Unverfrorene Freunde

Unverfrorene Freunde

Hardback
4.110
OstfalklandLeben Unter WasserFeldforschungPinguin Bloom

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Description

Seit fast dreißig Jahren erforscht Klemens Pütz das Leben von Pinguinen. Dafür reist er jedes Jahr für mehrere Monate in die Antarktis und in andere Regionen, in denen die Tiere leben. Nun gewährt er erstmals umfassend Einblick in den Alltag dieser faszinierenden Vögel und erklärt, was wir tun müssen, um sie zu schützen.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Mathematics & Natural Sciences
Format
Hardback
Pages
272
Price
20.60 €

Author Description

Klemens Pütz, geboren 1960, ist promovierter Meeresbiologe und erforscht seit rund dreißig Jahren das Leben der Pinguine. Seit 2004 erwarb der von ihm mitgegründete Antarctic Research Trust auf den Falklands mehrere kleine, unberührte Inseln, um dort den Lebensraum für die tierischen Bewohner der Antarktis und der Subantariktis zu erhalten.

Posts

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All
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Viele spannende Infos über das Leben der Pinguine, mit tollen Bildern und interessanten Zusammenhängen! Tiefgang fehlte mir ein wenig

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INHALT: Von "Unverfrorene Freunde" habe ich zuerst einmal etwas ganz anderes erwartet, als ich dann letztendlich gelesen habe. Ich habe wahrscheinlich gedacht, dass es hauptsächlich um den Pinguin an sich gehen wird. Dabei hätte mir bei dem Untertitel "Mein Leben unter Pinguinen" völlig klar sein müssen, dass hier ein Forscher von seinem Berufsleben und seiner Passion berichtet. Das tut dem Buch aber keinen Abbruch. Pütz behandelt neben Themen wie "Pinguine an Land", "Pinguine im Wasser" und der Evolution von Pinguinen auch erstaunlich viel alle gesellschaftlichen Theme, die mit diesen Tieren in Verbindung stehen. Er erläutert die Arbeit seiner Stiftung, den Einfluss des Menschen auf Pinguinpopulationen und politische Verträge und Beschlüsse zum Schutz von Pinguinen und dem Lebensraum Antarktis. Besonders interessiert haben mich nicht nur die Beschreibungen der Lebensweise der Pinguine, sondern auch die Widerlegung so ziemlich aller Pinguin-Klischees. Laut Pütz sind sie nämlich "weder nett noch niedlich" und ich muss ihm nach der Lektüre wohl oder übel zumindest teilweise recht geben. Auch die Erläuterungen zur Antarkis und dem Kontinent Antarktika selbst haben mich in ihren Bann gezogen. So sehr, dass ich mir direkt ein Buch über die Antarktis bestellt habe, auf welches Pütz verweist. Natürlich sind die Beschreibungen der wissenschaftlichen Forschung mit Fahrtenschreibern und ähnlichem Equipment für mich teilweise etwas langatmig gewesen, allerdings nicht weniger interessant, welche Ergebnisse sie zutage fördern. Pütz stellt ganz eindrucksvoll dar (und das in mehrerlei Hinsicht), dass man als einzelner Mensch auch im kleinen Stil etwas für Umwelt und auch Arten tun kann, die tausende Kilometer entfernt ums Überleben kämpfen. Zu sagen bleibt, dass ein Großteil des Buches die Forschung, also die Arbeit von Klemens Pütz im Vordergrund steht. Wer aber schon immer gern einen Einblick haben wollte, wie ein (oder vielmehr DER) Pinguinforscher arbeitet, was Pinguinarten unterscheidet, wie es um deren Lebensräume steht und dazu noch eine sehr umfangreiche Schilderung von Rahmenbedingungen lesen möchte - der ist hier genau richtig. Für mich war es zwar anders als erwartet, allerdings hat mich das Buch unheimlich fasziniert und ich bin begeistert, was für die Pinguine dieser Erde bereits alles getan wird. Entschuldigt mich jetzt - ich muss nochmal einen Pinguin bei SANCCOB adoptieren! :D SCHREIBSTIL: Pütz hat eine erfrischenden Schreibstil mit viel Humor, ja man möchte schon fast sagen, dass er Umgangssprache mit Fachtermini mixt. Die Schilderungen sind auch für Laien verständlich und es macht Freude, wenn der Autor die Pinguine in ihrem Verhalten beschreibt. Denn hier spürt man beim Lesen förmlich die Liebe und Verbundenheit, die er zu diesen Vögeln hegt. Von diesen Erläuterungen des Pinguin-Verhaltens hätte es nach meinem Geschmack noch viel mehr geben können. Allerdings zurecht betont Pütz immer wieder, dass das den Rahmen eines Buches sprengen würde. Eventuell wäre das ja eine Idee für ein weiteres Buch? ;) FAZIT: Klemens Pütz hat es geschafft, ein Sachbuch zu schreiben, welches sich gar nicht wie ein Sachbuch liest. Die geringe Seitenanzahl sollte hier nicht über den hochwertigen Inhalt hinwegtäuschen. Immerhin erhält man hier Informationen rund um Pinguine aus erster Hand. Besonders hat mich begeistert, dass Pütz die Pinguine eben nicht in gängiger Manier vermenschlicht hat, sondern ehrlich über diese wunderbaren Tiere und die aktuellen Zustände berichtet hat. Außerdem bietet er Einblicke in Umweltthemen und die Politik, die eng mit diesen Tieren und deren Habitaten zusammenhängen. Einziges Manko war für mich, dass sich an einigen Stellen Wiederholungen einschlichen und einige fachmännische Schilderungen etwas langatmig daherkamen. Man darf an dieser Stelle aber nicht vergessen, dass es nunmal ein Sachbuch ist. Ich bin auf jeden Fall begeistert! Ein Buch, welches nicht nur interessant ist und sich mit Pinguinen und aktuellen Umweltthemen beschäftigt, sondern auch mit allen Pinguin-Klischees dieser Welt aufräumt. Ehrlich, teilweise schockierend und mit erfrischend viel Humor geschrieben. Für jeden Pinguinliebhaber und Sachbuchinteressierten UNBEDINGT zu empfehlen.

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Das Buch „Unverfrorene Freunde. Mein Leben unter Pinguinen“ wurde von DEM Pinguinforscher geschrieben, von Klemens Pütz, der das Leben dieser Tiere seit bereits über drei Jahrzehnten erforscht. Da Pinguine meine absoluten Lieblingstiere sind, seit ich als Kind einen Stoffpinguin geschenkt bekommen habe, war ich auf dieses Buch ganz besonders gespannt. Erschienen ist es als Hardcover im Ullstein Verlag im September 2018. Eine E-Bookversion ist ebenfalls zum gleichen Preis erhältlich, jedoch würde ich aufgrund der tollen Fotos, die immer wieder im Buch zu finden sind, die gedruckte Version empfehlen. Worum geht es? Der Pinguinforscher berichtet über seine Arbeit mit Pinguinen, ganz besonders wird Stellung zum Zusammenleben, ganz besonders Partnerwahl, Brut- und Aufzuchtsverhalten genommen. Von den Arten, die im Buch näher beschrieben werden, handelt es sich hauptsächlich um Pinguine, die in der Antarktis heimisch sind, jedoch wird auch kurz auf kleinere Arten in wärmeren Gewässern eingegangen. Themen wie „Pinguintourismus“ und „Klimawandel“ werden abgehandelt, informativ, mit Argumenten dafür und dagegen und stets ohne kritischem Zeigefinger, was das Lesen des Buches für mich sehr angenehm gemacht hat, da ich nie das Gefühl hatte, dass der Autor mir seine Meinung aufzwingen möchte, sondern dem Leser Anregungen und Informationen bietet, auf Basis derer die Bildung einer eigenen Meinung ermöglicht wird. Meine Meinung zum Buch: Da Pinguine meine Lieblingstiere sind, hatte ich bereits viel an Vorwissen, was den Lesegenuss dieses Buches überhaupt nicht geschmälert hat. Neben fachlichen Aspekten wird hier auch das Leben als Forscher beschrieben, wodurch dieses Buch meiner Meinung nach in keiner gut sortierten Schulbibliothek fehlen sollte. Die Erlebnisse sind persönlich, ungefiltert und zeigen auch die Schattenseiten der Forschungstätigkeit auf. Die Liebe des Autors zu seinem Beruf kommt beim Lesen ganz klar hervor, denn ich selbst könnte es mir nicht vorstellen, im „ewigen Eis“ mehrere Wochen oder Monate zu verbringen. Die Beschreibungen sind kurzweilig, die Erzählung wird immer wieder durch mehrseitige Bilder von besuchten und beforschten Pinguinen beschrieben. Ganz besonders interessant fand ich die Gedanken zum Tierschutz und verschiedenen gesetzlichen Vorgaben, die den Forschern das Leben schwer machen. Ich glaube, dass jede Methode, um an Mageninhalt zu kommen, besser ist, als den Pinguin dafür töten zu müssen, auch in diesem Bereich konnte ich viel Neues lernen. Fazit: Ein toll geschriebenes Buch für alle, die sich für das Thema Pinguine oder Tierforschung im Feld interessieren.

5

Ein wirklich sehr schön geschriebenes Buch, welches durch die lockere Schreibweise des Autors einen tollen Lesefluss ermöglicht. Neben witzigen Sprüchen und eindrucksvollen Geschichten, schafft es Klemens Pütz wissenschaftliche Themen leicht verständlich rüberzubringen. Über vieles musste ich eine Weile nachdenken, weil es mich nachhaltig beeindruckt hat. Es hat meine Sicht auf die Welt verändert und mal wieder gezeigt, wie komplex unsere Natur ist und was passiert, wenn wir nicht richtig auf sie achten. Wenn wie unseren Müll nicht richtig entsorgen oder wenn die Menschen Fischen, wo sie nicht fischen dürften, mit Netzen die mehr Opfer fordern als das, was bei uns im Laden landet. Das Buch schafft es einen wachzurütteln, ist aber in keinster Weise belehren. Es nennt einem einfach nur die Fakten und die kann man nunmal nicht schön reden oder weglassen oder ähnliches. Auf der anderen Seite werden aber auch viele positive Beispiele genannt, die Mut machen und zeigen, wenn es Menschen gibt, die Verantwortung übernehmen und sich für etwas einsetzen, dann kann man viel erreichen. Ich habe meine eigene Lebensweise auch überdenken können und bin dankbar, dass ich dieses Buch lesen konnte.

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