Und ich war da

Und ich war da

Hardback
4.01
WiderstandNationalsozialismusKriegPolitischer Widerstand (Drittes Reich)

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Description

Wie kommt es, dass der eine Widerstand leistet, während der andere zum Mitläufer wird?

August Unterseher haben sich im Laufe seines Lebens viele Möglichkeiten geboten, sich gegen das Nazi-Regime zu stellen. Doch keine davon hat er genutzt. "Und ich war da" ist die Geschichte eines Mannes, der hineinstolpert in die Dunkelheit seiner Zeit: erst in die Hitlerjugend, dann als Wehrmachtssoldat in den Russlandfeldzug. Und später, als Kriegsversehrter zurück auf dem Bauernhof seines Vaters, verdingt er sich als Henkershelfer der NS-Schergen bei den Hinrichtungen der Geschwister Scholl. Ein Mann ohne Eigenschaften, der am Ende seines Lebens zu verstehen sucht, weshalb alles so gekommen ist, weshalb er überlebt hat, wo andere gefallen sind, weshalb er zum Täter wurde, wo andere für ihre Ideale gestorben sind.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
192
Price
20.60 €

Author Description

Martin Beyer, geboren 1976, ist promovierter Germanist und lebt und arbeitet in Bamberg als freier Autor und Dozent für Kreatives Schreiben. 2009 erschien sein Debütroman Alle Wasser laufen ins Meer. Im selben Jahr erhielt er den Walter-Kempowski-Literaturpreis, 2011 den Kultur-Förderpreis der Stadt Bamberg.

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"Und ich war da" ist ein Roman über den zweiten Weltkrieg, ist dabei aber viel mehr eine Erinnerung, ein Zurückblicken. August Unterseher denkt zurück an sein Leben, an das Aufwachsen am Bauernhof des Vaters und in der Hitlerjugend, den Tod seines Bruders, die Verletzungen durch den Krieg, und wie er zum Henkershelfer der NS-Schergen wurde. Vor allem aber stellt das Buch die Frage, warum der Protagonist, wie viele andere, diesen Weg geht Ich fand es durch den flüssigen, direkten Schreibstil des Autors einfach schön zu lesen und verhandelt dabei Fragen nach Motivation und Handlungsfähigkeit. Am besten gefiel mir aber, dass sich der ganze Roman liest wie eine Erinnerung. Eins zieht sich durch die Geschichte: Die Hauptfigur August Unterseher. Eigene Entscheidungen scheint er keine zu treffen — weil er das nicht kann, weil sich alles irgendwie ergibt? Beim Lesen fragt man sich ständig: Was hätte er wohl anders machen können?

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