Traumatische Tropen
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Feldforschung mit Komplikationen...
Mit Ironie und absoluter Ehrlichkeit erzählt Barley von seiner zweijährigen Feldfoschung in Kamerun und der großen Kluft zwischen der ethnologischen Fachliteratur und der afrikanischen Wirklichkeit.
»Der lustigste Text, den jemals ein Ethnologe verfasst hat.«
›Der Tagesspiegel‹
Book Information
Author Description
Nigel Barley studierte moderne Sprachen und Ethnologie in Cambridge und Oxford und betrieb zwei Jahre lang Feldforschung in Kamerun. Seit 1981 arbeitet er als Kustos am British Museum in London. Weitere Bücher: ›Die Raupenplage‹ (1989, dtv 12518), ›Traurige Insulaner‹ (1993, dtv 12664), ›Hallo Mister Puttymann‹ (1994, dtv 12580), ›Der Löwe aus Singapur‹ (1996) und ›Tanz ums Grab‹ (1998).
Posts
Als junger Ethnologe unterrichtet Nigel Barley an einer britischen Universität, bis ihm ein Kollege die entscheidende Frage stellt: “Warum machst Du dann nicht Feldforschung”? Schließlich sind die Feldforscher doch die Obergurus der Ethnologie! Kaum ist die Entscheidung gefällt und das zu untersuchende Volk, die Dowayo im nördlichen Kamerun, ausgewählt, holt die Bürokratie Barley wieder auf den Boden der Tatsachen und jegliche Ethnologenromantik ist schnell dahin. Wie wird es ihm in Afrika ergehen? Bei der Lektüre dieses humorvollen Buches stellte ich mir schon des Öfteren die Frage, ob Nigel Barley sich damit nicht unter manchen Kollegen unbeliebt gemacht hat. Sein grundehrlicher Bericht entzaubert die Vorstellungen, die Fachfremde von der Feldforschung haben mögen – und sorgt beim Leser für viele Lacher. Etwa bei der Schilderung seines Abschieds von den Dorfbewohnern: “Es war mir eine gewisse Genugtuung, daß, als ich von den Dowayos wieder Abschied nahm, der Häuptling des Dorfes, in dem ich mich aufgehalten hatte, erklärte, er würde mich liebend gern zu meinem Dorf in England zurückbegleiten, wenn er nicht Angst vor einem Land hätte, in dem es immer kalt sei, in dem reißende Tiere von der Art der europäischen Hunde in der Missionsstation lebten und in dem es, wie bekannt, Menschenfresser gebe.” (Seite 20) Auch Sprachschwierigkeiten sorgen für viele komische Situationen. Barley schildert episodenhaft – mit offensichtlichem Erzähltalent – seinen ersten Aufenthalt bei den Dowayos, samt aller haarsträubenden Erlebnisse. Dabei geht er jedoch gegenüber allen Beteiligten auch sehr fair vor, so räumt er bei aller Kritik an der Missionstätigkeit der Kirchen beispielsweise ein, dass viele auch wirklich Gutes leisten, das nichts mit dem Versuch einer religiösen Bekehrung zu tun hat. Aufgefallen ist mir, dass dem Lektorat ein paar Fehler entgangen sind, einen davon erkannte ich als typischen “Satzumbaufehler”, der häufig beim Übersetzen entsteht. Es sind jedoch wirklich nur ganz wenige Vorkommnisse, die man verschmerzen kann. Eine vergnügliche, ansprechende Lektüre, die ich gerne weiterempfehle.
Description
Feldforschung mit Komplikationen...
Mit Ironie und absoluter Ehrlichkeit erzählt Barley von seiner zweijährigen Feldfoschung in Kamerun und der großen Kluft zwischen der ethnologischen Fachliteratur und der afrikanischen Wirklichkeit.
»Der lustigste Text, den jemals ein Ethnologe verfasst hat.«
›Der Tagesspiegel‹
Book Information
Author Description
Nigel Barley studierte moderne Sprachen und Ethnologie in Cambridge und Oxford und betrieb zwei Jahre lang Feldforschung in Kamerun. Seit 1981 arbeitet er als Kustos am British Museum in London. Weitere Bücher: ›Die Raupenplage‹ (1989, dtv 12518), ›Traurige Insulaner‹ (1993, dtv 12664), ›Hallo Mister Puttymann‹ (1994, dtv 12580), ›Der Löwe aus Singapur‹ (1996) und ›Tanz ums Grab‹ (1998).
Posts
Als junger Ethnologe unterrichtet Nigel Barley an einer britischen Universität, bis ihm ein Kollege die entscheidende Frage stellt: “Warum machst Du dann nicht Feldforschung”? Schließlich sind die Feldforscher doch die Obergurus der Ethnologie! Kaum ist die Entscheidung gefällt und das zu untersuchende Volk, die Dowayo im nördlichen Kamerun, ausgewählt, holt die Bürokratie Barley wieder auf den Boden der Tatsachen und jegliche Ethnologenromantik ist schnell dahin. Wie wird es ihm in Afrika ergehen? Bei der Lektüre dieses humorvollen Buches stellte ich mir schon des Öfteren die Frage, ob Nigel Barley sich damit nicht unter manchen Kollegen unbeliebt gemacht hat. Sein grundehrlicher Bericht entzaubert die Vorstellungen, die Fachfremde von der Feldforschung haben mögen – und sorgt beim Leser für viele Lacher. Etwa bei der Schilderung seines Abschieds von den Dorfbewohnern: “Es war mir eine gewisse Genugtuung, daß, als ich von den Dowayos wieder Abschied nahm, der Häuptling des Dorfes, in dem ich mich aufgehalten hatte, erklärte, er würde mich liebend gern zu meinem Dorf in England zurückbegleiten, wenn er nicht Angst vor einem Land hätte, in dem es immer kalt sei, in dem reißende Tiere von der Art der europäischen Hunde in der Missionsstation lebten und in dem es, wie bekannt, Menschenfresser gebe.” (Seite 20) Auch Sprachschwierigkeiten sorgen für viele komische Situationen. Barley schildert episodenhaft – mit offensichtlichem Erzähltalent – seinen ersten Aufenthalt bei den Dowayos, samt aller haarsträubenden Erlebnisse. Dabei geht er jedoch gegenüber allen Beteiligten auch sehr fair vor, so räumt er bei aller Kritik an der Missionstätigkeit der Kirchen beispielsweise ein, dass viele auch wirklich Gutes leisten, das nichts mit dem Versuch einer religiösen Bekehrung zu tun hat. Aufgefallen ist mir, dass dem Lektorat ein paar Fehler entgangen sind, einen davon erkannte ich als typischen “Satzumbaufehler”, der häufig beim Übersetzen entsteht. Es sind jedoch wirklich nur ganz wenige Vorkommnisse, die man verschmerzen kann. Eine vergnügliche, ansprechende Lektüre, die ich gerne weiterempfehle.




