Wir Kassettenkinder
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Description
Book Information
Author Description
Stefan Bonner wurde im Oktober 1975 geboren, zwei Tage, nachdem die Erstausgabe der Zeitschrift YPS erschienen war. Seine Vorbilder sind Tom Selleck und das A-Team. Stefan Bonner hat die gleiche Schule wie Anke Engelke besucht, Geschichte studiert und als Journalist und Lektor gearbeitet. Zusammen mit Anne Weiss schrieb er zahlreiche Bestseller. Er lebt mit seiner Familie in der Heimatstadt von Heidi Klum.
Posts
Ganz nach dem Stile der 80er ist das Cover grell und bunt und spiegelt das Zeitalter gekonnt wieder. Es quietscht förmlich beim Betrachten, so grell war auch das Zeitalter. Das Cover passt zum ganzen Thema und natürlich zum Titel. Denn Kassetten waren damals das non plus ultra Medium. Die einzelnen Kapitel werden durch exakt treffende Illustrationen begleitet. Schon in der Einleitung wird im Nähmaschinen-Stakkato das gesamte Jahrzehnt mit geballter Ladung schon fast atemlos umrissen. Hier tauchen schon viele Ereignisse auf, die das Leben uns in den 80ern sehr geprägt haben und mir ein bisschen nostalgische Tränen in die Augen getrieben haben. Köstlich amüsiert habe ich mich über die Beschreibungen der Geschmacksrichtung, Punker, Popper oder Rapper? So bunt wie wir damals waren, so bunt war auch die Musik und rasant hat sich die Technik entwickelt. Und mir wird bewusst, dass wir die Kinder waren, die diese Entwicklung mitgemacht haben und aufgesaugt haben wie ein trockener Schwamm. Jedes Kapitel bietet viele tolle Erinnerungen und auch einige a-ha! Momente. Wir werden mitgenommen auf unsere Zeitreise zurück in unsere Schule, in unsere verqualmten Wohnzimmer, aber auch wieder zurück an unseren ersten Fernseher mit der ersten VHS-Kassette, an unseren ersten Walkman, an unsere Ausflüge mit dem Fahrrad ins Freibad, die Erinnerung an das Auspacken unserer ersten Schallplatte und an unseren ersten PC-Monitor, der damals noch schwarz mit weißer, gelber oder grüner Schrift leuchtete. Auch wenn die meisten Alltagsbeschreibungen sich denen von heute gleichen, so wird einem trotzdem bewußt, dass das, was in den 80ern angefangen hat, heute um ein vielfaches schlimmer oder anders ist. Seien es die Mama-Taxis, die heute zu Helikoptern mutiert sind, oder das damals erwachende Umwelt- und Gesundheitsbewußtsein, dass heute zu ekstasischem Ausmaß angewachsen ist. Und natürlich nicht zu vergessen der Beginn der (mobilen) Technik in Form einer Kassette im Walkman. Es ist klar, dass nicht alle Kassettenkinder exakt das Gleiche erlebt haben, und das kann auch das Buch nicht liefern. Die Autoren haben aber in ihrer sehr ausgefeilten und pointierten Sprache versucht, alle regionalen und gesellschaftlichen Unterschiede aufzugreifen und wieder zu spiegeln. Und ich denke, man kann schon sagen, dass wir im Groben und Ganzen doch alle gemeinsam das Gleiche erlebt haben, und uns heute noch zusammen schweißt. Weil es damals auch noch nicht so eine Reizüberflutung mit den vielen verschiedenen Möglichkeiten gegeben hat. Und das wird in diesem Buch - finde ich - recht anschaulich erzählt. Ich finde es auch gut, dass nicht nur die positiven oder lustigen Erinnerungen aufgeführt wurden, sondern auch das, was nicht so toll war und uns auch bis heute noch geprägt hat, wie zum Beispiel Tschernobyl und der Krankheit AIDS. Es war nicht alles gold, was glänzte damals. Auch wenn wir alle so nostalgisch an die 80er zurückdenken. Ja, es war auch eine Zeit mit neuen Ängsten und Katastrophen, deren Ausmaß wir jetzt erst vielleicht besser begreifen können. Es war ein schöner, nostalgischer aber auch ein bisschen nachdenklicher Ausflug zurück in meine Kindheit und Jugend. Es war genau die Zeit, in der ich vom Kind zum jungen Mädchen wurde, zwischen 6 und 16 Jahre. Die wildesten und aufregendsten Jahre meines Lebens, in dem noch alles möglich und offen war. Danke für diese gelungene Zeitreise, ich habe mich in so gut wie allen Kapiteln und Erzählungen wieder gefunden! Und wenn Eure Kinder fragen, wie es denn damals so war als Kind, dann drückt ihnen das Buch in die Hand! Auch wenn ich das heutige Zeitalter, Smartphones und Vernetzung nicht verzichten möchte. Manchmal wünschte ich mir schon ein "back to the roots“. Und ich werde auch gleich mit meinen Kindern „Zurück in die Zukunft“ anschauen!
„Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ in drei Worten? Begeisternd, humorvoll, liebevoll. Cover & Gestaltung von „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“? „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ ist die Verkörperung der Achtziger: Schrille Farben, abgefahrene Mischungen, eine Kassette als Cover und unheimlich liebevolle Bilder im Inneren. Das Äußere des Buchs ist ein absoluter Hingucker, das Buch ist einfach nicht zu übersehen. Mit seinen knalligen Farben springt das Buch einen bereits optisch an. Der Inhalt ist genauso liebevoll und passend gestaltet, wie das Cover. Was steht mehr für die Achtziger als eine Kassette? Wem hier noch mehr Dinge wie Rollschuhe, Joysticks und ähnliches einfällt, darf sich auf einige Details innerhalb des Buchs freuen, da viele kleine Bildchen den Text zieren. Worum geht es in „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“? Der Titel sagt es bereits, die Autoren Stefan Bonner und Anne Weiss schreiben in ihrem Sachbuch eine Liebeserklärung an die Achtziger, die stellenweise sehr humorvoll, aber durch und durch ehrlich gestaltet ist. Man spürt die Liebe zu ihrem Lieblingsjahrzehnt, aber auch die Hoffnungen, Ängste und Entwicklungen der Zeit. Das Buch schildert authentisch die Sichtweise einiger Kassettenkinder, die ich als Kind der Neunzigerjahre bedingt aus der eigenen Kindheit kenne und unterschreiben kann. Somit eignet sich „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ nicht nur für wahre Kassettenkinder, sondern auch Spät-Kassettenkinder. Der Schreibstil von Stefan Bonner und Anne Weiss? Die beiden Autoren haben einen sehr angenehmen Schreibstil. Das Buch ist locker und flockig geschrieben, die Wortwahl ist angenehm leicht. Das Buch fließt dadurch nur so dahin. Besonders toll fand ich die vielen geistreichen kleinen Anmerkungen und Kommentare, die eingebauten Zitate und die Leichtigkeit, die das Buch durch den Schreibstil mit sich bringt. Positives an „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“? Das Buch ist eine einzige Zeitreise. Zwar bin ich kein Kind der Achtziger, aber auch ich konnte einige Dinge meiner Kindheit entdecken, in ihnen schwelgen und mich in der Zeit zurücksetzen lassen. Ich habe einiges über dieses einzigartige Jahrzehnt gelernt, was mich im Nachhinein sehr gefreut hat. Das Buch hilft einem stellenweise auch dabei, einige Entwicklungen der heutigen Zeit besser zu verstehen, da man ihren Ursprung findet, sowie sich über einige Dinge mehr Gedanken zu machen. Es ist dennoch ein wirklich unterhaltendes und humoristisches Sachbuch, das einem schöne und lustige Lesestunden beschert. Die Gestaltung des Buchs mit kleinen Zeichnungen und Zitaten aus den Achtzigern zeigt die liebevolle Arbeitsweise. Empfehlung zu „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“? Ich kann dieses Buch natürlich allen echten Kassettenkindern empfehlen. Aber auch Kassettenkindeskinder wie ich können dieses Buch problemlos lesen, lieben und nachvollziehen. Ich danke Tanja! sehr dafür, denn ohne ihr Gewinnspiel hätte dieses Schätzchen nie den Weg in mein Bücherregal gefunden. Die Rezension im Original auf: http://www.ninespo.de/2017/01/11/rezension-wir-kassettenkinder-eine-liebeserklaerung-an-die-achtziger/
Die achtziger Jahre fanden bei mir im Alter zwischen 12 und 22 Jahren statt. Eine Zeit, die ich als Kind, als Jugendliche, als Schülerin, als Auszubildende und als junge Erwachsene erlebt habe. „Was uns heute immer öfter bewusst wird: Die Achtziger sind im Begriff, von der nahen Vergangenheit, die wir vor kurzem erlebt haben, in die Zeitgeschichte überzugehen. Und das macht uns – so blöd es klingt – unsere eigene Vergänglichkeit bewusst.“ (S. 21) Gleichzeitig macht es einem bewusst, wie schön es ist, in alten Zeiten zu schwelgen. Und das funktioniert mit diesem leicht und humorvoll geschriebenen Buch wirklich wunderbar. Es spult zurück in die Achtziger und nimmt einen mit in die Zeit, in der wir bei Musiksendungen vorm Radio hockten – bereit, die Aufnahmetaste des Kassettenrekorders zu drücken, wenn der Moderator den nächsten Hit spielte. Noch heute habe ich in meiner Erinnerung das Lied „Eye of the Tiger“ von Survivor mit der Unterbrechung des Verkehrsfunks im Ohr, der meine Aufnahme von der „Schlagerralleye“ oder „Mal Sondocks Hitparade“ so unschön erweitert hatte, was mich jedoch damals trotzdem nicht davon abhielt das Lied in Dauerschleife zu hören. Und so ist das ganze Buch. Die Autoren schwelgen in Erinnerungen, verwenden die „Wir-Form“, gegen die ich mich schonmal gern sperre, wenn sie pauschalisierend mich mit einschließt. Doch hier ist das anders, denn ich fühle mich von den 1974 und 1975 geborenen Autoren verstanden und habe fast den Eindruck mich mit Freunden über die „gute alte Zeit“ zu unterhalten, die gar nicht immer so gut, aber auf ihre Art und Weise besonders war, nicht zuletzt weil ich so viele Entwicklungsschritte in der Zeit durchmachte. Natürlich kennt man dieses Jahrzehnt auch aus Fernsehsendungen, in denen Stars und Sternchen Rückblicke in diese Zeit kommentieren, aber bei diesem Buch übernimmt man selbst diese Rolle. Man lehnt sich zurück, liest und nimmt sich die Zeit, das Gelesene um eigene Erinnerungen zu ergänzen. So fliegt man durch die Seiten und macht doch auch sehr oft Rast um eigenen Gedanken nachzugehen, den guten, manchmal aber auch den nicht so guten. Gegliedert ist das Buch in 4 Teile, die an dieser Stelle nur einen groben Überblick dessen liefern sollen, was einen hier erwartet: 1. Das Spiel unseres Lebens – Matschbrötchen im Hausmeisterkabuff, große Träume und das gute Gefühl, ohne Helm Fahrrad zu fahren 2. Die Supersorgloszeit – Endlossommer, Erdnussflips im Bademantel und die Geborgenheit guter Samstagabendunterhaltung 3. Von Blauen Engeln und weißen Tauben – Jute statt Plastik, Singen für ein bisschen Frieden und Hoffnung in der Endzeitstimmung 4. Wo wir hinfuhren, brauchten wir keine Straßen – Pioniere im Technikwunderland, Joystickakrobaten und das Vergnügen, Videorekorder zu verkoppeln Mir hat diese Zeitreise in die Achtziger viel Freude gemacht, aber man muss auch wissen, dass es in diesem Buch ausschließlich um die westdeutschen Kassettenkinder geht. Wer gelegentlich auch einen Blick in den Osten werfen möchte, dem sei ergänzend die doch etwas ernsthafter aber nicht weniger interessant daherkommende ZDF-Doku „Die 80er – Das explosive Jahrzehnt“ empfohlen.
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Stefan Bonner wurde im Oktober 1975 geboren, zwei Tage, nachdem die Erstausgabe der Zeitschrift YPS erschienen war. Seine Vorbilder sind Tom Selleck und das A-Team. Stefan Bonner hat die gleiche Schule wie Anke Engelke besucht, Geschichte studiert und als Journalist und Lektor gearbeitet. Zusammen mit Anne Weiss schrieb er zahlreiche Bestseller. Er lebt mit seiner Familie in der Heimatstadt von Heidi Klum.
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Ganz nach dem Stile der 80er ist das Cover grell und bunt und spiegelt das Zeitalter gekonnt wieder. Es quietscht förmlich beim Betrachten, so grell war auch das Zeitalter. Das Cover passt zum ganzen Thema und natürlich zum Titel. Denn Kassetten waren damals das non plus ultra Medium. Die einzelnen Kapitel werden durch exakt treffende Illustrationen begleitet. Schon in der Einleitung wird im Nähmaschinen-Stakkato das gesamte Jahrzehnt mit geballter Ladung schon fast atemlos umrissen. Hier tauchen schon viele Ereignisse auf, die das Leben uns in den 80ern sehr geprägt haben und mir ein bisschen nostalgische Tränen in die Augen getrieben haben. Köstlich amüsiert habe ich mich über die Beschreibungen der Geschmacksrichtung, Punker, Popper oder Rapper? So bunt wie wir damals waren, so bunt war auch die Musik und rasant hat sich die Technik entwickelt. Und mir wird bewusst, dass wir die Kinder waren, die diese Entwicklung mitgemacht haben und aufgesaugt haben wie ein trockener Schwamm. Jedes Kapitel bietet viele tolle Erinnerungen und auch einige a-ha! Momente. Wir werden mitgenommen auf unsere Zeitreise zurück in unsere Schule, in unsere verqualmten Wohnzimmer, aber auch wieder zurück an unseren ersten Fernseher mit der ersten VHS-Kassette, an unseren ersten Walkman, an unsere Ausflüge mit dem Fahrrad ins Freibad, die Erinnerung an das Auspacken unserer ersten Schallplatte und an unseren ersten PC-Monitor, der damals noch schwarz mit weißer, gelber oder grüner Schrift leuchtete. Auch wenn die meisten Alltagsbeschreibungen sich denen von heute gleichen, so wird einem trotzdem bewußt, dass das, was in den 80ern angefangen hat, heute um ein vielfaches schlimmer oder anders ist. Seien es die Mama-Taxis, die heute zu Helikoptern mutiert sind, oder das damals erwachende Umwelt- und Gesundheitsbewußtsein, dass heute zu ekstasischem Ausmaß angewachsen ist. Und natürlich nicht zu vergessen der Beginn der (mobilen) Technik in Form einer Kassette im Walkman. Es ist klar, dass nicht alle Kassettenkinder exakt das Gleiche erlebt haben, und das kann auch das Buch nicht liefern. Die Autoren haben aber in ihrer sehr ausgefeilten und pointierten Sprache versucht, alle regionalen und gesellschaftlichen Unterschiede aufzugreifen und wieder zu spiegeln. Und ich denke, man kann schon sagen, dass wir im Groben und Ganzen doch alle gemeinsam das Gleiche erlebt haben, und uns heute noch zusammen schweißt. Weil es damals auch noch nicht so eine Reizüberflutung mit den vielen verschiedenen Möglichkeiten gegeben hat. Und das wird in diesem Buch - finde ich - recht anschaulich erzählt. Ich finde es auch gut, dass nicht nur die positiven oder lustigen Erinnerungen aufgeführt wurden, sondern auch das, was nicht so toll war und uns auch bis heute noch geprägt hat, wie zum Beispiel Tschernobyl und der Krankheit AIDS. Es war nicht alles gold, was glänzte damals. Auch wenn wir alle so nostalgisch an die 80er zurückdenken. Ja, es war auch eine Zeit mit neuen Ängsten und Katastrophen, deren Ausmaß wir jetzt erst vielleicht besser begreifen können. Es war ein schöner, nostalgischer aber auch ein bisschen nachdenklicher Ausflug zurück in meine Kindheit und Jugend. Es war genau die Zeit, in der ich vom Kind zum jungen Mädchen wurde, zwischen 6 und 16 Jahre. Die wildesten und aufregendsten Jahre meines Lebens, in dem noch alles möglich und offen war. Danke für diese gelungene Zeitreise, ich habe mich in so gut wie allen Kapiteln und Erzählungen wieder gefunden! Und wenn Eure Kinder fragen, wie es denn damals so war als Kind, dann drückt ihnen das Buch in die Hand! Auch wenn ich das heutige Zeitalter, Smartphones und Vernetzung nicht verzichten möchte. Manchmal wünschte ich mir schon ein "back to the roots“. Und ich werde auch gleich mit meinen Kindern „Zurück in die Zukunft“ anschauen!
„Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ in drei Worten? Begeisternd, humorvoll, liebevoll. Cover & Gestaltung von „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“? „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ ist die Verkörperung der Achtziger: Schrille Farben, abgefahrene Mischungen, eine Kassette als Cover und unheimlich liebevolle Bilder im Inneren. Das Äußere des Buchs ist ein absoluter Hingucker, das Buch ist einfach nicht zu übersehen. Mit seinen knalligen Farben springt das Buch einen bereits optisch an. Der Inhalt ist genauso liebevoll und passend gestaltet, wie das Cover. Was steht mehr für die Achtziger als eine Kassette? Wem hier noch mehr Dinge wie Rollschuhe, Joysticks und ähnliches einfällt, darf sich auf einige Details innerhalb des Buchs freuen, da viele kleine Bildchen den Text zieren. Worum geht es in „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“? Der Titel sagt es bereits, die Autoren Stefan Bonner und Anne Weiss schreiben in ihrem Sachbuch eine Liebeserklärung an die Achtziger, die stellenweise sehr humorvoll, aber durch und durch ehrlich gestaltet ist. Man spürt die Liebe zu ihrem Lieblingsjahrzehnt, aber auch die Hoffnungen, Ängste und Entwicklungen der Zeit. Das Buch schildert authentisch die Sichtweise einiger Kassettenkinder, die ich als Kind der Neunzigerjahre bedingt aus der eigenen Kindheit kenne und unterschreiben kann. Somit eignet sich „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ nicht nur für wahre Kassettenkinder, sondern auch Spät-Kassettenkinder. Der Schreibstil von Stefan Bonner und Anne Weiss? Die beiden Autoren haben einen sehr angenehmen Schreibstil. Das Buch ist locker und flockig geschrieben, die Wortwahl ist angenehm leicht. Das Buch fließt dadurch nur so dahin. Besonders toll fand ich die vielen geistreichen kleinen Anmerkungen und Kommentare, die eingebauten Zitate und die Leichtigkeit, die das Buch durch den Schreibstil mit sich bringt. Positives an „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“? Das Buch ist eine einzige Zeitreise. Zwar bin ich kein Kind der Achtziger, aber auch ich konnte einige Dinge meiner Kindheit entdecken, in ihnen schwelgen und mich in der Zeit zurücksetzen lassen. Ich habe einiges über dieses einzigartige Jahrzehnt gelernt, was mich im Nachhinein sehr gefreut hat. Das Buch hilft einem stellenweise auch dabei, einige Entwicklungen der heutigen Zeit besser zu verstehen, da man ihren Ursprung findet, sowie sich über einige Dinge mehr Gedanken zu machen. Es ist dennoch ein wirklich unterhaltendes und humoristisches Sachbuch, das einem schöne und lustige Lesestunden beschert. Die Gestaltung des Buchs mit kleinen Zeichnungen und Zitaten aus den Achtzigern zeigt die liebevolle Arbeitsweise. Empfehlung zu „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“? Ich kann dieses Buch natürlich allen echten Kassettenkindern empfehlen. Aber auch Kassettenkindeskinder wie ich können dieses Buch problemlos lesen, lieben und nachvollziehen. Ich danke Tanja! sehr dafür, denn ohne ihr Gewinnspiel hätte dieses Schätzchen nie den Weg in mein Bücherregal gefunden. Die Rezension im Original auf: http://www.ninespo.de/2017/01/11/rezension-wir-kassettenkinder-eine-liebeserklaerung-an-die-achtziger/
Die achtziger Jahre fanden bei mir im Alter zwischen 12 und 22 Jahren statt. Eine Zeit, die ich als Kind, als Jugendliche, als Schülerin, als Auszubildende und als junge Erwachsene erlebt habe. „Was uns heute immer öfter bewusst wird: Die Achtziger sind im Begriff, von der nahen Vergangenheit, die wir vor kurzem erlebt haben, in die Zeitgeschichte überzugehen. Und das macht uns – so blöd es klingt – unsere eigene Vergänglichkeit bewusst.“ (S. 21) Gleichzeitig macht es einem bewusst, wie schön es ist, in alten Zeiten zu schwelgen. Und das funktioniert mit diesem leicht und humorvoll geschriebenen Buch wirklich wunderbar. Es spult zurück in die Achtziger und nimmt einen mit in die Zeit, in der wir bei Musiksendungen vorm Radio hockten – bereit, die Aufnahmetaste des Kassettenrekorders zu drücken, wenn der Moderator den nächsten Hit spielte. Noch heute habe ich in meiner Erinnerung das Lied „Eye of the Tiger“ von Survivor mit der Unterbrechung des Verkehrsfunks im Ohr, der meine Aufnahme von der „Schlagerralleye“ oder „Mal Sondocks Hitparade“ so unschön erweitert hatte, was mich jedoch damals trotzdem nicht davon abhielt das Lied in Dauerschleife zu hören. Und so ist das ganze Buch. Die Autoren schwelgen in Erinnerungen, verwenden die „Wir-Form“, gegen die ich mich schonmal gern sperre, wenn sie pauschalisierend mich mit einschließt. Doch hier ist das anders, denn ich fühle mich von den 1974 und 1975 geborenen Autoren verstanden und habe fast den Eindruck mich mit Freunden über die „gute alte Zeit“ zu unterhalten, die gar nicht immer so gut, aber auf ihre Art und Weise besonders war, nicht zuletzt weil ich so viele Entwicklungsschritte in der Zeit durchmachte. Natürlich kennt man dieses Jahrzehnt auch aus Fernsehsendungen, in denen Stars und Sternchen Rückblicke in diese Zeit kommentieren, aber bei diesem Buch übernimmt man selbst diese Rolle. Man lehnt sich zurück, liest und nimmt sich die Zeit, das Gelesene um eigene Erinnerungen zu ergänzen. So fliegt man durch die Seiten und macht doch auch sehr oft Rast um eigenen Gedanken nachzugehen, den guten, manchmal aber auch den nicht so guten. Gegliedert ist das Buch in 4 Teile, die an dieser Stelle nur einen groben Überblick dessen liefern sollen, was einen hier erwartet: 1. Das Spiel unseres Lebens – Matschbrötchen im Hausmeisterkabuff, große Träume und das gute Gefühl, ohne Helm Fahrrad zu fahren 2. Die Supersorgloszeit – Endlossommer, Erdnussflips im Bademantel und die Geborgenheit guter Samstagabendunterhaltung 3. Von Blauen Engeln und weißen Tauben – Jute statt Plastik, Singen für ein bisschen Frieden und Hoffnung in der Endzeitstimmung 4. Wo wir hinfuhren, brauchten wir keine Straßen – Pioniere im Technikwunderland, Joystickakrobaten und das Vergnügen, Videorekorder zu verkoppeln Mir hat diese Zeitreise in die Achtziger viel Freude gemacht, aber man muss auch wissen, dass es in diesem Buch ausschließlich um die westdeutschen Kassettenkinder geht. Wer gelegentlich auch einen Blick in den Osten werfen möchte, dem sei ergänzend die doch etwas ernsthafter aber nicht weniger interessant daherkommende ZDF-Doku „Die 80er – Das explosive Jahrzehnt“ empfohlen.






