Weil wir Flügel haben
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Description
Seit vierzehn Jahren arbeitet die dreiunddreißigjährige Letty von morgens bis abends, während ihre Kinder, Alex und Luna, von ihrer Mutter erzogen werden. Als Lettys Eltern nach Mexiko zurückkehren, muss sie zum ersten Mal ihren Mutterpflichten nachgehen und Verantwortung für andere übernehmen. Panisch versucht sie sich dem Ganzen zu entziehen, doch einen Autounfall, eine ungewöhnliche Begegnung und einen Krankenhausaufenthalt später bekommt sie endlich die Möglichkeit, denen, die sie liebt, ein schöneres Leben zu bieten. Doch kann Letty ihre Ängste überwinden und ihre zweite Chance im Leben nutzen?
Book Information
Author Description
Vanessa Diffenbaugh ist Kunsterzieherin und Schriftstellerin. Sie ist nicht nur künstlerisch, sondern auch sozial sehr engagiert. Sie unterstützt verschiedene Kinderhilfsorganisationen und setzt sich für die Förderung von Pflegefamilien ein. Mit ihrem Mann und ihren vier Kindern lebt sie in Monterey, Kalifornien. Ihr Debütroman »Die verborgene Sprache der Blumen« war weltweit ein Bestseller.
Posts
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Die Sprecherin Hemma Michel hat die Geschichte sehr gut vorgelesen! Die Story an sich hat mir nur so mäßig gefallen. Die Thematik der illegalen mexikanischen Einwanderer in den USA ist sehr wichtig und interessant. Zumal man so etwas in dieser Form hier in Deutschland nicht kennt. Ohne Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis würde hier keiner einen Job bekommen. Allerdings werden diese illegalen Einwanderer in Amerika oft als billige Arbeitskräfte (oder sollte man fast schon Arbeitssklaven sagen?) ausgenutzt und sie sind leicht erpressbar, wenn sie dagegen aufbegehren. Andererseits wird hier auch kein gutes Bild auf sie geworfen, wenn eine illegale Einwanderin seit 14/15 Jahren in den USA lebt, ohne noch nicht einmal gebrochen englisch zu sprechen. Sich aber mit anderen mexikanisch stämmigen USA Bürgern, die ausschließlich englisch sprechen ohne Probleme verständigen kann? Die Hauptperson Letty war für mich auch kein Vorbild. Sie wird mit 18 Jahren Mutter, entzieht sich aber jeder Verantwortung und überlässt die Erziehung und Versorgung zu 100% ihren Eltern. Sogar mit Anfang dreißig lässt sie ihre Kinder mutterseelenallein zurück und zeigt keinerlei Verantwortunsbewußtsein! Sie kann froh sein, dass ihre Kinder mit Hilfe der Großeltern so gut geraten sind und ihr Sohn nicht auf die komplett schiefe Bahn geraten ist! Irgendwie alles trotz des wichtigen Themas zu viel heile Welt für mich…
Lettys Vater ist in seine alte Heimat Mexiko gefahren, um seine schwer kranke Mutter zu betreuen. Eigentlich war geplant, dass er an einem bestimmten Tag wieder zurück kommt, doch der Tag verstreicht. Deshalb entscheidet sich Lettys Mutter Maria Elena ihm zu folgen. Vor lauter Verzweiflung sich alleine um ihre zwei Kinder, Alex und Luna zu kümmern, folgt sie ihrer Mutter nach Mexiko. Denn sie vermutet, dass beide nicht mehr in die USA zurück kommen werden. Sie schafft es nicht, die zwei zu überzeugen und auf ihrem Heimweg, verletzt sie sich bei einem Autounfall und bleibt noch länger von ihren Kindern getrennt. Zuhause angekommen, erkennt sie, dass sie endlich für Alex und Luna eine richtige Mutter werden muss. Bisher hat sie nämlich immer den vermeintlich leichteren Weg genommen und ihrer eigenen Mutter die Verantwortung überlassen. Sie erkennt recht bald, dass sie Beruf und Kinder nicht so einfach unter ein Hut bringen kann. Alex Vater taucht überraschend wieder auf und der neue Kollege Rick steht ihr hilfreich bei. Meine Meinung: Vanessa Diffenbaughs Debütroman "Die verborgende Sprache der Blumen" hat mir so gut gefallen, dass ich ganz erfreut war zu lesen, dass es ein weiteres Buch der Autorin geben wird. Ihre Schreib- und Erzählweise fand ich äußerst ansprechend und gelungen. So auch in dieser Geschichte, die in einem Milieu spielt, das mir eigentlich völlig fremd ist. Mexikanische Einwanderer in den USA sind mir zwar aus Film und Fernsehen bekannt. Ihre Schicksale gehen immer wieder mal durch die Medien, aber so richtig hinter die Kulissen blickte ich noch nie. Ich weiß zwar nicht, wie genau deren Welt aussieht, aber ein Teil Wahrheit wird auch dieser Geschichte zu Grunde liegen. Letty wurde in den USA geboren, auch ihre Kinder - somit sind sie Amerikaner. Nicht so ihre Eltern, denen damit der Zugang zu sämtlichen Einrichtungen, wie Krankenversorgung, Bildung, Bankwesen und Behörden verwehrt bleibt. Vielen Emigranten geht es so. Die vielen "illegalen" fallen durch den Rost und leben ohne soziales Netz. Genau hier setzt die Geschichte an. Zwar sind Letty, Alex und Luna Amerikaner, sie leben allerdings am Rande der Gesellschaft und im falschen Stadtviertel. Damit bleibt ihnen nichts anderes übrig, als in Schulen zu gehen, die zu wenig Geld haben, um vernünftigen Unterricht zu bieten. Nur durch einen Umzug wäre es möglich in eine gute Schule zu gehen. Aber dort sind die Mieten meist unerschwinglich. Somit dreht sich eine ganze Gesellschaftsschicht im Kreis, ohne Hoffnung auf Besserung ihrer Situation. Aber jetzt kommt die Hoffnung ins Spiel. Letty kämpft ihre eigenen Dämonen nieder und nimmt das Zepter in die Hand. Ohne Unterstützung ihrer Mutter, die ich als sehr egoistisch sehe, betritt sie Neuland und springt über ihren eigenen Schatten. Sie akzeptiert Hilfe, wenn sie ihr angeboten wird und vor allem beginnt sie ihr Potenzial zu nutzen. Als Alex Vater Wes wieder in ihr Leben tritt, hat sie gerade ein wenig Vertrauen in ihren Kollegen Rick gefasst. Sie hat die Erinnerung an ihre erste große Liebe Wes niemals begraben und damit auch die Hoffnung auf ein gemeinsames Leben, aber ihrer beiden Leben sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Rick dagegen versteht ihre Sorgen und Nöte, aber er weiß auch nicht, wie er mit dieser neuen Situation umgehen soll. Fazit: Eine sehr lesenswerte Geschichte, die nicht ins Kitschige abrutscht. Sie bleibt realistisch und hat mich zum Nachdenken gebracht. Mir ist klar, dass es authentischere Bücher rund um Einwanderer geben wird, jedoch macht dieses mich erstmals neugierig mich ein wenig mehr mit deren Leben und Schicksalen zu beschäftigen.
Anfangs 5 Sterne, ich Story verliert immer mehr
"Wow! Endlich wieder eine richtig authentische, kraftvolle, menschliche Geschichte " dachte ich mir beim Lesen des ersten drittels. Doch dann, durch für mich nicht recht nachvollziehbare Wendungen und nicht realistischen Persönlichkeitsänderungen leider eine Enttäuschung. Beim Nachwort würde mir dann klar, dass der Autorin das Buch sehr schwer gefallen sein muss. Die Handlung enthält so viele Ideen und Einflüsse, dass kein richtiger Handlungs-Strang mehr da ist. Sehr schade, denn das Buch beginnt bombastisch!
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Seit vierzehn Jahren arbeitet die dreiunddreißigjährige Letty von morgens bis abends, während ihre Kinder, Alex und Luna, von ihrer Mutter erzogen werden. Als Lettys Eltern nach Mexiko zurückkehren, muss sie zum ersten Mal ihren Mutterpflichten nachgehen und Verantwortung für andere übernehmen. Panisch versucht sie sich dem Ganzen zu entziehen, doch einen Autounfall, eine ungewöhnliche Begegnung und einen Krankenhausaufenthalt später bekommt sie endlich die Möglichkeit, denen, die sie liebt, ein schöneres Leben zu bieten. Doch kann Letty ihre Ängste überwinden und ihre zweite Chance im Leben nutzen?
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Vanessa Diffenbaugh ist Kunsterzieherin und Schriftstellerin. Sie ist nicht nur künstlerisch, sondern auch sozial sehr engagiert. Sie unterstützt verschiedene Kinderhilfsorganisationen und setzt sich für die Förderung von Pflegefamilien ein. Mit ihrem Mann und ihren vier Kindern lebt sie in Monterey, Kalifornien. Ihr Debütroman »Die verborgene Sprache der Blumen« war weltweit ein Bestseller.
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Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Die Sprecherin Hemma Michel hat die Geschichte sehr gut vorgelesen! Die Story an sich hat mir nur so mäßig gefallen. Die Thematik der illegalen mexikanischen Einwanderer in den USA ist sehr wichtig und interessant. Zumal man so etwas in dieser Form hier in Deutschland nicht kennt. Ohne Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis würde hier keiner einen Job bekommen. Allerdings werden diese illegalen Einwanderer in Amerika oft als billige Arbeitskräfte (oder sollte man fast schon Arbeitssklaven sagen?) ausgenutzt und sie sind leicht erpressbar, wenn sie dagegen aufbegehren. Andererseits wird hier auch kein gutes Bild auf sie geworfen, wenn eine illegale Einwanderin seit 14/15 Jahren in den USA lebt, ohne noch nicht einmal gebrochen englisch zu sprechen. Sich aber mit anderen mexikanisch stämmigen USA Bürgern, die ausschließlich englisch sprechen ohne Probleme verständigen kann? Die Hauptperson Letty war für mich auch kein Vorbild. Sie wird mit 18 Jahren Mutter, entzieht sich aber jeder Verantwortung und überlässt die Erziehung und Versorgung zu 100% ihren Eltern. Sogar mit Anfang dreißig lässt sie ihre Kinder mutterseelenallein zurück und zeigt keinerlei Verantwortunsbewußtsein! Sie kann froh sein, dass ihre Kinder mit Hilfe der Großeltern so gut geraten sind und ihr Sohn nicht auf die komplett schiefe Bahn geraten ist! Irgendwie alles trotz des wichtigen Themas zu viel heile Welt für mich…
Lettys Vater ist in seine alte Heimat Mexiko gefahren, um seine schwer kranke Mutter zu betreuen. Eigentlich war geplant, dass er an einem bestimmten Tag wieder zurück kommt, doch der Tag verstreicht. Deshalb entscheidet sich Lettys Mutter Maria Elena ihm zu folgen. Vor lauter Verzweiflung sich alleine um ihre zwei Kinder, Alex und Luna zu kümmern, folgt sie ihrer Mutter nach Mexiko. Denn sie vermutet, dass beide nicht mehr in die USA zurück kommen werden. Sie schafft es nicht, die zwei zu überzeugen und auf ihrem Heimweg, verletzt sie sich bei einem Autounfall und bleibt noch länger von ihren Kindern getrennt. Zuhause angekommen, erkennt sie, dass sie endlich für Alex und Luna eine richtige Mutter werden muss. Bisher hat sie nämlich immer den vermeintlich leichteren Weg genommen und ihrer eigenen Mutter die Verantwortung überlassen. Sie erkennt recht bald, dass sie Beruf und Kinder nicht so einfach unter ein Hut bringen kann. Alex Vater taucht überraschend wieder auf und der neue Kollege Rick steht ihr hilfreich bei. Meine Meinung: Vanessa Diffenbaughs Debütroman "Die verborgende Sprache der Blumen" hat mir so gut gefallen, dass ich ganz erfreut war zu lesen, dass es ein weiteres Buch der Autorin geben wird. Ihre Schreib- und Erzählweise fand ich äußerst ansprechend und gelungen. So auch in dieser Geschichte, die in einem Milieu spielt, das mir eigentlich völlig fremd ist. Mexikanische Einwanderer in den USA sind mir zwar aus Film und Fernsehen bekannt. Ihre Schicksale gehen immer wieder mal durch die Medien, aber so richtig hinter die Kulissen blickte ich noch nie. Ich weiß zwar nicht, wie genau deren Welt aussieht, aber ein Teil Wahrheit wird auch dieser Geschichte zu Grunde liegen. Letty wurde in den USA geboren, auch ihre Kinder - somit sind sie Amerikaner. Nicht so ihre Eltern, denen damit der Zugang zu sämtlichen Einrichtungen, wie Krankenversorgung, Bildung, Bankwesen und Behörden verwehrt bleibt. Vielen Emigranten geht es so. Die vielen "illegalen" fallen durch den Rost und leben ohne soziales Netz. Genau hier setzt die Geschichte an. Zwar sind Letty, Alex und Luna Amerikaner, sie leben allerdings am Rande der Gesellschaft und im falschen Stadtviertel. Damit bleibt ihnen nichts anderes übrig, als in Schulen zu gehen, die zu wenig Geld haben, um vernünftigen Unterricht zu bieten. Nur durch einen Umzug wäre es möglich in eine gute Schule zu gehen. Aber dort sind die Mieten meist unerschwinglich. Somit dreht sich eine ganze Gesellschaftsschicht im Kreis, ohne Hoffnung auf Besserung ihrer Situation. Aber jetzt kommt die Hoffnung ins Spiel. Letty kämpft ihre eigenen Dämonen nieder und nimmt das Zepter in die Hand. Ohne Unterstützung ihrer Mutter, die ich als sehr egoistisch sehe, betritt sie Neuland und springt über ihren eigenen Schatten. Sie akzeptiert Hilfe, wenn sie ihr angeboten wird und vor allem beginnt sie ihr Potenzial zu nutzen. Als Alex Vater Wes wieder in ihr Leben tritt, hat sie gerade ein wenig Vertrauen in ihren Kollegen Rick gefasst. Sie hat die Erinnerung an ihre erste große Liebe Wes niemals begraben und damit auch die Hoffnung auf ein gemeinsames Leben, aber ihrer beiden Leben sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Rick dagegen versteht ihre Sorgen und Nöte, aber er weiß auch nicht, wie er mit dieser neuen Situation umgehen soll. Fazit: Eine sehr lesenswerte Geschichte, die nicht ins Kitschige abrutscht. Sie bleibt realistisch und hat mich zum Nachdenken gebracht. Mir ist klar, dass es authentischere Bücher rund um Einwanderer geben wird, jedoch macht dieses mich erstmals neugierig mich ein wenig mehr mit deren Leben und Schicksalen zu beschäftigen.
Anfangs 5 Sterne, ich Story verliert immer mehr
"Wow! Endlich wieder eine richtig authentische, kraftvolle, menschliche Geschichte " dachte ich mir beim Lesen des ersten drittels. Doch dann, durch für mich nicht recht nachvollziehbare Wendungen und nicht realistischen Persönlichkeitsänderungen leider eine Enttäuschung. Beim Nachwort würde mir dann klar, dass der Autorin das Buch sehr schwer gefallen sein muss. Die Handlung enthält so viele Ideen und Einflüsse, dass kein richtiger Handlungs-Strang mehr da ist. Sehr schade, denn das Buch beginnt bombastisch!








