Teufelsnacht
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Description
Ein altes Herrenhaus im Moor, ein grausamer Mord, ein einsames Mädchen
Suffolk, 1913: Hinter dem düsteren und einsam im Moor gelegenen Wake’s End findet man den Hausherren Edmund Stearne neben einer grauenvoll zugerichteten Leiche. Er spricht nur diese einzigen Worte: »Ich war es, aber ich habe nichts falsch gemacht.« Seine Tochter Maud ist ein einsames Mädchen, das ohne Mutter aufwächst und unter dem herrischen und lieblosen Vater leidet. Zu dem fürchterlichen Verbrechen schweigt sie beharrlich. Dabei hat sie heimlich die Tagebücher ihres Vaters gelesen und weiß mehr, als sie zugibt. Doch auch Maud ist nicht frei von Schuld. Es wird Zeit, dass die ganze Wahrheit ans Licht kommt …
Presse:
»Paver ist die Meisterin der Spannung.« THE TIMES
»Eine wunderbar stimmungsvolle und sehr unterhaltsame Schauergeschichte.« ANTHONY HOROWITZ
»Das Gefühl der Angst wächst beim Lesen mit jedem Umblättern.« SCOTLAND ON SUNDAY»
Eine Geschichte von Schrecken und Schönheit.« SUNDAY TELEGRAPH
»Michelle Pavers Erzählweise ist unwiderstehlich.« THE TIMES
»Eine Geistergeschichte, die es mit den großen Klassikern aufnehmen kann.« EVENING STANDARD»
Dieses Buch verfolgt mich noch immer. Absolut fesselnd.« BBC RADIO 2 BOOK CLUB
»Ein großartiger Schauerroman.« DAILY MAIL
»Eine brillant gemachte atmosphärische Lektüre.« GOOD HOUSEKEEPING
»Ein gruseliges Meisterwerk.« WOMAN AND HOME
»Diese düstere Erzählung wird Sie in ihren Bann ziehen.« SUN»
›Teufelsnacht‹ ist vieles – ein schauriger Horrorroman, ein Märchen vom Erwachsenwerden, eine Geschichte von Wahnsinn und Einsamkeit.« SCOTLAND ON SUNDAY
»Originell und fesselnd.« OBSERVER
»Paver ist eine der zeitgenössischen Größen Großbritanniens. Dieser Roman zeigt, warum.« BIG ISSUE
Book Information
Author Description
Michelle Paver wurde als Tochter eines Südafrikaners und einer Belgierin im heutigen Malawi geboren. Später zog die Familie nach England, wo Michelle Paver in Oxford zuerst Biochemie studierte, sich dann aber für eine Karriere als Patentanwältin entschied. Sie arbeitete mehrere Jahre in einer Londoner Anwaltskanzlei, bevor sie sich ein Sabbat-Jahr nahm, um die Welt zu bereisen und ihr erstes Buch zu schreiben. Seitdem lebt und arbeitet sie als freie Schriftstellerin in London. Ihre historischen Gruselromane "Dark Matter" und "Thin Air" waren in England Bestseller. Ihre preisgekrönte Jugendbuch-Reihe "Die Chronik der dunklen Wälder" hat sich weltweit über drei Millionen Mal verkauft.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Langsam aber spannend!
Ich habe diese Buch in meinem 2023 Adventskalender bekommen und wusste überhaupt nicht um was es gehen würde. Ich wurde durchaus positiv überrascht. Es ist sehr düster und die Geschichte baut sich eher langsam auf, aber dennoch war es so spannend das ich es in lediglich 3 Tagen zu Ende gelesen habe. Der Schreibstil ist wunderbar und flüssig und die Charaktere sind allesamt spannend und haben eine Tiefe die einen zum mitfühlen bewegen. Auf jede erdenkliche Art. Ein tolles Buch. Und ich liebe das Cover. Chatterpie ♡

Nette Gothic Novelle !
Habe das Buch durch Zufall entdeckt und wurde zum Glück nicht enttäuscht. Die düstere Atmosphäre des Moors, Aberglaube, Elstern und das Schicksal der jungen Maud konnten mich in den Bann ziehen. Zu dem Buch wurde von der Autorin eine super Recherche betrieben und man fühlt sich gut in das 19. Jahrhundert zurück versetzt. Immer wieder erschreckend,wie es damals gewesen sein muss, als Frau zu leben.

Nicht Jedermanns Sache
Für mich war das Buch leider nichts. Die Geschichte hätte spannend sein können, wäre sie nicht so gestreckt geworden. Einen Thriller oder gar richtige Spannung darf man nicht erwarten. Es plätschert vor sich hin, lebt von der Atmosphäre. Anstrengend waren die Tagebucheinträge des Vaters, das hat viel an Tempo rausgenommen.
Maud ist ein emanzipiertes Mädchen, dass keine Lust hat sich all den Regeln und Gepflogenheiten zu beugen. Bereits in jungen Jahren widersetzt sie sich und schleicht sich im Moor herum. Ihre Mutter liebt sie, doch im Grunde ist sie eine Fremde für sie, da sie die meiste Zeit unpässlich ist. Nach deren Tod bemerkt ihr Vater, der sich selbst am nächsten steht, dass er dies zu seinem Vorteil nutzen kann. Doch auch Maud zieht ihre Vorteile daraus, denn so nah war sie ihrer Freiheit noch nie. Doch nicht jedes Buch, das sie liest, ist gut für sie, wie beispielsweise die Tagebücher ihres Vaters. Mehr als einmal war ich schockiert über das Bild der Frau zu dieser Zeit. Die gottesfürchtigen Heuchler, die jede Woche zur Kirchen springen, als könne dies sie von ihren Sünden rein waschen. Allen voran Mauds Vater mit seinem Gottkomplex. Die Geschichte hat ein recht langsames Erzähltempo, aber genau richtig um die passende Atmosphäre aufzubauen, besonders durch kleine Details wie den Moorgeruch, ein Schatten hier und etwas bedrückende Stimmung dort. Michelle Paver schaffte es, dass ich den großartigen Edmund Stearne bereits recht schnell nicht leiden konnte, um es mal nett auszudrücken. Umso mehr mochte ich Maud, fühlte mit ihr, verzieh ihr jeden Fehler, die neben denen ihres Vater sowieso sehr geringfügig wirkten. Es war keine ultimative Spannung, lediglich ein leichter Schauer, der einem in einem unbedachten Moment, den Rücken hinunter kroch, aber einfach so gut geschrieben, dass ich das Buch nicht weg legen wollte. Ich denke, dass es auch ein bisschen am Klappentext liegt, der ein bisschen mehr verspricht, als es wirklich ist, was aber nicht schlimm ist, denn dennoch überzeugte mich das Buch - eben anders als erwartet. Es gab überraschende Wendungen, emotionale Szenen und hielt mich beim Lesen gebannt. Der Schreibstil war sehr angenehm und durch die knackigen Kapitel fliegt man gerade zu über die Seiten. Fazit: Ich mochte es sehr gern und kann es jedem ans Herz legen, der sich gerne von einer irgendwie tragischen, aber auch schaurigen Geschichte berieseln lassen möchte.
Dies ist ein wunderbarer Schauerroman und gleichzeitig die Geschichte eines jungen Mädchens namens Maud, das sich im frühen 20. Jahrhundert gegen seinen despotischen Vater, einen angesehenen Gelehrten und Historiker, auflehnt. Als Leser:in weißt du von Anfang an, dass das für eine Person nicht gut ausgehen wird, aber das schmälert die Wirkung nicht. Die Geschichte lebt meines Erachtens vor allem von ihrer düsteren, gruseligen Atmosphäre, aber auch Maud ist als Charakter sehr interessant. Sie ist hochintelligent und anfangs auch hoch motiviert, ihrem gelehrten Vater bei seinen Forschungen zu helfen – der ist jedoch überzeugt, ihr 'schwacher weiblicher Verstand' könne gewisse Dinge gar nicht verstehen. Obwohl er sich mehr als einmal eingesteht, dass sie weitaus verständiger ist als ihr Bruder, folgt darauf immer der bedauernde Gedanke, dass sie ja leider, leider kein Sohn ist … Die feine psychologische Studie der Hauptcharaktere bildet die Grundlage für eine Geschichte, die in all ihren Aspekten subtil auserzählt wird. Es geht um Besessenheit, Wahnsinn, die prägende Macht der Vergangenheit, und du kannst dir nie sicher sein, ob dahinter eine übernatürliche Präsenz steht oder nicht. Der reich detaillierte Schreibstil trieft nur so vor Symbolik und dunkel-stimmungsvollen Bildern, was mir sehr gut gefiel. Paver erzählt in bedächtigem Tempo, obwohl die Geschichte sich über viele Jahrzehnte erstreckt, doch das funktioniert hier gut, weil es der Atmosphäre Zeit gibt, ihre Wirkung zu entfalten. Beklommene Vorahnungen, unerwartete Enthüllungen – der Roman ist voller Wendungen, und die Spannung wird durchweg meisterhaft gehandhabt. Fazit: Diese wunderbar atmosphärische Schauergeschichte wurde von Zeitschriften, Literaturkritikern und Bloggern durchweg positiv aufgenommen, und meines Erachtens zurecht. Der Schreibstil ist großartig, die Geschichte fesselnd, und die Charaktere sind stimmig und tiefgründig.
Das Buch habe ich vor 2 Jahren gekauft und ich musste dieses endlich von meinem SuB befreien. In Suffolk findet man eine grauenvollen zugerichtete Leiche und der Vater von Maud soll diese Tat begangen haben. Maud leidet jahrelang unter ihrem Vater und erklärt sich bereit nach jahrelangem Schweigen ihre Geschichte zu erzählen, was damals geschehen ist. Die Geschichte hat einen besonderen, aber guten Schreibstil und anhand von Tagebucheinträgen ihres Vaters erfährt man nach und nach was damals passiert ist. Immer wieder haben wir auch eine erzählende Perspektive aus der Sicht von Maud wie sie mit diesen Einträgen umgeht und wie sie sich damals gefühlt hat und was sie dabei gedacht hat. Erst entwickelt sich der Wahn des Vaters recht langsam, jedoch wird dieser immer intensiver und offensichtlicher. Auch die Beschreibungen der Frauenrolle im 20. Jahrhunderts haben mich innerlich aufgeregt und welches Bild der Vater von Frauen hat, wenn man bedenkt, dass er eine intelligente Tochter hat. Die Autorin erschafft eine düstere und unheilvolle Atmosphäre und auch das Setting hat die Autorin grandios gezeichnet mit dem abgelegenen Herrenhaus was vom Moor umgeben ist. Man fiebert bis zum Ende hin und es kommt eine schreckliche sowie grausige Wahrheit ans Licht. Der Autorin hat eine tolle Wandlung des Vaters gezeichnet sowie auch die Tochter ist sehr gut gezeichnet, jedoch verblassen die anderen Charakter zunehmend. Leider kann der Spannungsbogen nicht bis zum Ende gehalten werden und ich habe auch ein wenig mehr Thrill erwartet, da dies der Klappentext suggeriert, jedoch werfen wir einen Blick aufs Cover und ja es steht ja auch Roman drauf, somit passt es eigentlich ganz gut wieder. Insgesamt eine düstere Geschichte, die mit ihrer Atmosphäre punkten kann und die ich gerne gelesen habe, da es mal was anderes gewesen ist. Ich kann euch dieses Buch weiterempfehlen .

Manchmal habe ich auch Glück mit meinen Spontankäufen. Laut Inhaltsbeschreibung geht es um ein geheimnisvolles Sumpfland, geheimnisvolle Kräfte und alte Legenden. Gleich vorweg, diese Elemente gibt es. Doch waren diese für mich nicht der Grund, warum mich das Buch so aufwühlte. Triggerwarnung: In dem Buch geht es um (emotionale) Gewalt, radikale Religiosität, Fehlgeburten und psychische Erkrankungen. Wo und wie fange ich an? Mich erinnerten die Atmosphäre und das Spielen mit der Grenze zwischen Einbildung und Übernatürlichem sehr an das Buch „Last Tale of the Flower Bride“. Die Geschichte beschreibt das Leben der inzwischen alten Frau Maude, die rückblickend einer Journalistin von ihrem Leben berichtet. Denn Maudes Familie ist berühmt: Ihr Vater, Edward Stearne, beging nicht nur einen Mord, sondern hinterließ auch geheimnisvolle Bilder. Maude wächst in einer stark religiösen Familie auf. Ihre Mutter entstammt einer belgischen Kaufmannsfamilie und heiratet Edward Stearne. Seit Maude sich erinnern kann, geht es ihrer Mutter zeitweise sehr schlecht, sodass die Mutter mehrere Wochen in einem Zimmer bleibt. Währenddessen wird oft ein Topf herausgebracht, dessen Inhalt weggeschmissen wird. Erst später lernt Maude, dass ihre Mutter viele, viele Schwangerschaften über sich ergehen lassen musste. Maude glaubt lange, dass die Babys von Gott kommen. Doch auch diese Illusion wird Maude im Laufe des Lebens genommen. Genauso wie ihre Mutter. Ihr Vater hat stets auf die ehelichen Pflichten seiner Frau bestanden. Es ist schließlich Gottes Gebot. Maude lebt in einem Haushalt, in dem radikaler Glaube, ländlicher Aberglaube und nicht vorhandene Frauenrechte aufeinandertreffen. Und darunter leidet Maude, die selbst wissbegierig ist, die Welt entdecken möchte und doch nicht darf. Ihr Vater bedauert regelmäßig, dass seine beiden Söhne nur ein Bruchteil von Maudes Intelligenz erhalten haben. Maudes Vater ist Historiker und beschäftigt sich mit dem Leben der Frau Alice Pyett. Alice Pyett wird mit 14 verheiratet, hat insgesamt 17 Kinder auf die Welt gebracht und versucht aus Verzweiflung sich das Leben zu nehmen. Dies misslingt ihr, stattdessen beginnt sie zu weinen. Immer. Von den einen als Ketzerin misstrauisch beäugt, von den anderen als Gottes Gefäß (Laut Pastor eignen sich dafür Frauen gut, weil sie quasi keinen geistigen Inhalt haben) betrachtet. Edward Stearne taucht immer weiter in die Geschichte ein, beginnt sich mit der Figur zu identifizieren und nimmt seine Umwelt zunehmend als Bedrohung wahr. Und hier beginnt das „Mystische“ in dem Buch. Treiben wirklich unsichtbare Dämonen ihr Unwesen oder handelt es sich um verzerrte Wahrnehmungen des Vaters? Am Ende geschieht ein Mord. Ich fand das Buch sehr gut, aber auch sehr belastend und aufwühlend. Diese kontinuierliche Abwertung der Frau, das Nicht-Wahrnehmen ihrer Intelligenz, das dem männlichen Umfeld Ausgeliefertsein – ich hätte schreien können. Gleichzeitig fragte ich mich die ganze Zeit, wie verbohrt der radikale Vater sein muss, dass er nicht die frappanten Ähnlichkeiten seiner Religiosität mit dem heidnischen Aberglauben der Dorfbewohner erkannte. Er fand stets eine Rechtfertigung, die sein Verhalten legitimierte. Und sein Umfeld unterstützte ihn und verstärkte damit den Teufelskreislauf, in dem sich Maudes Vater befand. Und ich könnte noch seitenlang auf die Tatsache eingehen, dass Mädchen verheiratet wurden und nicht über ihren eigenen Körper verfügen durften. Kein Gesetz, keine Religion schützte sie. Im Gegenteil, Staat, Kirche und Gesellschaft schafften die Rahmenbedingungen für dieses Leben. Es gab im letzten Viertel des Buches ein paar Längen: Ein wichtiger Bestandteil des Buches sind die Tagebucheinträge des Vaters, die sein Gefühlseben offenbaren. Hier habe ich nachher ein bisschen quergelesen. Der Beginn hatte in meinen Augen mehr Tempo, das zum Ende hin nachließ. Das Buch war für mich und „meine Lesart“ kein (Mystery) Thriller, wie er im Internet angepriesen wird, sondern ein grausamer Roman über die Rolle der Frau, eingebettet in ein geheimnisvolles und bedrohliches Setting. Ein gelungenes Buch. Der Deutsche Titel lautet „Teufelsnacht“.
Was für ein interessantes Buch. Optisch war mein erster Eindruck: eindeutig ein Thriller. Weit gefehlt. Dieses Buch ist ein düsterer Roman welcher in der Edwardianischen Zeit spielt, also kurz nach der (in Büchern so beliebten) viktorianischen Zeit. In dieser Zeit vermischten sich noch stark Aberglaube und Christentum. Die Story beginnt mit einem Mord. Doch das Buch selbst erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens welches in einem großen Herrenhaus direkt am Moor aufwächst. Beim Lesen kann man nicht anderst als die unheilvolle und düstere Stimmung zu spüren. Teufel, Hexen, Irrlichter, Tinkturen die bei Mondschein angerührt werden müssen. Großartig erzählt, spannend, bildreich ohne überflüssige Ausschmückungen. Mich konnte das Buch von Anfang bis Ende in seinen Bann schlagen.
In den letzten Jahren schaffen es immer mehr Gothic Geschichten nach Deutschland, wobei Gothic nicht immer Horror beinhalten muss. Teufelsnacht von Michelle Paver ist eines dieser Bücher und die Geschichte hat mich sofort angesprochen: Suffolk, 1913: Hinter dem düsteren und einsam im Moor gelegenen Wake’s End findet man den Hausherren Edmund Stearne neben einer grauenvoll zugerichteten Leiche. Er spricht nur diese einzigen Worte: »Ich war es, aber ich habe nichts falsch gemacht.« Seine Tochter Maud ist ein einsames Mädchen, das ohne Mutter aufwächst und unter dem herrischen und lieblosen Vater leidet. Zu dem fürchterlichen Verbrechen schweigt sie beharrlich. Dabei hat sie heimlich die Tagebücher ihres Vaters gelesen und weiß mehr, als sie zugibt. Doch auch Maud ist nicht frei von Schuld. Es wird Zeit, dass die ganze Wahrheit ans Licht kommt … Michelle Paver schafft es ein ganz tolles Setting aufzubauen und trifft bei mir direkt ins Schwarze. Ich mochte das abgelegene Herrenhaus mitten im Moor sehr gerne. Besonders die düstere Atmosphäre, die das ganze umgibt und die sich durch die komplette Geschichte zieht, konnte mich sehr begeistern. Die Geschichte ist etwas anders als ich anfangs angenommen hatte, denn wir bekommen hier eine Mischung aus Coming of Age Geschichte und Mystery Plot, der erst am Ende seine schreckliche Wahrheit preisgibt. Im Mittelpunkt des ganzen steht die Protagonistin Maud, die es als Mädchen und später als Frau nicht leicht hat zu der damaligen Zeit. Wir erfahren sehr viel über Maud aus ihrer Kindheit und wie sie immer wieder versucht ihrem Vater gerecht zu werden und immer wieder daran scheitert. Man sieht wie Maud zu einer jungen Frau heranwächst, die versucht ihren Platz im Leben zu finden und dazwischen lernen wir durch Tagebucheinträge wie ihr Vater immer weiter dem Wahnsinn anheimfällt. Maud und ihr Vater sind richtig toll ausgearbeitet und lassen tief in ihr Seelenleben blicken, der Rest der Charaktere verblasst neben den beiden leider ein wenig. Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen, da es der Autorin gelingt eine düstere und unheilvolle Stimmung zu erzeugen. Die Einsamkeit und Trostlosigkeit des Settings wurde richtig toll transportiert und ich konnte mir das alte Efeu bewachsene langsam verfallende Herrenhaus richtig gut vorstellen. Immer wieder kommt es zu unheimlichen Vorfällen und man fragt sich, was dort hinter den dunklen Mauern des Hauses vor sich geht. Spannung ist in diesem Buch eher spärlich gesät und doch schafft es die Autorin, dass die Geschichte einen ganz eigenen Sog entwickelt und man wissen möchte wie es zu dem schrecklichen Mord kommen konnte. Mit Teufelsnacht ist Michelle Paver eine tolle historische Gothic Geschichte gelungen, die vor allem durch das Setting und die düstere Atmosphäre punktet, aber auch durch die interessante Geschichte der Protagonistin Maud. Ich werde Michelle Paver auf jeden Fall im Auge behalten und bin gespannt, was wir noch von ihr erwarten können. 4 von 5 Sternen 🌟

Ein Fall in der Vergangenheit der Fragen aufwirft. Nach sechs Jahrzehnten erzählt die Tochter endlich ihre Geschichte.
Teufelsnacht begleitet die nun siebzigjährige Maud zurück in ihre Kindheit. Mit 16 sah sie mit an wie ihr Vater einen Mord begang und danach unerklärlicherweise im Brunnen landete. Viele Fragen blieben damals offen und wurden dank eines Artikels eines Reporters Jahrzehnte später erneut aufgegriffen. Maud hat schließlich keine Wahl, als sich den Fragen zu stellen und zurück in jene Zeit zu kehren... Teufelsnacht ist ein ruhiger Roman, der sich Zeit nimmt die zunehmend komplizierte Vater-Tochter-Beziehung zu erzählen, so wie den beginnenden Wahnsinn der schlussendlich zu all den Schrecken führte. Ein schönes Buch im November, ohne Hast und ohne Action dafür mit dem Abgründen des menschlichen Verstandes.
Wakenhyrst is a dark and very atmospheric gothic novel and while I enjoy a slow burner this was a little too slow for me as things started to pick up only after the first hundred pages. I really liked though how the majority of the story was told through one of the protagonist's journal and the beautiful and haunting setting in the fens. 3,5
I received this e-book over NetGalley in exchange for an honet review. Overall, this book just really wasn't for me. I'm not the biggest fan of historical reads and also I realised more and more that these folklore stories aren't anything I enjoy either. I should have expected this, but I still like to try and branch out sometimes. Wakenhyrst is an interesting story, that definitely feels carefully researched and is well written. I just couldn't connect to the characters and felt overall mostly bored by the story itself. I still don't think that's an issue with the novel but more with how it doesn't work with my personal taste. If you enjoy slowly build up historical fiction laced with religious folklore, this book will definitely be for you.
Das war meine erste Gothic-Novelle und ich bin begeistert. Ich fand es sehr gut, dass die Geschichte hauptsächlich durch das Notizbuch erzählt wurde und liebe es noch mehr, dass Maud sich gegen ihren Vater gestellt und aktiv zu seinem Untergang beigetragen hat. Gerade zu der Zeit war es für Frauen schwierig genug, ernst genommen zu werden, und ich würde behaupten, der liebe Papa hat seine Tochter ganz schön unterschätzt. Ich liebe auch, wie fortschrittlich Maud für die Zeit gedacht und reflektiert hat. Ich glaube, viele hätten den Vater nicht für psychisch unzurechnungsfähig gehalten, sondern ihn aufgrund seiner Stellung in der Gesellschaft als innovativ betrachtet. Der Plot auf den letzten drei Seiten kam unerwartet und hat das Buch für mich sehr aufgewertet.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Ein altes Herrenhaus im Moor, ein grausamer Mord, ein einsames Mädchen
Suffolk, 1913: Hinter dem düsteren und einsam im Moor gelegenen Wake’s End findet man den Hausherren Edmund Stearne neben einer grauenvoll zugerichteten Leiche. Er spricht nur diese einzigen Worte: »Ich war es, aber ich habe nichts falsch gemacht.« Seine Tochter Maud ist ein einsames Mädchen, das ohne Mutter aufwächst und unter dem herrischen und lieblosen Vater leidet. Zu dem fürchterlichen Verbrechen schweigt sie beharrlich. Dabei hat sie heimlich die Tagebücher ihres Vaters gelesen und weiß mehr, als sie zugibt. Doch auch Maud ist nicht frei von Schuld. Es wird Zeit, dass die ganze Wahrheit ans Licht kommt …
Presse:
»Paver ist die Meisterin der Spannung.« THE TIMES
»Eine wunderbar stimmungsvolle und sehr unterhaltsame Schauergeschichte.« ANTHONY HOROWITZ
»Das Gefühl der Angst wächst beim Lesen mit jedem Umblättern.« SCOTLAND ON SUNDAY»
Eine Geschichte von Schrecken und Schönheit.« SUNDAY TELEGRAPH
»Michelle Pavers Erzählweise ist unwiderstehlich.« THE TIMES
»Eine Geistergeschichte, die es mit den großen Klassikern aufnehmen kann.« EVENING STANDARD»
Dieses Buch verfolgt mich noch immer. Absolut fesselnd.« BBC RADIO 2 BOOK CLUB
»Ein großartiger Schauerroman.« DAILY MAIL
»Eine brillant gemachte atmosphärische Lektüre.« GOOD HOUSEKEEPING
»Ein gruseliges Meisterwerk.« WOMAN AND HOME
»Diese düstere Erzählung wird Sie in ihren Bann ziehen.« SUN»
›Teufelsnacht‹ ist vieles – ein schauriger Horrorroman, ein Märchen vom Erwachsenwerden, eine Geschichte von Wahnsinn und Einsamkeit.« SCOTLAND ON SUNDAY
»Originell und fesselnd.« OBSERVER
»Paver ist eine der zeitgenössischen Größen Großbritanniens. Dieser Roman zeigt, warum.« BIG ISSUE
Book Information
Author Description
Michelle Paver wurde als Tochter eines Südafrikaners und einer Belgierin im heutigen Malawi geboren. Später zog die Familie nach England, wo Michelle Paver in Oxford zuerst Biochemie studierte, sich dann aber für eine Karriere als Patentanwältin entschied. Sie arbeitete mehrere Jahre in einer Londoner Anwaltskanzlei, bevor sie sich ein Sabbat-Jahr nahm, um die Welt zu bereisen und ihr erstes Buch zu schreiben. Seitdem lebt und arbeitet sie als freie Schriftstellerin in London. Ihre historischen Gruselromane "Dark Matter" und "Thin Air" waren in England Bestseller. Ihre preisgekrönte Jugendbuch-Reihe "Die Chronik der dunklen Wälder" hat sich weltweit über drei Millionen Mal verkauft.
Posts
Langsam aber spannend!
Ich habe diese Buch in meinem 2023 Adventskalender bekommen und wusste überhaupt nicht um was es gehen würde. Ich wurde durchaus positiv überrascht. Es ist sehr düster und die Geschichte baut sich eher langsam auf, aber dennoch war es so spannend das ich es in lediglich 3 Tagen zu Ende gelesen habe. Der Schreibstil ist wunderbar und flüssig und die Charaktere sind allesamt spannend und haben eine Tiefe die einen zum mitfühlen bewegen. Auf jede erdenkliche Art. Ein tolles Buch. Und ich liebe das Cover. Chatterpie ♡

Nette Gothic Novelle !
Habe das Buch durch Zufall entdeckt und wurde zum Glück nicht enttäuscht. Die düstere Atmosphäre des Moors, Aberglaube, Elstern und das Schicksal der jungen Maud konnten mich in den Bann ziehen. Zu dem Buch wurde von der Autorin eine super Recherche betrieben und man fühlt sich gut in das 19. Jahrhundert zurück versetzt. Immer wieder erschreckend,wie es damals gewesen sein muss, als Frau zu leben.

Nicht Jedermanns Sache
Für mich war das Buch leider nichts. Die Geschichte hätte spannend sein können, wäre sie nicht so gestreckt geworden. Einen Thriller oder gar richtige Spannung darf man nicht erwarten. Es plätschert vor sich hin, lebt von der Atmosphäre. Anstrengend waren die Tagebucheinträge des Vaters, das hat viel an Tempo rausgenommen.
Maud ist ein emanzipiertes Mädchen, dass keine Lust hat sich all den Regeln und Gepflogenheiten zu beugen. Bereits in jungen Jahren widersetzt sie sich und schleicht sich im Moor herum. Ihre Mutter liebt sie, doch im Grunde ist sie eine Fremde für sie, da sie die meiste Zeit unpässlich ist. Nach deren Tod bemerkt ihr Vater, der sich selbst am nächsten steht, dass er dies zu seinem Vorteil nutzen kann. Doch auch Maud zieht ihre Vorteile daraus, denn so nah war sie ihrer Freiheit noch nie. Doch nicht jedes Buch, das sie liest, ist gut für sie, wie beispielsweise die Tagebücher ihres Vaters. Mehr als einmal war ich schockiert über das Bild der Frau zu dieser Zeit. Die gottesfürchtigen Heuchler, die jede Woche zur Kirchen springen, als könne dies sie von ihren Sünden rein waschen. Allen voran Mauds Vater mit seinem Gottkomplex. Die Geschichte hat ein recht langsames Erzähltempo, aber genau richtig um die passende Atmosphäre aufzubauen, besonders durch kleine Details wie den Moorgeruch, ein Schatten hier und etwas bedrückende Stimmung dort. Michelle Paver schaffte es, dass ich den großartigen Edmund Stearne bereits recht schnell nicht leiden konnte, um es mal nett auszudrücken. Umso mehr mochte ich Maud, fühlte mit ihr, verzieh ihr jeden Fehler, die neben denen ihres Vater sowieso sehr geringfügig wirkten. Es war keine ultimative Spannung, lediglich ein leichter Schauer, der einem in einem unbedachten Moment, den Rücken hinunter kroch, aber einfach so gut geschrieben, dass ich das Buch nicht weg legen wollte. Ich denke, dass es auch ein bisschen am Klappentext liegt, der ein bisschen mehr verspricht, als es wirklich ist, was aber nicht schlimm ist, denn dennoch überzeugte mich das Buch - eben anders als erwartet. Es gab überraschende Wendungen, emotionale Szenen und hielt mich beim Lesen gebannt. Der Schreibstil war sehr angenehm und durch die knackigen Kapitel fliegt man gerade zu über die Seiten. Fazit: Ich mochte es sehr gern und kann es jedem ans Herz legen, der sich gerne von einer irgendwie tragischen, aber auch schaurigen Geschichte berieseln lassen möchte.
Dies ist ein wunderbarer Schauerroman und gleichzeitig die Geschichte eines jungen Mädchens namens Maud, das sich im frühen 20. Jahrhundert gegen seinen despotischen Vater, einen angesehenen Gelehrten und Historiker, auflehnt. Als Leser:in weißt du von Anfang an, dass das für eine Person nicht gut ausgehen wird, aber das schmälert die Wirkung nicht. Die Geschichte lebt meines Erachtens vor allem von ihrer düsteren, gruseligen Atmosphäre, aber auch Maud ist als Charakter sehr interessant. Sie ist hochintelligent und anfangs auch hoch motiviert, ihrem gelehrten Vater bei seinen Forschungen zu helfen – der ist jedoch überzeugt, ihr 'schwacher weiblicher Verstand' könne gewisse Dinge gar nicht verstehen. Obwohl er sich mehr als einmal eingesteht, dass sie weitaus verständiger ist als ihr Bruder, folgt darauf immer der bedauernde Gedanke, dass sie ja leider, leider kein Sohn ist … Die feine psychologische Studie der Hauptcharaktere bildet die Grundlage für eine Geschichte, die in all ihren Aspekten subtil auserzählt wird. Es geht um Besessenheit, Wahnsinn, die prägende Macht der Vergangenheit, und du kannst dir nie sicher sein, ob dahinter eine übernatürliche Präsenz steht oder nicht. Der reich detaillierte Schreibstil trieft nur so vor Symbolik und dunkel-stimmungsvollen Bildern, was mir sehr gut gefiel. Paver erzählt in bedächtigem Tempo, obwohl die Geschichte sich über viele Jahrzehnte erstreckt, doch das funktioniert hier gut, weil es der Atmosphäre Zeit gibt, ihre Wirkung zu entfalten. Beklommene Vorahnungen, unerwartete Enthüllungen – der Roman ist voller Wendungen, und die Spannung wird durchweg meisterhaft gehandhabt. Fazit: Diese wunderbar atmosphärische Schauergeschichte wurde von Zeitschriften, Literaturkritikern und Bloggern durchweg positiv aufgenommen, und meines Erachtens zurecht. Der Schreibstil ist großartig, die Geschichte fesselnd, und die Charaktere sind stimmig und tiefgründig.
Das Buch habe ich vor 2 Jahren gekauft und ich musste dieses endlich von meinem SuB befreien. In Suffolk findet man eine grauenvollen zugerichtete Leiche und der Vater von Maud soll diese Tat begangen haben. Maud leidet jahrelang unter ihrem Vater und erklärt sich bereit nach jahrelangem Schweigen ihre Geschichte zu erzählen, was damals geschehen ist. Die Geschichte hat einen besonderen, aber guten Schreibstil und anhand von Tagebucheinträgen ihres Vaters erfährt man nach und nach was damals passiert ist. Immer wieder haben wir auch eine erzählende Perspektive aus der Sicht von Maud wie sie mit diesen Einträgen umgeht und wie sie sich damals gefühlt hat und was sie dabei gedacht hat. Erst entwickelt sich der Wahn des Vaters recht langsam, jedoch wird dieser immer intensiver und offensichtlicher. Auch die Beschreibungen der Frauenrolle im 20. Jahrhunderts haben mich innerlich aufgeregt und welches Bild der Vater von Frauen hat, wenn man bedenkt, dass er eine intelligente Tochter hat. Die Autorin erschafft eine düstere und unheilvolle Atmosphäre und auch das Setting hat die Autorin grandios gezeichnet mit dem abgelegenen Herrenhaus was vom Moor umgeben ist. Man fiebert bis zum Ende hin und es kommt eine schreckliche sowie grausige Wahrheit ans Licht. Der Autorin hat eine tolle Wandlung des Vaters gezeichnet sowie auch die Tochter ist sehr gut gezeichnet, jedoch verblassen die anderen Charakter zunehmend. Leider kann der Spannungsbogen nicht bis zum Ende gehalten werden und ich habe auch ein wenig mehr Thrill erwartet, da dies der Klappentext suggeriert, jedoch werfen wir einen Blick aufs Cover und ja es steht ja auch Roman drauf, somit passt es eigentlich ganz gut wieder. Insgesamt eine düstere Geschichte, die mit ihrer Atmosphäre punkten kann und die ich gerne gelesen habe, da es mal was anderes gewesen ist. Ich kann euch dieses Buch weiterempfehlen .

Manchmal habe ich auch Glück mit meinen Spontankäufen. Laut Inhaltsbeschreibung geht es um ein geheimnisvolles Sumpfland, geheimnisvolle Kräfte und alte Legenden. Gleich vorweg, diese Elemente gibt es. Doch waren diese für mich nicht der Grund, warum mich das Buch so aufwühlte. Triggerwarnung: In dem Buch geht es um (emotionale) Gewalt, radikale Religiosität, Fehlgeburten und psychische Erkrankungen. Wo und wie fange ich an? Mich erinnerten die Atmosphäre und das Spielen mit der Grenze zwischen Einbildung und Übernatürlichem sehr an das Buch „Last Tale of the Flower Bride“. Die Geschichte beschreibt das Leben der inzwischen alten Frau Maude, die rückblickend einer Journalistin von ihrem Leben berichtet. Denn Maudes Familie ist berühmt: Ihr Vater, Edward Stearne, beging nicht nur einen Mord, sondern hinterließ auch geheimnisvolle Bilder. Maude wächst in einer stark religiösen Familie auf. Ihre Mutter entstammt einer belgischen Kaufmannsfamilie und heiratet Edward Stearne. Seit Maude sich erinnern kann, geht es ihrer Mutter zeitweise sehr schlecht, sodass die Mutter mehrere Wochen in einem Zimmer bleibt. Währenddessen wird oft ein Topf herausgebracht, dessen Inhalt weggeschmissen wird. Erst später lernt Maude, dass ihre Mutter viele, viele Schwangerschaften über sich ergehen lassen musste. Maude glaubt lange, dass die Babys von Gott kommen. Doch auch diese Illusion wird Maude im Laufe des Lebens genommen. Genauso wie ihre Mutter. Ihr Vater hat stets auf die ehelichen Pflichten seiner Frau bestanden. Es ist schließlich Gottes Gebot. Maude lebt in einem Haushalt, in dem radikaler Glaube, ländlicher Aberglaube und nicht vorhandene Frauenrechte aufeinandertreffen. Und darunter leidet Maude, die selbst wissbegierig ist, die Welt entdecken möchte und doch nicht darf. Ihr Vater bedauert regelmäßig, dass seine beiden Söhne nur ein Bruchteil von Maudes Intelligenz erhalten haben. Maudes Vater ist Historiker und beschäftigt sich mit dem Leben der Frau Alice Pyett. Alice Pyett wird mit 14 verheiratet, hat insgesamt 17 Kinder auf die Welt gebracht und versucht aus Verzweiflung sich das Leben zu nehmen. Dies misslingt ihr, stattdessen beginnt sie zu weinen. Immer. Von den einen als Ketzerin misstrauisch beäugt, von den anderen als Gottes Gefäß (Laut Pastor eignen sich dafür Frauen gut, weil sie quasi keinen geistigen Inhalt haben) betrachtet. Edward Stearne taucht immer weiter in die Geschichte ein, beginnt sich mit der Figur zu identifizieren und nimmt seine Umwelt zunehmend als Bedrohung wahr. Und hier beginnt das „Mystische“ in dem Buch. Treiben wirklich unsichtbare Dämonen ihr Unwesen oder handelt es sich um verzerrte Wahrnehmungen des Vaters? Am Ende geschieht ein Mord. Ich fand das Buch sehr gut, aber auch sehr belastend und aufwühlend. Diese kontinuierliche Abwertung der Frau, das Nicht-Wahrnehmen ihrer Intelligenz, das dem männlichen Umfeld Ausgeliefertsein – ich hätte schreien können. Gleichzeitig fragte ich mich die ganze Zeit, wie verbohrt der radikale Vater sein muss, dass er nicht die frappanten Ähnlichkeiten seiner Religiosität mit dem heidnischen Aberglauben der Dorfbewohner erkannte. Er fand stets eine Rechtfertigung, die sein Verhalten legitimierte. Und sein Umfeld unterstützte ihn und verstärkte damit den Teufelskreislauf, in dem sich Maudes Vater befand. Und ich könnte noch seitenlang auf die Tatsache eingehen, dass Mädchen verheiratet wurden und nicht über ihren eigenen Körper verfügen durften. Kein Gesetz, keine Religion schützte sie. Im Gegenteil, Staat, Kirche und Gesellschaft schafften die Rahmenbedingungen für dieses Leben. Es gab im letzten Viertel des Buches ein paar Längen: Ein wichtiger Bestandteil des Buches sind die Tagebucheinträge des Vaters, die sein Gefühlseben offenbaren. Hier habe ich nachher ein bisschen quergelesen. Der Beginn hatte in meinen Augen mehr Tempo, das zum Ende hin nachließ. Das Buch war für mich und „meine Lesart“ kein (Mystery) Thriller, wie er im Internet angepriesen wird, sondern ein grausamer Roman über die Rolle der Frau, eingebettet in ein geheimnisvolles und bedrohliches Setting. Ein gelungenes Buch. Der Deutsche Titel lautet „Teufelsnacht“.
Was für ein interessantes Buch. Optisch war mein erster Eindruck: eindeutig ein Thriller. Weit gefehlt. Dieses Buch ist ein düsterer Roman welcher in der Edwardianischen Zeit spielt, also kurz nach der (in Büchern so beliebten) viktorianischen Zeit. In dieser Zeit vermischten sich noch stark Aberglaube und Christentum. Die Story beginnt mit einem Mord. Doch das Buch selbst erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens welches in einem großen Herrenhaus direkt am Moor aufwächst. Beim Lesen kann man nicht anderst als die unheilvolle und düstere Stimmung zu spüren. Teufel, Hexen, Irrlichter, Tinkturen die bei Mondschein angerührt werden müssen. Großartig erzählt, spannend, bildreich ohne überflüssige Ausschmückungen. Mich konnte das Buch von Anfang bis Ende in seinen Bann schlagen.
In den letzten Jahren schaffen es immer mehr Gothic Geschichten nach Deutschland, wobei Gothic nicht immer Horror beinhalten muss. Teufelsnacht von Michelle Paver ist eines dieser Bücher und die Geschichte hat mich sofort angesprochen: Suffolk, 1913: Hinter dem düsteren und einsam im Moor gelegenen Wake’s End findet man den Hausherren Edmund Stearne neben einer grauenvoll zugerichteten Leiche. Er spricht nur diese einzigen Worte: »Ich war es, aber ich habe nichts falsch gemacht.« Seine Tochter Maud ist ein einsames Mädchen, das ohne Mutter aufwächst und unter dem herrischen und lieblosen Vater leidet. Zu dem fürchterlichen Verbrechen schweigt sie beharrlich. Dabei hat sie heimlich die Tagebücher ihres Vaters gelesen und weiß mehr, als sie zugibt. Doch auch Maud ist nicht frei von Schuld. Es wird Zeit, dass die ganze Wahrheit ans Licht kommt … Michelle Paver schafft es ein ganz tolles Setting aufzubauen und trifft bei mir direkt ins Schwarze. Ich mochte das abgelegene Herrenhaus mitten im Moor sehr gerne. Besonders die düstere Atmosphäre, die das ganze umgibt und die sich durch die komplette Geschichte zieht, konnte mich sehr begeistern. Die Geschichte ist etwas anders als ich anfangs angenommen hatte, denn wir bekommen hier eine Mischung aus Coming of Age Geschichte und Mystery Plot, der erst am Ende seine schreckliche Wahrheit preisgibt. Im Mittelpunkt des ganzen steht die Protagonistin Maud, die es als Mädchen und später als Frau nicht leicht hat zu der damaligen Zeit. Wir erfahren sehr viel über Maud aus ihrer Kindheit und wie sie immer wieder versucht ihrem Vater gerecht zu werden und immer wieder daran scheitert. Man sieht wie Maud zu einer jungen Frau heranwächst, die versucht ihren Platz im Leben zu finden und dazwischen lernen wir durch Tagebucheinträge wie ihr Vater immer weiter dem Wahnsinn anheimfällt. Maud und ihr Vater sind richtig toll ausgearbeitet und lassen tief in ihr Seelenleben blicken, der Rest der Charaktere verblasst neben den beiden leider ein wenig. Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen, da es der Autorin gelingt eine düstere und unheilvolle Stimmung zu erzeugen. Die Einsamkeit und Trostlosigkeit des Settings wurde richtig toll transportiert und ich konnte mir das alte Efeu bewachsene langsam verfallende Herrenhaus richtig gut vorstellen. Immer wieder kommt es zu unheimlichen Vorfällen und man fragt sich, was dort hinter den dunklen Mauern des Hauses vor sich geht. Spannung ist in diesem Buch eher spärlich gesät und doch schafft es die Autorin, dass die Geschichte einen ganz eigenen Sog entwickelt und man wissen möchte wie es zu dem schrecklichen Mord kommen konnte. Mit Teufelsnacht ist Michelle Paver eine tolle historische Gothic Geschichte gelungen, die vor allem durch das Setting und die düstere Atmosphäre punktet, aber auch durch die interessante Geschichte der Protagonistin Maud. Ich werde Michelle Paver auf jeden Fall im Auge behalten und bin gespannt, was wir noch von ihr erwarten können. 4 von 5 Sternen 🌟

Ein Fall in der Vergangenheit der Fragen aufwirft. Nach sechs Jahrzehnten erzählt die Tochter endlich ihre Geschichte.
Teufelsnacht begleitet die nun siebzigjährige Maud zurück in ihre Kindheit. Mit 16 sah sie mit an wie ihr Vater einen Mord begang und danach unerklärlicherweise im Brunnen landete. Viele Fragen blieben damals offen und wurden dank eines Artikels eines Reporters Jahrzehnte später erneut aufgegriffen. Maud hat schließlich keine Wahl, als sich den Fragen zu stellen und zurück in jene Zeit zu kehren... Teufelsnacht ist ein ruhiger Roman, der sich Zeit nimmt die zunehmend komplizierte Vater-Tochter-Beziehung zu erzählen, so wie den beginnenden Wahnsinn der schlussendlich zu all den Schrecken führte. Ein schönes Buch im November, ohne Hast und ohne Action dafür mit dem Abgründen des menschlichen Verstandes.
Wakenhyrst is a dark and very atmospheric gothic novel and while I enjoy a slow burner this was a little too slow for me as things started to pick up only after the first hundred pages. I really liked though how the majority of the story was told through one of the protagonist's journal and the beautiful and haunting setting in the fens. 3,5
I received this e-book over NetGalley in exchange for an honet review. Overall, this book just really wasn't for me. I'm not the biggest fan of historical reads and also I realised more and more that these folklore stories aren't anything I enjoy either. I should have expected this, but I still like to try and branch out sometimes. Wakenhyrst is an interesting story, that definitely feels carefully researched and is well written. I just couldn't connect to the characters and felt overall mostly bored by the story itself. I still don't think that's an issue with the novel but more with how it doesn't work with my personal taste. If you enjoy slowly build up historical fiction laced with religious folklore, this book will definitely be for you.
Das war meine erste Gothic-Novelle und ich bin begeistert. Ich fand es sehr gut, dass die Geschichte hauptsächlich durch das Notizbuch erzählt wurde und liebe es noch mehr, dass Maud sich gegen ihren Vater gestellt und aktiv zu seinem Untergang beigetragen hat. Gerade zu der Zeit war es für Frauen schwierig genug, ernst genommen zu werden, und ich würde behaupten, der liebe Papa hat seine Tochter ganz schön unterschätzt. Ich liebe auch, wie fortschrittlich Maud für die Zeit gedacht und reflektiert hat. Ich glaube, viele hätten den Vater nicht für psychisch unzurechnungsfähig gehalten, sondern ihn aufgrund seiner Stellung in der Gesellschaft als innovativ betrachtet. Der Plot auf den letzten drei Seiten kam unerwartet und hat das Buch für mich sehr aufgewertet.






















