VOX
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Unterhaltsam, aber leider auch nichts Neues
„Vox“ von Christina Dalcher ist ein Roman, der mit einem wirklich spannenden und aufwühlenden Szenario startet. Die Vorstellung einer Gesellschaft, in der Frauen nur 100 Worte pro Tag sprechen dürfen, ist sowohl erschreckend als auch erschütternd – ein Thema, das auf viele gesellschaftliche und politische Strömungen von heute anspielt. In der ersten Hälfte des Buches hat mich die Geschichte wirklich gut unterhalten: spannend, berührend und stellenweise auch bissig und humorvoll, was dem Ganzen eine interessante Dynamik verlieh. Leider flacht der Roman im weiteren Verlauf ab. Auch die Figuren bleiben flach und undifferenziert, wodurch es schwerfällt, eine tiefere Verbindung zu ihnen aufzubauen. Die Handlung verliert zunehmend an Überraschungen und wirkt stellenweise etwas abgekupfert. Für Fans dystopischer Literatur bietet der Roman wenig Neues, was erfrischend und einzigartig gewesen wäre. Im Vergleich zu anderen, ähnlich aufgebauten Geschichten geht „Vox“ leider unter und wird wohl nicht lange im Gedächtnis bleiben. Trotz seiner starken ersten Hälfte und der interessanten Ausgangsidee bleibt „Vox“ insgesamt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Es ist eine solide Dystopie, aber eben auch nicht mehr – eine solche, die viele andere Werke in diesem Genre schon besser und eindrucksvoller behandelt haben.
Widerstand ist weiblich 🚺
‚Vox‘ ist eine Dystopie, in der die USA von einer christlich-fundamentalistischen Sekte regiert werden. Frauen dürfen nur noch 100 Worte am Tag sprechen, müssen ihre Jobs aufgeben, sich ihrem Ehemann unterordnen. So auch Jean, einst Wissenschaftlerin, verheiratet und Mutter von vier Kindern. Als sie aufgefordert wird, für die Regierung an einem Forschungsprojekt zu arbeiten, geschehen merkwürdige Dinge. Und in Jean regt sich der Widerstand… Die von Christina Dalcher geschaffene Welt ist beklemmend, grausam und frauenverachtend, aber verzichtet auf allzu blutrünstige Darstellungen. Dem steht Jean als charakterstarke, allerdings nicht wirklich sympathische Heldin entgegen. Der Schreibstil ist angenehm schlicht. Einige Stränge (z.B. die ‚Unreinen‘) hätten gern etwas stärker ausgestaltet werden dürfen, das Ende wirkte auch ein wenig lieblos. Ich habe das Buch gern gelesen, aber es wurde meiner Meinung nach zu viel Potenzial verschenkt. Fans von ‚The Handmaid‘s Tale‘ oder ‚The Mothers‘ werden es auf jeden Fall mögen!
Was für ein heftiges Buch und was für eine wichtige Story. 100 Worte für jede Frau pro Tag... wer sich nicht daran hält wird schrecklich bestraft. Was schon schlimm klingt wird unter der Regentschaft von Trump so nah, denn auch in diesem Buch hat ein Radikaler das weiße Haus erobert. Eine sehr spannende Geschichte, die am Ende etwa abschwächt, aber nie langweilig wird.
Von Anfang an bedrückend.
Dieses Buch wurde im "Zwei Seiten"- Podcast von Christine Westermann und Mona Ameziane besprochen (an dieser Stelle große Empfehlung). Ich habe es in wenigen Tagen gelesen. Das Buch liegt von Beginn an schwer auf der Seele. Und am Ende bleibt man mit seiner Stimme, die in diesen Tagen wichtiger denn je wird. Ein Stern Abzug, weil ich das Ende etwas wild und wirr fand, hat dem Buch aber keinen Abbruch getan.
„Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.“
Ein dystopischer Roman, in der amerikanische Mädchen und Frauen nur noch 100 Wörter am Tag reden und nicht mehr arbeiten dürfen. Die Geschichte ist gesellschaftskritisch, fordert zum politischen Handeln auf und zeigt, wie Sprache Denken schafft.
Mal was ganz anderes als das was ich sonst lese. Und trotzdem unheimlich interessant.
Ich musste mich zwar erst an den Schreibstyle gewöhnen aber der Inhalt ist beeindruckend. In so vielen Hinsichten wurde ich an die Geschichten der NS-Zeit erinnert und für mich ist diese Buch erneut eine Aufforderung, für das einzustehen was einem wichtig ist. Man kämpft nie alleine, auch wenn es sich vielleicht so anfühlen mag. Sehr interessant das Buch und empfehlenswert wenn man mal aus der eigenen Wohlfühlzone raus möchte.
"VOX" wäre im Grunde eine ganz ausgezeichnete Dystopie, wenn nicht das überaus flache Ende wäre. Zwei Drittel des Romans haben mich geradezu gefesselt. Gerade weil es den Blick auf eine mögliche Zukunft richtet, deren Entstehung darauf basiert, dass man es wiederholt (!) zugelassen hat, dass die falschen Menschen die falschen Entscheidungen treffen. Es gab mehr als einen Moment, in dem mir kalte Schauer den Rücken runter gelaufen sind. Das letzte Drittel allerdings ist absolut trivial, konfus, unrealistisch und flacht zum Ende dermaßen ab, dass ich ständig das Gefühl hatte etwas überlesen zu haben - ganz Hollywood-like.
Das war mein erstes Buch im Genre Dystopie & ich denke ich möchte weitere Bücher in dem Genre lesen. 🤭 Einfach wild, wenn all das Realität wäre. Ich konnte mich super gut in die Protagonistin hineinversetzen (in die Charakterentwicklung). Es war alles super anziehen beschrieben, sodass ich komplett mitgefühlt habe. (Das Thema der Story war für mich absolut treffend) Definitiv empfehlenswert. 🤗 Vllt sogar auch für Neulinge in dem Gebiet. 🫱🏼🫲🏽
Dieses Buch? Wow! 12/10!
Dieses Buch ist echt unglaublich und ist auf Platz 1 meiner Lieblingsbücher gelandet. Ich hatte es über die Kindle-App entdeckt, denn dieses Buch ist mit einem Amazon-Prime-Abo kostenlos verfügbar. Also kleiner Tipp für alle, die es gerne lesen wollen, ansonsten kriegt man es nur noch gebraucht, bei Vinted bin ich aber schnell fündig geworden. Und nun zum Buch! Gerade mit der aktuellen politischen Lage weltweit hittet es noch mal ganz anders. Es ist unglaublich beklemmend, ich kam aber sofort in die Geschichte rein und konnte kaum aufhören zu lesen. Es hat sich sehr leicht und gut lesen lassen und ich hatte nie Probleme, mich zu konzentrieren, womit ich sonst manchmal kämpfe. Die Geschichte und einige Personen, Aussagen und Handlungen haben bei mir unglaubliche Wut ausgelöst. Die Geschichte hat sich im Verlauf spannend entwickelt und am Ende hatte ich das Gefühl, wieder durchatmen zu können. Es war kein komplettes Happy End, aber es war trotzdem gut und hat einem Hoffnung gegeben. Ich finde, dieses Buch sollte jede Person lesen – egal ob männlich oder weiblich, egal welches Alter. Nun, vielleicht schon eher ab 16, weil es stellenweise wirklich nicht ohne ist. Ich würde ja gerne alle Leute zwingen, das Buch zu lesen; da ich das aber nicht kann, empfehle ich es nur mit absoluter Dringlichkeit! Ein absolutes Highlight, welches einen noch mal ganz anders auf Privilegien und Feminismus schauen lässt und zeigt, dass es manchmal doch ganz schön schnell ganz schön scheiße und ungerecht werden kann.
— VOX provoziert, denn es fühlt sich nach so viel mehr an. Oh wooooah, macht es wütend beim lesen! In dieser fiktiven Dystopie stecken viele kleine Details bezüglich Sexismus, die man auch in der Realität wiedertrifft. Die Art und Weise wie die neue "Lebensweise" umgesetzt wird, step by step, wurde erschreckend gut umgesetzt. Ja, die Parallelen zu The Handmaid's Tale sind da, aber dennoch erschafft die Autorin hier etwas eigenes. Allein die Tatsache, dass 20 Jahre später, solche Themen noch umgehen, sollte ein Grund sein, sich mit diesen Werken auseinander zu setzen. ⚘️ ⠀ — Das Buch hätte ein Highlight werden können. Leider konnte mich das Ende bzw der Showdown nicht überzeugen. Thematisch also top, nur konnte die Handlung erzähltechnisch nicht immer mithalten. Trotzdem eine Empfehlung wert!

Das Lesen dieses Buches hat mich so richtig wütend gemacht. Aber im positiven Sinne: Die Autorin hat es geschafft, ihr dystopisches female rage Setting überzeugend in eine spannende Handlung zu verpacken. Dass Frauen nur 100 Worte am Tag sprechen dürfen, erscheint ganz am Anfang überzogen und realitätsfern - doch mit jeder Seite wird die Geschichte auch für uns zu einem potenziellen Zukunftsszenario. Dystopie und reale Elemente werden geschickt miteinander verwoben. Erschreckende Ähnlichkeit ist dadurch auch bei Themen wie der Zerbrechlichkeit unserer Demokratie erkennbar, wenn man z.B. einen Blick auf die aktuelle Lage in den USA wirft. Spannend fand ich auch die Thematisierung von linguistischer Wissenschaft und damit verknüpft, die Auswirkung von Sprache auf unser Denken und Handeln. Etwas gewöhnungsbedürftig war für mich die Erzählstruktur: Gegenwart und Erinnerung sind auf Textebene eng miteinander verwoben und nicht klar voneinander getrennt. Qualitativ unterscheidet sich der Hauptteil des Buches leider stark von seinem Ende und hier ist auch der Punkt, der das Buch für mich nicht zu einem Highlight macht. Das Ende wirkt in meinen Augen im Vergleich unausgereift, gehetzt und stark konstruiert. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, etwas Entscheidendes nicht mitbekommen zu haben und ich habe Textpassagen erneut lesen müssen. Das ist schade, denn ansonsten kann ich VOX absolut empfehlen.

In einem dystopischen Amerika, in dem es Frauen per Gesetz verboten ist, mehr als 100 Wörter am Tag zu sprechen, kämpft die Neurolinguistin Dr. Jean McClellan gegen die Regierung. „Vox“, der Debütroman von Christina Dalcher, kommt mit einem ungeheuerlichen Grundkonzept daher, das aufhorchen lässt. Doch der Einstieg in das Buch fiel mir aus zwei Gründen schwer. Zum einen lag das am Schreibstil des Buches. Jean, aus deren Perspektive erzählt wird, macht nämlich sehr oft Zeit- und Gedankensprünge zu der Zeit, als es noch keine Wortzähler gab, die jedes gesprochene Wort einer Frau registrieren. Und ja, es ist vom Konzept her logisch, da man so Zusammenhänge erfährt und man wenigstens noch seine Gedanken und Erinnerungen hat, wenn man schon kaum sprechen darf. Dennoch war es für mich teilweise schwierig, zu verstehen, wo die Handlung gerade ist. Zum anderen dachte ich, die bloße Prämisse des Romans wird ihn nicht tragen. Anders ausgedrückt: Frauen dürfen kaum sprechen – was machen wir damit? Klar gibt es welche, die das nicht groß stört und sogar welche, die sich offen darüber freuen, logischerweise eher der männliche Teil. Aber auch die betroffenen Frauen gehen teilweise ganz in ihrer Rolle der stummen und fügsamen Hausfrau, Mutter, Kindgebärerin, wie auch immer man es nennen mag, auf, was fast noch erschreckender ist, als die erwartbaren Kommentare misogyner Männer. Die verschiedenen Positionen sind dennoch schnell erzählt, zumindest schneller als in den knapp 400 Seiten, die der Roman umfasst. Umso positiv überraschter war ich, dass sich das Buch in seiner zweiten Hälfte zu einem wirklich packenden und spannenden Thriller mit Politik- und Wissenschaftselementen entwickelt und noch dramatischer und brutaler wird, als es ohnehin schon war. „Vox“ ist ein Buch wie der sprichwörtliche Verkehrsunfall, bei dem man eigentlich nicht hinsehen will und gar nicht so genau wissen möchte, was passiert ist, der aber dennoch eine grausame Faszination ausübt. Die Autorin Christina Dalcher schreibt in ihrem Nachwort, dass sie hofft, das der Roman zum Nachdenken angeregt und wütend gemacht hat. Beides ist ihr meiner Meinung nach mit diesem nicht einfachen, aber lesenswerten Werk gelungen.
Interessantes Thema.
Jean ist eine erfolgreiche amerikanische Wissenschaftlerin. Sie ist kurz vor einem Durchbruch in ihrer Forschung. Doch dann ändert sich plötzlich alles und Frauen dürfen nicht mehr als 100 Wörter am Tag sagen. Sie dürfen weder lesen noch arbeiten. Laut der von an herrschenden Religion der "Reinen" muss sich die Frau wieder dem Mann unterordnen. Als jedoch etwas geschieht wo die Regierung plötzlich ihre Hilfe braucht, ergeben sich Chancen etwas zu verändern... Ein wirklich guter Roman mit gesellschaftlichem Thema und einer Prise Wissenschaft. Klare Leseempfehlung. <3
Hat mich positiv überrascht.
"Gesellschaft lenkt nur Aufmerksamkeit auf das, was wir nicht mehr haben." [S. 47] In einem Amerika der Zukunft wird Frauen das Recht abgesprochen zu reden und gleichberechtigt zu leben. Nur hundert Worte stehen einer jeden Frau pro Tag zur Verfügung, erfasst durch einen Wortzähler, der bei Überschreitung der vorgesehen Anzahl schmerzhafte Elektroschocks auslöst. Als der Bruder des Präsidenten nach einem Schlaganfall an Wernicke-Aphasie leidet, wird die Wissenschaftlerin Dr. Jean McClellan gebeten, gemeinsam mit ihren Kollegen ein Serum zu erstellen, welches die Aphasie heilt. Im Gegenzug erhält sie für die Zeit der Erforschung des Mittels ihre eigene uneingeschränkte Sprache wieder. Doch wer das Wunder vollbringen kann, Substanzen zu erstellen, die Menschen heilen, der kann auch welche erstellen, die das Gegenteil bewirken und Menschen für immer zum Schweigen bringen, oder? Das war (überraschenderweise) richtig gut. Dystopisch, spannend und unterhaltsam und in Anbetracht der momentanen Situation leider auch durchaus vorstellbar. "Das Leben wirft mit kleinen Ironien nach uns." [S. 386]
'Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.' Ein vermeintlich eindeutiges Zitat. Die Dystophie zeigt jedoch, dass 'nichts' im Auge des Betrachters liegt und man womöglich noch nicht genau genug hin geschaut hat, was Menschen doch tun, um für ihre Normen und Werte einzustehen und auf ihre Art und Weise ihre Lieben zu schützen.
Erschrocken hat mich, wie greifbar es sich anfühlt, dass die Hälfte der Gesellschaft sprachlos gemacht wird und welche Auswirkungen das sowohl auf die Personen ohne Sprache als auch die Personen mit Sprache hat. Zusätzlich wird mich der Gedankenanstoß, zu benennen was passiert, anstatt von 'es' zu sprechen, wie es im Roman oftmals passiert, noch eine Weile begleiten. Die Themen nicht beim Namen zu nennen, nimmt Brisanz, wodurch ein Mitlaufen womöglich leichter ist.
Erschreckend realistisch
Vox entwirft eine erschreckende Zukunftsvision, die angesichts der aktuellen Weltlage unheimlich real wirkt. Frauen haben sämtliche Rechte verloren – sogar das Recht auf das eigene Wort, begrenzt auf maximal 100 Wörter am Tag. Was macht das mit unserem gesellschaftlichen Miteinander? Dass der Roman zur ersten Amtszeit Trumps erschien und ihn nun während seiner zweiten zu lesen, lässt die Geschichte noch intensiver unter die Haut gehen. Der sprachbewusste Schreibstil verrät die linguistische Expertise von Autorin und Protagonistin zugleich. Anfangs erschwerten seltene Worte und Satzbauten meinen Lesefluss, doch die packende Handlung und kurzen Kapitel rissen mich schnell mit. Eine rundum gelungene Geschichte – hoffentlich reine Fiktion.

Stell dir vor, ein Präsident führt ein, dass Frauen nur noch 100 Wörter am Tag sprechen dürfen. Stell dir vor, du hättest ein Kind, dass eine Tochter ist und sie dürfte gar nicht mehr sprechen. Genau darum geht es in Vox. Frauen dürfen nicht mehr zur Arbeit gehen. Sie müssen zu Hause bleiben und Haushalt erledigen. Sie dürfen keine Bücher mehr lesen, und sie dürfen nur noch 100 Wörter am Tag sprechen. Was macht das mit dir? Die ersten 300 Seiten dieses Buches haben mich wütend und sprachlos zurückgelassen. Ich konnte nur Kopfschütteln atemlos von einer Seite zur nächsten Blättern und nicht glauben, was für ein Weltbild in diesem Buch gezeichnet wird. Ich kann es mir nicht vorstellen nur noch 100 Wörter pro Tag zu sprechen. Zähl mal mit, das hast du in der Früh schon voll. Es zeichnet ein dunkles Bild für Frauen und das Gefühl der Beklemmung bleibt, wenn man nur mal in den Iran blickt. Wie schnell ist der Schritt getan von eine Uhr, die deine Schritte zählt und dir die Nachrichten anzeigt bis hin zu einer Uhr, die dir einen Stromschlag versetzt, wenn du mehr als 100 Wörter sprichst am Tag. Alles in allem hat mich dieses Buch sehr nachdenklich zurückgelassen und es bleibt mir definitiv lange im Gedächtnis. Womit ich nicht ganz einverstanden bin, ist das Ende dieses Buches. Das ging mir zu schnell, zu rekonstruiert. Und da merkt man, dass sie dieses Buch in kürzester Zeit geschrieben hat. Für mich fehlt ein bisschen die letzte Auflösung aller Rätsel, ich habe so das Gefühl, die losen Fäden wurden für mich nicht gut genug erklärt und zu Ende geführt. Ich rede mir ein, dass es nicht meine Schuld war. Ich habe Myers nicht gewählt. Ich habe überhaupt nicht gewählt, um die Wahrheit zu sagen. Seite 125
Einfach nur heftig
Der Klappentext der Dystopie hat mich so interessiert, dass ich das Buch nur noch verschlingen wollte und das hab ich auch! Man kommt so schnell in das Buch rein und will es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung war super spannend, fesselnd und wurde nie langweilig. Einige Stellen machten mich sehr wütend und einige machten mich sehr ängstlich und nervös. Mit diesem Buch versteht man wie wichtig die „Stimme“ ist!
Compelling read that makes your anger grow with each chapter
The author invites the reader to a new American reality: the Pure movement has taken over, women as well as other marginalized groups have little to no rights. Everyone is subject to abuse of power. The protagonist Jeanie, once renowned doctor in her scientific field, now left with no more than 100 words to speak and stay at home, realizes more and more how her unwillingness to see the political danger in earlier times and realize the importance of her vote has now led her to live a life where she gets to become more resentful towards her own sons and husband each day as she sees them succumbing to the Pure movements new ideals. When the government needs her help in order to secretly work on a serum that will make any political enemy voiceless, she gets the chance to fight back. The dystopic scenario seems a very fitting read following recent developments in the United States of America's "Culture Wars" and politics. While the scenarios depicted in the novel seem fictional and exaggerated, one only needs to look at countries like Afghanistan for example to realize, that women are already taken away their (public) voices and access to education. The book is a real page-turner, written in short chapters and from the personal point of view of Jeanie, often jumping from present to past events.
Erschreckend nah - unleash the female rage
Absolut tolle Dystopie, die gut vorstellbar auch wirklich eine Zukunft sein könnte. Großartig geschrieben, spannend bis zum Schluss. Von Lachen bis Wut war alles dabei. Lektion des Buches einfach das Zitat von Burke „Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen. “ Also lasst uns mehr unternehmen. Dieses Buch stachelt an, im besten Sinne!

Schreckliche Welt, aber wirklich dystopisch?
Was für ein Buch! Ich hatte gestern sooo viel Wut in Bauch, dass ich vielen davon teilweise sogar mündlich erzählen musste, damit ich diese Wut loswerden konnte. Jeder einzelne meinte, also wie Iran oder wie Afghanistan. Wobei ich gar wirkich finde, dass aich Europa sich tw in diese Richtung bewegt. Meine einzige politische Meinung: Die extremrechten Partein propagieren nonstopFrauen gehören zurück zum Haushalt, Herd und Kind und diese werden auch immer stärker. Die Wahlbeteiligung ist wirklich armselig und da muss ich schon sagen: liebe Frauen: solange haben wir noch gar nicht das Recht unsere Stimme abzugeben, warum gehen trotzdem so wenige hin? Nun zum Buch: ich liebte es, es hat mich wirklich wütend gemacht, diese Welt, die Familie, die mangelnde Unterstützung, das mangelnde Inteeesse. Ja es ist ein Roman, der übrigens von mor auch 6 Sterne bekommen würde. Aber dieser Roman spiegelt die gesellschaftlich irgendwie ganz krass wider. Die parallelen zu einem orangen Präsidenten sind da und ich wette, dass Buch ist in den USA wie unter anderem der Report der Magd oder 1984 aif der Liste der verbrannten Bücher. Boah Leute, wenn ich nur an den ältesten Sohn denke.. echt... mir kommt das kotzen. Ich könnte soviel hier schreiben, aber ich will echt nicht spoilern.. es regt zum aufregen, diskutieren und hoffentlich vor allem zum nachdenken an.
Christina Dalchers Vox entwirft ein Szenario, das sich im ersten Moment absurd anhört. Im Zentrum steht Jean, eine Sprachwissenschaftlerin, die in einem Amerika lebt, in dem Frauen auf hundert gesprochene Wörter pro Tag begrenzt werden. Wer mehr spricht erhält über ein Armband Stromschläge. Was zunächst wie ein politischer Ausrutscher wirkt, entpuppt sich schnell als tiefgreifender Systemwechsel: Frauen verlieren ihre Jobs, ihre Bildung, ihre Selbstbestimmung. Jeans Tochter Sonia wächst bereits in einer Welt auf, in der Lesen und Schreiben für Mädchen keine Rolle mehr spielen. Die Geschichte setzt genau an diesem Punkt an, entwickelt aber ihre eigentliche Wucht durch die Art, wie sie erzählt wird. In immer wieder eingestreuten Rückblenden erfährt man nach und nach, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Das hält die Spannung konstant hoch, weil man eben nicht von Anfang an das gesamte Bild kennt, sondern sich dieses Stück für Stück zusammensetzt. Parallel dazu verfolgt man Jeans Gegenwart, in der sie – mehr oder weniger gezwungen – wieder in ihre alte wissenschaftliche Arbeit eingebunden wird. Was dabei besonders gut funktioniert: Das Szenario wirkt erschreckend realistisch. Die Entwicklungen kommen nicht mit einem großen Knall, sondern schleichend, durch viele kleine Veränderungen, Manipulationen und politische Entscheidungen, die für sich genommen fast harmlos erscheinen. Gerade die Indoktrination der Jugend ist dabei sehr überzeugend dargestellt. Das Buch zeigt klar, wie gefährlich politische Passivität sein kann, ohne dabei belehrend zu wirken oder mit erhobenem Zeigefinger daherzukommen. Inhaltlich entwickelt Vox einen enormen Sog. Es ist eines dieser Bücher – beziehungsweise Hörbücher –, bei denen man ständig weiterhören will, weil man wissen muss, wie es weitergeht. Für mich war das lange Zeit kein Hörbuch mehr, das ich so schnell durchgezogen habe. Auch die Umsetzung als Hörbuch mit Andrea Sawatzki trägt viel dazu bei: Sie liest sehr eindringlich und transportiert die beklemmende Stimmung überzeugend. Allerdings hat das Buch auch Schwächen. Ein Punkt, der für mich nicht wirklich funktioniert hat, ist die zusätzliche Einführung eines zweiten Mannes als relevante Figur in Jeans Leben. Der damit verbundene romantische Aspekt wirkte auf mich unnötig und hat thematisch eher gestört. Gerade in einem so klar feministisch geprägten Setting hätte ich mir hier eine andere Lösung gewünscht – der „Lovestory“-Anteil hat dem Buch für mich nichts hinzugefügt, eher im Gegenteil. Auch Jean selbst bleibt als Protagonistin etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück. Da die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt wird, hätte man hier mehr Tiefe erwarten können. Stattdessen wirkt sie stellenweise passiv, vieles fällt ihr in den Schoß, oft hat sie einfach Glück. Ein klarer, aktiver Wille, das System wirklich zu verändern, kommt für mich nicht stark genug heraus. Der Plan der Antagonisten ist zudem einerseits recht offensichtlich und andererseits nicht besonders durchdacht. Das könnte man kritisch sehen, wirkt aber fast schon wieder realistisch, wenn man sich aktuelle politische Entwicklungen anschaut – Machtstrukturen funktionieren nicht zwingend logisch oder klug. Das Ende schließlich geht mir etwas zu schnell und hat eine fast schon hollywoodartige Dramaturgie. Hier hätte dem Buch etwas mehr Ruhe und Konsequenz gutgetan, statt noch einmal alles sehr zugespitzt aufzulösen. Trotz dieser Schwächen bleibt Vox ein sehr wirkungsvolles Buch. Es ist spannend, beklemmend und regt zum Nachdenken an, ohne platt zu sein. Vor allem zeigt es eindrücklich, wie fragil gesellschaftliche Errungenschaften sein können – und dass es oft nicht den einen großen Umbruch braucht, sondern viele kleine Schritte in die falsche Richtung. Dass der Roman bereits 2018 erschienen ist und sich heute immer noch so aktuell anfühlt, macht ihn nur umso eindringlicher. Insgesamt für mich starke 4 von 5 Sternen.
Ich könnte mir nicht vorstellen in einer Welt zu leben, in der Frauen nur 100 Wörter sprechen dürfen und weder lesen noch schreiben dürfen. Doch in solch einer Welt lebt Jean mit ihrer Familie.Auch ist allen Frauen das arbeiten untersagt, was Jean dazu brachte ihre Forschungen zu einem Heilmittel gegen die Wernicke-Aphasie zu unterbrechen. Um zu gewährleisten das Frauen wie auch Mädchen das Limit an Wörtern nicht überschreiten, tragen alle einen Wortzähler. Dieser verpasst seiner Trägerin Stromschläge sobald das Limit überschritten wird. Und je weiter das Limit von 100 Wörtern überschritten wird umso intensiver werden die Stromschläge. Dabei wird leider auch nicht vor Kindern halt gemacht. An sich hat mir die Geschichte ja ganz gut gefallen auch wenn ich selbst nicht in solch einer Welt leben möchte. Doch ich konnte manche Handlungen von Jean einfach nicht nachvollziehen. Da hat sie die Chance ihre Tochter und sich vom Wörterzähler zu befreien in dem sie für die Regierung arbeitet, doch weigert sich weil sie nicht für Reverent Carl arbeiten will. Dabei hat sie die Chance darauf alles zu manipulieren als Wissenschaftlerin der Regierung. Was mir auch nicht gefiel war die Liebschaft mit Lorenzo und die ständigen Vergleiche zwischen Lorenzo und ihrem Mann. Ehrlich dann soll sie sich doch trennen, wenn ihr Mann so schlecht ist und Lorenzo doch so viel besser. Und dann hätte sie sich ihre Tochter geschnappt und wäre mit ihr und Lorenzo ausgewandert, aber auch dazu fehlte ihr der Mut. Abgesehen von einigen holpprigen Textpassagen gefiel mir der Schreibstil der Autorin ganz gut und auch die gesamte Geschichte bis auf die paar Kritikpunkte. Zwischendurch stieg dann auch mal die Spannung nur leider kam das Ende dann doch zu kurz....zack bumm und alles war Friede Freude Eierkuchen. Letztendlich liegt es bei dir ob ihr diesem Buch eine Chance gibt, denn ich habe nicht gesagt das es schlecht ist, sondern hatte nur ein wenig zu bemängeln, aber auch das gehört zu einer Rezension dazu.
Beängstigend. Verstörend. Unglaublich. Eine Dystopie in der Frauen zum Schweigen gebracht werden, damit Männer ihren alten Platz einnehmen können.
Dieses Buch ist ungemein aufwühlend. Es handelt sich um eine Thriller, der sehr spannend geschrieben wurde, so dass ma ihn kaum weglegen kann. In dieser ungeheuerlichen und zum Glück nicht realen Story, wird ein Amerika konstruiert, in dem Stück für Stück die Frauen ihrer Rechte beraubt werden. Allen voran das Recht auf Sprache. Limitiert auf 100 Wörter am Tag, bricht das demokratische System vollends zusammen. Ich bin sicher keine Feministin. Ich wurde nicht geschlechtsspezifisch erzogen, auch wenn ich beruflich sehr oft mit Vorurteilen konfrontiert wurde. Als Leserin ist es mir dennoch unmöglich bei diesem Buch nicht in Rage zu geraten. Ich bin wütend, sauer, empört, verängstigt und während des Lesens auch verzweifelt. Ich hoffe, dieses Buch wird nie Realität. Ich hoffe, ganz viele lesen es. Und ich hoffe, alle sehen kritisch die Entwicklungen auf unserer Welt, die bereits dabei ist, Bücher zu verbannen, Freiheit einzuschränken und die Geisteskranken an ihre Spitze zu setzen, allen voran die USA.

"Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen." bestimmte Bevölkerungsschichten mundtod zu machen, hat erstaunlich viel Parallelen zur aktuellen Trump Administration und wirkt damit ein Stück weit gar nicht so weit hergeholt. Die Geschichte ist zu Beginn nahbar und bedrückend und man möchte als Leser mehr erfahren, wie es soweit kam aber auch wie weit hier gegangen wird. Sehr gut herausgestellt ist Jeans Spannungsverhältnis in der Familie. Mit ihrem Mann, der nicht aufbegehrt. Die Sorge um die Zukunft der Tochter, die von klein auf in Schule und ihren eigenen erzieherischen Einfluss klein gehalten wird. Zu ihrem ältesten Sohn, der mit den Reinen zu sympathisieren scheint. Doch leider kann das Buch den Spannungsbogen nicht konsequent halten. In der zweiten Hälfte flacht die Geschichte deutlich ab und das Ende ist wenig überzeugend oder gelungen. Dennoch, ein gutes Beispiel dafür, wie schnell konservative totalitäre Strömungen ihren Einfluss ausbauen können und dann unmenschliche Systemumwälzungen herbeiführen können. Allein dafür gibt es eine Leseempfehlung. Inhaltlich gebe ich dennoch 3,5 von 5 Sternen.

Vermutlich begegnet euch Christina Dalchers „Vox“ aktuell auf vielen Blogs und überall in den sozialen Medien. Dieses Buch wird mit der Message „Der Roman, den jede Frau lesen muss“ geliefert und hat auch mich neugierig gemacht. Das Setting ist ein Amerika in nicht allzu ferner Zeit, in der Frauen Wortzähler um die Handgelenke haben, die exakt 100 Wörter pro Tag erlauben. Alles, was über diese 100 Wörter hinaus gesprochen wird, wird mit Stromschlägen bestraft. Die Frauen sollen dadurch gefügig gemacht werden und durch diese Art der Züchtigung auch lernen, keine Kritik am System zu üben. In Dalchers Zukunftsvision haben Frauen zudem ihren festen Platz im Haushalt, bevorzugt in der Küche, wo sie sich um das leibliche Wohl ihrer Familie kümmern. Kindern wird bereits in der Schule ein verzerrtes Bild indoktriniert, in dem die Frau nichts zu sagen hat. Und warum sollte sie auch sprechen? Es stehen sowieso nur 100 Wörter zur Verfügung. In diese Welt wird Jean katapultiert, nachdem sie ungläubig das politische Geschehen im Fernsehen verfolgt. Nach und nach verschwinden die Frauen aus den Reihen der Regierenden und Meinungsgeber, nach und nach etabliert sich ein System, bei dem niemand damit gerechnet hätte, dass „die“ damit durchkommen. Die, das sind all die bösen männlichen Politiker, die Frauen wieder an den Herd verbannen möchten. Die einzige Frau, die sich gegen diese Veränderungen aufzulehnen scheint, ist Jeans Uni-Freundin Jackie, die in Talkshows auftritt, in Debatten für das Recht der Frauen protestiert, mit aller Macht dagegen ankämpft. Doch eine Frau reicht leider nicht aus, um diesen Irrsinn zu stoppen, und so geschieht, was viele nicht sehen wollten: Ein totalitärer Staat entsteht. "Ich habe wohl nicht geglaubt, dass es passieren würde. Keine von uns." Christina Dalcher legt mit „Vox“ einen erschütternden Roman vor, der stellenweise mehr Thriller als Gesellschaftskritik ist. Und das Buch ist tatsächlich so wichtig, wie seine Marketingkampagne uns mitteilt: Durch Trumps Position in den USA werden die Stimmen aus dem Bible Belt, die früher vielleicht als hinterwäldlerisch verschrien worden wären, immer lauter. Frauen gehören an den Herd und sollen am besten schon früh verheiratet werden, so tönt es aus dem Süden, und mir rollen sich da wie vermutlich jedem von uns die Zehennägel hoch. Dalcher hat diese Vision überspitzt wahr werden lassen und unsere Protagonistin Jean zusammen mit ihrer Familie mitten in den Wahnsinn geschmissen. Während ihr Mann seinen alten Job ausführen darf, darf Wissenschaftlerin Jean brav das Haus schrubben. Ihr Sohn Steven blüht unter der grenzwertigen Schulbildung nahezu auf und bringt spannende Weisheiten mit nach Hause, wie beispielsweise die „Tatsache“, dass Männer und Frauen bereits rein biologisch dazu ausgelegt sind, für bestimmte Dinge geeignet zu sein. Steven entwickelt sich unter der „kulturellen“ Erziehung innerhalb der Schule mehr und mehr zu einem Monster, dem nicht nur Jean eine zimmern möchte. Jeans Tochter Sonia hingegen verkümmert. Sie spricht freiwillig kaum bis gar nicht und nachdem sie gesehen hat, wozu die Armbänder fähig sind, ist ihr junges Leben stets von Angst diktiert. Während die Autorin sich also reichlich Zeit für die Kinder Jeans nimmt, wirken sie und ihr Mann fast schon leblos, wie Marionetten. Auch Jeans Affäre scheint irgendwie nur den Sinn zu erfüllen, dass in Jean der Wunsch auszubrechen erweckt wird. Das finde ich richtig schade! Gerade Jean, die in die Fußstapfen von Winston Smith (1984) und Bernard Marx (Brave New World) tritt, sollte etwas runder dargestellt werden. Dennoch ist „Vox“ sehr spannend zu lesen, man fliegt förmlich durch die Seiten. Besonders, als Jean aufgrund eines Schlaganfalls des Präsidenten (oder war es jemand anders?) nämlich ihren Job unter verschärften Bedingungen wieder ausüben darf, um ein Heilmittel für die beschädigten Hirnzellen, die das Sprachzentrum angreifen, zu entwickeln… Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de/rezension/100woerter-christina-dalchers-vox
Sehr wichtiges, hochaktuelles Buch, das sich gerade in der jetzigen politischen Situation höchst beklemmend liest. Allerdings hat es etwa ab dem letzten Drittel ziemlich an Qualität verloren. Das Ende wirkte total überhastet und insgesamt war mir die Story zu löchrig und zu wenig ausgereift. Ich würde es trotzdem jedem empfehlen, einfach aufgrund der Thematik und weil es grundsätzlich auch echt spannend war.
In einer dystopischen Diktatur wird den Frauen die Sprache genommen. Nur hundert Wörter am Tag stehen ihnen zur Verfügung um den Alltag zu meistern. Werden mehr als einhundert Wörter gesprochen, werden sie bestraft. Jean, vor der Wahl des Präsidenten der diese Methode eingeführt hat eine angesehene Linguistin, hat 4 Kinder und ist verheiratet. Auch sie mit einem Folterarmband nur an den Haushalt gefesselt. Das Fernsehprogramm vorgeschrieben, keine Bücher, kein Internet, keine Worte. Dann wird sie von der Regierung gebraucht, um die Forschung, welche sie vor ihrem erzwungenen " Verstummen" begonnen hat, fortzusetzen... Diese Geschichte hinterlässt ein beklemmendes Gefühl, Betroffenheit, Wut . Gute Thematik die zum Nachdenken anregt, aber die Umsetzung hat mit nicht so gut gefallen.
Was für ein gutes Buch 🤯
Die Geschichte hat mich zeitweise so wütend gemacht, dass ich meinen Tolino am liebsten gegen die Wand geworfen hätte 😣 Der Schreibstil ist fesselnd & flüssig, die Kapitel kurz. So kommt man gut durchs Buch. Jean ist so eine starke Protagonistin, ich hab das ganze Buch über mit ihr mitgefiebert & gehofft dass sie es schafft dem ganzen „Schwachsinn“ ein Ende zu setzen. Mit DIESEM Ende hab ich allerdings nicht gerechnet. Klare Leseempfehlung! ✨
Unfassbar starke Message, eine deutliche Warnung an die Menschheit, die zur Zeit mehr denn je gebraucht wird. Sehr spannend geschrieben, bis kurz vor Ende bleibt alles offen und man fiebert mit. Sehr tiefe Charaktere, mit denen man ausnahmslos mitfühlen kann. Einziger Minuspunkt - Teilweise kompliziert und schwierig zu verstehen, viele wissenschaftliche Fachbegriffe und das Ende ging mir etwas zu schnell - ich konnte kaum nachvollziehen was auf diesen letzten 50 Seiten plötzlich alles geschah.
Krass was in diesem Buch abgeht. Und echt erschreckend wie nah an der Realität es ist. Genauso schleichend wie auch vor 2 Jahren immer mehr Rechte durch einen Virus eingeschränkt wurden. Das stimmt echt nachdenklich, da die Protas hier zunächst ja auch nicht dachten das es sooo schlimm wird. Aber 100 Worte pro Tag ist echt wenig und manche dürfen ja auch gar nicht sprechen, ich hab echt ziemlich oft geschimpft bei diesem Buch und hoffe, dass so etwas nie passieren wird.
Spannender feministischer Thriller
Der Thriller vox beschreibt ein dystopisches Amerika, in dem die Frauen Armbänder angelegt bekommen, mit denen sie nur noch 100 Wörter am Tag reden dürfen. Auch haben sie bestimmte Regeln einzuhalten und sich dem Mann unterzuordnen. Für mich war der Thriller zum einen genial und zum anderen unerträglich. Die Vorstellung von so einer Welt ist absolut ekelerregend und lässt mich besonders bei der derzeitigen politischen Lage mit Gänsehaut zurück.

Rezension zu VOX - #100 Wörter VOX wurde von Christina Dalcher geschrieben und am 25.09.2019 im Fischer Verlag veröffentlicht. Das Buch hat mich vom Hocker gehauen und sprachlos gemacht. So sprachlos wie die Frauen, um die es in dem Buch geht. #100 Wörter beschreibt die Geschehnisse am besten. Die Frauen und Mädchen dürfen diese Wörteranzahl maximal an einem Tag verwenden, ansonsten werden sie bestraft. Unter ihnen gibt es aber auch welche, die gar nicht mehr sprechen dürften, deren Wortzähler auf 0 steht. Für uns in einer Welt, in der leider immer noch für mehr Gleichberechtigung in jeglichem Sinne gekämpft wird, ist solch ein Rückschritt kaum vorstellbar. Ich finde den Gedanken meiner Stimme, meiner Meinung und Freiheit beraubt zu werden, schrecklich. Jean, der Protagonistin, geht es genauso. Sie hat 4 Kinder, darunter ein kleines Mädchen, dass nicht das Sprechen gelehrt bekommt, denn das ist nicht mehr wichtig. Sie wurden Ihrer Worte beraubt, weil Frauen ja nicht sprechen müssen. Dies obliegt nur den Männern. In dem Buch geht es um tragische Schicksalsschläge und einen Kampf für die Gerechtigkeit, für eine Stimme. Ich hoffe, dass so etwas nie wirklich eintreten wird, aber heutzutage kann man leider nichts ausschließen. Begonnen hat das Ganze durch die Wahl des "falschen" Präsidenten und die Tatsache, dass einige nicht wählen gehen wollten. Auch dadurch wird ein Zeigefinger auf uns gerichtet. Das Wahlverhalten der Menschen hat sich in den letzten Jahren sehr stark verändert. Es gehen immer weniger Menschen wählen. Das sollten wir ändern, um so etwas einen "falschen" Präsidenten/ eine "falsche" Partei zu verhindern. Also geht Wählen. FAZIT: Das Buch war für mich vom Anfang bis zum Ende ein Pageturner. Die Personen und die Thematik haben mich gefesselt, traurig gemacht und gezeigt, dass auch heute noch sehr viel für die Gleichberechtigung getan werden muss. Das Buch hat das Potenzial zum Jahreshighlight und kann nichts anderes als 5 Sterne erhalten.
Warum Feminismus so wichtig ist…
Zugegeben, es ist natürlich sehr krass dargestellt, aber nicht unmöglich. In Vox geht es um eine Regierung, die Frauen nur erlaubt 100 Wörter am Tag zu sprechen und die klassische Hausfrauenrolle einzunehmen. Wenn man dagegen verstößt oder versucht zu „mogeln“, werden über ein Armband der betreffenden Frau Stromstöße zugefügt, die sich nach der Anzahl der Verstößen erhöhen. Es macht betroffen und regt zum nachdenken kann und ist gleichzeitig so spannend geschrieben, dass man nicht aufhören kann es zu lesen! Ein Titel der empfohlen werden muss!!!!
Wahnsinnig stark! Frauen dürfen nur noch 100 Worte pro Tag sagen, sonst bekommen sie durch den Wortzähler (eine Art Armband) einen Elektroschock. Je mehr man sagt, desto schlimmer wird es... Ganz schlimme Vorstellung, sollte sowas passieren... Super Charaktere, super geschrieben. Ich hab mir echt ne Menge markiert, werde das Buch definitiv nochmal lesen
Zu Beginn wirkte VOX wie eine vielversprechende feministische Variante von George Orwells 1984 – ein spannendes und bedrückendes Szenario, das neugierig machte. Doch leider konnte mich das Buch im weiteren Verlauf nicht überzeugen.
Die Hauptfigur Jean blieb mir oft unsympathisch und zu distanziert, wodurch es schwerfiel, wirklich mit ihr mitzufühlen. Andere wichtige Figuren wie Enzo oder Jackie wurden leider nicht ausreichend entwickelt, was dazu führte, dass sie eher flach wirkten und nur dazu dienten, bekannte Informationen immer wieder zu wiederholen. Ein positiver Aspekt war, wie gut die Wut über das Handeln der Männer transportiert wurde. Die Darstellung der dystopischen Welt ist ebenfalls gelungen und sorgt für eine bedrückende Atmosphäre, die zum Nachdenken anregt. Doch was dem Buch meiner Meinung nach fehlte, war eine klare Botschaft. Besonders enttäuschend war das Ende. Ein weiterer Schwachpunkt war der unstrukturierte Schreibstil, der es mir schwer machte, wirklich in die Geschichte einzutauchen. Auch wenn die Autorin ihr Wissen über Linguistik eindrucksvoll einfließen lässt, wirkte es mit der Zeit übertrieben und störend. Insgesamt bietet VOX eine interessante Grundidee mit viel Potenzial, das jedoch nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Die Kritik an patriarchalen Strukturen ist da, bleibt aber letztlich unausgereift.

Description
Book Information
Posts
Unterhaltsam, aber leider auch nichts Neues
„Vox“ von Christina Dalcher ist ein Roman, der mit einem wirklich spannenden und aufwühlenden Szenario startet. Die Vorstellung einer Gesellschaft, in der Frauen nur 100 Worte pro Tag sprechen dürfen, ist sowohl erschreckend als auch erschütternd – ein Thema, das auf viele gesellschaftliche und politische Strömungen von heute anspielt. In der ersten Hälfte des Buches hat mich die Geschichte wirklich gut unterhalten: spannend, berührend und stellenweise auch bissig und humorvoll, was dem Ganzen eine interessante Dynamik verlieh. Leider flacht der Roman im weiteren Verlauf ab. Auch die Figuren bleiben flach und undifferenziert, wodurch es schwerfällt, eine tiefere Verbindung zu ihnen aufzubauen. Die Handlung verliert zunehmend an Überraschungen und wirkt stellenweise etwas abgekupfert. Für Fans dystopischer Literatur bietet der Roman wenig Neues, was erfrischend und einzigartig gewesen wäre. Im Vergleich zu anderen, ähnlich aufgebauten Geschichten geht „Vox“ leider unter und wird wohl nicht lange im Gedächtnis bleiben. Trotz seiner starken ersten Hälfte und der interessanten Ausgangsidee bleibt „Vox“ insgesamt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Es ist eine solide Dystopie, aber eben auch nicht mehr – eine solche, die viele andere Werke in diesem Genre schon besser und eindrucksvoller behandelt haben.
Widerstand ist weiblich 🚺
‚Vox‘ ist eine Dystopie, in der die USA von einer christlich-fundamentalistischen Sekte regiert werden. Frauen dürfen nur noch 100 Worte am Tag sprechen, müssen ihre Jobs aufgeben, sich ihrem Ehemann unterordnen. So auch Jean, einst Wissenschaftlerin, verheiratet und Mutter von vier Kindern. Als sie aufgefordert wird, für die Regierung an einem Forschungsprojekt zu arbeiten, geschehen merkwürdige Dinge. Und in Jean regt sich der Widerstand… Die von Christina Dalcher geschaffene Welt ist beklemmend, grausam und frauenverachtend, aber verzichtet auf allzu blutrünstige Darstellungen. Dem steht Jean als charakterstarke, allerdings nicht wirklich sympathische Heldin entgegen. Der Schreibstil ist angenehm schlicht. Einige Stränge (z.B. die ‚Unreinen‘) hätten gern etwas stärker ausgestaltet werden dürfen, das Ende wirkte auch ein wenig lieblos. Ich habe das Buch gern gelesen, aber es wurde meiner Meinung nach zu viel Potenzial verschenkt. Fans von ‚The Handmaid‘s Tale‘ oder ‚The Mothers‘ werden es auf jeden Fall mögen!
Was für ein heftiges Buch und was für eine wichtige Story. 100 Worte für jede Frau pro Tag... wer sich nicht daran hält wird schrecklich bestraft. Was schon schlimm klingt wird unter der Regentschaft von Trump so nah, denn auch in diesem Buch hat ein Radikaler das weiße Haus erobert. Eine sehr spannende Geschichte, die am Ende etwa abschwächt, aber nie langweilig wird.
Von Anfang an bedrückend.
Dieses Buch wurde im "Zwei Seiten"- Podcast von Christine Westermann und Mona Ameziane besprochen (an dieser Stelle große Empfehlung). Ich habe es in wenigen Tagen gelesen. Das Buch liegt von Beginn an schwer auf der Seele. Und am Ende bleibt man mit seiner Stimme, die in diesen Tagen wichtiger denn je wird. Ein Stern Abzug, weil ich das Ende etwas wild und wirr fand, hat dem Buch aber keinen Abbruch getan.
„Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.“
Ein dystopischer Roman, in der amerikanische Mädchen und Frauen nur noch 100 Wörter am Tag reden und nicht mehr arbeiten dürfen. Die Geschichte ist gesellschaftskritisch, fordert zum politischen Handeln auf und zeigt, wie Sprache Denken schafft.
Mal was ganz anderes als das was ich sonst lese. Und trotzdem unheimlich interessant.
Ich musste mich zwar erst an den Schreibstyle gewöhnen aber der Inhalt ist beeindruckend. In so vielen Hinsichten wurde ich an die Geschichten der NS-Zeit erinnert und für mich ist diese Buch erneut eine Aufforderung, für das einzustehen was einem wichtig ist. Man kämpft nie alleine, auch wenn es sich vielleicht so anfühlen mag. Sehr interessant das Buch und empfehlenswert wenn man mal aus der eigenen Wohlfühlzone raus möchte.
"VOX" wäre im Grunde eine ganz ausgezeichnete Dystopie, wenn nicht das überaus flache Ende wäre. Zwei Drittel des Romans haben mich geradezu gefesselt. Gerade weil es den Blick auf eine mögliche Zukunft richtet, deren Entstehung darauf basiert, dass man es wiederholt (!) zugelassen hat, dass die falschen Menschen die falschen Entscheidungen treffen. Es gab mehr als einen Moment, in dem mir kalte Schauer den Rücken runter gelaufen sind. Das letzte Drittel allerdings ist absolut trivial, konfus, unrealistisch und flacht zum Ende dermaßen ab, dass ich ständig das Gefühl hatte etwas überlesen zu haben - ganz Hollywood-like.
Das war mein erstes Buch im Genre Dystopie & ich denke ich möchte weitere Bücher in dem Genre lesen. 🤭 Einfach wild, wenn all das Realität wäre. Ich konnte mich super gut in die Protagonistin hineinversetzen (in die Charakterentwicklung). Es war alles super anziehen beschrieben, sodass ich komplett mitgefühlt habe. (Das Thema der Story war für mich absolut treffend) Definitiv empfehlenswert. 🤗 Vllt sogar auch für Neulinge in dem Gebiet. 🫱🏼🫲🏽
Dieses Buch? Wow! 12/10!
Dieses Buch ist echt unglaublich und ist auf Platz 1 meiner Lieblingsbücher gelandet. Ich hatte es über die Kindle-App entdeckt, denn dieses Buch ist mit einem Amazon-Prime-Abo kostenlos verfügbar. Also kleiner Tipp für alle, die es gerne lesen wollen, ansonsten kriegt man es nur noch gebraucht, bei Vinted bin ich aber schnell fündig geworden. Und nun zum Buch! Gerade mit der aktuellen politischen Lage weltweit hittet es noch mal ganz anders. Es ist unglaublich beklemmend, ich kam aber sofort in die Geschichte rein und konnte kaum aufhören zu lesen. Es hat sich sehr leicht und gut lesen lassen und ich hatte nie Probleme, mich zu konzentrieren, womit ich sonst manchmal kämpfe. Die Geschichte und einige Personen, Aussagen und Handlungen haben bei mir unglaubliche Wut ausgelöst. Die Geschichte hat sich im Verlauf spannend entwickelt und am Ende hatte ich das Gefühl, wieder durchatmen zu können. Es war kein komplettes Happy End, aber es war trotzdem gut und hat einem Hoffnung gegeben. Ich finde, dieses Buch sollte jede Person lesen – egal ob männlich oder weiblich, egal welches Alter. Nun, vielleicht schon eher ab 16, weil es stellenweise wirklich nicht ohne ist. Ich würde ja gerne alle Leute zwingen, das Buch zu lesen; da ich das aber nicht kann, empfehle ich es nur mit absoluter Dringlichkeit! Ein absolutes Highlight, welches einen noch mal ganz anders auf Privilegien und Feminismus schauen lässt und zeigt, dass es manchmal doch ganz schön schnell ganz schön scheiße und ungerecht werden kann.
— VOX provoziert, denn es fühlt sich nach so viel mehr an. Oh wooooah, macht es wütend beim lesen! In dieser fiktiven Dystopie stecken viele kleine Details bezüglich Sexismus, die man auch in der Realität wiedertrifft. Die Art und Weise wie die neue "Lebensweise" umgesetzt wird, step by step, wurde erschreckend gut umgesetzt. Ja, die Parallelen zu The Handmaid's Tale sind da, aber dennoch erschafft die Autorin hier etwas eigenes. Allein die Tatsache, dass 20 Jahre später, solche Themen noch umgehen, sollte ein Grund sein, sich mit diesen Werken auseinander zu setzen. ⚘️ ⠀ — Das Buch hätte ein Highlight werden können. Leider konnte mich das Ende bzw der Showdown nicht überzeugen. Thematisch also top, nur konnte die Handlung erzähltechnisch nicht immer mithalten. Trotzdem eine Empfehlung wert!

Das Lesen dieses Buches hat mich so richtig wütend gemacht. Aber im positiven Sinne: Die Autorin hat es geschafft, ihr dystopisches female rage Setting überzeugend in eine spannende Handlung zu verpacken. Dass Frauen nur 100 Worte am Tag sprechen dürfen, erscheint ganz am Anfang überzogen und realitätsfern - doch mit jeder Seite wird die Geschichte auch für uns zu einem potenziellen Zukunftsszenario. Dystopie und reale Elemente werden geschickt miteinander verwoben. Erschreckende Ähnlichkeit ist dadurch auch bei Themen wie der Zerbrechlichkeit unserer Demokratie erkennbar, wenn man z.B. einen Blick auf die aktuelle Lage in den USA wirft. Spannend fand ich auch die Thematisierung von linguistischer Wissenschaft und damit verknüpft, die Auswirkung von Sprache auf unser Denken und Handeln. Etwas gewöhnungsbedürftig war für mich die Erzählstruktur: Gegenwart und Erinnerung sind auf Textebene eng miteinander verwoben und nicht klar voneinander getrennt. Qualitativ unterscheidet sich der Hauptteil des Buches leider stark von seinem Ende und hier ist auch der Punkt, der das Buch für mich nicht zu einem Highlight macht. Das Ende wirkt in meinen Augen im Vergleich unausgereift, gehetzt und stark konstruiert. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, etwas Entscheidendes nicht mitbekommen zu haben und ich habe Textpassagen erneut lesen müssen. Das ist schade, denn ansonsten kann ich VOX absolut empfehlen.

In einem dystopischen Amerika, in dem es Frauen per Gesetz verboten ist, mehr als 100 Wörter am Tag zu sprechen, kämpft die Neurolinguistin Dr. Jean McClellan gegen die Regierung. „Vox“, der Debütroman von Christina Dalcher, kommt mit einem ungeheuerlichen Grundkonzept daher, das aufhorchen lässt. Doch der Einstieg in das Buch fiel mir aus zwei Gründen schwer. Zum einen lag das am Schreibstil des Buches. Jean, aus deren Perspektive erzählt wird, macht nämlich sehr oft Zeit- und Gedankensprünge zu der Zeit, als es noch keine Wortzähler gab, die jedes gesprochene Wort einer Frau registrieren. Und ja, es ist vom Konzept her logisch, da man so Zusammenhänge erfährt und man wenigstens noch seine Gedanken und Erinnerungen hat, wenn man schon kaum sprechen darf. Dennoch war es für mich teilweise schwierig, zu verstehen, wo die Handlung gerade ist. Zum anderen dachte ich, die bloße Prämisse des Romans wird ihn nicht tragen. Anders ausgedrückt: Frauen dürfen kaum sprechen – was machen wir damit? Klar gibt es welche, die das nicht groß stört und sogar welche, die sich offen darüber freuen, logischerweise eher der männliche Teil. Aber auch die betroffenen Frauen gehen teilweise ganz in ihrer Rolle der stummen und fügsamen Hausfrau, Mutter, Kindgebärerin, wie auch immer man es nennen mag, auf, was fast noch erschreckender ist, als die erwartbaren Kommentare misogyner Männer. Die verschiedenen Positionen sind dennoch schnell erzählt, zumindest schneller als in den knapp 400 Seiten, die der Roman umfasst. Umso positiv überraschter war ich, dass sich das Buch in seiner zweiten Hälfte zu einem wirklich packenden und spannenden Thriller mit Politik- und Wissenschaftselementen entwickelt und noch dramatischer und brutaler wird, als es ohnehin schon war. „Vox“ ist ein Buch wie der sprichwörtliche Verkehrsunfall, bei dem man eigentlich nicht hinsehen will und gar nicht so genau wissen möchte, was passiert ist, der aber dennoch eine grausame Faszination ausübt. Die Autorin Christina Dalcher schreibt in ihrem Nachwort, dass sie hofft, das der Roman zum Nachdenken angeregt und wütend gemacht hat. Beides ist ihr meiner Meinung nach mit diesem nicht einfachen, aber lesenswerten Werk gelungen.
Interessantes Thema.
Jean ist eine erfolgreiche amerikanische Wissenschaftlerin. Sie ist kurz vor einem Durchbruch in ihrer Forschung. Doch dann ändert sich plötzlich alles und Frauen dürfen nicht mehr als 100 Wörter am Tag sagen. Sie dürfen weder lesen noch arbeiten. Laut der von an herrschenden Religion der "Reinen" muss sich die Frau wieder dem Mann unterordnen. Als jedoch etwas geschieht wo die Regierung plötzlich ihre Hilfe braucht, ergeben sich Chancen etwas zu verändern... Ein wirklich guter Roman mit gesellschaftlichem Thema und einer Prise Wissenschaft. Klare Leseempfehlung. <3
Hat mich positiv überrascht.
"Gesellschaft lenkt nur Aufmerksamkeit auf das, was wir nicht mehr haben." [S. 47] In einem Amerika der Zukunft wird Frauen das Recht abgesprochen zu reden und gleichberechtigt zu leben. Nur hundert Worte stehen einer jeden Frau pro Tag zur Verfügung, erfasst durch einen Wortzähler, der bei Überschreitung der vorgesehen Anzahl schmerzhafte Elektroschocks auslöst. Als der Bruder des Präsidenten nach einem Schlaganfall an Wernicke-Aphasie leidet, wird die Wissenschaftlerin Dr. Jean McClellan gebeten, gemeinsam mit ihren Kollegen ein Serum zu erstellen, welches die Aphasie heilt. Im Gegenzug erhält sie für die Zeit der Erforschung des Mittels ihre eigene uneingeschränkte Sprache wieder. Doch wer das Wunder vollbringen kann, Substanzen zu erstellen, die Menschen heilen, der kann auch welche erstellen, die das Gegenteil bewirken und Menschen für immer zum Schweigen bringen, oder? Das war (überraschenderweise) richtig gut. Dystopisch, spannend und unterhaltsam und in Anbetracht der momentanen Situation leider auch durchaus vorstellbar. "Das Leben wirft mit kleinen Ironien nach uns." [S. 386]
'Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.' Ein vermeintlich eindeutiges Zitat. Die Dystophie zeigt jedoch, dass 'nichts' im Auge des Betrachters liegt und man womöglich noch nicht genau genug hin geschaut hat, was Menschen doch tun, um für ihre Normen und Werte einzustehen und auf ihre Art und Weise ihre Lieben zu schützen.
Erschrocken hat mich, wie greifbar es sich anfühlt, dass die Hälfte der Gesellschaft sprachlos gemacht wird und welche Auswirkungen das sowohl auf die Personen ohne Sprache als auch die Personen mit Sprache hat. Zusätzlich wird mich der Gedankenanstoß, zu benennen was passiert, anstatt von 'es' zu sprechen, wie es im Roman oftmals passiert, noch eine Weile begleiten. Die Themen nicht beim Namen zu nennen, nimmt Brisanz, wodurch ein Mitlaufen womöglich leichter ist.
Erschreckend realistisch
Vox entwirft eine erschreckende Zukunftsvision, die angesichts der aktuellen Weltlage unheimlich real wirkt. Frauen haben sämtliche Rechte verloren – sogar das Recht auf das eigene Wort, begrenzt auf maximal 100 Wörter am Tag. Was macht das mit unserem gesellschaftlichen Miteinander? Dass der Roman zur ersten Amtszeit Trumps erschien und ihn nun während seiner zweiten zu lesen, lässt die Geschichte noch intensiver unter die Haut gehen. Der sprachbewusste Schreibstil verrät die linguistische Expertise von Autorin und Protagonistin zugleich. Anfangs erschwerten seltene Worte und Satzbauten meinen Lesefluss, doch die packende Handlung und kurzen Kapitel rissen mich schnell mit. Eine rundum gelungene Geschichte – hoffentlich reine Fiktion.

Stell dir vor, ein Präsident führt ein, dass Frauen nur noch 100 Wörter am Tag sprechen dürfen. Stell dir vor, du hättest ein Kind, dass eine Tochter ist und sie dürfte gar nicht mehr sprechen. Genau darum geht es in Vox. Frauen dürfen nicht mehr zur Arbeit gehen. Sie müssen zu Hause bleiben und Haushalt erledigen. Sie dürfen keine Bücher mehr lesen, und sie dürfen nur noch 100 Wörter am Tag sprechen. Was macht das mit dir? Die ersten 300 Seiten dieses Buches haben mich wütend und sprachlos zurückgelassen. Ich konnte nur Kopfschütteln atemlos von einer Seite zur nächsten Blättern und nicht glauben, was für ein Weltbild in diesem Buch gezeichnet wird. Ich kann es mir nicht vorstellen nur noch 100 Wörter pro Tag zu sprechen. Zähl mal mit, das hast du in der Früh schon voll. Es zeichnet ein dunkles Bild für Frauen und das Gefühl der Beklemmung bleibt, wenn man nur mal in den Iran blickt. Wie schnell ist der Schritt getan von eine Uhr, die deine Schritte zählt und dir die Nachrichten anzeigt bis hin zu einer Uhr, die dir einen Stromschlag versetzt, wenn du mehr als 100 Wörter sprichst am Tag. Alles in allem hat mich dieses Buch sehr nachdenklich zurückgelassen und es bleibt mir definitiv lange im Gedächtnis. Womit ich nicht ganz einverstanden bin, ist das Ende dieses Buches. Das ging mir zu schnell, zu rekonstruiert. Und da merkt man, dass sie dieses Buch in kürzester Zeit geschrieben hat. Für mich fehlt ein bisschen die letzte Auflösung aller Rätsel, ich habe so das Gefühl, die losen Fäden wurden für mich nicht gut genug erklärt und zu Ende geführt. Ich rede mir ein, dass es nicht meine Schuld war. Ich habe Myers nicht gewählt. Ich habe überhaupt nicht gewählt, um die Wahrheit zu sagen. Seite 125
Einfach nur heftig
Der Klappentext der Dystopie hat mich so interessiert, dass ich das Buch nur noch verschlingen wollte und das hab ich auch! Man kommt so schnell in das Buch rein und will es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung war super spannend, fesselnd und wurde nie langweilig. Einige Stellen machten mich sehr wütend und einige machten mich sehr ängstlich und nervös. Mit diesem Buch versteht man wie wichtig die „Stimme“ ist!
Compelling read that makes your anger grow with each chapter
The author invites the reader to a new American reality: the Pure movement has taken over, women as well as other marginalized groups have little to no rights. Everyone is subject to abuse of power. The protagonist Jeanie, once renowned doctor in her scientific field, now left with no more than 100 words to speak and stay at home, realizes more and more how her unwillingness to see the political danger in earlier times and realize the importance of her vote has now led her to live a life where she gets to become more resentful towards her own sons and husband each day as she sees them succumbing to the Pure movements new ideals. When the government needs her help in order to secretly work on a serum that will make any political enemy voiceless, she gets the chance to fight back. The dystopic scenario seems a very fitting read following recent developments in the United States of America's "Culture Wars" and politics. While the scenarios depicted in the novel seem fictional and exaggerated, one only needs to look at countries like Afghanistan for example to realize, that women are already taken away their (public) voices and access to education. The book is a real page-turner, written in short chapters and from the personal point of view of Jeanie, often jumping from present to past events.
Erschreckend nah - unleash the female rage
Absolut tolle Dystopie, die gut vorstellbar auch wirklich eine Zukunft sein könnte. Großartig geschrieben, spannend bis zum Schluss. Von Lachen bis Wut war alles dabei. Lektion des Buches einfach das Zitat von Burke „Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen. “ Also lasst uns mehr unternehmen. Dieses Buch stachelt an, im besten Sinne!

Schreckliche Welt, aber wirklich dystopisch?
Was für ein Buch! Ich hatte gestern sooo viel Wut in Bauch, dass ich vielen davon teilweise sogar mündlich erzählen musste, damit ich diese Wut loswerden konnte. Jeder einzelne meinte, also wie Iran oder wie Afghanistan. Wobei ich gar wirkich finde, dass aich Europa sich tw in diese Richtung bewegt. Meine einzige politische Meinung: Die extremrechten Partein propagieren nonstopFrauen gehören zurück zum Haushalt, Herd und Kind und diese werden auch immer stärker. Die Wahlbeteiligung ist wirklich armselig und da muss ich schon sagen: liebe Frauen: solange haben wir noch gar nicht das Recht unsere Stimme abzugeben, warum gehen trotzdem so wenige hin? Nun zum Buch: ich liebte es, es hat mich wirklich wütend gemacht, diese Welt, die Familie, die mangelnde Unterstützung, das mangelnde Inteeesse. Ja es ist ein Roman, der übrigens von mor auch 6 Sterne bekommen würde. Aber dieser Roman spiegelt die gesellschaftlich irgendwie ganz krass wider. Die parallelen zu einem orangen Präsidenten sind da und ich wette, dass Buch ist in den USA wie unter anderem der Report der Magd oder 1984 aif der Liste der verbrannten Bücher. Boah Leute, wenn ich nur an den ältesten Sohn denke.. echt... mir kommt das kotzen. Ich könnte soviel hier schreiben, aber ich will echt nicht spoilern.. es regt zum aufregen, diskutieren und hoffentlich vor allem zum nachdenken an.
Christina Dalchers Vox entwirft ein Szenario, das sich im ersten Moment absurd anhört. Im Zentrum steht Jean, eine Sprachwissenschaftlerin, die in einem Amerika lebt, in dem Frauen auf hundert gesprochene Wörter pro Tag begrenzt werden. Wer mehr spricht erhält über ein Armband Stromschläge. Was zunächst wie ein politischer Ausrutscher wirkt, entpuppt sich schnell als tiefgreifender Systemwechsel: Frauen verlieren ihre Jobs, ihre Bildung, ihre Selbstbestimmung. Jeans Tochter Sonia wächst bereits in einer Welt auf, in der Lesen und Schreiben für Mädchen keine Rolle mehr spielen. Die Geschichte setzt genau an diesem Punkt an, entwickelt aber ihre eigentliche Wucht durch die Art, wie sie erzählt wird. In immer wieder eingestreuten Rückblenden erfährt man nach und nach, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Das hält die Spannung konstant hoch, weil man eben nicht von Anfang an das gesamte Bild kennt, sondern sich dieses Stück für Stück zusammensetzt. Parallel dazu verfolgt man Jeans Gegenwart, in der sie – mehr oder weniger gezwungen – wieder in ihre alte wissenschaftliche Arbeit eingebunden wird. Was dabei besonders gut funktioniert: Das Szenario wirkt erschreckend realistisch. Die Entwicklungen kommen nicht mit einem großen Knall, sondern schleichend, durch viele kleine Veränderungen, Manipulationen und politische Entscheidungen, die für sich genommen fast harmlos erscheinen. Gerade die Indoktrination der Jugend ist dabei sehr überzeugend dargestellt. Das Buch zeigt klar, wie gefährlich politische Passivität sein kann, ohne dabei belehrend zu wirken oder mit erhobenem Zeigefinger daherzukommen. Inhaltlich entwickelt Vox einen enormen Sog. Es ist eines dieser Bücher – beziehungsweise Hörbücher –, bei denen man ständig weiterhören will, weil man wissen muss, wie es weitergeht. Für mich war das lange Zeit kein Hörbuch mehr, das ich so schnell durchgezogen habe. Auch die Umsetzung als Hörbuch mit Andrea Sawatzki trägt viel dazu bei: Sie liest sehr eindringlich und transportiert die beklemmende Stimmung überzeugend. Allerdings hat das Buch auch Schwächen. Ein Punkt, der für mich nicht wirklich funktioniert hat, ist die zusätzliche Einführung eines zweiten Mannes als relevante Figur in Jeans Leben. Der damit verbundene romantische Aspekt wirkte auf mich unnötig und hat thematisch eher gestört. Gerade in einem so klar feministisch geprägten Setting hätte ich mir hier eine andere Lösung gewünscht – der „Lovestory“-Anteil hat dem Buch für mich nichts hinzugefügt, eher im Gegenteil. Auch Jean selbst bleibt als Protagonistin etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück. Da die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt wird, hätte man hier mehr Tiefe erwarten können. Stattdessen wirkt sie stellenweise passiv, vieles fällt ihr in den Schoß, oft hat sie einfach Glück. Ein klarer, aktiver Wille, das System wirklich zu verändern, kommt für mich nicht stark genug heraus. Der Plan der Antagonisten ist zudem einerseits recht offensichtlich und andererseits nicht besonders durchdacht. Das könnte man kritisch sehen, wirkt aber fast schon wieder realistisch, wenn man sich aktuelle politische Entwicklungen anschaut – Machtstrukturen funktionieren nicht zwingend logisch oder klug. Das Ende schließlich geht mir etwas zu schnell und hat eine fast schon hollywoodartige Dramaturgie. Hier hätte dem Buch etwas mehr Ruhe und Konsequenz gutgetan, statt noch einmal alles sehr zugespitzt aufzulösen. Trotz dieser Schwächen bleibt Vox ein sehr wirkungsvolles Buch. Es ist spannend, beklemmend und regt zum Nachdenken an, ohne platt zu sein. Vor allem zeigt es eindrücklich, wie fragil gesellschaftliche Errungenschaften sein können – und dass es oft nicht den einen großen Umbruch braucht, sondern viele kleine Schritte in die falsche Richtung. Dass der Roman bereits 2018 erschienen ist und sich heute immer noch so aktuell anfühlt, macht ihn nur umso eindringlicher. Insgesamt für mich starke 4 von 5 Sternen.
Ich könnte mir nicht vorstellen in einer Welt zu leben, in der Frauen nur 100 Wörter sprechen dürfen und weder lesen noch schreiben dürfen. Doch in solch einer Welt lebt Jean mit ihrer Familie.Auch ist allen Frauen das arbeiten untersagt, was Jean dazu brachte ihre Forschungen zu einem Heilmittel gegen die Wernicke-Aphasie zu unterbrechen. Um zu gewährleisten das Frauen wie auch Mädchen das Limit an Wörtern nicht überschreiten, tragen alle einen Wortzähler. Dieser verpasst seiner Trägerin Stromschläge sobald das Limit überschritten wird. Und je weiter das Limit von 100 Wörtern überschritten wird umso intensiver werden die Stromschläge. Dabei wird leider auch nicht vor Kindern halt gemacht. An sich hat mir die Geschichte ja ganz gut gefallen auch wenn ich selbst nicht in solch einer Welt leben möchte. Doch ich konnte manche Handlungen von Jean einfach nicht nachvollziehen. Da hat sie die Chance ihre Tochter und sich vom Wörterzähler zu befreien in dem sie für die Regierung arbeitet, doch weigert sich weil sie nicht für Reverent Carl arbeiten will. Dabei hat sie die Chance darauf alles zu manipulieren als Wissenschaftlerin der Regierung. Was mir auch nicht gefiel war die Liebschaft mit Lorenzo und die ständigen Vergleiche zwischen Lorenzo und ihrem Mann. Ehrlich dann soll sie sich doch trennen, wenn ihr Mann so schlecht ist und Lorenzo doch so viel besser. Und dann hätte sie sich ihre Tochter geschnappt und wäre mit ihr und Lorenzo ausgewandert, aber auch dazu fehlte ihr der Mut. Abgesehen von einigen holpprigen Textpassagen gefiel mir der Schreibstil der Autorin ganz gut und auch die gesamte Geschichte bis auf die paar Kritikpunkte. Zwischendurch stieg dann auch mal die Spannung nur leider kam das Ende dann doch zu kurz....zack bumm und alles war Friede Freude Eierkuchen. Letztendlich liegt es bei dir ob ihr diesem Buch eine Chance gibt, denn ich habe nicht gesagt das es schlecht ist, sondern hatte nur ein wenig zu bemängeln, aber auch das gehört zu einer Rezension dazu.
Beängstigend. Verstörend. Unglaublich. Eine Dystopie in der Frauen zum Schweigen gebracht werden, damit Männer ihren alten Platz einnehmen können.
Dieses Buch ist ungemein aufwühlend. Es handelt sich um eine Thriller, der sehr spannend geschrieben wurde, so dass ma ihn kaum weglegen kann. In dieser ungeheuerlichen und zum Glück nicht realen Story, wird ein Amerika konstruiert, in dem Stück für Stück die Frauen ihrer Rechte beraubt werden. Allen voran das Recht auf Sprache. Limitiert auf 100 Wörter am Tag, bricht das demokratische System vollends zusammen. Ich bin sicher keine Feministin. Ich wurde nicht geschlechtsspezifisch erzogen, auch wenn ich beruflich sehr oft mit Vorurteilen konfrontiert wurde. Als Leserin ist es mir dennoch unmöglich bei diesem Buch nicht in Rage zu geraten. Ich bin wütend, sauer, empört, verängstigt und während des Lesens auch verzweifelt. Ich hoffe, dieses Buch wird nie Realität. Ich hoffe, ganz viele lesen es. Und ich hoffe, alle sehen kritisch die Entwicklungen auf unserer Welt, die bereits dabei ist, Bücher zu verbannen, Freiheit einzuschränken und die Geisteskranken an ihre Spitze zu setzen, allen voran die USA.

"Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen." bestimmte Bevölkerungsschichten mundtod zu machen, hat erstaunlich viel Parallelen zur aktuellen Trump Administration und wirkt damit ein Stück weit gar nicht so weit hergeholt. Die Geschichte ist zu Beginn nahbar und bedrückend und man möchte als Leser mehr erfahren, wie es soweit kam aber auch wie weit hier gegangen wird. Sehr gut herausgestellt ist Jeans Spannungsverhältnis in der Familie. Mit ihrem Mann, der nicht aufbegehrt. Die Sorge um die Zukunft der Tochter, die von klein auf in Schule und ihren eigenen erzieherischen Einfluss klein gehalten wird. Zu ihrem ältesten Sohn, der mit den Reinen zu sympathisieren scheint. Doch leider kann das Buch den Spannungsbogen nicht konsequent halten. In der zweiten Hälfte flacht die Geschichte deutlich ab und das Ende ist wenig überzeugend oder gelungen. Dennoch, ein gutes Beispiel dafür, wie schnell konservative totalitäre Strömungen ihren Einfluss ausbauen können und dann unmenschliche Systemumwälzungen herbeiführen können. Allein dafür gibt es eine Leseempfehlung. Inhaltlich gebe ich dennoch 3,5 von 5 Sternen.

Vermutlich begegnet euch Christina Dalchers „Vox“ aktuell auf vielen Blogs und überall in den sozialen Medien. Dieses Buch wird mit der Message „Der Roman, den jede Frau lesen muss“ geliefert und hat auch mich neugierig gemacht. Das Setting ist ein Amerika in nicht allzu ferner Zeit, in der Frauen Wortzähler um die Handgelenke haben, die exakt 100 Wörter pro Tag erlauben. Alles, was über diese 100 Wörter hinaus gesprochen wird, wird mit Stromschlägen bestraft. Die Frauen sollen dadurch gefügig gemacht werden und durch diese Art der Züchtigung auch lernen, keine Kritik am System zu üben. In Dalchers Zukunftsvision haben Frauen zudem ihren festen Platz im Haushalt, bevorzugt in der Küche, wo sie sich um das leibliche Wohl ihrer Familie kümmern. Kindern wird bereits in der Schule ein verzerrtes Bild indoktriniert, in dem die Frau nichts zu sagen hat. Und warum sollte sie auch sprechen? Es stehen sowieso nur 100 Wörter zur Verfügung. In diese Welt wird Jean katapultiert, nachdem sie ungläubig das politische Geschehen im Fernsehen verfolgt. Nach und nach verschwinden die Frauen aus den Reihen der Regierenden und Meinungsgeber, nach und nach etabliert sich ein System, bei dem niemand damit gerechnet hätte, dass „die“ damit durchkommen. Die, das sind all die bösen männlichen Politiker, die Frauen wieder an den Herd verbannen möchten. Die einzige Frau, die sich gegen diese Veränderungen aufzulehnen scheint, ist Jeans Uni-Freundin Jackie, die in Talkshows auftritt, in Debatten für das Recht der Frauen protestiert, mit aller Macht dagegen ankämpft. Doch eine Frau reicht leider nicht aus, um diesen Irrsinn zu stoppen, und so geschieht, was viele nicht sehen wollten: Ein totalitärer Staat entsteht. "Ich habe wohl nicht geglaubt, dass es passieren würde. Keine von uns." Christina Dalcher legt mit „Vox“ einen erschütternden Roman vor, der stellenweise mehr Thriller als Gesellschaftskritik ist. Und das Buch ist tatsächlich so wichtig, wie seine Marketingkampagne uns mitteilt: Durch Trumps Position in den USA werden die Stimmen aus dem Bible Belt, die früher vielleicht als hinterwäldlerisch verschrien worden wären, immer lauter. Frauen gehören an den Herd und sollen am besten schon früh verheiratet werden, so tönt es aus dem Süden, und mir rollen sich da wie vermutlich jedem von uns die Zehennägel hoch. Dalcher hat diese Vision überspitzt wahr werden lassen und unsere Protagonistin Jean zusammen mit ihrer Familie mitten in den Wahnsinn geschmissen. Während ihr Mann seinen alten Job ausführen darf, darf Wissenschaftlerin Jean brav das Haus schrubben. Ihr Sohn Steven blüht unter der grenzwertigen Schulbildung nahezu auf und bringt spannende Weisheiten mit nach Hause, wie beispielsweise die „Tatsache“, dass Männer und Frauen bereits rein biologisch dazu ausgelegt sind, für bestimmte Dinge geeignet zu sein. Steven entwickelt sich unter der „kulturellen“ Erziehung innerhalb der Schule mehr und mehr zu einem Monster, dem nicht nur Jean eine zimmern möchte. Jeans Tochter Sonia hingegen verkümmert. Sie spricht freiwillig kaum bis gar nicht und nachdem sie gesehen hat, wozu die Armbänder fähig sind, ist ihr junges Leben stets von Angst diktiert. Während die Autorin sich also reichlich Zeit für die Kinder Jeans nimmt, wirken sie und ihr Mann fast schon leblos, wie Marionetten. Auch Jeans Affäre scheint irgendwie nur den Sinn zu erfüllen, dass in Jean der Wunsch auszubrechen erweckt wird. Das finde ich richtig schade! Gerade Jean, die in die Fußstapfen von Winston Smith (1984) und Bernard Marx (Brave New World) tritt, sollte etwas runder dargestellt werden. Dennoch ist „Vox“ sehr spannend zu lesen, man fliegt förmlich durch die Seiten. Besonders, als Jean aufgrund eines Schlaganfalls des Präsidenten (oder war es jemand anders?) nämlich ihren Job unter verschärften Bedingungen wieder ausüben darf, um ein Heilmittel für die beschädigten Hirnzellen, die das Sprachzentrum angreifen, zu entwickeln… Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de/rezension/100woerter-christina-dalchers-vox
Sehr wichtiges, hochaktuelles Buch, das sich gerade in der jetzigen politischen Situation höchst beklemmend liest. Allerdings hat es etwa ab dem letzten Drittel ziemlich an Qualität verloren. Das Ende wirkte total überhastet und insgesamt war mir die Story zu löchrig und zu wenig ausgereift. Ich würde es trotzdem jedem empfehlen, einfach aufgrund der Thematik und weil es grundsätzlich auch echt spannend war.
In einer dystopischen Diktatur wird den Frauen die Sprache genommen. Nur hundert Wörter am Tag stehen ihnen zur Verfügung um den Alltag zu meistern. Werden mehr als einhundert Wörter gesprochen, werden sie bestraft. Jean, vor der Wahl des Präsidenten der diese Methode eingeführt hat eine angesehene Linguistin, hat 4 Kinder und ist verheiratet. Auch sie mit einem Folterarmband nur an den Haushalt gefesselt. Das Fernsehprogramm vorgeschrieben, keine Bücher, kein Internet, keine Worte. Dann wird sie von der Regierung gebraucht, um die Forschung, welche sie vor ihrem erzwungenen " Verstummen" begonnen hat, fortzusetzen... Diese Geschichte hinterlässt ein beklemmendes Gefühl, Betroffenheit, Wut . Gute Thematik die zum Nachdenken anregt, aber die Umsetzung hat mit nicht so gut gefallen.
Was für ein gutes Buch 🤯
Die Geschichte hat mich zeitweise so wütend gemacht, dass ich meinen Tolino am liebsten gegen die Wand geworfen hätte 😣 Der Schreibstil ist fesselnd & flüssig, die Kapitel kurz. So kommt man gut durchs Buch. Jean ist so eine starke Protagonistin, ich hab das ganze Buch über mit ihr mitgefiebert & gehofft dass sie es schafft dem ganzen „Schwachsinn“ ein Ende zu setzen. Mit DIESEM Ende hab ich allerdings nicht gerechnet. Klare Leseempfehlung! ✨
Unfassbar starke Message, eine deutliche Warnung an die Menschheit, die zur Zeit mehr denn je gebraucht wird. Sehr spannend geschrieben, bis kurz vor Ende bleibt alles offen und man fiebert mit. Sehr tiefe Charaktere, mit denen man ausnahmslos mitfühlen kann. Einziger Minuspunkt - Teilweise kompliziert und schwierig zu verstehen, viele wissenschaftliche Fachbegriffe und das Ende ging mir etwas zu schnell - ich konnte kaum nachvollziehen was auf diesen letzten 50 Seiten plötzlich alles geschah.
Krass was in diesem Buch abgeht. Und echt erschreckend wie nah an der Realität es ist. Genauso schleichend wie auch vor 2 Jahren immer mehr Rechte durch einen Virus eingeschränkt wurden. Das stimmt echt nachdenklich, da die Protas hier zunächst ja auch nicht dachten das es sooo schlimm wird. Aber 100 Worte pro Tag ist echt wenig und manche dürfen ja auch gar nicht sprechen, ich hab echt ziemlich oft geschimpft bei diesem Buch und hoffe, dass so etwas nie passieren wird.
Spannender feministischer Thriller
Der Thriller vox beschreibt ein dystopisches Amerika, in dem die Frauen Armbänder angelegt bekommen, mit denen sie nur noch 100 Wörter am Tag reden dürfen. Auch haben sie bestimmte Regeln einzuhalten und sich dem Mann unterzuordnen. Für mich war der Thriller zum einen genial und zum anderen unerträglich. Die Vorstellung von so einer Welt ist absolut ekelerregend und lässt mich besonders bei der derzeitigen politischen Lage mit Gänsehaut zurück.

Rezension zu VOX - #100 Wörter VOX wurde von Christina Dalcher geschrieben und am 25.09.2019 im Fischer Verlag veröffentlicht. Das Buch hat mich vom Hocker gehauen und sprachlos gemacht. So sprachlos wie die Frauen, um die es in dem Buch geht. #100 Wörter beschreibt die Geschehnisse am besten. Die Frauen und Mädchen dürfen diese Wörteranzahl maximal an einem Tag verwenden, ansonsten werden sie bestraft. Unter ihnen gibt es aber auch welche, die gar nicht mehr sprechen dürften, deren Wortzähler auf 0 steht. Für uns in einer Welt, in der leider immer noch für mehr Gleichberechtigung in jeglichem Sinne gekämpft wird, ist solch ein Rückschritt kaum vorstellbar. Ich finde den Gedanken meiner Stimme, meiner Meinung und Freiheit beraubt zu werden, schrecklich. Jean, der Protagonistin, geht es genauso. Sie hat 4 Kinder, darunter ein kleines Mädchen, dass nicht das Sprechen gelehrt bekommt, denn das ist nicht mehr wichtig. Sie wurden Ihrer Worte beraubt, weil Frauen ja nicht sprechen müssen. Dies obliegt nur den Männern. In dem Buch geht es um tragische Schicksalsschläge und einen Kampf für die Gerechtigkeit, für eine Stimme. Ich hoffe, dass so etwas nie wirklich eintreten wird, aber heutzutage kann man leider nichts ausschließen. Begonnen hat das Ganze durch die Wahl des "falschen" Präsidenten und die Tatsache, dass einige nicht wählen gehen wollten. Auch dadurch wird ein Zeigefinger auf uns gerichtet. Das Wahlverhalten der Menschen hat sich in den letzten Jahren sehr stark verändert. Es gehen immer weniger Menschen wählen. Das sollten wir ändern, um so etwas einen "falschen" Präsidenten/ eine "falsche" Partei zu verhindern. Also geht Wählen. FAZIT: Das Buch war für mich vom Anfang bis zum Ende ein Pageturner. Die Personen und die Thematik haben mich gefesselt, traurig gemacht und gezeigt, dass auch heute noch sehr viel für die Gleichberechtigung getan werden muss. Das Buch hat das Potenzial zum Jahreshighlight und kann nichts anderes als 5 Sterne erhalten.
Warum Feminismus so wichtig ist…
Zugegeben, es ist natürlich sehr krass dargestellt, aber nicht unmöglich. In Vox geht es um eine Regierung, die Frauen nur erlaubt 100 Wörter am Tag zu sprechen und die klassische Hausfrauenrolle einzunehmen. Wenn man dagegen verstößt oder versucht zu „mogeln“, werden über ein Armband der betreffenden Frau Stromstöße zugefügt, die sich nach der Anzahl der Verstößen erhöhen. Es macht betroffen und regt zum nachdenken kann und ist gleichzeitig so spannend geschrieben, dass man nicht aufhören kann es zu lesen! Ein Titel der empfohlen werden muss!!!!
Wahnsinnig stark! Frauen dürfen nur noch 100 Worte pro Tag sagen, sonst bekommen sie durch den Wortzähler (eine Art Armband) einen Elektroschock. Je mehr man sagt, desto schlimmer wird es... Ganz schlimme Vorstellung, sollte sowas passieren... Super Charaktere, super geschrieben. Ich hab mir echt ne Menge markiert, werde das Buch definitiv nochmal lesen
Zu Beginn wirkte VOX wie eine vielversprechende feministische Variante von George Orwells 1984 – ein spannendes und bedrückendes Szenario, das neugierig machte. Doch leider konnte mich das Buch im weiteren Verlauf nicht überzeugen.
Die Hauptfigur Jean blieb mir oft unsympathisch und zu distanziert, wodurch es schwerfiel, wirklich mit ihr mitzufühlen. Andere wichtige Figuren wie Enzo oder Jackie wurden leider nicht ausreichend entwickelt, was dazu führte, dass sie eher flach wirkten und nur dazu dienten, bekannte Informationen immer wieder zu wiederholen. Ein positiver Aspekt war, wie gut die Wut über das Handeln der Männer transportiert wurde. Die Darstellung der dystopischen Welt ist ebenfalls gelungen und sorgt für eine bedrückende Atmosphäre, die zum Nachdenken anregt. Doch was dem Buch meiner Meinung nach fehlte, war eine klare Botschaft. Besonders enttäuschend war das Ende. Ein weiterer Schwachpunkt war der unstrukturierte Schreibstil, der es mir schwer machte, wirklich in die Geschichte einzutauchen. Auch wenn die Autorin ihr Wissen über Linguistik eindrucksvoll einfließen lässt, wirkte es mit der Zeit übertrieben und störend. Insgesamt bietet VOX eine interessante Grundidee mit viel Potenzial, das jedoch nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Die Kritik an patriarchalen Strukturen ist da, bleibt aber letztlich unausgereift.
























































