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Über Menschen, die nicht gesehen werden
Jeanie und Julius leben trotz ihres fortgeschrittenen Alters von 50 Jahren zusammen mit ihrer Mutter Dot in einem einfachen Cottage im Südwesten Englands. Als Dot überraschend plötzlich verstirbt, steht das Leben der Geschwister Kopf. Kein Geld ist da für die Beerdigung, geschweige denn für die Kosten des Lebensunterhalts. Julius verdient nur ein bisschen Geld mit Gelegenheitsjobs und die herzkranke Jeanie kann kaum mehr zum Lebensunterhalt beitragen, als sie mit dem Verkauf des selbst angebauten Gemüses verdient. Als sie auch noch drohen obdachlos zu werden, scheint alles ausweglos und verloren. Ernsthaft? Gleich am Anfang ein Satz über 27 (!) Zeilen. Und so zog es sich durch das ganze Buch. Der ein oder andere Satzpunkt mehr, hätte wirklich nicht geschadet. Aber da hört es auch schon auf mit meiner Kritik, denn die Geschichte hat mich wirklich erreicht. Die Geschwister Jeanie & Julius sind mir mit ihrer Genügsamkeit, der Zufriedenheit mir ihren Leben und ihrer Bodenständigkeit total ans Herz gewachsen. So viele Menschen streben nach immer mehr und mehr Konsum, Gütern, Prestige. Diese beiden sind sich gegenseitig so loyal gegenüber und machen aus der Einfachheit ihres Lebens etwas ganz besonderes. Fuller zeigt aber eben auch die Schattenseiten. Wie Jeanie & Julius von der Außenwelt behandelt werden, wie auf sie herabgeschaut wird ist ein Abbild der Arroganz, die es und er Gesellschaft an jeder Ecke gibt. Die Härte mit der sie teils bedacht werden ist würdelos und menschenverachtend. Es ist nicht leicht, solche Situationen in der Anschaulichkeit zu lesen, in der die Autorin zu Scheiben vermag. Fuller richtet mit diesem Roman das Augenmerk auf zwei Außenseiter:innen, die es verdient haben, gesehen zu werden.
Jul 2, 2024
Über Menschen, die nicht gesehen werden
Jeanie und Julius leben trotz ihres fortgeschrittenen Alters von 50 Jahren zusammen mit ihrer Mutter Dot in einem einfachen Cottage im Südwesten Englands. Als Dot überraschend plötzlich verstirbt, steht das Leben der Geschwister Kopf. Kein Geld ist da für die Beerdigung, geschweige denn für die Kosten des Lebensunterhalts. Julius verdient nur ein bisschen Geld mit Gelegenheitsjobs und die herzkranke Jeanie kann kaum mehr zum Lebensunterhalt beitragen, als sie mit dem Verkauf des selbst angebauten Gemüses verdient. Als sie auch noch drohen obdachlos zu werden, scheint alles ausweglos und verloren. Ernsthaft? Gleich am Anfang ein Satz über 27 (!) Zeilen. Und so zog es sich durch das ganze Buch. Der ein oder andere Satzpunkt mehr, hätte wirklich nicht geschadet. Aber da hört es auch schon auf mit meiner Kritik, denn die Geschichte hat mich wirklich erreicht. Die Geschwister Jeanie & Julius sind mir mit ihrer Genügsamkeit, der Zufriedenheit mir ihren Leben und ihrer Bodenständigkeit total ans Herz gewachsen. So viele Menschen streben nach immer mehr und mehr Konsum, Gütern, Prestige. Diese beiden sind sich gegenseitig so loyal gegenüber und machen aus der Einfachheit ihres Lebens etwas ganz besonderes. Fuller zeigt aber eben auch die Schattenseiten. Wie Jeanie & Julius von der Außenwelt behandelt werden, wie auf sie herabgeschaut wird ist ein Abbild der Arroganz, die es und er Gesellschaft an jeder Ecke gibt. Die Härte mit der sie teils bedacht werden ist würdelos und menschenverachtend. Es ist nicht leicht, solche Situationen in der Anschaulichkeit zu lesen, in der die Autorin zu Scheiben vermag. Fuller richtet mit diesem Roman das Augenmerk auf zwei Außenseiter:innen, die es verdient haben, gesehen zu werden.
Jul 2, 2024








