Transit

Transit

Softcover
4.06

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Description

The second book in Rachel Cusk's critically-acclaimed trilogy, shortlisted for the Goldsmith Prize.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
259
Price
13.00 €

Posts

1
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Wunderbar

In "Transit", dem zweiten Band der "Outline"-Reihe, begleiten wir erneut die Protagonistin Faye, deren Name übrigens nur einmal im Buch erwähnt wird. Wie der Titel bereits verrät, befindet sich ihr Leben im Umbruch, nachdem ihre Familie auseinandergebrochen ist. Gemeinsam mit ihren Söhnen zieht sie zurück nach London, wo sie eine Wohnung kauft und renovieren lässt. Wir begleiten sie durch ihren Alltag, wobei Rachel Cusk den Fokus auf zwischenmenschliche Begegnungen legt. Cusk präsentiert uns einzelne Begegnungen von Faye wie unter einer Lupe. Jedes Kapitel zeigt eine andere Interaktion mit verschiedenen Menschen. Beim Lesen hat man das Gefühl, selbst Teil der Gespräche zu sein. Im Hintergrund entwickelt sich Fayes eigene Geschichte weiter. So tauchen wir ein in eine Welt voller Beobachtungen und tiefgründiger Gespräche über soziale Normen und zwischenmenschliche Beziehungen. Thematisch behandelt Cusk viele Aspekte des menschlichen Daseins. Faye spricht beispielsweise mit den Handwerkern, die ihre Wohnung renovieren. Es sind Migranten, die von ihren Chancen auf einen Neuanfang erzählen, aber auch von den Herausforderungen des Ankommens und dem Schmerz, geliebte Menschen zurückzulassen. Es geht auch um das Schicksal und die Frage, inwieweit wir tatsächlich den Verlauf unseres Lebens selbst bestimmen können. “I said that my current feelings of powerlessness had changed the way I looked at what happens and why, to the extent that I was beginning to see what other people called fate in the unfolding of events, as though living were merely an act of reading to find out what happens next. That idea – of one’s own life as something that had already been dictated – was strangely seductive, until you realised that it reduced other people to the moral status of characters and camouflaged their capacity to destroy.” S. 153 Das Buch hat mich zutiefst berührt. Cusks philosophischen Betrachtungen bringen einen dazu über das eigene Leben nachzudenken. Wie es verlaufen ist, welche Umbrüche man hatte und was einen geprägt hat. Immer wieder finden wir das Motiv der Kindheit und dessen Einfluss auf die Gegenwart wieder. Wie das Verhältnis zur eigenen Familie ist und zu einem selbst. Es geht um die Veränderung und wie man damit umgeht und was man daraus macht.  “The sad fact, she said, is that in this era of science and unbelief we have lost the sense of our own significance. We have become cruel, to ourselves and others, because we believe that ultimately we have no value.” S. 5

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