Wilde grüne Stadt
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Description
Book Information
Author Description
Marius Hulpe, geboren 1982 in Soest, lebt nach Auslandsaufenthalten in Polen und Indonesien heute wieder in Berlin. 2008 erschien sein vielbeachteter erster Gedichtband ›Wiederbelebung der Lämmer‹ im Ammann Verlag. Es folgten die Bände ›Einmal werden wir‹ (2013) und ›Süße elektrische Nacht‹ (2014) sowie der Essay ›Der Polen-Komplex‹ (Hanser 2016). Für seine Gedichte, die in sieben Sprachen übersetzt und für Rundfunk und Bühne adaptiert wurden, erhielt er u. a. den Literaturförderpreis des Landes NRW, das LCB-Stipendium des Berliner Senats und das Stipendium der Villa Decius in Krakau. ›Wilde grüne Stadt‹ ist sein erster Roman.
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"Wilde grüne Stadt" beschreibt das Leben des iranischen Soldaten Reza, der 1960 nach Deutschland geschickt wird, um Industriespionage zu betreiben. Dort lebt er sein Leben, zeugt diverse Kinder mit mehreren Frauen und ist stets hin- und hergerissen zwischen dem Iran und Deutschland. "Wilde grüne Stadt" ist das erste Buch, das mir vom READO-Algorithmus empfohlen wurde, welches mir so gar nicht gefällt. Von der Story her klingt es, als sei es genau mein Ding, den Stil von Hulpe finde ich aber sehr schwierig. Die Sprache ist äußerst gekünstelt, die wörtliche Rede schwülstig und unecht (das Weglassen sämtlicher Redebegleitsätze macht es nicht besser). Hinzu kommt, dass der Roman nicht chronologisch erzählt, sondern wild zwischen den Jahrzehnten springt. Dies ist ja ein Kunstgriff, der momentan sehr häufig gewählt wird und mir normalerweise auch gefällt, da sich dadurch nach und nach ein Bild vervollständigt. Hier wirkt es aber absolut willkürlich (ebenso wie die Einteilung in vier Bücher, die keinen Sinn erkennen lässt). Es werden wichtige und absolut banale Stellen irgendwie hintereinander gestellt, Figuren werden eingeführt und verschwinden wieder, Handlungsstränge aufgenommen und nicht weitergeführt, das gesamte Werk wirkt in meinen Augen ziellos. Auch thematisch übernimmt sich Hulpe mMnach: ein bisschen Rassismus und umbewältigte Nazivergangenheit hier, ein bisschen Feminismus und Selbstbestimmung da, ein wenig Coming-of-Age und Politik dort. Vermutlich verarbeitet Marius Hulpe, Sohn eines Iraners und einer Deutschen, eines von neun Halbgeschwistern, geboren in Soest, der wilden grünen Stadt, eigene Erfahrungen, mich persönlich konnte er mit seinen Debütroman aber leider nicht überzeugen.
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Marius Hulpe, geboren 1982 in Soest, lebt nach Auslandsaufenthalten in Polen und Indonesien heute wieder in Berlin. 2008 erschien sein vielbeachteter erster Gedichtband ›Wiederbelebung der Lämmer‹ im Ammann Verlag. Es folgten die Bände ›Einmal werden wir‹ (2013) und ›Süße elektrische Nacht‹ (2014) sowie der Essay ›Der Polen-Komplex‹ (Hanser 2016). Für seine Gedichte, die in sieben Sprachen übersetzt und für Rundfunk und Bühne adaptiert wurden, erhielt er u. a. den Literaturförderpreis des Landes NRW, das LCB-Stipendium des Berliner Senats und das Stipendium der Villa Decius in Krakau. ›Wilde grüne Stadt‹ ist sein erster Roman.
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"Wilde grüne Stadt" beschreibt das Leben des iranischen Soldaten Reza, der 1960 nach Deutschland geschickt wird, um Industriespionage zu betreiben. Dort lebt er sein Leben, zeugt diverse Kinder mit mehreren Frauen und ist stets hin- und hergerissen zwischen dem Iran und Deutschland. "Wilde grüne Stadt" ist das erste Buch, das mir vom READO-Algorithmus empfohlen wurde, welches mir so gar nicht gefällt. Von der Story her klingt es, als sei es genau mein Ding, den Stil von Hulpe finde ich aber sehr schwierig. Die Sprache ist äußerst gekünstelt, die wörtliche Rede schwülstig und unecht (das Weglassen sämtlicher Redebegleitsätze macht es nicht besser). Hinzu kommt, dass der Roman nicht chronologisch erzählt, sondern wild zwischen den Jahrzehnten springt. Dies ist ja ein Kunstgriff, der momentan sehr häufig gewählt wird und mir normalerweise auch gefällt, da sich dadurch nach und nach ein Bild vervollständigt. Hier wirkt es aber absolut willkürlich (ebenso wie die Einteilung in vier Bücher, die keinen Sinn erkennen lässt). Es werden wichtige und absolut banale Stellen irgendwie hintereinander gestellt, Figuren werden eingeführt und verschwinden wieder, Handlungsstränge aufgenommen und nicht weitergeführt, das gesamte Werk wirkt in meinen Augen ziellos. Auch thematisch übernimmt sich Hulpe mMnach: ein bisschen Rassismus und umbewältigte Nazivergangenheit hier, ein bisschen Feminismus und Selbstbestimmung da, ein wenig Coming-of-Age und Politik dort. Vermutlich verarbeitet Marius Hulpe, Sohn eines Iraners und einer Deutschen, eines von neun Halbgeschwistern, geboren in Soest, der wilden grünen Stadt, eigene Erfahrungen, mich persönlich konnte er mit seinen Debütroman aber leider nicht überzeugen.




