Wir konnten auch anders

Wir konnten auch anders

Softcover
3.711

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Description

Unser wirtschaftliches Denken – über Konsum, Kapital, Profit – stammt aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Und ist unbrauchbar geworden.

Wie die Historikerin Annette Kehnel anhand lebendig erzählter Beispiele deutlich macht: Ein Blick auf die vormoderne Geschichte der Menschheit offenbart Anregungen für unsere Zukunft jenseits von Gewinnstreben und Eigennutz. Renaissance-Architekten, die Baustoffrecycling betrieben, Crowdfunding für die Brücke in Avignon, nachhaltige Fischerei am Bodensee, Second-hand-Märkte in Paris und Reparaturberufe in Frankfurt in Zeiten, als Kreislaufwirtschaft eine Selbstverständlichkeit war.

Teilen, tauschen und nachhaltig handeln: Eine Reise in unsere Vergangenheit, die Lust auf Veränderung macht.

Teilen, Tauschen, Schenken und Recyceln – wir konnten auch schon anders – Geschichte, die Lust auf Veränderung weckt! »Dieses Buch öffnet die Augen für eine enkeltaugliche Zukunft, die wir alle schon einmal hatten!« (Dr. Eckart von Hirschhausen) Ausgezeichnet mit dem NDR-Sachbuchpreis

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Economics
Format
Softcover
Pages
488
Price
17.50 €

Author Description

Prof. Dr. Annette Kehnel studierte Geschichte und Biologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, am Somerville College Oxford und an der LMU München. Ihr Promotionsstudium am Trinity College Dublin widmete sie der Erforschung irischer Klostergemeinschaften und arbeitete dann an der TU Dresden, wo sie sich im Jahr 2004 habilitierte. Seit 2005 ist sie Inhaberin des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Mannheim. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen zu ihren Forschungsschwerpunkten Kultur- und Wirtschaftsgeschichte und der historischen Anthropologie vorgelegt. Wie man Nachhaltigkeit selbstverständlich und nutzbringend lebt, erfuhr Annette Kehnel bereits in ihrem Elternhaus, einem südbadischen Winzerhof, der schon mit ökologischen Standards arbeitete, als Bio noch lange kein Alltagsbegriff war.

Posts

2
All
4.5

"Gechichte ist gut gegen Zukunftsangst. Wir können auch anders, wir müssen es nur wollen."

Ein unerwartet aufbauendes Buch zum Thema Nachhaltigkeit, dass einen historischen Blickwinkel annimmt und damit zeigt, wie eitel wir sind, wenn wir die Menschen der Vormoderne als "rückständig" betrachten. Selbst hängen wir an einem Wirtschaftsmodell, dass im und für das 19. Jahrhundert geschaffen wurde und, so reflektiert es uns der Planet, lange überholt ist. Der Egoismus, die Konsumgier und das ausblenden folgender Generationen, treiben den modernen Menschen in den Untergang. Motivierend zeigt dieses Buch jedoch, dass der Mensch in seiner Natur Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und Frieden sucht und dafür nicht nur immer wieder Lösungen findet, sondern sich auch in kurzer Zeit radikal Verändern kann, vor allem angesichts eines Schocks. Dieser Schock mag heute nicht mehr das drohende Fegefeuer im wörtlichen Sinn sein. Die Hoffnung ist jedoch stets, dass die Menschen irgendwann positive Schockbewältigung betreiben werden und wieder weiter blicken als auf ihre eigene Lebenszeit.

5

Notwendig, wichtig und wirklich gut

Das Buch ist nicht nur für Geschichtsinteressierte, sondern für alle Menschen, die sich mit Nachhaltigkeit in allen Lebensphasen befassen (möchten) ein Muss. Die Erkenntnisse, wie schon damals das Bewusstsein über die Endlichkeit von Ressourcen vorherrschte, wie klar war, dass nur durch Partizipation und Teilhabe eine gesunde Wirtschaft langfristig wirksam ist und das Fairness und Demut für eine Gesellschaft unverzichtbar sind, waren mehr als eindrücklich. Ein wirklich tolles Buch, das mich noch lange beschäftigen wird.

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