Totstück

Totstück

Hardback
4.23
ProstitutionSerientäterAdoption

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Description

Margo will wissen, wer ihre leiblichen Eltern sind. Dafür hat sie gute Gründe. Sie ist Ärztin in Glasgow, und sie spürt, dass ihr Leben an einem Wendepunkt steht. Nikki Brodie hingegen will eine alte Rechnung begleichen. Eine Ärztin könnte da hilfreich sein. Im Gegensatz zu Margo kennt Nikki diese Stadt von unten. Und jede Menge Frauen, die der Öffentlichkeit komplett am Arsch vorbeigehen.

Book Information

Main Genre
Thriller
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
320
Price
23.70 €

Posts

2
All
4

Ein sehr einfühlsamer Krimi. Gibt denjenigen eine Stimme, die sonst keine haben. Lesenswert.

3.5

Die Ärztin Margo Dunlop findet nach dem Tod ihrer Adoptivmutter Briefe ihrer leiblichen Tante Nikki, die mit ihr in Kontakt treten möchte. Über die Adoptionsagentur wird ein Treffen arrangiert und schon bei der ersten Begegnung erfährt Margo nicht nur, dass ihre biologische Mutter eine Prostituierte war und ermordet wurde, ihre Tante tritt auch mit einer ungewöhnlichen Bitte an sie heran … ‚Totstück‘ ist mein erster Roman von Denise Mina und ich war selten so zwiegespalten über ein Buch wie bei diesem. Auf der einen Seite bin ich voller Begeisterung über die Autorin - was ist das bitte für eine großartige Milieustudie, wie erschütternd die trostlosen Beschreibungen über die Sexarbeiterinnen-Szene in Glasgow. Die Frau kann schreiben und wie! Düster und Grau ist die Atmosphäre in Glasgow, nicht ein Hauch von Schottland-Romantik ist da zu spüren. Margo ist eine vollkommen normale Frau, unsicher ob ihrer Schwangerschaft und ihrer unklaren Beziehung zu ihrem Partner, die mit dem Leben ihrer Mutter konfrontiert wird, zu dem ihr eigenes so gar keine Berührungspunkte aufweist. Eine, die schon auch mal lieber nichts tut, um sich nicht einzumischen und nun gerade das tun soll. Aber da ist ja noch die Krimihandlung - und die habe ich in dem Buch irgendwie gar nicht gefühlt und das obwohl Margo von Anfang an bedroht und gestalkt wird. Allerdings war die Gefahr immer nur sehr abstrakt im Hinterkopf beim Lesen, aber es gab nie den Moment, wo ich mal tatsächlich gespürt hätte, dass sich Margo in Gefahr befindet. Was sicher auch der schon ziemlich fatalistischen Einstellung der Protagonistin zu verdanken ist. Wobei mich tatsächlich am wenigsten stört, dass es am Ende der Leserschaft überlassen bleibt, seine endgültigen Schlüsse zu Susans Ermorderung zu ziehen - das ist für den Stil des Romans absolut passend. Also kann ich als Fazit ziehen, dass Denise Mina das Zeug zu einer neuen Lieblingsautorin hat obwohl der Krimi so gar nicht krimimäßig war - hat man auch nicht jeden Tag …

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