Versunkene Welten
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Description
Heutzutage spazieren Millionen von Besuchern durch antike Ruinenstädte. Voll Bewunderung studieren wir die verfallenen Gebäude und Monumente und stellen uns vor, wie der Alltag der Menschen damals ausgesehen haben mag. Nostalgie und romantische Wehmut angesichts des Untergangs der alten Kulturen sind jedoch moderne Phänomene. Martin Zimmermann lässt uns bedeutende Stätten wie Troja, Mykene, Ninive und Pompeji mit ganz neuen Augen sehen - nämlich mit denen der antiken Menschen selbst.
Städte sind wie Menschen - das war in der Antike eine verbreitete Vorstellung. Sie entstehen, um eines Tages zu sterben, während an anderen Orten neue erblühen. Ganz anders als heute ging man im Altertum mit den zahlreichen zerstörten Städten, die schon damals im Mittelmeerraum allgegenwärtig waren, wesentlich pragmatischer um: Ruinen hatten nichts Positives an sich, sie wurden entweder beseitigt oder schlichtweg ignoriert. Nur in Ausnahmefällen wurden sie auch als Erinnerungsorte inszeniert und nutzbar gemacht. Aber warum? Martin Zimmermann nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch die Trümmerlandschaften der Antike. Er erhellt die verschiedenen Gründe für den Zerfall einer Stadt (Kriege, Naturkatastrophen, Umsiedlungen) und zeigt eindrücklich, wie die damaligen Menschen durch Planungswille, Mobilität und Improvisationstalent immer wieder Auswege selbst aus den dramatischsten Situationen fanden.
Book Information
Author Description
Martin Zimmermann ist Professor für Alte Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Bei C.H.Beck ist von ihm u.a. lieferbar: "Die seltsamsten Orte der Antike" (Paperback ²2021), "Divus Augustus. Der erste römische Kaiser und seine Welt" (zus. mit Ralf von den Hoff und Wilfried Stroh, 2014) und "Pergamon. Geschichte, Kultur, Archäologie" (2011).
Posts
Wer sich für alte Ruinenstädte interessiert und für die Antike im Allgeneinen, ist hier gut aufgehoben.
Martin Zimmermann nimmt uns in seinem Werk "Versunkene Welten" mit auf eine faszinierende und zum Teil auch geistig fordernde Reise durch die Ruinenstädte der Antike. Als Professor für Alte Geschichte weiß Zimmermann natürlich wovon er spricht, aber wie es in der Geschichte nunmal ist, ist es auch eine mühsame Arbeit und manchmal kann man sich nur auf alte Schriften und Auszeichnungen stützen, von denen man nicht immer sicher sein kann, dass sie der Wahrheit entsprechen. "So sind die menschlichen Dinge von kurzer Dauer und keineswegs beständig." (Pausanias, griechischer Reiseschriftsteller und Geograph) Während unsereins heutzutage nostalgisch auf die Ruinen von Troja, Pompeji, Korinth und Babylon blicken und voller Romantik auf den Mythos um Atlantis, zeigt uns Zimmermann mit diesem Werk, wie die Menschen der Antike diese Städte gesehen haben. Dabei stützt er sich sehr auf Schriften des antiken griechischen Geschichtsschreibers Strabon. Von ihm selbst wissen wir sehr wenig, aber er war einer der bedeutendsten Geographen der Antike und seine Schriften liefern den heutigen Historikern noch immer wertvolle Informationen über die Orte, die Menschen und die Kulturen seiner Zeit. Neben Strabon begleitet uns auch Plinius der Ältere, ein weiterer bedeutender Gelehrter der Antike, von dessen Aufzeichnungen und Studien in diesem Buch immer wieder die Rede ist. Weitere Gelehrte, von deren Wissen und Aufzeichnungen wir in diesem Atlas lesen sind unter anderem Pausanias, Diodor, Herodot, Titus Livius und einige mehr. Zudem nehmen wir auch Bezug auf die Epen Homers oder die Dichtungen Ovids, sowie auf verschiedene bekannte Mythen. All diese Gelehrten zeigen uns den Fluss des Lebens, in dem sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sowie Entstehung, Erhalt und Untergang zu einem sich unendlich wiederholendem Kreislauf verbinden. "All das liegt in Flammen und in trostlosen Asche versunken danieder. Selbst die Götter wünschten, dass dies nicht in ihrer Macht gestanden hätte." (Martial, römischer Dichter) Manche Ruinen entstanden durch Kriege, wie zum Beispiel Troja, andere aber auch durch Naturkatastrophen, wie Pompeji. Am Ende wird deutlich, dass Entstehung und Untergang stets Teil unseres Lebens, unseres Schaffens sind und auch immer sein werden. Nichts bleibt für die Ewigkeit. Insgesamt fand ich das Werk sehr interessant und auch gut verständlich geschrieben. Natürlich kannte ich bis dato nicht alle der im Buch behandelten Ruinenstädte und daher habe ich mich über das neue Wissen gefreut - wenn es auch utopisch ist sich alles nach einmaligem Lesen zu merken. Das zweiten Kapitel, fand ich allerdings teilweise etwas mühsam zu lesen, ob der Fülle an Informationen in Bezug auf die antiken Gelehrten und ihre Werke (hierbei sei aber auch anzumerken, dass Zimmermann schreibt, dieses Kapitel könne man getrost überblättern, wenn man nicht alles ganz genau wissen will - ich wollte es trotzdem nicht missen). Neben dem umfangreichen Anhang finden sich viele farbige Bildtafeln im Buch, sowie eine übersichtliche Karte der Lage der Ruinenstädte vorne im Buchdeckel und ein Bild eines Gemäldes von Pompeji. Wer sich für Alte Ruinenstädte der Antike und auch deren Gelehrte interessiert, ist dieses Werk durchaus eine Bereicherung.

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Heutzutage spazieren Millionen von Besuchern durch antike Ruinenstädte. Voll Bewunderung studieren wir die verfallenen Gebäude und Monumente und stellen uns vor, wie der Alltag der Menschen damals ausgesehen haben mag. Nostalgie und romantische Wehmut angesichts des Untergangs der alten Kulturen sind jedoch moderne Phänomene. Martin Zimmermann lässt uns bedeutende Stätten wie Troja, Mykene, Ninive und Pompeji mit ganz neuen Augen sehen - nämlich mit denen der antiken Menschen selbst.
Städte sind wie Menschen - das war in der Antike eine verbreitete Vorstellung. Sie entstehen, um eines Tages zu sterben, während an anderen Orten neue erblühen. Ganz anders als heute ging man im Altertum mit den zahlreichen zerstörten Städten, die schon damals im Mittelmeerraum allgegenwärtig waren, wesentlich pragmatischer um: Ruinen hatten nichts Positives an sich, sie wurden entweder beseitigt oder schlichtweg ignoriert. Nur in Ausnahmefällen wurden sie auch als Erinnerungsorte inszeniert und nutzbar gemacht. Aber warum? Martin Zimmermann nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch die Trümmerlandschaften der Antike. Er erhellt die verschiedenen Gründe für den Zerfall einer Stadt (Kriege, Naturkatastrophen, Umsiedlungen) und zeigt eindrücklich, wie die damaligen Menschen durch Planungswille, Mobilität und Improvisationstalent immer wieder Auswege selbst aus den dramatischsten Situationen fanden.
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Martin Zimmermann ist Professor für Alte Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Bei C.H.Beck ist von ihm u.a. lieferbar: "Die seltsamsten Orte der Antike" (Paperback ²2021), "Divus Augustus. Der erste römische Kaiser und seine Welt" (zus. mit Ralf von den Hoff und Wilfried Stroh, 2014) und "Pergamon. Geschichte, Kultur, Archäologie" (2011).
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Wer sich für alte Ruinenstädte interessiert und für die Antike im Allgeneinen, ist hier gut aufgehoben.
Martin Zimmermann nimmt uns in seinem Werk "Versunkene Welten" mit auf eine faszinierende und zum Teil auch geistig fordernde Reise durch die Ruinenstädte der Antike. Als Professor für Alte Geschichte weiß Zimmermann natürlich wovon er spricht, aber wie es in der Geschichte nunmal ist, ist es auch eine mühsame Arbeit und manchmal kann man sich nur auf alte Schriften und Auszeichnungen stützen, von denen man nicht immer sicher sein kann, dass sie der Wahrheit entsprechen. "So sind die menschlichen Dinge von kurzer Dauer und keineswegs beständig." (Pausanias, griechischer Reiseschriftsteller und Geograph) Während unsereins heutzutage nostalgisch auf die Ruinen von Troja, Pompeji, Korinth und Babylon blicken und voller Romantik auf den Mythos um Atlantis, zeigt uns Zimmermann mit diesem Werk, wie die Menschen der Antike diese Städte gesehen haben. Dabei stützt er sich sehr auf Schriften des antiken griechischen Geschichtsschreibers Strabon. Von ihm selbst wissen wir sehr wenig, aber er war einer der bedeutendsten Geographen der Antike und seine Schriften liefern den heutigen Historikern noch immer wertvolle Informationen über die Orte, die Menschen und die Kulturen seiner Zeit. Neben Strabon begleitet uns auch Plinius der Ältere, ein weiterer bedeutender Gelehrter der Antike, von dessen Aufzeichnungen und Studien in diesem Buch immer wieder die Rede ist. Weitere Gelehrte, von deren Wissen und Aufzeichnungen wir in diesem Atlas lesen sind unter anderem Pausanias, Diodor, Herodot, Titus Livius und einige mehr. Zudem nehmen wir auch Bezug auf die Epen Homers oder die Dichtungen Ovids, sowie auf verschiedene bekannte Mythen. All diese Gelehrten zeigen uns den Fluss des Lebens, in dem sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sowie Entstehung, Erhalt und Untergang zu einem sich unendlich wiederholendem Kreislauf verbinden. "All das liegt in Flammen und in trostlosen Asche versunken danieder. Selbst die Götter wünschten, dass dies nicht in ihrer Macht gestanden hätte." (Martial, römischer Dichter) Manche Ruinen entstanden durch Kriege, wie zum Beispiel Troja, andere aber auch durch Naturkatastrophen, wie Pompeji. Am Ende wird deutlich, dass Entstehung und Untergang stets Teil unseres Lebens, unseres Schaffens sind und auch immer sein werden. Nichts bleibt für die Ewigkeit. Insgesamt fand ich das Werk sehr interessant und auch gut verständlich geschrieben. Natürlich kannte ich bis dato nicht alle der im Buch behandelten Ruinenstädte und daher habe ich mich über das neue Wissen gefreut - wenn es auch utopisch ist sich alles nach einmaligem Lesen zu merken. Das zweiten Kapitel, fand ich allerdings teilweise etwas mühsam zu lesen, ob der Fülle an Informationen in Bezug auf die antiken Gelehrten und ihre Werke (hierbei sei aber auch anzumerken, dass Zimmermann schreibt, dieses Kapitel könne man getrost überblättern, wenn man nicht alles ganz genau wissen will - ich wollte es trotzdem nicht missen). Neben dem umfangreichen Anhang finden sich viele farbige Bildtafeln im Buch, sowie eine übersichtliche Karte der Lage der Ruinenstädte vorne im Buchdeckel und ein Bild eines Gemäldes von Pompeji. Wer sich für Alte Ruinenstädte der Antike und auch deren Gelehrte interessiert, ist dieses Werk durchaus eine Bereicherung.





