Underground
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Description
Book Information
Author Description
* 1956 in Nagasaki, brach frühzeitig die Schule ab und brachte sich das Zeichnen selbst bei. Seine frühesten Arbeiten wurden prompt abgelehnt, denn seine düsteren, fantastischen Geschichten wollten nicht in die Welt des kommerziellen Mainstream passen. Heute gilt er als einer der bekanntesten Mangazeichner, der sich in seinen Arbeiten auch immer wieder mit dem frühen Nachkriegsjapan beschäftigt.
Posts
Wieder einmal ein sehr grotesker und bizarrer Titel von Suehiro Maruo. Tatsächlich hatte ich bei dem Werk auch mehr Schwierigkeiten, dem Plot zu folgen, denn es war teilweise doch recht wirr und sprunghaft. An sich ist es eine fortlaufende Geschichte, dennoch gibt's manchmal ein paar zeitliche Sprünge, die man nicht gleich so einordnen kann. Die Charaktere selbst sind auch recht bizarr, schon allein ihr Aussehen ist etwas gewöhnungsbedürftig. Sachiko z.B schielt, was die Zeichnungen noch skurriler wirken lassen, als ohnehin schon. Denn den muss man wirklich mögen, da er doch sehr markant und anders ist. Aber auch dieses Kantige hat etwas an sich, das mich immer wieder gefangen nimmt. Migeru wirkt im Vergleich zu Sachiko nicht ganz so bodenständig (nennen wir es mal so). Er will unbedingt Mangaka werden und verliert einen Job nach dem anderen, während er versucht, sich über Wasser zu halten. Sachiko wechselt die Jobs allerdings auch recht häufig, bei ihr kommt da aber auch etwas anderes mit dazu - sie sieht an sich sehr hübsch aus, ist aber etwas weniger intelligent als der Durchschnitt (was sie selbst aber auch so wiedergibt). Worum’s eigentlich geht? Ich würde sagen ein wenig über Selbstfindung, aber so ganz wurde ich auch nicht schlau aus dem Plot 😬 mehr stand das erotisch-groteske im Vordergrund - mit verstörend und surealer Atmosphäre & einigen Tabuthemen. Das Werk lässt sich sehr schwierig beschreiben, man muss es eigentlich selbst erleben, um sich ein richtiges Bild davon machen zu können. Wer allerdings absolut nichts mit solchen Dingen anfangen kann, der sollte dann vielleicht doch lieber die Finger davon lassen..👀

🌀 Zwischen Aufbruch, Chaos und verlorenen Träumen 🌀
Ich bin ein Freund von allem, was anders ist. Die 1960er Jahre faszinieren mich musikalisch sehr, Esoterik dagegen eher weniger. Also Kopfhörer rein, Jimi Hendrix und die Rolling Stones auf die Ohren und hinein in ein aufgewühltes Tokyo der 60er. Gewaltsame Aufstände erschüttern die Stadt. Inmitten dieses Chaos leben Sachiko und ihr Verwandter Migeru in ärmlichen Verhältnissen. Sachiko erträgt widerwillig die Übergriffe ihres Vermieters, um keine Miete zahlen zu müssen, während Migeru davon träumt, ein berühmter Mangaka zu werden, bislang jedoch keinen Fuß auf den Boden bekommt. Diese hoffnungslose Phase junger Menschen wird sehr eindringlich transportiert. Gemeinsam suchen sie nach Liebe, Geborgenheit und einem Platz in dieser chaotischen Welt. Tokyo fängt dabei den Zeitgeist hervorragend ein. Besonders spannend sind die Parallelen zu heutigen Großstädten, verlorene Seelen, Zuwanderung und das Gefühl, im Trubel unterzugehen. Schon bald vermischen sich Realität, Traumvorstellungen, Fantasieelemente, Hoffnungen und eine kalte, ernüchternde Wirklichkeit. Es gibt viel Raum für Interpretation und gleichzeitig bleibt alles erstaunlich stringent. Genau das hat mir sehr gefallen. Trotz grotesker Momente fühle ich mich den Figuren emotional nah. Das schaffen nur wenige Werke. Dieser Manga ist sehr speziell. Selten passte der Satz „muss man mögen“ so gut wie hier. Doch ich bin ein großer Fan von Atmosphäre und genau diese wird hier außergewöhnlich stark vermittelt. Realität und Fiktion verschwimmen, reale Begebenheiten treffen auf Wahnvorstellungen und innere Konflikte. Besonders gefallen hat mir die vermittelte Botschaft. Wie schnell sieht man sich selbst nur als Ergebnis der eigenen Vergangenheit, des sozialen Stands oder des Umfelds? Mich hat diese Geschichte wirklich positiv überrascht. Auch wenn ich vielleicht kein größter Fan werde, möchte ich diese Erfahrung auf keinen Fall missen. 🌙✨
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* 1956 in Nagasaki, brach frühzeitig die Schule ab und brachte sich das Zeichnen selbst bei. Seine frühesten Arbeiten wurden prompt abgelehnt, denn seine düsteren, fantastischen Geschichten wollten nicht in die Welt des kommerziellen Mainstream passen. Heute gilt er als einer der bekanntesten Mangazeichner, der sich in seinen Arbeiten auch immer wieder mit dem frühen Nachkriegsjapan beschäftigt.
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Wieder einmal ein sehr grotesker und bizarrer Titel von Suehiro Maruo. Tatsächlich hatte ich bei dem Werk auch mehr Schwierigkeiten, dem Plot zu folgen, denn es war teilweise doch recht wirr und sprunghaft. An sich ist es eine fortlaufende Geschichte, dennoch gibt's manchmal ein paar zeitliche Sprünge, die man nicht gleich so einordnen kann. Die Charaktere selbst sind auch recht bizarr, schon allein ihr Aussehen ist etwas gewöhnungsbedürftig. Sachiko z.B schielt, was die Zeichnungen noch skurriler wirken lassen, als ohnehin schon. Denn den muss man wirklich mögen, da er doch sehr markant und anders ist. Aber auch dieses Kantige hat etwas an sich, das mich immer wieder gefangen nimmt. Migeru wirkt im Vergleich zu Sachiko nicht ganz so bodenständig (nennen wir es mal so). Er will unbedingt Mangaka werden und verliert einen Job nach dem anderen, während er versucht, sich über Wasser zu halten. Sachiko wechselt die Jobs allerdings auch recht häufig, bei ihr kommt da aber auch etwas anderes mit dazu - sie sieht an sich sehr hübsch aus, ist aber etwas weniger intelligent als der Durchschnitt (was sie selbst aber auch so wiedergibt). Worum’s eigentlich geht? Ich würde sagen ein wenig über Selbstfindung, aber so ganz wurde ich auch nicht schlau aus dem Plot 😬 mehr stand das erotisch-groteske im Vordergrund - mit verstörend und surealer Atmosphäre & einigen Tabuthemen. Das Werk lässt sich sehr schwierig beschreiben, man muss es eigentlich selbst erleben, um sich ein richtiges Bild davon machen zu können. Wer allerdings absolut nichts mit solchen Dingen anfangen kann, der sollte dann vielleicht doch lieber die Finger davon lassen..👀

🌀 Zwischen Aufbruch, Chaos und verlorenen Träumen 🌀
Ich bin ein Freund von allem, was anders ist. Die 1960er Jahre faszinieren mich musikalisch sehr, Esoterik dagegen eher weniger. Also Kopfhörer rein, Jimi Hendrix und die Rolling Stones auf die Ohren und hinein in ein aufgewühltes Tokyo der 60er. Gewaltsame Aufstände erschüttern die Stadt. Inmitten dieses Chaos leben Sachiko und ihr Verwandter Migeru in ärmlichen Verhältnissen. Sachiko erträgt widerwillig die Übergriffe ihres Vermieters, um keine Miete zahlen zu müssen, während Migeru davon träumt, ein berühmter Mangaka zu werden, bislang jedoch keinen Fuß auf den Boden bekommt. Diese hoffnungslose Phase junger Menschen wird sehr eindringlich transportiert. Gemeinsam suchen sie nach Liebe, Geborgenheit und einem Platz in dieser chaotischen Welt. Tokyo fängt dabei den Zeitgeist hervorragend ein. Besonders spannend sind die Parallelen zu heutigen Großstädten, verlorene Seelen, Zuwanderung und das Gefühl, im Trubel unterzugehen. Schon bald vermischen sich Realität, Traumvorstellungen, Fantasieelemente, Hoffnungen und eine kalte, ernüchternde Wirklichkeit. Es gibt viel Raum für Interpretation und gleichzeitig bleibt alles erstaunlich stringent. Genau das hat mir sehr gefallen. Trotz grotesker Momente fühle ich mich den Figuren emotional nah. Das schaffen nur wenige Werke. Dieser Manga ist sehr speziell. Selten passte der Satz „muss man mögen“ so gut wie hier. Doch ich bin ein großer Fan von Atmosphäre und genau diese wird hier außergewöhnlich stark vermittelt. Realität und Fiktion verschwimmen, reale Begebenheiten treffen auf Wahnvorstellungen und innere Konflikte. Besonders gefallen hat mir die vermittelte Botschaft. Wie schnell sieht man sich selbst nur als Ergebnis der eigenen Vergangenheit, des sozialen Stands oder des Umfelds? Mich hat diese Geschichte wirklich positiv überrascht. Auch wenn ich vielleicht kein größter Fan werde, möchte ich diese Erfahrung auf keinen Fall missen. 🌙✨






