Trigger-Warnung

Trigger-Warnung

by ·Book 1 of 4
Softcover
3.88
AntisemitismusRassismusTrumpGewalt

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Description

Identitätspolitik steckt in der Sackgasse: Empowerment wird auf Gender-Sternchen und die Vermeidung des N-Worts verkürzt. Überall sollen Minderheiten vor möglichen Verletzungen geschützt werden – in Uniseminaren, Kunst und Mode, im Netz und bei öffentlichen Events. Für alle, die Politik nicht mit eigener Betroffenheit belegen, schließt sich die Debatte. Wer mit der anspruchsvollen Pflichtlektüre nicht hinterherkommt, ist raus. Die solidarische Kritik an diesen Exzessen wird zum Dilemma in einer Zeit, in der Rechte gegen Unisextoiletten und die »Ehe für alle« hetzen – und Linke darin »Pipi fax« oder den Aufstieg von Trump begründet sehen. Zwischen Abwehr und Abschottung richtet der Band den Blick auf die Fallstricke der Identitätspolitik und sucht nach Allianzen jenseits von Schuldzuweisungen und Opferkonkurrenz.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Softcover
Pages
270
Price
18.50 €

Posts

2
All
4.5

Spannender und thematisch facettenreicher Sammelband zu Identitätspolitik

"Trigger Warnung" ist ein spannender und facettenreicher Sammelband durch den ich viel lernen konnte. Auch wenn das Buch 2019 veröffentlicht wurde sie die Themen rund um Linke Identitätspolitik immernoch aktuell und bieten viel Konfliktpotential. Es geht um Triggerwarnungen, Cultural Appropriation, Intersektionalität und vieles mehr. Die Lektüre kann durchaus unangenehm sein und "triggern", da es Linke Identitätspolitik hinterfragt und Finger in die Wunde legt. Doch ich fand das meiste unglaublich bereichernd, um mich selbst und Diskurse und Diskussionen zu hinterfragen. Auch wenn ich nicht mich allen Texten gleichermaßen etwas anfangen kann, gibt es eine Empfehlung für alle, die sich kritisch mit linker Identitätspolitik beschäftigen wollen. Von links, auf Dialog ausgelegt und ohne zu polemisieren.

Spannender und thematisch facettenreicher Sammelband zu Identitätspolitik
3

Darum geht’s: Dieser Sammelband kritisiert eine Identitätspolitik, die sich in Sprachregeln und Abgrenzung verheddert, statt Solidarität zu schaffen. Er zeigt die Gefahren von Schuldzuweisungen und Opferkonkurrenz und sucht nach Allianzen, die gemeinsame Anliegen in den Vordergrund stellen. Lieblingszitat: Die Vision einer gerechten Gesellschaft für alle scheint immer unvorstellbarer, immer undenkbarer zu werden. Fazit: Die Aufteilung des Buches in drei Bereiche, nämlich Verortungen, Verstricken und Verhandlungen halfen mir, in die einzelnen Essays der verschiedenen Autorinnen und Autoren einzutauchen. Abgerundet wurde das Ganze mit einer 10-Punkteliste für den ultimativen Umgang mit Betroffenheit, Identitäten und Allianzen. Manche Texte waren für mich nicht leicht zugänglich, insgesamt aber ein wichtiger Denkanstoß, gerade für aktuelle gesellschaftliche Debatten. Ein Sammelband, der unbequem sein kann, und genau deshalb wichtig ist.

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