Wilde Geschöpfe
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Description
»Wilde Geschöpfe« erzählt von einem bewegten Jahr in Berlin, in dem Amy der Tierwelt der Stadt an völlig unerwarteten Orten begegnet, den Zyklen des Mondes und den Flugbahnen der Zugvögel folgt. Sie erlebt die Einsamkeit des Online-Datings in der Wildnis der Großstadt und gibt sich der berauschenden Macht von Liebe und Lust hin.
Book Information
Author Description
Amy Liptrot ist auf den Orkneyinseln aufgewachsen. Als Journalistin schreibt sie für verschiedene britische Magazine. Ihr Debüt »Nachtlichter« begeisterte Leser*innen wie Presse gleichermaßen, stand wochenlang auf den britischen Bestsellerlisten und wurde u.a. mit dem Wainwright Prize for Best Nature and Travel Writing sowie dem PEN Ackerley Prize für autobiografisches Schreiben ausgezeichnet.
Posts
Große Empfehlung für alle, die die Natur lieben, die auf der Suche danach sind, anzukommen und für alle, die eine Portion Mut und Hoffnung brauchen.
Amy ist auf den schottischen Orkneyinseln aufgewachsen und reist eines Tages nach Berlin - um für unbestimmte Zeit zu bleiben. Sie ist trockene Alkoholikerin und ist auf der Suche nach einem neuen Leben, nach der Liebe, nach sich selbst. Dort verbringt sie ein Jahr mit Abenteuern, wechselnden Wohnungen, Deutschunterricht, neuen Freund*innen und wilden Geschöpfen. 🪶 Die Autorin ist 34 Jahre alt, als sie das Jahr in Berlin verbringt - genauso alt wie ich heute bin. Doch das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen uns. Denn wie sie in der Großstadt die Natur findet, wie sie zwischen all den Gebäuden Vögel an ihrem Ruf erkennt, wie sie, besessen von der Idee, ein bestimmtes Tier zu finden, mitten in der Nacht durch die Straßen zieht und wie sie erstrahlt in einer unmessbaren Begeisterung für all die Lebewesen - das alles hat mich tief berührt, weil ich genauso bin. Amy hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und ist ständig auf der Suche nach einem Menschen, der ihr Leben auf die nächste Stufe hebt, der sie vervollständigt und der sie ankommen lässt. Wie unfassbar schwer das ist, und ob das in unserer heutigen Gesellschaft überhaupt noch möglich ist, erzählt sie uns in ihrem Buch. Ein wahres Highlight ist dabei die Sprache, in der uns die Autorin mitnimmt durch ihre Zeit in Berlin. Dieses Buch ist ein perfekte Mischung aus kreativen Gedanken, aus einem direkten und ungeschönten Stil und aus zauberhafter Poesie. Amy liebt die Vögel und den Mond, sie ist zerbrechlich und stark, mutig und schwach. Sie ist so nahbar und echt und sie findet schließlich etwas viel Wichtigeres, als das, wonach sie gesucht hat. Für mich ist das Buch ein wahrer Glücksgriff. Es passt zu mir, ich fühle es und es bestärkt mich darin, loszulassen und zuzulassen. Auf den letzten Seiten muss ich weinen und das ist okay.

Was unser Leben heute ausmacht
"Wilde Geschöpfe" von Amy Liptrot ist ein berührendes Werk, das die Herausforderungen der digitalen Zeit eindrucksvoll beleuchtet. Mit viel Gefühl beschreibt Liptrot, wie sich zwischenmenschliche Beziehungen und Verhaltensweisen in einer vernetzten Welt verändern. Ihre prägnanten Beobachtungen und die bildreiche Sprache regen zum Nachdenken über die eigene Beziehung zur Digitalisierung an. Ein lesenswertes Buch für alle, die die emotionale Tiefe der modernen Existenz verstehen möchten.
HIGHLIGHT "Ich schlafe ein. Ich träume davon ein Vogel zu sein, und fliege hoch über dem Internet." Die Journalistin Amy Liptrot verlässt die Orkneyinseln um in Berlin einen Neuanfang zu machen. "Ich hatte das Skelett eines guten Lebens, aber es gab kein Herz darin." Dieses "Herz" versucht sie nun in der neuen Umgebung, unter Menschen, die ihre Vorgeschichte nicht kennen, zu finden. Immer Teil dieses Lebens ist auch das Internet und dessen Dating-Plattformen. "Die vierte Dimension des Internets ist Teil meines Bewusstseins, und viele meiner Träume sind ganz und gar digital." Aber sie geht auch raus, in das Berlin mit seinen wilden Geschöpfen und ich erfahre unglaublich viel, was ich über diese Stadt und ihrer wilden Tierwelt noch nicht wusste. Z. B das Berlin die größte Siedlungsdichte an Habichten auf der ganzen Welt hat, ca. hundert Paare leben dort. Die Autorin beschreibt die Nebelkrähen, die Nachtigallen, die Waschbären, die sie sucht und beobachtet. Und das alles in einer Sprache die mich mitnimmt, im wörtlichen, wie im übertragen Sinn. Dann trifft sie einen Mann in den sie sich heftig, im "Wurmmond" März verliebt. Alle Kapitel tragen die indianischen Mondnamen. Jägermond, Nebelmond oder Blumenmond. "Komm schärfe meine Messer und zieh meine Bremse nach. Komm, streif mir die Ironie ab, reparieren mein Staunen. Komm beruhige meine Gedanken, und lass uns tief schlafen." Große Leseempfehlung für dieses wunderschöne Buch🦝

Wilde Geschöpfe in Berlin
Von der Alkoholsucht hat sich die Protagonistin befreit, aber wie füllt man die leere Zeit, die sie zu verschlucken droht? Sie zieht von ihrer britischen Insel nach Berlin und lebt dort als Künstlerin. In poetischen Worten beschreibt die Schottin das bunte und trubelige Leben in der Hauptstadt, durchzogen von Melancholie. Es scheint, als befände sie sich in einem Vakuum, als schwebe sie haltlos in Raum und Zeit. Das Pendant zwischen Chats im Internet und einem scheinbar ziellosen Sich-Treiben-Lassen bieten ihr Naturbeobachtungen als Fixpunkte. Der Mond, die in der Großstadt lebenden Tiere und Erinnerungen an das Meer sind Leuchttürme für ihre getriebene Seele. Das Buch ist so schön geschrieben! Die einzelnen Kapitel sind unterteilt in verschiedene bildhaft-romantische Betitelungen über den Mond ("Ährenmond", ""Hungermond", "Wolfsmond") und vermischen Erleben, Erinnerungen und Gedanken der Schriftstellerin. In feinen Nuancen kann der Leser die Seelenschmerzen und die Einsamkeit der Erzählerin spüren. Ihre Identitätssuche spiegelt sich wieder in ihrem Umfeld. Ihre Bekannten und Freunde betitelt sie als "B", eine homogene Masse, in der sie sich bewegt, immer auf der Suche nach sich selbst. Aber es geht auch um Liebeskummer, Verletzungen, ums Ankommen und Finden und letztendlich um Heilung. Am Schluss bleibt die Frage offen, wer die wilden Geschöpfe sind: die in Berlin lebenden Tiere? Oder doch die Mitmenschen?
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»Wilde Geschöpfe« erzählt von einem bewegten Jahr in Berlin, in dem Amy der Tierwelt der Stadt an völlig unerwarteten Orten begegnet, den Zyklen des Mondes und den Flugbahnen der Zugvögel folgt. Sie erlebt die Einsamkeit des Online-Datings in der Wildnis der Großstadt und gibt sich der berauschenden Macht von Liebe und Lust hin.
Book Information
Author Description
Amy Liptrot ist auf den Orkneyinseln aufgewachsen. Als Journalistin schreibt sie für verschiedene britische Magazine. Ihr Debüt »Nachtlichter« begeisterte Leser*innen wie Presse gleichermaßen, stand wochenlang auf den britischen Bestsellerlisten und wurde u.a. mit dem Wainwright Prize for Best Nature and Travel Writing sowie dem PEN Ackerley Prize für autobiografisches Schreiben ausgezeichnet.
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Große Empfehlung für alle, die die Natur lieben, die auf der Suche danach sind, anzukommen und für alle, die eine Portion Mut und Hoffnung brauchen.
Amy ist auf den schottischen Orkneyinseln aufgewachsen und reist eines Tages nach Berlin - um für unbestimmte Zeit zu bleiben. Sie ist trockene Alkoholikerin und ist auf der Suche nach einem neuen Leben, nach der Liebe, nach sich selbst. Dort verbringt sie ein Jahr mit Abenteuern, wechselnden Wohnungen, Deutschunterricht, neuen Freund*innen und wilden Geschöpfen. 🪶 Die Autorin ist 34 Jahre alt, als sie das Jahr in Berlin verbringt - genauso alt wie ich heute bin. Doch das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen uns. Denn wie sie in der Großstadt die Natur findet, wie sie zwischen all den Gebäuden Vögel an ihrem Ruf erkennt, wie sie, besessen von der Idee, ein bestimmtes Tier zu finden, mitten in der Nacht durch die Straßen zieht und wie sie erstrahlt in einer unmessbaren Begeisterung für all die Lebewesen - das alles hat mich tief berührt, weil ich genauso bin. Amy hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und ist ständig auf der Suche nach einem Menschen, der ihr Leben auf die nächste Stufe hebt, der sie vervollständigt und der sie ankommen lässt. Wie unfassbar schwer das ist, und ob das in unserer heutigen Gesellschaft überhaupt noch möglich ist, erzählt sie uns in ihrem Buch. Ein wahres Highlight ist dabei die Sprache, in der uns die Autorin mitnimmt durch ihre Zeit in Berlin. Dieses Buch ist ein perfekte Mischung aus kreativen Gedanken, aus einem direkten und ungeschönten Stil und aus zauberhafter Poesie. Amy liebt die Vögel und den Mond, sie ist zerbrechlich und stark, mutig und schwach. Sie ist so nahbar und echt und sie findet schließlich etwas viel Wichtigeres, als das, wonach sie gesucht hat. Für mich ist das Buch ein wahrer Glücksgriff. Es passt zu mir, ich fühle es und es bestärkt mich darin, loszulassen und zuzulassen. Auf den letzten Seiten muss ich weinen und das ist okay.

Was unser Leben heute ausmacht
"Wilde Geschöpfe" von Amy Liptrot ist ein berührendes Werk, das die Herausforderungen der digitalen Zeit eindrucksvoll beleuchtet. Mit viel Gefühl beschreibt Liptrot, wie sich zwischenmenschliche Beziehungen und Verhaltensweisen in einer vernetzten Welt verändern. Ihre prägnanten Beobachtungen und die bildreiche Sprache regen zum Nachdenken über die eigene Beziehung zur Digitalisierung an. Ein lesenswertes Buch für alle, die die emotionale Tiefe der modernen Existenz verstehen möchten.
HIGHLIGHT "Ich schlafe ein. Ich träume davon ein Vogel zu sein, und fliege hoch über dem Internet." Die Journalistin Amy Liptrot verlässt die Orkneyinseln um in Berlin einen Neuanfang zu machen. "Ich hatte das Skelett eines guten Lebens, aber es gab kein Herz darin." Dieses "Herz" versucht sie nun in der neuen Umgebung, unter Menschen, die ihre Vorgeschichte nicht kennen, zu finden. Immer Teil dieses Lebens ist auch das Internet und dessen Dating-Plattformen. "Die vierte Dimension des Internets ist Teil meines Bewusstseins, und viele meiner Träume sind ganz und gar digital." Aber sie geht auch raus, in das Berlin mit seinen wilden Geschöpfen und ich erfahre unglaublich viel, was ich über diese Stadt und ihrer wilden Tierwelt noch nicht wusste. Z. B das Berlin die größte Siedlungsdichte an Habichten auf der ganzen Welt hat, ca. hundert Paare leben dort. Die Autorin beschreibt die Nebelkrähen, die Nachtigallen, die Waschbären, die sie sucht und beobachtet. Und das alles in einer Sprache die mich mitnimmt, im wörtlichen, wie im übertragen Sinn. Dann trifft sie einen Mann in den sie sich heftig, im "Wurmmond" März verliebt. Alle Kapitel tragen die indianischen Mondnamen. Jägermond, Nebelmond oder Blumenmond. "Komm schärfe meine Messer und zieh meine Bremse nach. Komm, streif mir die Ironie ab, reparieren mein Staunen. Komm beruhige meine Gedanken, und lass uns tief schlafen." Große Leseempfehlung für dieses wunderschöne Buch🦝

Wilde Geschöpfe in Berlin
Von der Alkoholsucht hat sich die Protagonistin befreit, aber wie füllt man die leere Zeit, die sie zu verschlucken droht? Sie zieht von ihrer britischen Insel nach Berlin und lebt dort als Künstlerin. In poetischen Worten beschreibt die Schottin das bunte und trubelige Leben in der Hauptstadt, durchzogen von Melancholie. Es scheint, als befände sie sich in einem Vakuum, als schwebe sie haltlos in Raum und Zeit. Das Pendant zwischen Chats im Internet und einem scheinbar ziellosen Sich-Treiben-Lassen bieten ihr Naturbeobachtungen als Fixpunkte. Der Mond, die in der Großstadt lebenden Tiere und Erinnerungen an das Meer sind Leuchttürme für ihre getriebene Seele. Das Buch ist so schön geschrieben! Die einzelnen Kapitel sind unterteilt in verschiedene bildhaft-romantische Betitelungen über den Mond ("Ährenmond", ""Hungermond", "Wolfsmond") und vermischen Erleben, Erinnerungen und Gedanken der Schriftstellerin. In feinen Nuancen kann der Leser die Seelenschmerzen und die Einsamkeit der Erzählerin spüren. Ihre Identitätssuche spiegelt sich wieder in ihrem Umfeld. Ihre Bekannten und Freunde betitelt sie als "B", eine homogene Masse, in der sie sich bewegt, immer auf der Suche nach sich selbst. Aber es geht auch um Liebeskummer, Verletzungen, ums Ankommen und Finden und letztendlich um Heilung. Am Schluss bleibt die Frage offen, wer die wilden Geschöpfe sind: die in Berlin lebenden Tiere? Oder doch die Mitmenschen?







