of us is married to a good man. Some of us are beaten by their husbands. Naomi finds a soulmate in her husband. I really enjoyed this. It made the story kind of unique, even though the women's destinies weren't. I probably would have enjoyed this book a lot more if I hadn't read it within a week of reading Julie Otsuka's other book, When the emperor was divine. The penultimate chapter deals with the same topic as the Emperor, the removal of the Japanese residents to prisoners' camps. So lots of things felt a little repetitive, even though the final chapter showed a new perspective.

5

Was für ein einzigartiger und Mitreisender Schreibstil! Das Buch hat mich von der ersten an Seite mitgerissen und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Otsuka hat großartige Arbeit geleistet. Das Buch ist sehr interessant und ich konnte viel von diesem Buch lernen. Die Autorin schreibt nicht aus der Sicht von einer, zwei oder drei Frauen - sie lässt eine ganze Generation für sich sprechen und von ihren Wünschen, Träumen, Erfahrungen, Schicksalen uvm erzählen. Auswanderung, Heiratsvermittlung, Krieg und weiteres behandelt dieses Buch. Neben den offensichtlichen Informationen, die mir diese Geschichte gegeben hat, konnte man so viel zwischen den Zeilen lesen und ich war komplett in dem Buch gefangen und habe auf jeder einzelnen Seite mit den Frauen mitgefiebert. Das Buch hinterlässt einen drückenden Nachgeschmack - aber ich kann es jedem nur ans Herz legen !

4

Der Schreibstil dieses Buches ist extrem ungewöhnlich - es ist durchgehend in der ersten Person Plural geschrieben und erzählt eigentlich keine fortlaufende Handlung, sondern listet Erfahrungen von Japanerinnen auf, die Anfang des 20. Jahrhunderts als Ehefrauen nach Amerika geschickt wurden bis zu ihrer Internierung in Lagern während des zweiten Weltkrieges. Es wirkt viel weniger wie ein Roman als wie eine Inszenierung. Ich hatte die ganze Zeit eine Gruppe japanischer Frauen vor meinem inneren Auge, die wie ein Chor auf der Bühne stehen und im Wechsel jeweils einen Satz zu der Erzählung beitragen. Ein außergewöhnliches Buch, dass einer wenig beachteten Gruppe von Frauen eine Stimme gibt.

2

Part of me wanted to love this book. But the part that saw too many issues with it just won.The story sounded intriguing. And maybe the first half was exciting but during the second half I only wished the book would end alabgeschlosseny. The issues I had with is are:I. Though I can see why the author chose the 'we' narration, I wished there was more connection to the protagonists. It is the same issue I had with "The Wives of Los Alamos" by TaraShea Nesbit to be honest. While I was abgeschlossening the book all the names and women just mixed and at one point I didn't even bother to try to remember any of them. Of course I see, that this might have been exactly what the author wanted to achieve: the Japanese women that came to the US were just that - interchangeably the same to the white citizens. But why, I why, can't a book like this be used to portray the women for what they were? Strong. Unfortunate, sure, but they were also strong and worth of being treated as persons with own personalities and dreams and fights and not just like a bunch of faceless women with names that mean nothing.II. At one point, there were only lists of what some experienced, then what others experienced. Just a list of possibilities that were so boring that I skipped some of the endless paragraphs. I can imagine what things _possibly_ happened to Japanese immigrants. What I would have loved to abgeschlossen is a more personal story, but in the end that is basically the same issue I mentioned above.The only thing I kind of enjoyed was the end, where the 'we' narrator was no longer the women but the neighbors of theirs. But yeah, I expected more.

5

Ein komplett anderer Erzählstil als ich gewöhnt bin und dann noch ohne Dialoge das ist schon ungewöhnlich. Gibt der Geschichte aber ihr gewisses Etwas, nach beenden habe ich so starke Gefühle die man kaum beschreiben kann. Dieses Buch muss man lesen und selbst fühlen !

4

A beautiful book about the fate of thousands of picture brides from Japan. i just wish instead of just throwing hundreds of fates at the reader, Otsuka would have explored only 3-4 lifes in detail. i also would have liked to read how life was in the Japanese internment camps, but maybe that's for another book. really want to read more about Japanese picture brides now.

4

Der Schreibstil dieses Buches ist extrem ungewöhnlich - es ist durchgehend in der ersten Person Plural geschrieben und erzählt eigentlich keine fortlaufende Handlung, sondern listet Erfahrungen von Japanerinnen auf, die Anfang des 20. Jahrhunderts als Ehefrauen nach Amerika geschickt wurden bis zu ihrer Internierung in Lagern während des zweiten Weltkrieges. Es wirkt viel weniger wie ein Roman als wie eine Inszenierung. Ich hatte die ganze Zeit eine Gruppe japanischer Frauen vor meinem inneren Auge, die wie ein Chor auf der Bühne stehen und im Wechsel jeweils einen Satz zu der Erzählung beitragen. Ein außergewöhnliches Buch, dass einer wenig beachteten Gruppe von Frauen eine Stimme gibt.

4

Dieses Buch wanderte bereits vor einigen Jahren auf meine Wunschliste und von dort relativ zügig als eBook auf meinem virtuellen Stapel ungelesener Bücher. Und das war es dann erstmal. Als ich es nun kürzlich auf meinen eReader lud, um im Urlaub eine große Auswahl an Lesbarem zu haben, wusste ich längst nicht mehr, wovon dieses Buch handelt. Umso überraschter war ich von diesem kleinen Schatz, der sich mir nach und nach offenbarte. Mit leiser Wehmut, vielen Fragen und großen Hoffnungen im Gepäck überqueren sie den Ozean: junge Japanerinnen, die in den 1920er Jahren ihre Heimat verlassen, um in Kalifornien japanische Einwanderer zu heiraten. „Einige von uns kamen aus Hokkaido, wo es verschneit und kalt war, und träumten noch jahrelang von dieser weißen Landschaft. Einige von uns kamen aus Hiroshima, das später in die Luft fliegen sollte, und hatten Glück, überhaupt auf dem Schiff gelandet zu sein, auch wenn sie es damals natürlich noch nicht wussten.“ (S. 9) Bis zu ihrer Ankunft kennen die Frauen ihre zukünftigen Männer nur von den strahlenden Fotos der Heiratsvermittler, und auch sonst haben sie äußerst vage Vorstellungen von Amerika. Die Überfahrt wird zu einer seltsamen, oft traumartigen Passage zwischen zwei Welten – und die Ankunft in Amerika zu einem abrupten Erwachen in der Fremde, in der kaum etwas so ist wie erwartet. „Denn wenn uns unsere Männer in ihren Briefen die Wahrheit gesagt hätten – dass sie keine Seidenhändler waren, sondern Obstpflücker, dass sie nicht in großen Häusern mit vielen Zimmern wohnten, sondern in Zelten und Scheunen und draußen im Freien, auf den Feldern, unter der Sonne und den Sternen -, wären wir nie nach Amerika gekommen, um die Arbeit zu machen, die im Leben kein Amerikaner machen würde, der etwas auf sich hält.“ (S. 24) Der Roman schildert ihre Lebenserfahrungen in der neuen Heimat, bis rund ein Vierteljahrhundert später der japanische Angriff auf Pearl Harbor zur Internierung japanischstämmiger Amerikaner führt. Als Leser erfährt man die Geschehnisse aus der Wir-Perspektive der Japanerinnen. Es gibt keine stringent erzählte Geschichte, der man folgen und keinen Protagonisten, mit dem man sich identifizieren könnte. Aber die aufzählende Erzählweise beleuchtet das differenzierte Erleben und Wirken der Japanerinnen dennoch eingehend und bewegend, da sich hierdurch eine Vielzahl von Perspektiven und Möglichkeiten eröffnet. Das sorgt wohl auch für die dichte Atmosphäre, durch die sich ein Sog entwickelt, dem man sich beim Lesen kaum entziehen kann. Man erlebt die anfänglichen Ängste vor dem neuen Land und den unbekannten Männern, erfährt von Hoffnungen und Enttäuschungen, vom Einleben und Nicht-Einleben in dem fremden Land und den Konsequenzen. Hier werden feine Nuancen gezeichnet und Problematiken deutlich, die beim Lesen innehalten lassen und zum nachdenken anregen. Der Roman schließt mit einem drastischen Perspektivwechsel: Aus der Sicht ihrer weißen Nachbarn wird geschildert, wie die internierten japanischstämmigen Amerikaner plötzlich nicht mehr da sind. Knapp 160 Seiten, die intensiv und berührend sind und trotz der Kürze zugleich eine erweiterte, wenn auch knappe schwammige Sichtweise auf geschichtliche Ereignisse werfen. Ein Buch, das nachwirkt und zum weiter informieren anregt. Empfehlenswert!

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