Was sich ereignet findet nicht statt

Was sich ereignet findet nicht statt

Pamphlet

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Description

Der Blick für das Hintergründige, Versteckte und Verborgene Das vorliegende Besondere Heft dokumentiert die Freundschaft, die Elazar Benyoëtz und seine Gattin Metavel seit Jahrzehnten mit Paul Rutz, em. Dompfarrer und Domherr in Solothurn, verbindet und die tiefe innere Beziehung Silja Walters zu Elazar Benyoëtz. Diese ging weit über den sachbezogenen Informationsaustausch und die notwendige Planung hinaus. Davon zeugt nicht nur das literarische Ergebnis ihres Austausches, sondern auch der Briefwechsel. Dieses Heft dokumentiert die bisher nur ausschnittweise publizierte Korrespondenz von Elazar Benyoëtz mit Silja Walter. Die Sprache, in der Elazar Benyoëtz schreibt, ist reduziert, die Form klar und streng und hierin besteht auch der logische Zusammenhang zwischen Benyoetz und dem Aphorismus. Die Distanz schärft den Blick für das Hintergründige, Versteckte und Verborgene, das sich der Wahrnehmung entzieht; die Nähe unmittelbarer existenzieller Betroffenheit weckt die Witterung für das Bedrohliche der Sprachverstecke. Aus dieser Materie nährt sich das geniale Wortspiel von Elazar Benyoëtz. Sein aphoristisches Denken verwandelt das Wortspiel in ein ›Zauberspiel der Sprache‹ und macht es wiederum zu einem Instrument tiefgreifender Erkenntnis, zur Offenbarung geheimer Bezüge.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Religious
Format
Pamphlet
Pages
116
Price
12.50 €

Author Description

Elazar Benyoëtz wurde als Paul Koppel 1937 in Wiener Neustadt geboren und flüchtete 1939 mit den Eltern nach Palästina. Er wuchs in Tel Aviv in hebräischer Sprache auf, mit zehn Jahren entschlossen, Dichter zu werden. 1957 erster hebräischer Gedichtband, dem sechs weitere folgten. 1964–1968 lebte er in Berlin (BRD), wo er 1965 die später in Frankfurt/M. fortgesetzte, von der DFG geförderte Bibliographia Judaica begründete. 1968 Rückkehr nach Israel, wo er die Miniaturenmalerin und Kalligraphin Renée Koppel (Künstlername Metavel) heiratete. Berühmt ist er als Aphoristiker. Fragen der Metaphysik und des Verhältnisses von Deutschen und Juden beschäftigen ihn vielfach in seinen Werken. Er schreibt in deutscher und hebräischer Sprache Essays, Gedichte, Aphorismen, Briefe (für ihn eine Kunstform) und lebt in Jerusalem. Der hebräische Name Benyoëtz bedeutet »Sohn des Ratgebers«. 1988 erhielt er den Adelbert von Chamisso Preis, 2004 zusammen mit Robert Menasse den Joseph Breitbach Preis, 2009 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse und 2010 den Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil. Elazar Benyoëtz ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Am Dies Academicus 2017 würdigt die Theologische Fakultät der Universität Bern das künstlerische Schaffen der Minaturenmalerin Metavel, Gattin von Elazar Benyoëtz, und dessen literarisches Gesamtwerk je mit dem Dr. theol. h.c.