Wie kommt das Salz ins Meer

Wie kommt das Salz ins Meer

Softcover
3.710
DepressionEmanzipationKlassikerScheidung

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Description

Aus einem provinziellen, biederen Elternhaus flüchtet sich die Ich-Erzählerin in eine nicht weniger provinzielle bürgerliche Ehe. Das enge Korsett ihrer Rolle als Ehefrau, die ständigen Maßregelungen ihres Mannes treiben sie Schritt für Schritt in Verzweiflung und Depression. Als Brigitte Schwaigers Debütroman im Jahr 1977 erschien, avancierte die damals 28-Jährige über Nacht zum literarischen Star. Ihr Buch, eines der meistverkauften Werke der deutschsprachigen Literatur, hat auch über 30 Jahre später nichts von seiner Aktualität verloren: Ein literarisches Meisterstück, das mit viel Galgenhumor und Witz und ohne erhobenen Zeigefinger vom Versuch eines Ausbruchs aus den bürgerlichen Verhältnissen erzählt.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
136
Price
11.95 €

Posts

2
All
2.5

Kurzweiliges Buch über eine junge Frau und den Lauf einer unglücklichen Ehe

Das Buch beginnt damit, dass die Protagonistin Rolf heiratet, obwohl sie sich vorher Doch nicht mehr ganz sicher ist, ob die das möchte. Sie wird überredet und wehrt sich nicht. Alle haben eine Meinung zu dem was sie tun sollte - nur die selbst ganz oft nicht. Im Anschluss verfolgen wir als Lesende viele kleine Etappen dieser Ehe, die immer unglücklicher wird. Da keine wörtliche Rede gesetzt wird und so die Grenzen zwischen Gedanken und Gesprächen unsichtbar sind, entsteht zwischendurch eine eigenartige Stimmung. Die Protagonistin bleibt sehr blass und fast eine Art „Blaupause“ für eine unglückliche Ehefrau. Da die Erzählung sehr springt wird das ganze etwas grotesk. Da hier ein konservatives Frauenbild vertreten wird - Frau macht Haushalt, sollte Kinder kriegen damit sie was zu tun hat, darf kaum etwas alleine entscheiden und die Meinung ds Mannes steht über ihrer- ist das Buch insgesamt schlecht gealtert. (Die Ausgabe die ich gelesen habe war aus 1977. )

5

Schnörkellos und scharfsinnig.

Die Geschichte wird in einem Stück durcherzählt, ohne Unterteilung durch Kapitel oder Ähnliches, auf nur 93 Seiten. Die Erzähllautstärke ist relativ leise, die Leben der Figuren sind ungefähr so, wie man sich das Aufwachsen im tiefsten Oberösterreich in den 1970ern vorstellt. Brigitte Schwaiger aber nimmt so treffende und scharfsinnige Einordnungen der Geschehnisse vor, die den Gedanken „so war das damals halt am Land“ augenblicklich verdrängen. Die Protagonistin ist namenlos, aber ich habe sie innerlich ganz klar vor mir gesehen und tief mitgefühlt.

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