"Wir brechen die 10 Gebote und uns den Hals"
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Description
Er gab einer Epoche ihren Namen. Sie war die Hauptfigur in all seinen Romanen. Zusammen waren sie das Traumpaar der Jazz-Ära und der »lost generation«: Erfolgsautor F. Scott Fitzgerald und seine Frau Zelda forderten das Leben heraus, suchten das Glück und endeten in Verzweiflung. Reich und erfolgreich, berüchtigt für ihre verrückten Kapriolen und ihren exzessiven Alkoholgenuss in New York, Paris und an der französischen Riviera waren sie das Idol einer Generation. Doch die Schönen wurden zu Verdammten: exaltierter Lebenswandel, Schaffenskrisen und psychische Probleme führten zum Absturz. Der Mythos aber lebt weiter …
Book Information
Author Description
Michaela Karl, geboren 1971, promovierte 2001 an der FU Berlin mit einer Arbeit über Rudi Dutschke. Ihre Biografien über Dorothy Parker, Zelda und F. Scott Fitzgerald, Unity Mitford, Bonnie & Clyde, Maeve Brennan, Isadora Duncan und Katherine Mansfield wurden vom Publikum geliebt und von der Presse hochgelobt. Michaela Karl ist Mitglied der Münchner Turmschreiber. 2020 erhielt sie den Kulturpreis Bayern, 2022 wurde sie mit dem Bayerischen Poetentaler ausgezeichnet.
Posts
F. Scott Fitzgerald ist schon als Kind von sich selbst überzeugt und bereit, der Größte zu werden. Als einer der wichtigsten moderen Schriftsteller der USA hat er dies tatsächlich geschafft. "Wir brechen die 10 Gebote und uns den Hals" verschafft einen Blick hinter die Kulissen: Fitzgeralds holprigen Werdegang und vor allem die Beziehung zu seiner großen Liebe Zelda, mit der er zusammen das Paar der 20er Jahre war. Was in den 90er Jahren Kurt Cobain und Courtney Love waren, waren Scott und Zelda in den 20er Jahren. Glamorös, schockierend, die Verkörperung der Jugend. Etwas überrascht war ich ja schon. Irgendwie hatte ich entweder eine "richtige" Biografie erwartet oder einen Roman mit biografischen Elementen. Stattdessen präsentiert Michaela Karl eine Mischung dieser beiden Dinge. Einerseits wirklte die Erzählung romanartig, wurde aber durch die zahlreichen Zitate und Textauszüge wieder eher in Richtung sachliche Biografie gedrängt. Ob mir das gefällt, kann ich nicht so genau sagen. Manchmal wünschte ich mir mehr eine romanartige Erzählung, weil das glamörse Paar einfach dazu verleitet tief in ihre Geschichte einzutauchen. Da störten dann die plötzlichen Zitate. Andererseits fand ich aber die Zitate und Textauszüge an sich ziemlich interessant. Besonders aber habe ich mich über die Fotos gefreut, da Zelda und Scott immer als sehr schöne Menschen beschrieben wurden und der Leser dann natürlich wissen will, ob das stimmt. Nun gut, ich denke, dem heutigen Schönheitsideal entsprechen sie eher weniger, vor allem Zelda. Jedenfalls wäre es besser gewesen, wenn die erzählenden Passagen etwas weniger von Zitaten unterbrochen worden wären oder es einen klaren Schnitt zwischen "Romanpassagen" und "Biographie" gegeben hätte. Was mir jedoch an den biografischen Elementen gut gefallen hat, war, dass auch die Zeitumstände erläutert wurden. Was wurde in den 20er Jahren als skandalös empfunden (Röcke, die kurz über das Knie gehen), welcher Zeitgeist herrschte vor und in welchen politischen Umständen (Prohibition) lebte das Paar. Michaele Karl gelingt es, den Leser behutsam in diese Zeit einzuführen und so zu zeigen, wie Zelda und Scott damals auf ihre Mitmenschen wirkten. Insgesamt hat das Buch mir doch ganz gut gefallen, daher 4 Sterne
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Er gab einer Epoche ihren Namen. Sie war die Hauptfigur in all seinen Romanen. Zusammen waren sie das Traumpaar der Jazz-Ära und der »lost generation«: Erfolgsautor F. Scott Fitzgerald und seine Frau Zelda forderten das Leben heraus, suchten das Glück und endeten in Verzweiflung. Reich und erfolgreich, berüchtigt für ihre verrückten Kapriolen und ihren exzessiven Alkoholgenuss in New York, Paris und an der französischen Riviera waren sie das Idol einer Generation. Doch die Schönen wurden zu Verdammten: exaltierter Lebenswandel, Schaffenskrisen und psychische Probleme führten zum Absturz. Der Mythos aber lebt weiter …
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Michaela Karl, geboren 1971, promovierte 2001 an der FU Berlin mit einer Arbeit über Rudi Dutschke. Ihre Biografien über Dorothy Parker, Zelda und F. Scott Fitzgerald, Unity Mitford, Bonnie & Clyde, Maeve Brennan, Isadora Duncan und Katherine Mansfield wurden vom Publikum geliebt und von der Presse hochgelobt. Michaela Karl ist Mitglied der Münchner Turmschreiber. 2020 erhielt sie den Kulturpreis Bayern, 2022 wurde sie mit dem Bayerischen Poetentaler ausgezeichnet.
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F. Scott Fitzgerald ist schon als Kind von sich selbst überzeugt und bereit, der Größte zu werden. Als einer der wichtigsten moderen Schriftsteller der USA hat er dies tatsächlich geschafft. "Wir brechen die 10 Gebote und uns den Hals" verschafft einen Blick hinter die Kulissen: Fitzgeralds holprigen Werdegang und vor allem die Beziehung zu seiner großen Liebe Zelda, mit der er zusammen das Paar der 20er Jahre war. Was in den 90er Jahren Kurt Cobain und Courtney Love waren, waren Scott und Zelda in den 20er Jahren. Glamorös, schockierend, die Verkörperung der Jugend. Etwas überrascht war ich ja schon. Irgendwie hatte ich entweder eine "richtige" Biografie erwartet oder einen Roman mit biografischen Elementen. Stattdessen präsentiert Michaela Karl eine Mischung dieser beiden Dinge. Einerseits wirklte die Erzählung romanartig, wurde aber durch die zahlreichen Zitate und Textauszüge wieder eher in Richtung sachliche Biografie gedrängt. Ob mir das gefällt, kann ich nicht so genau sagen. Manchmal wünschte ich mir mehr eine romanartige Erzählung, weil das glamörse Paar einfach dazu verleitet tief in ihre Geschichte einzutauchen. Da störten dann die plötzlichen Zitate. Andererseits fand ich aber die Zitate und Textauszüge an sich ziemlich interessant. Besonders aber habe ich mich über die Fotos gefreut, da Zelda und Scott immer als sehr schöne Menschen beschrieben wurden und der Leser dann natürlich wissen will, ob das stimmt. Nun gut, ich denke, dem heutigen Schönheitsideal entsprechen sie eher weniger, vor allem Zelda. Jedenfalls wäre es besser gewesen, wenn die erzählenden Passagen etwas weniger von Zitaten unterbrochen worden wären oder es einen klaren Schnitt zwischen "Romanpassagen" und "Biographie" gegeben hätte. Was mir jedoch an den biografischen Elementen gut gefallen hat, war, dass auch die Zeitumstände erläutert wurden. Was wurde in den 20er Jahren als skandalös empfunden (Röcke, die kurz über das Knie gehen), welcher Zeitgeist herrschte vor und in welchen politischen Umständen (Prohibition) lebte das Paar. Michaele Karl gelingt es, den Leser behutsam in diese Zeit einzuführen und so zu zeigen, wie Zelda und Scott damals auf ihre Mitmenschen wirkten. Insgesamt hat das Buch mir doch ganz gut gefallen, daher 4 Sterne




