Wolfsmädchens Wald
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Description
Book Information
Author Description
Martina Straten, geboren in Düsseldorf, ist Journalistin und Germanistin. Schon während des Studiums entdeckte sie ihre Liebe zum Radio und begann 1997 bei dem Kultsender RTL RADIO in Luxembourg. 2003 wechselte sie zu Radio SALÜ nach Saarbrücken. Dort moderiert sie bis heute die sehr erfolgreiche "Martina-Straten-Show". Sie ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter am Rande des Hunsrücks.
Posts
Geschichte mit Sogwirkung, unheimlich interessante Thematik, glaubwürdig erzählt, echter Pageturner
Mit "Wolfsmädchens Wald" habe ich nun bereits das zweite Buch von Martina Straten gelesen und dessen Inhalt hat mich sogar noch mehr überzeugt, als der vorherige. Schon nach den ersten paar Seiten war ich inmitten der dichten Atmosphäre gefangen, die Frau Straten hier erschaffen hat. Das Buch entfaltet zudem eine Art von Sogwirkung, der man sich nur schwer entziehen kann. Kommen wir aber zuerst einmal zum Inhalt: Auf einmal ist sie da. Wild, ängstlich und verletzt. Ein kleines Mädchen am Rande der tiefen Hunsrückwälder, dort, wo die Grenzen zwischen Mensch und Natur verschwimmen. Man nennt sie »Sanna -das Wolfskind« denn die Fünfjährige kann weder sprechen noch aufrecht gehen. Ihre Wut macht sie gefährlich, und die Menschen in Krahnenberg meiden sie wegen ihrer Andersartigkeit. 25 Jahre später geschieht das Unfassbare erneut: Ein weiteres Mädchen erscheint im Wald, genau wie Sanna ist auch sie ein wildes Kind. Keiner weiß, woher sie kommen... Wer hat die Kinder zu dem gemacht, was sie sind? Das Buch liest sich wieder sehr flüssig, ohne dabei banal zu wirken. Die Autorin schreibt klar und bildhaft, sodass man als Leser gut in die Geschichte eintauchen kann. Langeweile kam bei mir folglich in keiner Sekunde auf, ganz im Gegenteil, die Seiten flogen nur so dahin... Die Spannung war schneller da als gedacht und ich wollte unbedingt erfahren, wie es mit Sanna weitergeht. Besonders faszinierend fand ich dabei die immer wiederkehrenden Fragen, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte ziehen: Kann ein Mensch, der noch im Säuglingsalter ist, mitten unter wilden Tieren tatsächlich überleben? Was macht uns eigentlich menschlich? Ist es Sprache? Erziehung? Nähe? Moral? Oder ist Menschlichkeit etwas, das tiefer liegt, etwas, das selbst in der Wildnis nicht ganz verloren gehen kann? Obwohl das Buch durchaus einige kleine Fehlerchen enthält, konnte ich erstaunlich gut darüber hinwegsehen. Ich war einfach zu sehr gefangen in dieser rauen, fremden Welt, um mich von solch kleinen Schwächen ablenken zu lassen. Ich fand es unheimlich interessant, dass hier die Thematik der "Wolfskinder" aufgegriffen wird – etwas, das nicht nur in Mythen und Märchen lebt, sondern auch reale, historisch belegte Hintergründe besitzt. Unter "Wolfskindern" versteht man nämlich Kinder, die wohl von Wölfen oder anderen Tieren aufgezogen wurden oder zumindest über lange Zeit in der Wildnis überlebt haben. Schon seit Jahrhunderten gibt es Berichte über sogenannte "wilde Kinder", die fernab menschlicher Gesellschaft gefunden wurden – verwahrlost, ohne Sprache, oft mit auffälligem Verhalten. Viele dieser Fälle sind bis heute umstritten: Manche könnten auf extreme Vernachlässigung, Trauma oder Missbrauch zurückzuführen sein, andere auf psychische oder körperliche Erkrankungen. Und dennoch gibt es tatsächlich belegte Fälle von Kindern, die über lange Zeit allein in der Natur überlebt haben... Ob sie wirklich von Tieren "aufgezogen" wurden oder lediglich in ihrer Nähe überlebten, bleibt offen, doch die Faszination solcher Fälle bleibt bis heute bestehen. Martina Straten gelingt es, dieses uralte Motiv in eine neue, moderne und intensive Geschichte zu verwandeln. Sie ist so glaubwürdig erzählt, dass ich beim Lesen mehrfach dachte, sie könnte genau so passiert sein. Auch die Atmosphäre trägt maßgeblich dazu bei, dass die Story so dramatisch wirkt. Straten führt den Leser in eine Welt, die fremd und wild erscheint – rau, unbarmherzig, aber gleichzeitig voller stiller Schönheit. An vielen Stellen spürt man neben alldem förmlich ihre Leidenschaft für Wölfe und Wolfshunde. Für mich persönlich ist "Wolfsmädchens Wald" aber kein klassischer Thriller, sondern vielmehr ein starker, spannender Roman. Und das ist absolut positiv gemeint. Nicht jede Geschichte muss mit schnellen Schocks oder reißerischen Wendungen arbeiten, manchmal sind es gerade die leisen Momente, die großen Eindruck hinterlassen. Denn die Spannung entsteht hier etwas tiefer, durch die Figuren, ihre Vergangenheit, ihre inneren Konflikte und die dunklen Abgründe, die nach und nach sichtbar werden. Eben genau diese Charaktere stellen den größten Pluspunkt der Geschichte dar. Sie werden nämlich nicht nur oberflächlich beschrieben, sondern mit Widersprüchen und Emotionen gezeichnet. Vor allem Sanna steht im Mittelpunkt und ist eine Person, die man nicht so schnell vergisst. Ihre Entwicklung fand ich enorm faszinierend, nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich... Auch Tom und Nia haben mich auf ihre ganz eigene Art überzeugen können. Ihre Rollen fühlen sich einfach echt an, sodass man ihre inneren Kämpfe hautnah miterlebt und sieht, wie sie förmlich mit ihren eigenen Grenzen, Ängsten und Entscheidungen ringen. Mein größter Kritikpunkt ist wohl das Ende, dieses kam mir dann doch etwas zu abrupt. Man liest und liest, begleitet Sannas Weg, hofft, fürchtet – und dann ist es plötzlich in wenigen Seiten vorbei. Das war schade, weil ich mir gewünscht hätte, dass sich das Finale mehr Zeit nimmt. Ich würde daher einen zweiten Teil sehr begrüßen, denn das Potenzial für eine Fortsetzung ist definitiv da. "Wolfsmädchens Wald" ist somit ein echter Pageturner, weil man immer das Gefühl hat, dass sich hinter der nächsten Ecke etwas verbirgt... Sei es ein Geheimnis, eine Wahrheit, eine Wendung oder ein Schmerz, den man noch nicht erahnen kann. Martina Straten hat es geschafft, aus dem seit Jahrhunderten bekannten Motiv der "Wolfskinder" eine neue, glaubwürdige und erschütternd schöne Geschichte zu formen. Nach diesem Buch freue ich mich schon darauf, noch weitere Werke von ihr zu lesen.
krass, spannend, verstörend
spannend von Anfang bis Ende, allerdings nichts für schwache Nerven… Packend, emotional nicht einfach und einen sprachlos zurück lassend, wie krank manche Menschen sein können, auch wenn es nicht auf wahren Begebenheiten beruht. Sehr gut recherchiert, durchdacht von Anfang bis Ende. Brauche jetzt aber erstmal ein anderes Genre, um „abzuschalten“.
Eine Geschichte von der ich nichts erwartet habe und die mich dann total überrascht hat
Auf der Suche nach dem nächsten Hörbuch bin ich aufgrund des Wortes "Wolf" auf diesen Titel aufmerksam geworden. Ich glaube, ich habe mir nicht mal vorab die Inhaltsangabe richtig durchgelesen. Was ich aber gleich zu Beginn meiner Rezension sagen kann, ist, dass ich mein erstes Hörbuchhighlight 2025 gefunden habe. Kathrin und Gero Feldmann, ein Ehepaar, welches sich nichts sehnlicheres wünscht, als ein Kind zu bekommen und ihre kleine Familie zu komplettieren. Der Tag, als Kathrin ihr Grundstück in Hunsrück in Richtung Wald verlässt, weil sie seltsame Schreie hört, wird das Leben der Feldmanns für immer verändern. Kathrin findet im Wald ein etwa vier Jahre altes Mädchen. Nackt. Total verdreckt und verletzt. Den Ärzten und Psychologen im Krankenhaus wird sehr schnell klar, dass das Mädchen nicht sprechen kann, wild ist und ihrer Meinung nach bisher keinen Kontakt zu Menschen hatte. Sie geben dem wilden Mädchen den Namen Sanna. Sanna beißt und wünscht sich nichts sehnlicheres, als in ihren geliebten Wald zurückzukehren. Für Kathrin Feldmann steht sehr schnell fest, dass sie Sanna nicht ziehen lassen kann und ihr den Aufenthalt in einer Klinik ersparen möchte. Das Ehepaar holt Sanna zu sich nach Hause und meint, dass sich mit diesem Kind ihr Wunsch von einer Familie erfüllt. Aber das Zusammenwachsen, die Erziehung und das Aufbauen von Vertrauen bringt viele schwere Jahre mit sich. Als "nicht schulfähig" eingeschätzt, finden die Feldmanns einen bereits pensionierten Lehrer, welcher sich Sanna annimmt. Und diese entstehende Freundschaft zwischen Uwe und Sanna, welche auf beinahe blinder Vertrautheit beruht, war für mich etwas ganz besonderes in diesem Buch. Wo Sanna letztendlich herkam, wird schnell aufgegeben, weil sich der Polizei dieses Auftauchen des "Wolfskinds" nicht erschließen will. Es brauch 25 Jahre und ein weiteres wildes Mädchen, welches den Namen Mia bekommt, dass die Polizei den Spuren wieder nach geht. Denn an Mia konnten eindeutig Wolfshaare gefunden werden. Nur stellt sich die Frage, wie man sich auf die Suche nach Wölfen macht... Im Verlauf des Hörbuches lernt man noch Georg Eisenberger kennen. Ein Mann, der einmal unendlich stark geliebt hat, seine große Liebe allerdings unter tragischen Umständen verloren hat. Ein Mann, der Pläne hatte und diese auf aggressive und eigensinnige Art umsetzen wollte. Viel mehr möchte ich an dieser Stelle zu dem Part in der Geschichte gar nicht sagen, damit ihr genauso gefesselt, wie ich, der Geschichte lauschen könnt bzw. lesend in sie abtauchen könnt. Insgesamt nimmt die Geschichte ihren Start im Jahr 1998 und spielt zuletzt in der Gegenwart 2023. Umso spannender empfand ich diesen Fall. Denn es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich solch ein Fall vor unserer Haustür abspielen könnte. Ob ich diese Geschichte unbedingt als Thriller betiteln möchte, weiß ich nicht genau. Er hat mit Sicherheit einen Spannungsbogen und auch schaurige Momente, aber für mich ist es eher ein Roman. Ein Roman, der das Leben so vieler tragischer Personen schildert. Ein Buch, in dem viele Figuren auftauchen, an die ich mich noch eine gewisse Zeit erinnern werde. Des Weiteren macht mich dieser Titel unheimlich neugierig auf das Thema, welches es im Ganzen behandelt. Ich mache mich auf die Suche nach mehr Literatur in diesem Bereich. Fazit Wie bereits in meiner Überschrift angesprochen, war dies ein Hörbuchtitel, von dem ich mir lediglich ein paar angenehme Hörstunden erwartet hatte. Und ich war auch neugierig, wie die Autorin den Titel des Buches, welchem sie ihre eigene Sprecherstimme geliehen hat, umgesetzt hat. Und ja, egal ob Sannas junge Jahre, die Zeit mit ihrem Lehrer Uwe, Sannas aufopferndes Verhalten, als Mia gefunden wird oder die Geschichte des Georg Eisenberger, ich war dauerhaft an diese Geschichte gefesselt und sage Danke für dieses Hörerlebnis.
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Martina Straten, geboren in Düsseldorf, ist Journalistin und Germanistin. Schon während des Studiums entdeckte sie ihre Liebe zum Radio und begann 1997 bei dem Kultsender RTL RADIO in Luxembourg. 2003 wechselte sie zu Radio SALÜ nach Saarbrücken. Dort moderiert sie bis heute die sehr erfolgreiche "Martina-Straten-Show". Sie ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter am Rande des Hunsrücks.
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Geschichte mit Sogwirkung, unheimlich interessante Thematik, glaubwürdig erzählt, echter Pageturner
Mit "Wolfsmädchens Wald" habe ich nun bereits das zweite Buch von Martina Straten gelesen und dessen Inhalt hat mich sogar noch mehr überzeugt, als der vorherige. Schon nach den ersten paar Seiten war ich inmitten der dichten Atmosphäre gefangen, die Frau Straten hier erschaffen hat. Das Buch entfaltet zudem eine Art von Sogwirkung, der man sich nur schwer entziehen kann. Kommen wir aber zuerst einmal zum Inhalt: Auf einmal ist sie da. Wild, ängstlich und verletzt. Ein kleines Mädchen am Rande der tiefen Hunsrückwälder, dort, wo die Grenzen zwischen Mensch und Natur verschwimmen. Man nennt sie »Sanna -das Wolfskind« denn die Fünfjährige kann weder sprechen noch aufrecht gehen. Ihre Wut macht sie gefährlich, und die Menschen in Krahnenberg meiden sie wegen ihrer Andersartigkeit. 25 Jahre später geschieht das Unfassbare erneut: Ein weiteres Mädchen erscheint im Wald, genau wie Sanna ist auch sie ein wildes Kind. Keiner weiß, woher sie kommen... Wer hat die Kinder zu dem gemacht, was sie sind? Das Buch liest sich wieder sehr flüssig, ohne dabei banal zu wirken. Die Autorin schreibt klar und bildhaft, sodass man als Leser gut in die Geschichte eintauchen kann. Langeweile kam bei mir folglich in keiner Sekunde auf, ganz im Gegenteil, die Seiten flogen nur so dahin... Die Spannung war schneller da als gedacht und ich wollte unbedingt erfahren, wie es mit Sanna weitergeht. Besonders faszinierend fand ich dabei die immer wiederkehrenden Fragen, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte ziehen: Kann ein Mensch, der noch im Säuglingsalter ist, mitten unter wilden Tieren tatsächlich überleben? Was macht uns eigentlich menschlich? Ist es Sprache? Erziehung? Nähe? Moral? Oder ist Menschlichkeit etwas, das tiefer liegt, etwas, das selbst in der Wildnis nicht ganz verloren gehen kann? Obwohl das Buch durchaus einige kleine Fehlerchen enthält, konnte ich erstaunlich gut darüber hinwegsehen. Ich war einfach zu sehr gefangen in dieser rauen, fremden Welt, um mich von solch kleinen Schwächen ablenken zu lassen. Ich fand es unheimlich interessant, dass hier die Thematik der "Wolfskinder" aufgegriffen wird – etwas, das nicht nur in Mythen und Märchen lebt, sondern auch reale, historisch belegte Hintergründe besitzt. Unter "Wolfskindern" versteht man nämlich Kinder, die wohl von Wölfen oder anderen Tieren aufgezogen wurden oder zumindest über lange Zeit in der Wildnis überlebt haben. Schon seit Jahrhunderten gibt es Berichte über sogenannte "wilde Kinder", die fernab menschlicher Gesellschaft gefunden wurden – verwahrlost, ohne Sprache, oft mit auffälligem Verhalten. Viele dieser Fälle sind bis heute umstritten: Manche könnten auf extreme Vernachlässigung, Trauma oder Missbrauch zurückzuführen sein, andere auf psychische oder körperliche Erkrankungen. Und dennoch gibt es tatsächlich belegte Fälle von Kindern, die über lange Zeit allein in der Natur überlebt haben... Ob sie wirklich von Tieren "aufgezogen" wurden oder lediglich in ihrer Nähe überlebten, bleibt offen, doch die Faszination solcher Fälle bleibt bis heute bestehen. Martina Straten gelingt es, dieses uralte Motiv in eine neue, moderne und intensive Geschichte zu verwandeln. Sie ist so glaubwürdig erzählt, dass ich beim Lesen mehrfach dachte, sie könnte genau so passiert sein. Auch die Atmosphäre trägt maßgeblich dazu bei, dass die Story so dramatisch wirkt. Straten führt den Leser in eine Welt, die fremd und wild erscheint – rau, unbarmherzig, aber gleichzeitig voller stiller Schönheit. An vielen Stellen spürt man neben alldem förmlich ihre Leidenschaft für Wölfe und Wolfshunde. Für mich persönlich ist "Wolfsmädchens Wald" aber kein klassischer Thriller, sondern vielmehr ein starker, spannender Roman. Und das ist absolut positiv gemeint. Nicht jede Geschichte muss mit schnellen Schocks oder reißerischen Wendungen arbeiten, manchmal sind es gerade die leisen Momente, die großen Eindruck hinterlassen. Denn die Spannung entsteht hier etwas tiefer, durch die Figuren, ihre Vergangenheit, ihre inneren Konflikte und die dunklen Abgründe, die nach und nach sichtbar werden. Eben genau diese Charaktere stellen den größten Pluspunkt der Geschichte dar. Sie werden nämlich nicht nur oberflächlich beschrieben, sondern mit Widersprüchen und Emotionen gezeichnet. Vor allem Sanna steht im Mittelpunkt und ist eine Person, die man nicht so schnell vergisst. Ihre Entwicklung fand ich enorm faszinierend, nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich... Auch Tom und Nia haben mich auf ihre ganz eigene Art überzeugen können. Ihre Rollen fühlen sich einfach echt an, sodass man ihre inneren Kämpfe hautnah miterlebt und sieht, wie sie förmlich mit ihren eigenen Grenzen, Ängsten und Entscheidungen ringen. Mein größter Kritikpunkt ist wohl das Ende, dieses kam mir dann doch etwas zu abrupt. Man liest und liest, begleitet Sannas Weg, hofft, fürchtet – und dann ist es plötzlich in wenigen Seiten vorbei. Das war schade, weil ich mir gewünscht hätte, dass sich das Finale mehr Zeit nimmt. Ich würde daher einen zweiten Teil sehr begrüßen, denn das Potenzial für eine Fortsetzung ist definitiv da. "Wolfsmädchens Wald" ist somit ein echter Pageturner, weil man immer das Gefühl hat, dass sich hinter der nächsten Ecke etwas verbirgt... Sei es ein Geheimnis, eine Wahrheit, eine Wendung oder ein Schmerz, den man noch nicht erahnen kann. Martina Straten hat es geschafft, aus dem seit Jahrhunderten bekannten Motiv der "Wolfskinder" eine neue, glaubwürdige und erschütternd schöne Geschichte zu formen. Nach diesem Buch freue ich mich schon darauf, noch weitere Werke von ihr zu lesen.
krass, spannend, verstörend
spannend von Anfang bis Ende, allerdings nichts für schwache Nerven… Packend, emotional nicht einfach und einen sprachlos zurück lassend, wie krank manche Menschen sein können, auch wenn es nicht auf wahren Begebenheiten beruht. Sehr gut recherchiert, durchdacht von Anfang bis Ende. Brauche jetzt aber erstmal ein anderes Genre, um „abzuschalten“.
Eine Geschichte von der ich nichts erwartet habe und die mich dann total überrascht hat
Auf der Suche nach dem nächsten Hörbuch bin ich aufgrund des Wortes "Wolf" auf diesen Titel aufmerksam geworden. Ich glaube, ich habe mir nicht mal vorab die Inhaltsangabe richtig durchgelesen. Was ich aber gleich zu Beginn meiner Rezension sagen kann, ist, dass ich mein erstes Hörbuchhighlight 2025 gefunden habe. Kathrin und Gero Feldmann, ein Ehepaar, welches sich nichts sehnlicheres wünscht, als ein Kind zu bekommen und ihre kleine Familie zu komplettieren. Der Tag, als Kathrin ihr Grundstück in Hunsrück in Richtung Wald verlässt, weil sie seltsame Schreie hört, wird das Leben der Feldmanns für immer verändern. Kathrin findet im Wald ein etwa vier Jahre altes Mädchen. Nackt. Total verdreckt und verletzt. Den Ärzten und Psychologen im Krankenhaus wird sehr schnell klar, dass das Mädchen nicht sprechen kann, wild ist und ihrer Meinung nach bisher keinen Kontakt zu Menschen hatte. Sie geben dem wilden Mädchen den Namen Sanna. Sanna beißt und wünscht sich nichts sehnlicheres, als in ihren geliebten Wald zurückzukehren. Für Kathrin Feldmann steht sehr schnell fest, dass sie Sanna nicht ziehen lassen kann und ihr den Aufenthalt in einer Klinik ersparen möchte. Das Ehepaar holt Sanna zu sich nach Hause und meint, dass sich mit diesem Kind ihr Wunsch von einer Familie erfüllt. Aber das Zusammenwachsen, die Erziehung und das Aufbauen von Vertrauen bringt viele schwere Jahre mit sich. Als "nicht schulfähig" eingeschätzt, finden die Feldmanns einen bereits pensionierten Lehrer, welcher sich Sanna annimmt. Und diese entstehende Freundschaft zwischen Uwe und Sanna, welche auf beinahe blinder Vertrautheit beruht, war für mich etwas ganz besonderes in diesem Buch. Wo Sanna letztendlich herkam, wird schnell aufgegeben, weil sich der Polizei dieses Auftauchen des "Wolfskinds" nicht erschließen will. Es brauch 25 Jahre und ein weiteres wildes Mädchen, welches den Namen Mia bekommt, dass die Polizei den Spuren wieder nach geht. Denn an Mia konnten eindeutig Wolfshaare gefunden werden. Nur stellt sich die Frage, wie man sich auf die Suche nach Wölfen macht... Im Verlauf des Hörbuches lernt man noch Georg Eisenberger kennen. Ein Mann, der einmal unendlich stark geliebt hat, seine große Liebe allerdings unter tragischen Umständen verloren hat. Ein Mann, der Pläne hatte und diese auf aggressive und eigensinnige Art umsetzen wollte. Viel mehr möchte ich an dieser Stelle zu dem Part in der Geschichte gar nicht sagen, damit ihr genauso gefesselt, wie ich, der Geschichte lauschen könnt bzw. lesend in sie abtauchen könnt. Insgesamt nimmt die Geschichte ihren Start im Jahr 1998 und spielt zuletzt in der Gegenwart 2023. Umso spannender empfand ich diesen Fall. Denn es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich solch ein Fall vor unserer Haustür abspielen könnte. Ob ich diese Geschichte unbedingt als Thriller betiteln möchte, weiß ich nicht genau. Er hat mit Sicherheit einen Spannungsbogen und auch schaurige Momente, aber für mich ist es eher ein Roman. Ein Roman, der das Leben so vieler tragischer Personen schildert. Ein Buch, in dem viele Figuren auftauchen, an die ich mich noch eine gewisse Zeit erinnern werde. Des Weiteren macht mich dieser Titel unheimlich neugierig auf das Thema, welches es im Ganzen behandelt. Ich mache mich auf die Suche nach mehr Literatur in diesem Bereich. Fazit Wie bereits in meiner Überschrift angesprochen, war dies ein Hörbuchtitel, von dem ich mir lediglich ein paar angenehme Hörstunden erwartet hatte. Und ich war auch neugierig, wie die Autorin den Titel des Buches, welchem sie ihre eigene Sprecherstimme geliehen hat, umgesetzt hat. Und ja, egal ob Sannas junge Jahre, die Zeit mit ihrem Lehrer Uwe, Sannas aufopferndes Verhalten, als Mia gefunden wird oder die Geschichte des Georg Eisenberger, ich war dauerhaft an diese Geschichte gefesselt und sage Danke für dieses Hörerlebnis.










