Wir waren Paradies: Roman | Eindringliche Near-Future-Dystopie | Neues Deutschland 2035

Wir waren Paradies: Roman | Eindringliche Near-Future-Dystopie | Neues Deutschland 2035

Ebook
4.09

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Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Ebook
Pages
187
Price
10.99 €

Posts

4
All
4

Wir waren Paradies von Gisèle S. MBamu erzählt die Geschichte der Antagonisten. In dieser Near-Future-Dystopie begleiten wir die politisch Rechtsorientierten und wie es weitergeht, wenn sie ihr Ziel erreichen alle Ausländer loszuwerden. Ist dann wirklich plötzlich alles gut? Gibt's dann keine Probleme mehr? Nur noch Lebensqualität und Fülle? Dieser Fragen nimmt sich die Autorin an, dabei weiß sie genau wie sie in wenigen Seiten direkt ein beklemmendes Gefühl aufbaut. Linus und seine Freunde haben so viele negative Gefühle in mir ausgelöst beim Lesen. Aber auch immer wieder Entsetzen. Entsetzen darüber, das es sich selbst jetzt in der Realität manchmal so anfühlt und ich mit vieles einfach genauso vorstellen konnte. Genau das hat das Buch auch so schmerzhaft gemacht. Wir sind eine Realität angesteuert die unaufhaltsam und völlig grausam war. Denn Reichtum hat immer seinen Preis, wodurch Klassismus unbedingt von solchen Parteien erhalten werden soll. Doch wer trägt die Last und Schuld, wenn dann die marginalisierten Personen weg sind? Und trifft vlt genau die Personengruppen diese Last, die am meisten auf eine bessere Zukunft durch diese Politik gehofft hat? Der Schreibstil war an manchen Stellen etwas ungewohnt, aber hat mich nachdem ich mich daran gewöhnt habe gut mitgenommen. Am Ende überschlagen sich die dramatischen Ereignisse etwas, sodass ich mich von ihnen erschlagen gefühlt habe. Nichtsdestotrotz ist es ein Buch das ich sehr empfehlen kann! Es regt die Gedanken zu wichtigen gesellschaftskritischen Themen an und schafft es dabei etwas neues zu kreieren, was ich so noch nicht gelesen habe. Ein Buch das mich durch sein Entsetzten und die Ohnmacht die damit einhergeht fesseln konnte.

4.5

Der Schreibstil war für mich anfangs gewöhnungsbedürftig, da dieser sehr jugendlich geschrieben. Also im Prinzip so, wie sich Jugendliche eben unterhalten. Nach einer Zeit habe ich mich da aber auch dran gewöhnt. Leute ich sag’s wie’s ist, die Story ist wirklich nichts für schwache Nerven, an einigen Stellen musste ich wirklich hart schlucken und mir ist schlecht geworden. Ich finde allerdings, dass du so eine Story nicht als leichte Kost schreiben und erzählen kannst, denn dieses Buch ist dafür da um zu schocken. Am Anfang habe ich noch ein bisschen gebraucht um in die Story reinzukommen, aber nachdem ersten Abschnitt, ich hab’s inhaliert! Wir waren Paradies ist eine Dystopie, in der die Rechte Bubble gewonnen hat und es keine Migranten, keine LGBTQ+ Bewegungen und Menschen mehr gibt. Doch wer wird danach zum Sündenbock, was macht es mit der Gesellschaft? Hier gibt es keine Sympathie mit den Protas - ist auch meiner Meinung nach gar nicht möglich. Natürlich gibt es auch hier einen Twist und der hatte es sowas von in sich. Ich muss zugeben an der einen oder anderen Stelle hatte ich definitv auch Schadenfreude mit den Protas. Eine gesellschaftskritische Dystopie die aufwecken soll und das meiner Meinung nach auf alle Fälle auch tut. Disclaimer: Dieses Buch sympathisiert in keinsterweise mit R*ssismus - ganz im Gegenteil, es klärt auf erschreckende Art und Weise auf, dass wir genau jetzt handeln müssen und unsere Augen nicht weiter verschließen dürfen.

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4.5

Wie waren Paradies ist ein dystopischer Roman, der schockiert znd zum Nachdenken anregt. Die Geschichte spielt im Jahr 2035, also in nicht allzu ferner Zukunft. Beim Lesen begleitet man 7 junge Menschen, die in einem System leben, das von den Rechten regiert wird. Nachdem der letzte Ausländer abgeschoben wurde, soll für die 7 Freunde, die alle in der Vergangenheit ihre sozialen Päckchen zu tragen hatten, ein neues Leben beginnen. Doch alles entwickelt sich anders, als gehofft. Denn wie kann ein System funktionieren, in dem alle gleich sein wollen? Für die Protagonisten beginnt schnell ein Alptraum. Sozialschmarotzer und Kranke werden nicht mehr toleriert. Wenn man den Anforderungen nicht nachkommt, kein Geld verdient, erhält man weder Privilegien noch Leistungen. Im Gegenteil man wird bestraft, in dem man z.B. aus der Wohnung ausziehen und in ein kleineres Zimmer ziehen muss. Das wirkliche Ausmaß des Systems wird vielen erst bewusst, als es zu spät ist. Wir waren Paradies ist keine Wohlfühllektüre. Absolut nichts für schwache Nerven. Die Vorstellung, dass ein Szenario, wie im.Buch beschrieben, auch nur ansatzweise real werden könnte, ist nicht nur erschreckend, sondern ruft Übelkeit hervor. Ich habe das Buch innerhalb kurzer Zeit gelesen. Zu schreiben, dass ich es gern gelesen habe, klingt vielleicht um ersten Moment makaber. Doch es ist wichtig, auch die erschreckenden Themen zu lesen und sich damit auseinanderzusetzen. Der Autorin ist ein lesenswerter Roman gelungen, der durch seine Sprache auch für jugendliche Lese*innen geeignet ist. Die Sprache ist dem Alter und den Charakteren der Protagonisten angepasst. Hier wird nichts beschönigt. Für mich war lediglich der Wechsel zwischen auktorialem Erzähler und Ich Erzähler innerhalb eines Kapitels etwas holprig. Hier habe ich mich manchmal gefragt, ob das so beabsichtigt, oder ein Versehen war. Ich gebe für den Roman gerne eine Leseempfehlung. Wichtige Thematik, schockierend, aber interessant in eine Dystopie verpackt.

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4

Vom vermeintlichen Paradies und einer Welt, in der ich niemals leben will.

Es ist das Jahr 2035, irgendwo in Deutschland. Der letzte Ausländer wurde abgeschoben, 7 junge Freund:innen (Besties, wie sie sagen) freuen sich auf ihr neues Leben - auf ein „Paradies ohne Migranten.“ Ohne Konflikte, ohne gesellschaftliche Umbrüche. Doch schon sehr bald wirft eine Frage ihre dunklen Schatten auf die Euphorie: Was geschieht mit einer Gesellschaft, die keine Sündenböcke mehr hat? 🖤 WIR WAREN PARADIES ist eine Dystopie, der Bedeutung nach also eine „fiktionale, in der Zukunft spielende Erzählung mit negativem Ausgang.“ Und auch, wenn die Geschichte futuristische Elemente enthält und fiktional sein soll, hat mich eine Frage beim Lesen doch fest umklammert: Wie weit sind wir von dieser Welt tatsächlich entfernt, in der ich bitte niemals leben will? @gisele.mbamu.author erzählt von 7 jungen Menschen, die keine Sympathieträger:innen sind - ganz im Gegenteil, sie alle sind furchtbar. Blind folgen sie einer Idee vom vermeintlichen Paradies, die auf R@ssismus und der Diskriminierung anderer marginalisierter Menschen begründet ist. Dass das Paradies schnell zur Hölle wird und Migrant:innen nie das Problem waren, ist dabei kein Spoiler. Gisèles Buch ist hart, schonungslos und düster. Keine Gnade. Explizite Darstellung von Gew@lt. Wie im Rausch hatte ich es innerhalb eines Tages ausgelesen und es tat das, was gute Bücher tun - ich habe noch sehr viel darüber nachgedacht: Wie weit sind wir als Gesellschaft wirklich von dieser Dystopie entfernt (Stichwort: CORRECTIV-Recherche)? Was können wir tun, um uns so weit wie nur möglich von ihr zu entfernen? Wie erreichen wir Menschen wieder, für die so eine Welt kein Schreckensszenario, sondern tatsächlich ein Paradies wäre? 🖤 Liebe Gisèle, ich danke dir von Herzen für das Rezensionsexemplar, aber noch viel mehr für dein Vertrauen als Autorin und Selfpublisherin, mich dein Buch als eine der Ersten lesen zu lassen. ✨ Ich wünsche dir zum heutigen Release, dass WIR WAREN PARADIES vielfach gesehen, gelesen und dass darüber diskutiert wird. Mit mir hat es viel gemacht.

Vom vermeintlichen Paradies und einer Welt, in der ich niemals leben will.
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