Vom Gehen und Bleiben

Vom Gehen und Bleiben

Hardback
4.123
Ewald ArenzBergdorfStadtfluchtNatur Und Mensch

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Description

Ein idyllisches Dorf in den Alpen, doch der Berg droht abzurutschen. Der bewegend aktuelle Roman über Naturgefahren, Gemeinschaft und was uns Heimat bedeutet.

Vischnanca ist klein und wunderschön am sonnigen Hang gelegen. Aber die Natur birgt Gefahr: der Berg über dem Dorf droht abzurutschen. Das betrifft alle: die junge Bäuerin Ria ist hier zu Hause, hat ihren Hof als Biobetrieb zukunftsfähig gemacht. Die deutsche Familie Blom ist neu ins Dorf gezogen und liebt alles daran – die Natur, den Garten am Haus, die gute Nachbarschaft. Doch jetzt muss die Dorfgemeinschaft abstimmen und steht vor der Entscheidung: »Bleiben oder gehen?« Ria und die Menschen um sie herum müssen sich fragen, wie sie leben wollen und was ihnen wirklich wichtig ist.

Mitreißend, hochaktuell und facettenreich: ein Roman über Mensch, Natur, Klima, Gebirge und die Herausforderungen unserer Zeit

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Hardback
Pages
432
Price
20.60 €

Posts

8
All
5

Hervorragender Roman über das Miteinander von Mensch und Natur

Idyllisch liegt es da, das Dörfchen Vischnanca am Fuß des Piz Brunclia in Graubünden. Doch der Berg bewegt sich, zu schnell, und droht den Ort zu zerstören. Seine Bewohner stehen vor der Entscheidung - gehen oder bleiben? Was für eine Naturgewalt von Roman ist Petra Hucke hier mit ihrem Roman gelungen? ‚Vom Gehen und Bleiben‘ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite schlicht begeistert! Im Laufe eines halben Jahres verfolgen wir das Schicksal des Dorfes aus Sicht von drei Personen: Fabio, der aus dem Ruhrgebiet mit seiner Familie in die Alpen zieht und sofort vom ländlichen Leben eingenommen wird; seine 14jährige Tochter Johanna, ein recht einsames, zurückhaltendes Mädchen, das schließlich über Instagram mutig über die Veränderungen berichtet; schließlich noch Ria, Bio-Bäuerin, deren Familie seit Generationen im Dorf verankert ist. Es sind ganz unterschiedliche Perspektiven, die somit aufeinandertreffen und es geht natürlich nicht nur um die bevorstehende Katastrophe, sondern auch um das alltägliche Leben, das auf vielfältige Weise mit den anderen Bewohnern dieses Mikrokosmos verzahnt ist. Rias Ehe, die schon lange nicht mehr gut ist, Fabios Freundschaft zu der grummeligen alten Matilda oder Johannas Sehnsucht nach einer Freundin. Petra Hucke erzählt das wunderbar ruhig und angenehm, mal fast rauh und mit wenigen Worten, dann wieder wunderbar poetisch und gefühlvoll - ein wechselhaftes Spiel wie das harte Leben in einem kleinen Bergdorf und die umgebende, atemberaubende Natur. Im Hintergrund dieser alltäglichen Probleme droht der Berg, der eigentlich nur das tut, was Berge immer machen - er bewegt sich. Nur eben nicht so unbemerkt wie andere. Die Dynamik, die sich dadurch im Roman entwickelt ist packend und dramatisch, man meint selbst beim Lesen immer den drohenden Schatten des Piz Brunclia im Rücken zu haben. Petra Huckes Buch ist für mich noch mal ein absolutes Highlight in diesem Jahr gewesen, wenn nicht vielleicht sogar mit eines der Besten und ich werde es sicher noch ein wenig setzen lassen müssen.

4

Ein idyllisches Dorf ist vom Bergsturz bedroht. Aus Sicht der unterschiedlichen Dorfbewohner wird die Sicht auf die Geschehnisse beleuchtet und immer bleibt es unklar wie es wohl weitergeht und was noch passiert…….aktuelles Thema , unterhaltsam verpackt Ich könnte mir sehr gut einen Film dazu vorstellen Auf jeden Fall eine Empfehlung

4

Ich habe diesen Roman sehr gemocht. Hauptsächlich Ria, eine der Protagonistinnen, hat mich berührt und die Geschichte miterleben lassen - ich habe sie beneidet, bemitleidet und mit ihr mitgefiebert. Neben aktuellen Themen der Klima-Krise und unserem Umgang mit unserer Umwelt, konnte mich die Autorin v. a. dadurch beeindrucken, dass sie mich die Natur hat riechen, schmecken und fühlen lassen. Eine angenehme Melancholie war manchmal in mir ausgelöst, wenn ich an bestimmte Ereignisse meiner Kindheit erinnert wurde. Ein sehr gelungener Roman, der mich zum Nachdenken anregte und noch einige Zeit nachhallen wird.

5

In „Vom Gehen und Bleiben“ stehen genau jene zwei Möglichkeiten im Zentrum, vor die sich die Bewohner eines malerischen Dorfes in den Schweizer Alpen gestellt sehen: gehen oder bleiben. Im Zuge des Klimawandels wird das Dorf zunehmend von Felsstürzen heimgesucht und schließlich von einem verheerenden Bergsturz bedroht. Dieser Roman könnte kaum aktueller und realistischer sein – haben sich doch ähnliche Tragödien in den Alpen in jüngster Zeit tatsächlich ereignet. Die unterschiedlichsten Dorfbewohner müssen sich der existenziellen Frage stellen, wie sie mit der stetig wachsenden Gefahr umgehen sollen. Jede und jeder von ihnen ringt dabei mit ganz eigenen Sorgen und Konflikten – stets im Schatten des bedrohlich über dem Dorf thronenden Berges. Ob das zugezogene jugendliche Mädchen, die frischgebackene Mutter und Biobäuerin oder der alteingesessene Senior – sie alle stehen vor derselben Entscheidung, wenn auch aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Der Autorin gelingt es, ihre Figuren vielschichtig und glaubwürdig zu zeichnen. Zudem verwebt sie geschickt spannende Nebenhandlungsstränge, die dem Roman zusätzliche Tiefe verleihen. So entsteht eine eindringliche, authentische und zugleich fesselnde Geschichte über Heimat, Verlust und die Frage, wann es Zeit ist zu gehen – und wann es sich lohnt zu bleiben. Absolut empfehlenswert.

3.5

Klimakrisenrelevantes Gesellschaftsdrama mit Heimatfilmvibes

Ein Dorf in den Schweizer Alpen, seine durchaus heterogenen BewohnerInnen und die unberechenbare Natur. Durch unterschiedliche Erzählperspektiven ist das Buch sehr kurzweilig und Frau Hucke hat einen angenehmen Erzählstil. Die Grundlage der Geschichte, die drohende Zerstörung eines ganzen Ortes durch einen Bergrutsch, fand ich als norddeutsche Plattländlerin interessant und darüber habe ich mir auch noch nie Gedanken machen müssen. Wir beschäftigen uns in Bezug auf die Klimakrise ja eher mit steigenden Meeresspiegeln und intensiven Sturmfluten. Und die Autorin gibt im Buch auch spannende Hintergrundfakten zu diesem Thema. Ich mochte auch das Zusammentreffen von Tradition und Moderne: Biohof vs Homeoffice, Kirchgänger vs Instagramaktivistin. Nicht zu vergessen Idealismus vs Realismus Aber an der Stelle hat es für mich dann manchmal auch gehakt: Zum Einen empfand ich die Idee, es müsse eine einheitliche Abstimmung geben, ob das Dorf aufgegeben würde oder nicht doch als ziemlich unrealistisch. Ich kann mir nicht vorstellen (aber vielleicht täusche ich mich), dass öffentliche Institutionen je so vorgehen würden. Denn natürlich würde das enorme Konflikte bis hin zur Hexenjagd provozieren. Und daran kann ja niemandem in so einer Bedrohungslage gelegen sein. Zum Anderen war mir Ria, eine der Hauptprotagonistinnen des Buches, in ihrer stur- selbstgerechten Haltung unverständlich und unsympathisch. Und dass sie sich angesichts der Anfeindungen dann als Opfer fühlte, hat nicht zu mehr Mitgefühl beitragen können. Trotzdem: ein gutes, kurzweiliges Buch in fast schon kitschig schönem Setting.

5

Großartig! Ein so wichtiges Thema so gut, spannend und einfühlsam erzählt, ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Unbedingte Leseempfehlung!

5

Es hat mir unheimlich gut gefallen! Ich hatte fast das Gefühl, ich bin mit im Dorf, ein Teil der Geschichte. Will mehr Romane lesen 😍

4

»Vom Gehen und Bleiben« erzählt die Geschichte des kleinen, idyllischen Dorfs Vischnanca in den Schweizer Alpen, das aufgrund der akuten Gefahr eines Bergrutsches des Piz Brunclia entscheiden muss, ob sie als Dorfgemeinschaft bleiben oder gehen. Die Entscheidung kann nur einstimmig von allen Dorfbewohner:innen getroffen werden, wenn sie die Entschädigungszahlungen für die Räumung vom Kanton erhalten wollen. Dies erschwert die Situation und führt zu großem Druck innerhalb der Dorfgemeinschaft. Wie kann man seine Heimat, seine Existenzgrundlage und sein bisheriges Leben aufgeben und verlegen? Was ist wichtig - der Ort, die Menschen, das Haus, der Hof? Wie leben wir mit den zunehmenden Naturgefahren und Katastrophen, die menschengemacht sind? Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht der neu-zugezogenen, deutschen Familie Blom, genauer aus der Sicht des Familienvaters Fabio und der Tochter Johanna, sowie der Einheimischen und aus der ältesten Bauernfamilie des Dorfes stammenden Ria erzählt. Der Schreibstil ist leise, mitfühlend, bildhaft und erzählt vieles zwischen den Zeilen. Nicht nur durch den Einbau von schweizerischen Spracheigenarten und rätoromanischen Wörtern, sondern vor allem durch die detaillierten Beschreibungen von Umgebung und Personen wird die bisherige Idylle des Schweizerdorfes sowie die Eigenheiten und einzelnen Schicksale der Dorfbewohner:innen sehr gut transportiert. Zudem hat jede:r der drei Protagonist:innen - Ria, Johanna & Fabio - eigene Probleme und diese werden von der Autorin gekonnt aufgegriffen. Nachdrücklich wird die Geschichte von Vischnanca erzählt, die aktuelle Themen gekonnt aufgreift und unseren Umgang mit Klimakrise, Naturgefahren, Umgang mit der Umwelt durch den Menschen, etc. leise aber nachdrücklich in Frage stellt. Ich kann das Buch von der Autorin Petra Hucke sehr empfehlen! Ein leiser, bewegender und einfühlsamer Roman über Klimakrise, Naturkatastrophen, Fridays For Future, Abschiede und Neuanfänge. [4.5 | 5 ☆ ]

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