Unter derselben Sonne

Unter derselben Sonne

Hardback
4.135

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Description

Das mitreißende Debüt einer jungen Frau, die sich zwischen zwei Welten behauptet

»Lisolo« bedeutet auf Lingala, einer der Nationalsprachen des Kongo, Geschichten zu erzählen. Und Geschichten hat Nadège Kusanika viele zu erzählen: von ihrer Kindheit im Kongo, von Süßkartoffelblättern und Mango mit Pili Pili, von undurchdringlichem Nebel und unendlichem Sternenhimmel, von Plastiksandalen auf ewig staubiger Erde. Aber auch Geschichten von Hunger und Armut, vom Ankommen in einem fremden Land und vom Hineinwachsen in die deutsche Gesellschaft.

»Unter derselben Sonne« ist ein Roman, der mit Sanftheit und Humor eindringliche Fragen nach Heimat und Identität in der alltäglichen Erfahrung des Fremdseins stellt. Ein eindrücklicher Roman über Familie, das Erwachsenwerden und die Suche nach sich selbst in unserer globalen Welt.

»Was für ein großartiges Debüt! Eine zärtliche, wilde, traurige, lustige Reise in ein fernes und nahes Land – eine wahre Heldinnenreise!« Doris Dörrie

»Eine eingängige, schlicht-schöne Prosa, die vom Wesentlichen spricht.« Julia Schoch

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
207
Price
22.70 €

Author Description

Nadège Kusanika wurde 1988 in der Demokratischen Republik Kongo geboren und kam im Alter von 15 Jahren nach Deutschland. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Universität in Würzburg. Währenddessen engagierte sie sich ehrenamtlich bei der Integration von Geflüchteten. 2022 erhielt sie ein Stipendium der Bayerischen Akademie des Schreibens. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Bonn.

Posts

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All
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Interessant & informativ

Ich liebe es, wenn ein Buch einen Mehrwert für mich hat, wenn ich wirklich etwas daraus lernen kann. Ich dachte zuerst, es wäre ein Roman; in Wirklichkeit ist es aber ein Erfahrungsbericht, Teil einer Biografie, von der Autorin, die aus dem Kongo stammt. Über den Kongo hatte ich, muss ich jetzt zugeben, kaum Wissen. Deshalb hat es mir so gut gefallen, wie sie "ihre Welt" beschrieben hat. Mit 15 wandert sie ganz allein nach Deutschland aus, auch unvorstellbar mutig für mich. Und so beschreibt sie zwei Welten "unter derselben Sonne". Hat mir richtig gut gefallen, klärt auch über evtl. Klischees auf. Einen Stern ziehe ich aber dafür ab, dass es für mich persönlich keine wirkliche Ordnung gab. In einem Kapitel war Nadège 9, dann 12, dann plötzlich wieder 6 Jahre alt usw. Ist allerdings Ansichtssache, ansonsten kann ich es jedem ans Herz legen!

Interessant & informativ
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Nadège Kusanika gibt über diese schön erzählte Geschichte Zugang zu ihrem Geburtsland. Bis zu ihrem 15. Lebensjahr wächst sie im Kongo auf, bevor sie nach Deutschland reist umd schließlich bleibt. Und so erzählt sie, wie sie beide Kulturen erlebt. Ihre Kindheit unter der Sonne von Kinshasa, die Musik, das gute Essen, das Modebewusstsein und der Zusammenhalt innerhalb der Familien. Aber auch, wie wenig finanzielle Mittel zur Verfügung stehen oder dass es immer wieder keinen Strom gibt und dass es trotzdem problemlos ein Festmahl für 30 Personen gekocht werden kann, auch wenn es dafür Tage gegeben hat, an denen man hungrig schlafen ging. Mit Blick auf Ihr neues Zuhause Deutschland berichtet sie, welche Steine ihr im Weg lagen und wie sie immer wieder Vorurteilen, Unwissen und falschen Vorstellungen ausgesetzt ist. "Den Kongo auf Armut, Korruption, Evolution und Kriege zu reduzieren ist falsch und ungerecht " Ein Plädoyer nicht nur für ihre Heimat, den Kongo, sondern auch für das offen sein für andere Länder und Kulturen jenseits von pauschalisierten Berichten.

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📬 Reziexemplar=Werbung 📭 Unter derselben Sonne ist eine literarische Liebeserklärung an zwei Länder, die unterschiedlicher nicht sein könnten und für Nadège Kusanika Heimat bedeuten. In ihrem Debutroman, in den autobiographische Erlebnisse einfließen, erzählt sie von einer im Kongo geborenen Protagonistin, die als Teenager nach Deutschland geht, um ihren Vater kennenzulernen. Dass das ein kultureller Spagat ist, kann sich wohl jeder vorstellen. Was genau es bedeutet, wurde mir aber erst beim Lesen richtig bewusst. Ihre Art zu schreiben ist der Wahnsinn. Sie erzählt so offen und liebevoll, dass ich das Gefühl hatte, sie sitzt neben mir auf der Couch und erzählt mir eine Anekdote aus ihrem Leben. Die Liebe zu ihrer ersten Heimat ist mit jedem Satz spürbar. Sie kehrt die positiven Seiten des Kongo hervor und stellt klar, dass er mehr ist als nur Krieg und Armut. Wie sich zeigte, muss man das nämlich offenbar immer noch hervorheben. Und nicht nur das: Wusstet ihr, dass Afrika kein Land ist, sondern aus vielen Ländern besteht? Und dass es deshalb auch nicht nur eine Sprache gibt, sondern mehrere? Wenn eure Antwort darauf in etwa „Ja klar! Was fragst du so blöd?“ lautet, dann wird es euch beim Lesen ähnlich gehen wie mir. Was unsere Protagonistin in ihrer Anfangszeit in Deutschland erlebt, war für mich eine Mischung aus Fremdschämen und ungläubigem Augenbrauenhochziehen, Stirnrunzeln, Kopfschütteln und Kopfgegendiewandhämmern. Und zwar genau in der Reihenfolge. Das Letzte allerdings doch nur in Gedanken. 🙃 Und trotzdem erhebt Nadège Kusanika nie den moralischen Zeigefinger, sondern bleibt beim respektvollen Schildern. Das fand ich sehr beeindruckend! Ihre einzigartige, warmherzige Sprache brachte mich durch ihre Bildhaftigkeit oft zum Schmunzeln. Wenn sie beispielsweise erzählt, dass kein Strom da war, weil er beschlossen hatte, „[…] für unbestimmte Zeit ein bisschen Urlaub zu machen[…]“ oder „[…] mal wieder anderswo unterwegs [war].“ (S. 112+ S.129) Einfach herrlich!! Ein durchweg positives, Mut machendes und einfach schönes Buch, das man nicht einfach so weglesen kann, weil es ganz ungewollt zum Nachdenken bringt. Vielen Dank @aufbau_verlage ❤️

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Geschichten, die nicht schreien müssen, um zu bleiben

Ich dachte, ich les da mal eben rein, ein bisschen Biografie, bisschen Kultur, fertig. Stattdessen hat mir Nadège Kusanika mit Unter derselben Sonne literarisch so liebevoll eine gescheuert, dass ich zwischendurch lachen, schlucken und kurz mal meine Komfortzone durchlüften musste. Die Frau schreibt, als würde sie mir direkt gegenüber am Küchentisch sitzen – zwischen Süßkartoffelblättern, Kindheitserinnerungen und deutschem Kantinenessen. Was mich besonders abgeholt hat: diese Mischung aus poetischer Melancholie und trockenem Humor. Man merkt, da ist jemand nicht einfach „gekommen“, sondern dazwischengewachsen – zwischen Kongo und Deutschland, Mango und Mettbrötchen. Und das erzählt sie ohne Pathos, aber mit verdammt viel Herz. Ja, klar, manches Kapitel wirkt fast zu leise, zu sanft – aber vielleicht ist genau das die Stärke. Kein großes Drama, sondern echtes Leben. Und das knallt dann eben auf die ganz stille Tour. Ich hätte mir hier und da etwas mehr narrative Struktur gewünscht, manchmal irrt man ein bisschen zwischen den Erinnerungen umher wie ein Tourist ohne Google Maps – aber hey, vielleicht ist das Absicht. Identität findet man schließlich auch nicht auf geradem Weg. Unterm Strich: Ein starkes Debüt, das auf charmante Art unbequem ist – wie neue Schuhe, die man trotzdem liebt. Ein Buch, das gleichzeitig brennt und wärmt. Und definitiv nicht nur für Leute, die „Was mit Migration“ lesen wollen. Ich sag mal so: Lesen bildet. In diesem Fall auch ein kleines bisschen Demut.

Geschichten, die nicht schreien müssen, um zu bleiben
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Absolutel fesselnd. DANKE für diese ganz neuen und intimen Einblicke

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Eine Erzählung die sanft aber dennoch eindringlich ist und Spuren hinterlassen wird.

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