Wasserspiel
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Description
»Tim Staffels rasendes Gespür für Rhythmus macht süchtig.« Julia Franck
Roberto Böger hat Angst vor Wasser. Dennoch ist es sein Element. Als rastloser Zeuge bereist er die Welt, um Wasserverbrechen zu dokumentieren. Dann wird ausgerechnet in seiner Heimatstadt Lüren das Wasser knapp. Roberto kehrt an den Urquell seiner Angst zurück. Er trifft auf Gleichgesinnte und sein jüngeres Ich. Kann er sich freischwimmen?
Tim Staffel hat einen großen Roman über ein drängendes Thema unserer Zeit geschrieben. Ebenso visionär wie unterhaltsam erzählt er vom gewaltigen Kampf ums Wasser. In einer Sprache, die fließt.
Book Information
Author Description
Tim Staffel hat vier Romane veröffentlicht. Sein Debüt »Terrordrom« wurde 1998 von Frank Castorf für die Volksbühne dramatisiert. Daneben schrieb Staffel zahlreiche Hörspiele. Er wurde u. a. mit dem Alfred-Döblin-Stipendium und mehrmals mit dem Literatur-Stipendium des Deutschen Literaturfonds ausgezeichnet. Sein Roman »Südstern« stand 2023 auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. 2024 erhielt er das London-Stipendium des Deutschen Literaturfonds.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Was, wenn unser Wasser versiegt? - Ein Roman über die wichtigste Ressource der Welt
In Lüren wird das Wasser knapp – eine Situation, die wir bislang entspannt nur in Wüstenregionen oder Slums vermuten, wird in Tim Staffels Roman Wasserspiel zur Realität. Die Protagonisten Roberto und Humphry kommen der Sache auf die Spur und gründen eine Vereinigung, um die wichtigste Ressource der Welt zu bewahren. Dabei stehen sie dem scheinbar übermächtigen Konzern Nestlé (äh pardon: Dell’Acqua) gegenüber, dessen Machenschaften tief in die lokale Politik reichen. Das Thema ist hoch relevant: In Zeiten des Klimawandels und des Erstarkens von Konzernen, die mächtiger als viele Staaten sind, müssen wir uns immer häufiger fragen, wie sicher unsere Wasservorräte eigentlich sind. Staffel überzeugt durch fundiertes Wissen und zeigt eindrucksvoll, wie andere Staaten und Städte längst in der Hand großer Unternehmen sind. Allerdings schildert er diese realen Beispiele oft eindrücklicher als das fiktive Geschehen in Lüren. Dafür punktet der Roman mit seiner lebendigen Darstellung der Kleinstadt-Dynamik. Trotz der spannenden Thematik hat mich der Roman nicht vollständig abgeholt. Die Figuren wirken wenig authentisch – alle wissen bereits um die Machenschaften von Dell’Acqua, sodass zentrale Enthüllungen eher nacherzählt als erlebt werden. Besonders Humphry, an sich eine sympathische Figur, wirkt für mich einfach nicht wie ein 14-jähriger Junge. Auch mit dem Stil bin ich nicht richtig warm geworden: Die Aneinanderreihung von Hauptsätzen und häufigen Wiederholungen sind zwar bewusstes Stilmittel, haben mich aber oft irritiert. Dennoch lohnt sich die Lektüre – allein schon, um sich mit einem so drängenden Thema auseinanderzusetzen.

Spannender Klimaroman
Stell dir vor, ein Wasserkonzern kauft nicht nur Wasserrechte in deinem Ort, sondern übernimmt das komplette Wassermanagement für den Ort. So passiert es in "Wasserspiel" von Tim Staffel. Der Vlogger und Aktivist Roberto Böger erfährt durch seinen Hauptsponsor, dass in seinem fiktiven Heimatörtchen, dem ostwestfälischen Lüren der Wasserkonzern Dell'Acqua genau das vorhat. Roberto, der Wasserverbrechen in aller Welt dokumentiert, wird nach Lüren und in damit in seine eigene Vergangenheit zurückkehren. Doch er wird dort nicht allein gegen Windmühlen kämpfen. Ausgerechnet der Sohn seines ehemaligen Freundes Johannes, wird ihm im Kampf gegen Dell'Acqua zur Seite stehen. Tim Staffel hat mit "Wasserspiel" einen spannenden Roman geschrieben, der in einer nahen Zukunft spielt und ein aktuelles Thema, die Wasserknappheit und die Gier weltweit tätiger Konzerne, anspricht. Beide Hauptfiguren, Roberto und der Junge Humphrey sind nicht nur über den gemeinsamen Kampf miteinander verbunden, sondern auch über Humphreys Vater, mit dem Roberto in seiner Jugend befreundet war. Es wird also noch eine Geschichte hinter der Geschichte erzählt, was den Roman vielschichtiger macht und mich dazu gebracht hat, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Auch die Nebenfiguren sind wie die Zutaten zu einem guten Essen genau richtig dosiert und geben dem Roman die richtige Würze. Unterhaltung mit einer Botschaft - das ist Tim Staffel mit "Wasserspiel" gelungen.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
»Tim Staffels rasendes Gespür für Rhythmus macht süchtig.« Julia Franck
Roberto Böger hat Angst vor Wasser. Dennoch ist es sein Element. Als rastloser Zeuge bereist er die Welt, um Wasserverbrechen zu dokumentieren. Dann wird ausgerechnet in seiner Heimatstadt Lüren das Wasser knapp. Roberto kehrt an den Urquell seiner Angst zurück. Er trifft auf Gleichgesinnte und sein jüngeres Ich. Kann er sich freischwimmen?
Tim Staffel hat einen großen Roman über ein drängendes Thema unserer Zeit geschrieben. Ebenso visionär wie unterhaltsam erzählt er vom gewaltigen Kampf ums Wasser. In einer Sprache, die fließt.
Book Information
Author Description
Tim Staffel hat vier Romane veröffentlicht. Sein Debüt »Terrordrom« wurde 1998 von Frank Castorf für die Volksbühne dramatisiert. Daneben schrieb Staffel zahlreiche Hörspiele. Er wurde u. a. mit dem Alfred-Döblin-Stipendium und mehrmals mit dem Literatur-Stipendium des Deutschen Literaturfonds ausgezeichnet. Sein Roman »Südstern« stand 2023 auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. 2024 erhielt er das London-Stipendium des Deutschen Literaturfonds.
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Was, wenn unser Wasser versiegt? - Ein Roman über die wichtigste Ressource der Welt
In Lüren wird das Wasser knapp – eine Situation, die wir bislang entspannt nur in Wüstenregionen oder Slums vermuten, wird in Tim Staffels Roman Wasserspiel zur Realität. Die Protagonisten Roberto und Humphry kommen der Sache auf die Spur und gründen eine Vereinigung, um die wichtigste Ressource der Welt zu bewahren. Dabei stehen sie dem scheinbar übermächtigen Konzern Nestlé (äh pardon: Dell’Acqua) gegenüber, dessen Machenschaften tief in die lokale Politik reichen. Das Thema ist hoch relevant: In Zeiten des Klimawandels und des Erstarkens von Konzernen, die mächtiger als viele Staaten sind, müssen wir uns immer häufiger fragen, wie sicher unsere Wasservorräte eigentlich sind. Staffel überzeugt durch fundiertes Wissen und zeigt eindrucksvoll, wie andere Staaten und Städte längst in der Hand großer Unternehmen sind. Allerdings schildert er diese realen Beispiele oft eindrücklicher als das fiktive Geschehen in Lüren. Dafür punktet der Roman mit seiner lebendigen Darstellung der Kleinstadt-Dynamik. Trotz der spannenden Thematik hat mich der Roman nicht vollständig abgeholt. Die Figuren wirken wenig authentisch – alle wissen bereits um die Machenschaften von Dell’Acqua, sodass zentrale Enthüllungen eher nacherzählt als erlebt werden. Besonders Humphry, an sich eine sympathische Figur, wirkt für mich einfach nicht wie ein 14-jähriger Junge. Auch mit dem Stil bin ich nicht richtig warm geworden: Die Aneinanderreihung von Hauptsätzen und häufigen Wiederholungen sind zwar bewusstes Stilmittel, haben mich aber oft irritiert. Dennoch lohnt sich die Lektüre – allein schon, um sich mit einem so drängenden Thema auseinanderzusetzen.

Spannender Klimaroman
Stell dir vor, ein Wasserkonzern kauft nicht nur Wasserrechte in deinem Ort, sondern übernimmt das komplette Wassermanagement für den Ort. So passiert es in "Wasserspiel" von Tim Staffel. Der Vlogger und Aktivist Roberto Böger erfährt durch seinen Hauptsponsor, dass in seinem fiktiven Heimatörtchen, dem ostwestfälischen Lüren der Wasserkonzern Dell'Acqua genau das vorhat. Roberto, der Wasserverbrechen in aller Welt dokumentiert, wird nach Lüren und in damit in seine eigene Vergangenheit zurückkehren. Doch er wird dort nicht allein gegen Windmühlen kämpfen. Ausgerechnet der Sohn seines ehemaligen Freundes Johannes, wird ihm im Kampf gegen Dell'Acqua zur Seite stehen. Tim Staffel hat mit "Wasserspiel" einen spannenden Roman geschrieben, der in einer nahen Zukunft spielt und ein aktuelles Thema, die Wasserknappheit und die Gier weltweit tätiger Konzerne, anspricht. Beide Hauptfiguren, Roberto und der Junge Humphrey sind nicht nur über den gemeinsamen Kampf miteinander verbunden, sondern auch über Humphreys Vater, mit dem Roberto in seiner Jugend befreundet war. Es wird also noch eine Geschichte hinter der Geschichte erzählt, was den Roman vielschichtiger macht und mich dazu gebracht hat, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Auch die Nebenfiguren sind wie die Zutaten zu einem guten Essen genau richtig dosiert und geben dem Roman die richtige Würze. Unterhaltung mit einer Botschaft - das ist Tim Staffel mit "Wasserspiel" gelungen.





