Was das Herz nie vergisst
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Description
Als Sabina und ihr Mann Ted erfahren, dass sie ein Kind erwarten, empfinden sie nichts als Glück. Doch als Sabina ihren Eltern freudestrahlend davon erzählt, reagiert ihre Mutter sehr seltsam und zurückhaltend. Sabina ist wie vor den Kopf gestoßen, doch bald wird ihr klar, dass es eine Sache gibt, die ihre Eltern bisher verschwiegen haben: Sie ist adoptiert. Sabinas heile Welt bricht von einem Moment auf den anderen über ihr zusammen. Wie kann eine Mutter ihre eigene Tochter weggeben? Sie macht sich auf, ihre leibliche Mutter zu suchen, doch was sie entdeckt, erschüttert nicht nur ihr eigenes Leben …
Book Information
Author Description
Kelly Rimmer fand Fiktion schon immer besser als die Realität – und wurde deshalb Romanautorin. Sie lebt mit ihrem Mann Daniel und zwei kleinen Kindern im ländlichen Australien, und wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder vom Lesen und Schreiben träumt, arbeitet sie in der IT-Branche. Nach »So blau wie das funkelnde Meer« ist »Was das Herz nie vergisst« ihr zweiter Roman im Blanvalet Verlag.
Posts
Auf das Buch bin ich in erster Linie aufgrund des wunderschönen Covers aufmerksam geworden, das aber rückblickend auf mich ein bisschen zu bunt und fröhlich wirkt und meiner Meinung nach deshalb nicht ganz so passend für die bedrückende Geschichte ist, die sich dahinter verbirgt. Worum es in dem Buch geht, wird bereits sehr treffend im Klappentext beschrieben, der gleichzeitig auch als Einstieg in die Geschichte dient. Und genau ab dem Zeitpunkt, als Sabina nach 38 Jahren erfährt, dass sie adoptiert ist, hat mich die Story richtig gepackt. Die Autorin schafft es sehr eindrücklich und bewegend zu schildern, welche Auswirkungen diese Enthüllung auf Sabina hat. Man erfährt nicht nur, was im Gefühlsleben der Protagonistin vor sich geht, sondern auch, welche Folgen das Ganze auf zwischenmenschlicher Ebene hat. Nachdem Sabina die Nachricht verdaut hat, muss sie sich damit auseinandersetzen, dass ihre Eltern sie ihr Leben lang angelogen haben. Und darin verbirgt sich verständlicherweise sehr viel Konfliktpotential, das seinen Höhepunkt erreicht, als Sabina den beiden erklärt, dass sie ihre biologischen Eltern suchen möchten. Das wiederum ist Auslöser dafür, dass Sabinas Mutter und Vater sich mit den Konsequenzen ihrer damaligen Entscheidung konfrontieren müssen, was alles andere als leicht für alle ist, denn das Thema "Zwangsadoptionen" schwebt wie ein Damoklesschwert über die gesamte Geschichte. Was mir besonders gefallen hat ist die Art und Weise, wie die Autorin die Auswirkungen beschreibt, denn sie schafft es, das Thema mit der nötigen Sensibilität zu behandeln, ohne diese Enthüllung auf übertrieben dramatische Weise auszuschlachten. Die gesamte Geschichte wirkt dadurch sehr authentisch und glaubhaft - und das hat mir besonders gut gefallen. Das Buch ist in zwei Handlungsstränge unterteilt. Zum einen gibt es die Gegenwart, die sich mit Sabinas Umgang mit der Situation befasst und zum anderen gibt es die Zeitebene vor 38 Jahren, die aus der Sicht von Sabinas biologischer Mutter geschildert wird. Ich fand diese Vorgehensweise ganz wunderbar, denn nach und nach erfährt der Leser, wie es damals überhaupt zu der Adoption gekommen ist, bis die beiden Handlungsstränge schliesslich zusammengeführt und in der Gegenwart verschmelzt werden. Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen und die Seiten sind sprichwörtlich dahingeflogen. Ich hatte aber ein bisschen den Eindruck, dass die Handlung sehr schnell vorangetrieben und alles ein bisschen zu sehr auf ein Happy End getrimmt wurde. Es war fast so, als hätten sich alle Beteiligten sehr schnell mit dieser neuen Situation abgefunden und sich darauf einstellen können. Ob das in der Realität auch alles so harmonisch verlaufen würde, wage ich zu bezweifeln. Fazit: Ein bewegendes Buch über eine schwangere Frau, die nach 38 Jahren erfährt, dass sie adoptiert wurde und sich nun den Folgen dieser Enthüllungen stellen muss, die viele Fragen zu ihrer eigenen Identität aufwirft. Die Autorin geht sehr sensibel mit dem Thema "Zwangsadoption" um und schafft es, das Thema authentisch umzusetzen, ohne dabei reisserisch zu sein. Der Handlungsbogen wirkt gut durchdacht und wird durch das Verschmelzen zweier Handlungsstränge schön abgerundet - wobei der Schlussteil in meinen Augen schon ein bisschen zu schön ist, um wahr zu sein. Aus diesem Grund gibt es von mir 4 Sterne für dieses berührende Buch.
Sabina hat ein enges Verhältnis zu ihren Eltern. Ihre Kindheit war glücklich und finanziell wurde ihr einiges ermöglicht. Als sie mit 39 Jahren erfährt, dass sie adoptiert wurde, fällt sie aus allen Wolken. Wie konnten ihre Eltern, die sie immer für ihre Ehrlichkeit geschätzt hat, sie so lange anlügen und warum verheimlichen sie ihr noch immer die Details ihrer Adoption? Sabina begibt sich auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern. Dabei lernt sie viel über sich und lüftet ein dunkles Familiengeheimnis. Kelly Rimmer hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der mich schnell für sich eingenommen hat. Sehr einfühlsam und bewegend schildert sie die Gedanken und Sorgen der Protagonisten. Ab der Hälfte des Buches war ich mehrmals kurz davor, in Tränen auszubrechen, so berührt hat mich die Geschichte. Neben dem Erzählstrang in der Gegenwart treffen wir in Rückblicken auf Lilly, Sabinas leibliche Mutter. Ein ebenso naives wie liebenswertes Mädchen, von gerade einmal 16 Jahren, welches in einem Entbindungsheim schreckliches durchmachen muss. Die 70er Jahre sind noch gar nicht so lange her, aber die beschriebenen Zustände für ledige, minderjährige Mädchen sind unfassbar grausam. Die jungen Frauen hatten keinerlei Chancen, ihre Babys zu behalten, wenn die Eltern dagegen waren. Auch Sabinas Adoptivmutter Megan bekommt ihren eigenen Erzählstrang. Während ich sie in der Gegenwart als sehr warmherzig und eng mit Sabina verbunden empfunden habe, erscheint sie in der Vergangenheit als charakterschwache Person, die um jeden Preis ihrem Mann gefallen will und dafür quasi über Leichen geht. Ich konnte es kaum glauben, dass es sich hier um die selbe Frau handeln soll. Kelly Rimmer schafft eine perfekte Balance zwischen herzzerreißenden Szenen und Momenten, die einem Wohlfühlbuch entsprungen sein könnten. Dieser Roman ist voller liebevoller Charaktere, die man selbst gerne kennenlernen möchte. Sabina und ihr Mann Ted führen eine Bilderbuchehe, die gemeinsamen Szenen sind voller Liebe und Verständnis und sehr schön zu lesen. „Was das Herz nie vergisst“ war für mich ein vollkommen gelungener Roman, der mir sehr gut gefallen hat.
Meine Meinung Allgemein „Was das Herz nie vergisst“ berührt mit seiner Thematik: Entbindungsheime. In früheren Jahren war es eine Schande, wenn Frauen unverheiratet schwanger wurden und so gab es Heime, in denen sie entbanden und ihr Kind nie wieder sahen. Dieses Buch handelt um genau so ein Kind. Welches damals adoptiert und nie wieder Kontakt zu ihrer Familie hatte. Sie möchte Kontakt zu ihren eigentlichen Eltern und somit beginnt eine Geschichte, die das Herz nie vergisst. Bücher, in denen Kinder adoptiert sind, gibt es häufiger. Neu war in diesem Buch der Aspekt des Entbindungsheimes. Auch daraus bekommt man eine Menge mit. Natürlich berührt das Wissen und auch nahm mich die Perspektive der Mutter mit. Die Naivität in jungen Jahren, die Hoffnung, die Liebe. Doch trotz allem kamen die Gefühle der Tochter nicht bei mir an. Alles blieb oberflächlich für mich. Ein weiterer wichtiger Faktor, der nicht unterging, waren die Eltern, die damals das Kind adoptiert haben. Auch sie verbindet eine Geschichte mit der leiblichen Mutter und auch ihnen fällt es nicht leicht, das Kind zu teilen. Hinzu kommen die Muttergefühle eine werdenden Mutter. Im großen Ganzen beleuchtet das Buch sehr viele unterschiedliche Facetten, bietet eine einzigartige Geschichte, obwohl das Schicksal damals viele Mütter teilten und gibt einem ein Gefühl für den eingeschränkten Blick dieser Zeit. Charaktere Hauptcharakter ist Sabina, die selbst Mutter wird und somit auf die Spuren ihrer eigenen Geschichte kommt. Sie handelt oft sehr bodenständig, scheint in einer liebenden Beziehung zu stecken und teilt mit dem Leser emotionale Gedanken. Ihre Eltern sind reserviert und konservativ. Ihr Vater mag es gar nicht, alte Dinge hochbrodeln zu lassen und von beiden bekommt man einen Blick des jungen und alten Ichs. Sie stellen die Vergangenheit des Buches dar. Die Sichtweisen der Leute, die vor vierzig, fünfzig Jahren groß geworden sind. Letzten Endes gibt es noch die leibliche Mutter von Sabina, die eine Frohnatur ist und dessen Seelenstärke im Buch gut herausgefiltert wurde. Schreibstil & Sichtweise Es gibt drei Handlungsstränge. Einmal Sabina in der Gegenwart, zweitens Sabinas leibliche Eltern in der Vergangenheit und ebenfalls in der Vergangenheit sind die Eltern, mit denen Sabina groß geworden ist. Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive. Der Schreibstil war angenehm. Viele Unterhaltungen, sowie Gedanken und Handlung. Emotional konnte mich der Schreibstil nicht mitnehmen. Cover&Titel Das Cover ist schlicht gestaltet, mit Pflanzen umrankt. Sie haben in dem Buch keine wirkliche Bedeutung. Könnten für Vergänglichkeit stehen? Es ist ein gängiges Romancover, welches jedoch nicht viel über den Inhalt aussagt. Dahingegen liebe ich den Titel. Denn dieser hat viele Bedeutungen. Das Herz vergisst Gefühle, wie Geschehnisse nicht, mögen sie noch so alt sein. War das Erlebnis einschneidend, so wird es für immer im Herzen bleiben. Das spiegelt sich vor allem in Sabinas leiblicher Mutter wieder. Zitat „Es ist eigenartig, sich zu kennen und gleichzeitig zu begreifen, dass man lediglich das Produkt des Nestes ist, in dem man aufgewachsen ist – und dass ein anderes Nest leicht ein anderes Ich hervorgebracht haben könnte.“ – 91 Fazit Dieses Buch bringt einem in mehreren Aspekten die damalige Situation des unehelichen Kinderkriegens näher. Leider konnte mich das Buch emotional nicht komplett erreichen.
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Als Sabina und ihr Mann Ted erfahren, dass sie ein Kind erwarten, empfinden sie nichts als Glück. Doch als Sabina ihren Eltern freudestrahlend davon erzählt, reagiert ihre Mutter sehr seltsam und zurückhaltend. Sabina ist wie vor den Kopf gestoßen, doch bald wird ihr klar, dass es eine Sache gibt, die ihre Eltern bisher verschwiegen haben: Sie ist adoptiert. Sabinas heile Welt bricht von einem Moment auf den anderen über ihr zusammen. Wie kann eine Mutter ihre eigene Tochter weggeben? Sie macht sich auf, ihre leibliche Mutter zu suchen, doch was sie entdeckt, erschüttert nicht nur ihr eigenes Leben …
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Author Description
Kelly Rimmer fand Fiktion schon immer besser als die Realität – und wurde deshalb Romanautorin. Sie lebt mit ihrem Mann Daniel und zwei kleinen Kindern im ländlichen Australien, und wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder vom Lesen und Schreiben träumt, arbeitet sie in der IT-Branche. Nach »So blau wie das funkelnde Meer« ist »Was das Herz nie vergisst« ihr zweiter Roman im Blanvalet Verlag.
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Auf das Buch bin ich in erster Linie aufgrund des wunderschönen Covers aufmerksam geworden, das aber rückblickend auf mich ein bisschen zu bunt und fröhlich wirkt und meiner Meinung nach deshalb nicht ganz so passend für die bedrückende Geschichte ist, die sich dahinter verbirgt. Worum es in dem Buch geht, wird bereits sehr treffend im Klappentext beschrieben, der gleichzeitig auch als Einstieg in die Geschichte dient. Und genau ab dem Zeitpunkt, als Sabina nach 38 Jahren erfährt, dass sie adoptiert ist, hat mich die Story richtig gepackt. Die Autorin schafft es sehr eindrücklich und bewegend zu schildern, welche Auswirkungen diese Enthüllung auf Sabina hat. Man erfährt nicht nur, was im Gefühlsleben der Protagonistin vor sich geht, sondern auch, welche Folgen das Ganze auf zwischenmenschlicher Ebene hat. Nachdem Sabina die Nachricht verdaut hat, muss sie sich damit auseinandersetzen, dass ihre Eltern sie ihr Leben lang angelogen haben. Und darin verbirgt sich verständlicherweise sehr viel Konfliktpotential, das seinen Höhepunkt erreicht, als Sabina den beiden erklärt, dass sie ihre biologischen Eltern suchen möchten. Das wiederum ist Auslöser dafür, dass Sabinas Mutter und Vater sich mit den Konsequenzen ihrer damaligen Entscheidung konfrontieren müssen, was alles andere als leicht für alle ist, denn das Thema "Zwangsadoptionen" schwebt wie ein Damoklesschwert über die gesamte Geschichte. Was mir besonders gefallen hat ist die Art und Weise, wie die Autorin die Auswirkungen beschreibt, denn sie schafft es, das Thema mit der nötigen Sensibilität zu behandeln, ohne diese Enthüllung auf übertrieben dramatische Weise auszuschlachten. Die gesamte Geschichte wirkt dadurch sehr authentisch und glaubhaft - und das hat mir besonders gut gefallen. Das Buch ist in zwei Handlungsstränge unterteilt. Zum einen gibt es die Gegenwart, die sich mit Sabinas Umgang mit der Situation befasst und zum anderen gibt es die Zeitebene vor 38 Jahren, die aus der Sicht von Sabinas biologischer Mutter geschildert wird. Ich fand diese Vorgehensweise ganz wunderbar, denn nach und nach erfährt der Leser, wie es damals überhaupt zu der Adoption gekommen ist, bis die beiden Handlungsstränge schliesslich zusammengeführt und in der Gegenwart verschmelzt werden. Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen und die Seiten sind sprichwörtlich dahingeflogen. Ich hatte aber ein bisschen den Eindruck, dass die Handlung sehr schnell vorangetrieben und alles ein bisschen zu sehr auf ein Happy End getrimmt wurde. Es war fast so, als hätten sich alle Beteiligten sehr schnell mit dieser neuen Situation abgefunden und sich darauf einstellen können. Ob das in der Realität auch alles so harmonisch verlaufen würde, wage ich zu bezweifeln. Fazit: Ein bewegendes Buch über eine schwangere Frau, die nach 38 Jahren erfährt, dass sie adoptiert wurde und sich nun den Folgen dieser Enthüllungen stellen muss, die viele Fragen zu ihrer eigenen Identität aufwirft. Die Autorin geht sehr sensibel mit dem Thema "Zwangsadoption" um und schafft es, das Thema authentisch umzusetzen, ohne dabei reisserisch zu sein. Der Handlungsbogen wirkt gut durchdacht und wird durch das Verschmelzen zweier Handlungsstränge schön abgerundet - wobei der Schlussteil in meinen Augen schon ein bisschen zu schön ist, um wahr zu sein. Aus diesem Grund gibt es von mir 4 Sterne für dieses berührende Buch.
Sabina hat ein enges Verhältnis zu ihren Eltern. Ihre Kindheit war glücklich und finanziell wurde ihr einiges ermöglicht. Als sie mit 39 Jahren erfährt, dass sie adoptiert wurde, fällt sie aus allen Wolken. Wie konnten ihre Eltern, die sie immer für ihre Ehrlichkeit geschätzt hat, sie so lange anlügen und warum verheimlichen sie ihr noch immer die Details ihrer Adoption? Sabina begibt sich auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern. Dabei lernt sie viel über sich und lüftet ein dunkles Familiengeheimnis. Kelly Rimmer hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der mich schnell für sich eingenommen hat. Sehr einfühlsam und bewegend schildert sie die Gedanken und Sorgen der Protagonisten. Ab der Hälfte des Buches war ich mehrmals kurz davor, in Tränen auszubrechen, so berührt hat mich die Geschichte. Neben dem Erzählstrang in der Gegenwart treffen wir in Rückblicken auf Lilly, Sabinas leibliche Mutter. Ein ebenso naives wie liebenswertes Mädchen, von gerade einmal 16 Jahren, welches in einem Entbindungsheim schreckliches durchmachen muss. Die 70er Jahre sind noch gar nicht so lange her, aber die beschriebenen Zustände für ledige, minderjährige Mädchen sind unfassbar grausam. Die jungen Frauen hatten keinerlei Chancen, ihre Babys zu behalten, wenn die Eltern dagegen waren. Auch Sabinas Adoptivmutter Megan bekommt ihren eigenen Erzählstrang. Während ich sie in der Gegenwart als sehr warmherzig und eng mit Sabina verbunden empfunden habe, erscheint sie in der Vergangenheit als charakterschwache Person, die um jeden Preis ihrem Mann gefallen will und dafür quasi über Leichen geht. Ich konnte es kaum glauben, dass es sich hier um die selbe Frau handeln soll. Kelly Rimmer schafft eine perfekte Balance zwischen herzzerreißenden Szenen und Momenten, die einem Wohlfühlbuch entsprungen sein könnten. Dieser Roman ist voller liebevoller Charaktere, die man selbst gerne kennenlernen möchte. Sabina und ihr Mann Ted führen eine Bilderbuchehe, die gemeinsamen Szenen sind voller Liebe und Verständnis und sehr schön zu lesen. „Was das Herz nie vergisst“ war für mich ein vollkommen gelungener Roman, der mir sehr gut gefallen hat.
Meine Meinung Allgemein „Was das Herz nie vergisst“ berührt mit seiner Thematik: Entbindungsheime. In früheren Jahren war es eine Schande, wenn Frauen unverheiratet schwanger wurden und so gab es Heime, in denen sie entbanden und ihr Kind nie wieder sahen. Dieses Buch handelt um genau so ein Kind. Welches damals adoptiert und nie wieder Kontakt zu ihrer Familie hatte. Sie möchte Kontakt zu ihren eigentlichen Eltern und somit beginnt eine Geschichte, die das Herz nie vergisst. Bücher, in denen Kinder adoptiert sind, gibt es häufiger. Neu war in diesem Buch der Aspekt des Entbindungsheimes. Auch daraus bekommt man eine Menge mit. Natürlich berührt das Wissen und auch nahm mich die Perspektive der Mutter mit. Die Naivität in jungen Jahren, die Hoffnung, die Liebe. Doch trotz allem kamen die Gefühle der Tochter nicht bei mir an. Alles blieb oberflächlich für mich. Ein weiterer wichtiger Faktor, der nicht unterging, waren die Eltern, die damals das Kind adoptiert haben. Auch sie verbindet eine Geschichte mit der leiblichen Mutter und auch ihnen fällt es nicht leicht, das Kind zu teilen. Hinzu kommen die Muttergefühle eine werdenden Mutter. Im großen Ganzen beleuchtet das Buch sehr viele unterschiedliche Facetten, bietet eine einzigartige Geschichte, obwohl das Schicksal damals viele Mütter teilten und gibt einem ein Gefühl für den eingeschränkten Blick dieser Zeit. Charaktere Hauptcharakter ist Sabina, die selbst Mutter wird und somit auf die Spuren ihrer eigenen Geschichte kommt. Sie handelt oft sehr bodenständig, scheint in einer liebenden Beziehung zu stecken und teilt mit dem Leser emotionale Gedanken. Ihre Eltern sind reserviert und konservativ. Ihr Vater mag es gar nicht, alte Dinge hochbrodeln zu lassen und von beiden bekommt man einen Blick des jungen und alten Ichs. Sie stellen die Vergangenheit des Buches dar. Die Sichtweisen der Leute, die vor vierzig, fünfzig Jahren groß geworden sind. Letzten Endes gibt es noch die leibliche Mutter von Sabina, die eine Frohnatur ist und dessen Seelenstärke im Buch gut herausgefiltert wurde. Schreibstil & Sichtweise Es gibt drei Handlungsstränge. Einmal Sabina in der Gegenwart, zweitens Sabinas leibliche Eltern in der Vergangenheit und ebenfalls in der Vergangenheit sind die Eltern, mit denen Sabina groß geworden ist. Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive. Der Schreibstil war angenehm. Viele Unterhaltungen, sowie Gedanken und Handlung. Emotional konnte mich der Schreibstil nicht mitnehmen. Cover&Titel Das Cover ist schlicht gestaltet, mit Pflanzen umrankt. Sie haben in dem Buch keine wirkliche Bedeutung. Könnten für Vergänglichkeit stehen? Es ist ein gängiges Romancover, welches jedoch nicht viel über den Inhalt aussagt. Dahingegen liebe ich den Titel. Denn dieser hat viele Bedeutungen. Das Herz vergisst Gefühle, wie Geschehnisse nicht, mögen sie noch so alt sein. War das Erlebnis einschneidend, so wird es für immer im Herzen bleiben. Das spiegelt sich vor allem in Sabinas leiblicher Mutter wieder. Zitat „Es ist eigenartig, sich zu kennen und gleichzeitig zu begreifen, dass man lediglich das Produkt des Nestes ist, in dem man aufgewachsen ist – und dass ein anderes Nest leicht ein anderes Ich hervorgebracht haben könnte.“ – 91 Fazit Dieses Buch bringt einem in mehreren Aspekten die damalige Situation des unehelichen Kinderkriegens näher. Leider konnte mich das Buch emotional nicht komplett erreichen.






