Wein und Küsse
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Description
Book Information
Author Description
Irene Vallejo, geboren 1979 in Saragossa, studierte klassische Philologie an den Universitäten von Saragossa und Florenz. Dabei entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Antike. ›Papyrus‹, ihr erstes Sachbuch, wurde in Spanien ein Bestseller, mit den wichtigsten Literaturpreisen des Landes ausgezeichnet und in 37 Sprachen übersetzt. Auch in ihren zahlreichen Auftritten als Gastrednerin und wöchentlichen Kolumnen in ›El País‹ berichtet sie über ihre Passion für die Antike. Sie ist Autorin von zwei Romanen und einigen Kinderbüchern und engagiert sich für soziale Projekte, die Kindern Kunst und Literatur näherbringen. Irene Vallejo lebt mit ihrer Familie in Saragossa.
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Antike fürs Herz — und fürs Wohnzimmer
Schon die erste Kolumne trifft einen wie ein kleiner, warmer Schluck: unaufgeregt, klug und mit einem verschmitzten Lächeln, das länger nachhallt als erwartet. Irene Vallejo führt durch die Antike wie ein Freund, der einem nicht mit staubigen Daten kommt, sondern mit Geschichten, die die Gegenwart aufblitzen lassen. Zwischen Sokrates’ Genießbarkeit des Denkens und Horaz’ praktischen Lebensweisheiten entsteht kein elitäres Lehrstück, sondern ein Salzstreuer voller Alltagssalz: tastbar, brauchbar, manchmal scharf. Beim Lesen erwische ich mich oft dabei, wie ich zustimmend nicken will — und dann wieder laut auflachen muss. Vallejos Ton ist leichtfüßig, ihre Beobachtungen sitzen: die alten Mythen werden nicht museal entstaubt, sondern in die Hosentasche gesteckt, um dort überraschend nützlich zu sein. Besonders schön ist, wie sie das Große und das Kleine verwebt — philosophische Perlen neben Alltagsschrammen, Ratschläge, die sich nicht anmaßen, sondern anbieten. Kritik? Manchmal bleibt der Text zu wohlwollend, zu romantisch gegenüber der Antike; wer radikalere Stimmen oder mehr Kontroverse erwartet, wird hier nicht fündig. Trotzdem wirkt das Buch nie oberflächlich. Es schenkt Impulse, die man an kalten Abenden auspackt — kleine Rituale, um das eigene Leben ein bisschen eleganter zu handhaben. Fazit: Kein philosophisches Marathontraining, sondern eine Einladung zum Spaziergang durch die Weisheit — mit einem Glas Wein in der Hand und dem Gefühl, dass kluge Sätze das Leben wärmer machen. Für alle, die gerne denken, lachen und zwischendurch einen sinnvollen Schubs in die richtige Richtung bekommen möchten.

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Irene Vallejo, geboren 1979 in Saragossa, studierte klassische Philologie an den Universitäten von Saragossa und Florenz. Dabei entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Antike. ›Papyrus‹, ihr erstes Sachbuch, wurde in Spanien ein Bestseller, mit den wichtigsten Literaturpreisen des Landes ausgezeichnet und in 37 Sprachen übersetzt. Auch in ihren zahlreichen Auftritten als Gastrednerin und wöchentlichen Kolumnen in ›El País‹ berichtet sie über ihre Passion für die Antike. Sie ist Autorin von zwei Romanen und einigen Kinderbüchern und engagiert sich für soziale Projekte, die Kindern Kunst und Literatur näherbringen. Irene Vallejo lebt mit ihrer Familie in Saragossa.
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Antike fürs Herz — und fürs Wohnzimmer
Schon die erste Kolumne trifft einen wie ein kleiner, warmer Schluck: unaufgeregt, klug und mit einem verschmitzten Lächeln, das länger nachhallt als erwartet. Irene Vallejo führt durch die Antike wie ein Freund, der einem nicht mit staubigen Daten kommt, sondern mit Geschichten, die die Gegenwart aufblitzen lassen. Zwischen Sokrates’ Genießbarkeit des Denkens und Horaz’ praktischen Lebensweisheiten entsteht kein elitäres Lehrstück, sondern ein Salzstreuer voller Alltagssalz: tastbar, brauchbar, manchmal scharf. Beim Lesen erwische ich mich oft dabei, wie ich zustimmend nicken will — und dann wieder laut auflachen muss. Vallejos Ton ist leichtfüßig, ihre Beobachtungen sitzen: die alten Mythen werden nicht museal entstaubt, sondern in die Hosentasche gesteckt, um dort überraschend nützlich zu sein. Besonders schön ist, wie sie das Große und das Kleine verwebt — philosophische Perlen neben Alltagsschrammen, Ratschläge, die sich nicht anmaßen, sondern anbieten. Kritik? Manchmal bleibt der Text zu wohlwollend, zu romantisch gegenüber der Antike; wer radikalere Stimmen oder mehr Kontroverse erwartet, wird hier nicht fündig. Trotzdem wirkt das Buch nie oberflächlich. Es schenkt Impulse, die man an kalten Abenden auspackt — kleine Rituale, um das eigene Leben ein bisschen eleganter zu handhaben. Fazit: Kein philosophisches Marathontraining, sondern eine Einladung zum Spaziergang durch die Weisheit — mit einem Glas Wein in der Hand und dem Gefühl, dass kluge Sätze das Leben wärmer machen. Für alle, die gerne denken, lachen und zwischendurch einen sinnvollen Schubs in die richtige Richtung bekommen möchten.





