Wir bleiben wir
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Book Information
Author Description
Thekla Wilkening gehört zu jener Generation von Autorinnen, deren Schreiben sich nicht aus der Pose des Rückzugs speist, sondern aus der Erfahrung von Öffentlichkeit, Verantwortung und dem tastenden Versuch, ein Leben in Widersprüchen nicht zu glätten, sondern erzählbar zu machen. Bekannt wurde sie zunächst als Unternehmerin und Nachhaltigkeitsexpertin, unter anderem als Mitgründerin der "Kleiderei", eines frühen deutschen Modells für geteilten Konsum in der Modebranche, doch schon in dieser Phase zeigte sich, dass ihr eigentliches Interesse weniger der Optimierung von Systemen galt als der Frage, wie Menschen in ihnen leben, sich anpassen oder widersetzen. Diese Perspektive prägt auch ihr literarisches Werk, das sich konsequent an den Schnittstellen von Privatheit und Politik, von Care-Arbeit, Herkunft, Geschlechterverhältnissen und ökonomischem Druck bewegt, ohne sich dem schnellen Urteil oder der moralischen Vereinfachung hinzugeben. Mit ihrem Roman "Wir bleiben wir: Franca und Ed" legte Wilkening 2025 ein literarisches Debüt vor, das weniger als klassische Handlungserzählung denn als soziale Versuchsanordnung gelesen werden kann: In einem urbanen Milieu verdichten sich Beziehungen, Verletzungen und Begehren zu einer präzisen Gegenwartsdiagnose, die zeigt, wie sehr individuelle Lebensläufe von unsichtbaren Infrastrukturen abhängen. Wilkenings Stil ist dabei bewusst unaufgeregt, fast beiläufig, und gerade darin politisch: Sie erzählt von Gewalt, Queerness, Mutterschaft und Freundschaft als Bestandteile eines Alltags, der unter permanentem Rechtfertigungsdruck steht. Ihre Figuren sprechen, zweifeln, verharren, ohne dass der Text sie je verrät oder vorführt. Diese Haltung findet sich auch in ihren essayistischen Arbeiten und Kolumnen wieder, etwa auf Substack, wo sie literarische Miniaturen mit gesellschaftlicher Analyse verbindet. Wilkenings kreative Arbeit wurzelt auch in ihrer Familiengeschichte: Ihr Großvater Albert Wilkening war eine zentrale Figur der ostdeutschen Filmwirtschaft - technischer Direktor der DEFA, später Hauptdirektor des Filmstudios Babelsberg, Pionier der DDR-Filmtechnik. Ihr Vater Thomas Wilkening führte die filmische Tradition fort und produzierte mehrfach ausgezeichnete deutsche Filme und Fernsehformate. Diese filmische Prägung beeinflusst auch Thekla Wilkenings szenischen Zugang zum Erzählen - mit einem Gespür für gesellschaftliche Relevanz, lebendige Perspektiven und klare Haltung.
Posts
Inhaltlich spannende Themen, leider nicht immer so leicht zu lesen
Finde die Idee dieses Buches super spannend. Dass durch die Vorstellung mehrere Charaktere mit ganz unterschiedlichen Problemen deutlich wird, wie vielfältig Politik sein muss und wie viele Bedürfnisse abgedeckt werden müssen, welche Auswirkungen einzelne Entscheidungen haben können. Aber: die Zeitsprünge haben mich stellenweise wirklich sehr verwirrt und auch der Titel des Buches (Franka & Ed) verwirrt mich. Denn es geht von all den vorgestellten Charakteren wirklich am wenigsten um diese beiden.
Ich wollte es so sehr mögen, weil ich das Marketing überragend fand und die Idee wirklich gut finde. Deshalb gibt es noch zwei Sterne. Ich unterstütze Autor*innen die independent veröffentlichen gern und habe auch nichts dagegen wenn man KI hier und da als Werkzeug nutzt. Leider wurde ich von Anfang an das Gefühl nicht los dass hier das komplette Werk auf KI basiert. Die Geschichte ist zu glatt, die Charaktere seelenlos, es werden Figuren über ein ganzes Kapitel verwechselt, der Schreibstil tot und das obwohl die Idee wirklich schön war. Nicht mal der Untertitel “Franca und Ed” passt. Ich hab mich nach der Hälfte nur noch durchgequält. Super schade.
Description
Book Information
Author Description
Thekla Wilkening gehört zu jener Generation von Autorinnen, deren Schreiben sich nicht aus der Pose des Rückzugs speist, sondern aus der Erfahrung von Öffentlichkeit, Verantwortung und dem tastenden Versuch, ein Leben in Widersprüchen nicht zu glätten, sondern erzählbar zu machen. Bekannt wurde sie zunächst als Unternehmerin und Nachhaltigkeitsexpertin, unter anderem als Mitgründerin der "Kleiderei", eines frühen deutschen Modells für geteilten Konsum in der Modebranche, doch schon in dieser Phase zeigte sich, dass ihr eigentliches Interesse weniger der Optimierung von Systemen galt als der Frage, wie Menschen in ihnen leben, sich anpassen oder widersetzen. Diese Perspektive prägt auch ihr literarisches Werk, das sich konsequent an den Schnittstellen von Privatheit und Politik, von Care-Arbeit, Herkunft, Geschlechterverhältnissen und ökonomischem Druck bewegt, ohne sich dem schnellen Urteil oder der moralischen Vereinfachung hinzugeben. Mit ihrem Roman "Wir bleiben wir: Franca und Ed" legte Wilkening 2025 ein literarisches Debüt vor, das weniger als klassische Handlungserzählung denn als soziale Versuchsanordnung gelesen werden kann: In einem urbanen Milieu verdichten sich Beziehungen, Verletzungen und Begehren zu einer präzisen Gegenwartsdiagnose, die zeigt, wie sehr individuelle Lebensläufe von unsichtbaren Infrastrukturen abhängen. Wilkenings Stil ist dabei bewusst unaufgeregt, fast beiläufig, und gerade darin politisch: Sie erzählt von Gewalt, Queerness, Mutterschaft und Freundschaft als Bestandteile eines Alltags, der unter permanentem Rechtfertigungsdruck steht. Ihre Figuren sprechen, zweifeln, verharren, ohne dass der Text sie je verrät oder vorführt. Diese Haltung findet sich auch in ihren essayistischen Arbeiten und Kolumnen wieder, etwa auf Substack, wo sie literarische Miniaturen mit gesellschaftlicher Analyse verbindet. Wilkenings kreative Arbeit wurzelt auch in ihrer Familiengeschichte: Ihr Großvater Albert Wilkening war eine zentrale Figur der ostdeutschen Filmwirtschaft - technischer Direktor der DEFA, später Hauptdirektor des Filmstudios Babelsberg, Pionier der DDR-Filmtechnik. Ihr Vater Thomas Wilkening führte die filmische Tradition fort und produzierte mehrfach ausgezeichnete deutsche Filme und Fernsehformate. Diese filmische Prägung beeinflusst auch Thekla Wilkenings szenischen Zugang zum Erzählen - mit einem Gespür für gesellschaftliche Relevanz, lebendige Perspektiven und klare Haltung.
Posts
Inhaltlich spannende Themen, leider nicht immer so leicht zu lesen
Finde die Idee dieses Buches super spannend. Dass durch die Vorstellung mehrere Charaktere mit ganz unterschiedlichen Problemen deutlich wird, wie vielfältig Politik sein muss und wie viele Bedürfnisse abgedeckt werden müssen, welche Auswirkungen einzelne Entscheidungen haben können. Aber: die Zeitsprünge haben mich stellenweise wirklich sehr verwirrt und auch der Titel des Buches (Franka & Ed) verwirrt mich. Denn es geht von all den vorgestellten Charakteren wirklich am wenigsten um diese beiden.
Ich wollte es so sehr mögen, weil ich das Marketing überragend fand und die Idee wirklich gut finde. Deshalb gibt es noch zwei Sterne. Ich unterstütze Autor*innen die independent veröffentlichen gern und habe auch nichts dagegen wenn man KI hier und da als Werkzeug nutzt. Leider wurde ich von Anfang an das Gefühl nicht los dass hier das komplette Werk auf KI basiert. Die Geschichte ist zu glatt, die Charaktere seelenlos, es werden Figuren über ein ganzes Kapitel verwechselt, der Schreibstil tot und das obwohl die Idee wirklich schön war. Nicht mal der Untertitel “Franca und Ed” passt. Ich hab mich nach der Hälfte nur noch durchgequält. Super schade.





