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Von der Arbeiterselbsthilfe zur Verbraucherorganisation

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Der Titel kann ab Januar 2013 über die Südost Verlags Service GmbH, Waldkirchen, bezogen werden. Die Bedeutung der konsumgenossenschaftlichen Bewegung reicht weit über ihre Rolle bei der Versorgung mit günstigen Lebensmitteln hinaus. Mit ihrem Prinzip der Selbsthilfe stellt sie einen Gegenentwurf zur kapitalistischen Wirtschaftsform dar. Am Beispiel der deutschen Konsumgenossenschaften in Böhmen, Mähren und Tschechisch-Schlesien verdeutlicht Andreas Reich in seiner Marburger Dissertation die soziale, ökonomische und politische Funktion (einschließlich der Rolle der Frau oder der Bedeutung des Pressewesens). Grundzug der Entwicklung in der Ersten Tschechoslowakischen Republik war ein Prozess der Professionalisierung u. a. durch Ausbildung der Angestellten, durch den Ausbau des Großeinkaufs, der Handelsbeziehungen und der Eigenproduktion sowie durch die Verbesserung bei Werbung und Ladeneinrichtungen. Die wirtschaftlichen Krisen, Angriffe der Privatwirtschaft, nationale Konflikte sowie die Konkurrenz der Kommunisten stellten die Konsumgenossenschaften jedoch vor harte Prüfungen, bis sie dann vom nationalsozialistischen Deutschland liquidiert wurden. Andreas Reich analysiert die unterschiedlichen Problemfelder auf der Basis von Akten und zeitgenössischen Publikationen, die das Arbeiter- und Kleinbürgermilieu der Zwischenkriegszeit lebendig wiedergeben.
ISBN9783486562507
PublisherOldenbourg Wissenschaftsverlag
Publication Date12/10/03
Pages663

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