Traumaland

Traumaland

Hardback
4.57

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Description

«Um unsere Gegenwart nicht zu verlieren, genügt es nicht, nur der Vergangenheit zu gedenken. Wir müssen auch die Fäden erkennen vom Dort zum Hier. Und genau das tut Asal Dardan mit schmerzlich klarem Blick.» Gabriele von Arnim

«Asal Dardan entwirft eine Kartografie der Fragilen, die uns den Weg in eine neue Erinnerungsarbeit weist.» Deniz Utlu

Das Blut nicht wegwischen können, nicht tilgen können, dass es geflossen ist. Die Tat und damit auch die Schuld sichtbar machen, selbst wenn die Täter nie die eigene Hand erhoben haben und die Opfer unsichtbar blieben: An euren Händen klebt Blut. So begründet Asal Dardan die Notwendigkeit des Erinnerns, die Verantwortung der Nachgeborenen. In Traumaland entwirft sie eine neue Topografie Deutschlands, geht auf Spurensuche, zeigt parallele und konträre Erfahrungen in der Einwanderungsgesellschaft auf. Die Vergangenheit ragt schmerzlich in unsere Gegenwart hinein, die Naziverbrechen finden heute ein grausames Echo in rassistischen Gewalttaten, aber auch in den traumatischen Erfahrungen von Minderheiten.
Wer macht die deutsche Geschichte? Wer trägt die Verantwortung für vergangene Schuld? Welche Erinnerungen werden erzählt, welche bleiben ungehört? Asal Dardan konfrontiert festgefahrene Erinnerungsdiskurse mit ihrer Suche nach Verbindungen in der Hoffnung auf ein gemeinsames Erinnern, in dem verschiedene Realitäten Platz finden.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Hardback
Pages
288
Price
24.70 €

Author Description

Asal Dardan, geboren 1978 in Teheran, wuchs in Köln, Bonn und Aberdeen auf. Sie studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Nahoststudien in Lund und lebt heute in Berlin. Für ihren Text Neue Jahre wurde sie mit dem Caroline-Schlegel-Preis für Essayistik ausgezeichnet. Ihr Essayband Betrachtungen einer Barbarin (2021) war für den Deutschen Sachbuchpreis und den Clemens-Brentano-Preis nominiert. Im Mai 2023 hielt sie die erste Erika-Mann-Lecture an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

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Traumaland von Asal Dardan ist ein ultra komplexes, dichtes und gleichsam alarmierendes Buch. Dardan beschreibt anhand verschiedener Beispiele eine Topografie des (direkten und strukturellen) Rassismus und der Traumata in Deutschland und deckt gleichsam Fehler im System auf. „Erlangen, Eberswalde, Hoyerswerda, Mölln, Rostock-Lichtenhagen, Solingen, Dessau, Nürnberg, München, Hanau, Halle. Es gibt viele Menschen, denen nicht erklärt werden muss, wie diese Karte entstanden ist. Sie wissen, vergangen sind Ereignisse, nicht der Schrecken. Vergangen sind die Taten, aber nicht die Traumata.“ (S.10) Ich bin so dankbar für dieses Buch mit einer riesigen Fülle von Information. Die „Karte“ ist für mich eine gute Orientierung und gleichsam erste fachliche und intensive „Einführung“ in die Thematik. Es hat auch viele Fragen aufgeworfen und eigene Reflexion angeregt. Große Empfehlung!

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