Wallis Simpson

Wallis Simpson

Hardback
4.08

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Description

Fast 85 Jahre vor Harry und Meghan sorgte schon ein anderes Paar für einen Skandal bei den Windsors und für weltweite Schlagzeilen: König Edward VIII. löste 1936 mit seinem Wunsch, die zweifach geschiedene Amerikanerin Wallis Simpson zu heiraten, eine Verfassungskrise im Königreich aus. Das royale Paar musste England verlassen – schuld ist: Wallis Simpson. Spionage, Spielsucht, Dreiecksbeziehungen, Drogen, Abtreibungen, Nähe zu faschistischen Systemen, Nymphomanie ... Es gab nur wenige Schmähungen, die die Stilikone in ihrem fast 90-jährigen Leben nicht zu hören bekam. Lesen Sie die Geschichte dieser schillernden, charismatischen und komplexen Frau und ihrer Liebe mit dem englischen König, die schon zu Ende war, bevor sie richtig begonnen hatte.

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Historical Figures
Format
Hardback
Pages
256
Price
30.00 €

Author Description

Michaela Lindinger beschäftigt sich seit langem mit kontroversiellen Figuren der Geschichte. Die Autorin studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft, Ägyptologie, Ur- und Frühgeschichte. Als Kuratorin des Wien Museums ist sie u. a. für die Porträt- und Modesammlung zuständig. Neben der Wiener Stadtgeschichte sowie Frauen- und Gendergeschichte befasst sie sich mit den Themen Tod, Erinnerungskulturen und der Geschichte der Kleidung.

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Vielen Dank an die Verlagsgruppe Styria und Netgalley für das kostenlose Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Der Name Wallis Simpson ist untrennbar mit einem der größten Skandale der britischen Monarchie verbunden. In ihrer Biografie beleuchtet Michaela Lindinger das Leben dieser faszinierenden, aber auch umstrittenen Frau – von ihrer Jugend bis hin zu ihrer berüchtigten Beziehung mit Edward VIII., die 1936 eine Verfassungskrise auslöste. Ehrlich gesagt, fiel mir der Einstieg in das Buch etwas schwer. Der Schreibstil und die Fülle an historischen Details brauchen eine gewisse Zeit, bis man richtig in den Lesefluss kommt. Doch je weiter ich las, desto spannender wurde die Darstellung. Besonders interessant war für mich, dass ich bislang kaum etwas über Edward und Wallis wusste – mein Interesse galt eher der heutigen königlichen Familie. Umso überraschter war ich, wie viele neue Einblicke ich hier gewinnen konnte. Erschütternd fand ich vor allem die Erkenntnis, dass die Beziehung zwischen Wallis und Edward nicht die große, romantische Liebesgeschichte war, für die ich sie bisher gehalten habe. Stattdessen offenbart sich ein komplexes, manchmal auch düsteres Bild, geprägt von Macht, gesellschaftlichem Druck und persönlichen Abgründen. Insgesamt bietet das Buch eine spannende Mischung aus Biografie, Geschichtsbuch und Skandalreport, das mein Bild von Wallis Simpson und Edward nachhaltig verändert hat. 4/5 ⭐️

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Vielen Dank an die Verlagsgruppe Styria und Netgalley für das kostenlose Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Der Name Wallis Simpson ist untrennbar mit einem der größten Skandale der britischen Monarchie verbunden. In ihrer Biografie beleuchtet Michaela Lindinger das Leben dieser faszinierenden, aber auch umstrittenen Frau – von ihrer Jugend bis hin zu ihrer berüchtigten Beziehung mit Edward VIII., die 1936 eine Verfassungskrise auslöste. Ehrlich gesagt, fiel mir der Einstieg in das Buch etwas schwer. Der Schreibstil und die Fülle an historischen Details brauchen eine gewisse Zeit, bis man richtig in den Lesefluss kommt. Doch je weiter ich las, desto spannender wurde die Darstellung. Besonders interessant war für mich, dass ich bislang kaum etwas über Edward und Wallis wusste – mein Interesse galt eher der heutigen königlichen Familie. Umso überraschter war ich, wie viele neue Einblicke ich hier gewinnen konnte. Erschütternd fand ich vor allem die Erkenntnis, dass die Beziehung zwischen Wallis und Edward nicht die große, romantische Liebesgeschichte war, für die ich sie bisher gehalten habe. Stattdessen offenbart sich ein komplexes, manchmal auch düsteres Bild, geprägt von Macht, gesellschaftlichem Druck und persönlichen Abgründen. Insgesamt bietet das Buch eine spannende Mischung aus Biografie, Geschichtsbuch und Skandalreport, das mein Bild von Wallis Simpson und Edward nachhaltig verändert hat. 4/5 ⭐️

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Interessante Einblicke in das Leben einer polarisierenden Frau.

Rezension: Michaela Lindinger - Wallis Simpson Erwischt! Ich kann nicht sagen, warum. Aaaaber aus irgendeinem Grund hege ich ein reges Interesse an der englischen Königsfamilie. Ob „The Crown“, „The Kings Speech“ und andere - ich bin immer happy, gibt es neue Serien, Filme, Dokus oder eben jetzt dieses Buch. Besonders interessant fand ich schon immer die Frauengeschichten in diesem Kosmos. Mit dem neunten Teil der Reihe „Reihenweise kluge Frauen“ hat der Molden Verlag nun eine Biografie über Wallis Simpson, ehemalige Bessie Wallis Warfield, herausgebracht. Also über die Frau, wegen der König Edward VIII sich zur Abdankung veranlasst sah. Natürlich geht es auch viel um Edward in diesem Buch. Lesende erhalten tiefe Einblicke in die Beziehung der beiden und auch, warum aus Edwards Perspektive ein Leben ohne Wallis keine Alternative war. Vordergründig aber erfahren wir mehr über die Beweggründe Wallis`, ihren unerschütterlichen Ehrgeiz und die Widrigkeiten, denen sich eine geschiedene Frau zur damaligen Zeit stellen musste. Aus historischen Fakten, Briefen, überlieferten Daten und Erzählungen von Freunden und Bekannten entsteht ein angenehm leicht zu lesendes Zeugnis einer emanzipierten, modernen Frau, die das Ziel in ihrem Leben nie aus den Augen verlor, wenn auch ihre gewählten Mittel mindestens fragwürdig erscheinen. Zwei Dinge stören mich: Erstens sorgten diverse Zeitsprünge im Leseverlauf dazu, nochmal kurz inne halten zu müssen und das Geschriebene zusammenzubringen, da es doch teils schwierig war, der Zeitschiene zu folgen. Zweitens ist das Cover an sich ganz nett - passend zum Rest der Reihe. Aber das Format ist wirklich nicht Bücherregal-geeignet. Doch wer sich für diesen Teil der Geschichte des britischen Königshauses interessiert, wird hier auf seine Kosten kommen.

4

Unterhaltsam zu lesende und gut recherchierte Biographie der Herzogin von Windsor

Das Buch gliedert sich in vier Teile plus Personen- und Literaturverzeichnis, Bildnachweis, Danksagung und einer kurzen Info über die Autorin. Im ersten Teil lernen wir die Hauptpersonen Edward und Wallis kennen die, getrennt voneinander, auf Wallis Scheidung warten. Er lebt in Österreich, sie an der Côte d'Azur, beide bei Freunden die sie, so gut es geht, von der Presse abzuschotten versuchen und die von Wallis und Edward ausgenutzt werden. Die einzige Möglichkeit der Beiden Kontakt miteinander zu halten ist, in Zeiten in denen es noch kein Internet und keine Handys gab, das abendliche Telefonat das sie führen können. Und dies müssen sie sehr oft schreiend tun – die Telefonverbindung war damals nicht die beste... Man bekommt hier schon erste Einblicke in Edwards verwöhnten und egozentrischen Charakter. Es zählt allein das was ihm wichtig ist, andere Menschen interessieren ihn nicht. Kurz wird die Hochzeitsplanung gestreift dann wird über die Hochzeit selbst und über die Flitterwochen berichtet. Nach dem Honeymoon plant Edward eine Reise nach Nazi Deutschland wofür er heftig kritisiert wurde. Sein Plan ist es, das Wallis dort endlich wie eine Königliche Hoheit behandelt wird (ein Wunsch der sich durch die ganze Geschichte der beiden zieht). Hier macht die Autorin nun einen eleganten Bogenschlag von der Reichspolitik und dem Rassismus in Deutschland hin zu dem alltäglichen Rassismus in Wallis amerikanischer Heimat Baltimore und leitet so zum zweiten Teil des Buchs über. In diesem geht es um die Kindheit und Jugend der späteren Herzogin von Windsor, ihre erste Ehe und die Reise nach China bis hin zur Scheidung und ihrer zweiten Ehe mit Ernest Simpson (den sie übrigens seiner ersten Frau ausspannt). Das Amerika der 1910er und 20er Jahre und der Aufstieg von Wallis in die gehobenere Gesellschaft in Washington aber auch die Erwartungen und Zwänge denen eine junge Frau damals unterworfen war werden sehr gut beschrieben so dass man zumindest verstehen kann warum Wallis so handelt wie sie es tut, was sie mir aber nicht sympathischer werden ließ. Im dritten Teil des Buches begegnen wir zunächst einer zufriedenen Wallis. Sie ist, nach der Hochzeit mit ihrem zweiten Ehemann auf dem Weg in die Flitterwochen und hat nun was sie immer erstrebte: Finanzielle Sicherheit. Doch irgendwann ist ihr auch das nicht mehr genug. Sie strebt nach Anerkennung durch die höchsten Kreise, lässt sich 1931 bei Hofe vorstellen und sucht mit Hilfe von „guten Freundinnen“ den Kontakt zum Prinzen von Wales den sie ihrer Freundin schließlich ausspannt und der für sie schließlich auf den Thron verzichtet. Die Autorin beschreibt ausdrucksstark in ihrem Buch das diese „größte Liebesgeschichte aller Zeiten“ von den beiden Hauptbeteiligten um jeden Preis aufrecht erhalten wird auch wenn das bedeutet dass sie sich im Restaurant gegenseitig das Alphabet aufsagen damit es so aussieht als würden sie sich unterhalten obwohl sie sich schon längst nichts mehr zu sagen haben... Das letzte, kürzeste, Kapitel beschreibt dann noch kurz die letzten Jahre des Paares. Zuerst stirbt Edward 1972 und 1986 folgt Wallis ihm. Die „größte Liebesgeschichte“ ist zu Ende. Es ist alles gesagt … Das Buch ist exzellent recherchiert, der Schreibstiel ist flüssig. Es ist an keiner Stelle langweilig oder belehrend, Informationen werden interessant und unterhaltsam vermittelt. Mir ermöglichte Autorin einen neuen Blick auf Wallis und Edward, abseits der gängigen Bilder die ich von den Beiden im Kopf hatte. Mit der im Buch beschriebenen angeblichen sexuellen Ausrichtung von den Beiden konnte ich nicht richtig warm werden aber die Argumentationskette war schlüssig und nachvollziehbar. Über die Zeit auf den Bahamas war mir bis dato nichts oder nur wenig bekannt, ich fand es interessant darüber zu lesen und nochmal eine andere Seite von Wallis kennenzulernen. Edwards emotionale Abhängigkeit wird gut beschrieben genauso wie ihr Wahn immer das Bild der großen Liebe hochzuhalten. Das Edward sogar bei einem Besuch seiner Nichte Elisabeth II nur wichtig ist ob seine Frau nun endlich den Titel „Königliche Hoheit“ tragen darf sagt für mich viel über die Beziehung der Beiden aus... Michaela Lindinger liefert eine gute Charakteranalyse von Wallis mit Erklärungen warum sie so wurde wie sie war ebenso wie über ihr immerwährendes Streben nach finanzieller Sicherheit. Das Zeitkolorit wurde toll eingefangen und ich konnte mir diese ferne, fremde Zeit beim Lesen gut vorstellen. Das Buch hat eine hochwertige Aufmachung mit vielen Fotos, was ich sehr gut finde. Ich schaue mir diese beim Lesen immer gerne an und empfinge sich als Bereicherung des Textes. Das einzige was ich mir noch gewünscht hätte wäre eine Zeittafel zum schnellen Nachschlagen gewesen. Ansonsten gibt es von mir eine klare Leseempfehlung, nicht nur für Fans der englischen Königsfamilie.

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