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Biographies

Thomas Mann und die Seinen

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About the book

Marcel Reich-Ranicki gehört zu den besten Kennern der an herausragenden Begabungen und Persönlichkeiten reichen Familie Mann. "Aber so glücklich wir sein müssen, daß es diese einzigartige Familie gibt, so aufschlußreich, so faszinierend ihre Geschichte ist, so wenig brauchen wir (und die Manns) einen Hofberichterstatter." Von einem solchen freilich ist Reich-Ranicki weit entfernt. "Entmonumentalisierung" heißt vielmehr sein Gebot. Gerade wer über Thomas Mann schreibt, "der, allen Interpreten mißtrauend, die Deutung seines Lebens und seines Werkes schon früh in die eigenen Hände genommen hat", kann die Aufgabe nur erfüllen, "wenn sie aus der direkten oder indirekten Polemik gegen sein Autoporträt hervorgeht." Was Reich-Ranicki über Golo Mann schreibt, der sich "nur mit oder gegen, doch nicht ohne Thomas Mann entfalten konnte", gilt für alle Mitglieder der Familie, in höherem Maße für die Söhne Golo und Klaus, in geringerem für die Tochter Erika, möglicherweise sogar noch für den Bruder Heinrich. In ihm finden wir die zweite charakterliche und künstlerische Autorität, den einzigen Widerpart, mit dem oder gegen den auch Thomas Mann sich nur entfalten konnte. Die Gegensätze und Abhängigkeiten, die Kämpfe und der Zusammenhalt der Familie werden von Reich-Ranicki in biographischen und literaturkritischen Studien, vor allem aber vor dem Hintergrund der Tagebücher und Korrespondenzen untersucht.

Editions (6)

ISBN9783596269518
PublisherFISCHER Taschenbuch
Publication Date11/01/90
Pages288

Reviews & Ratings

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4.5

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  • marius1995
    marius1995

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    5.0

    Eine höchst eindrucksvolle Sammlung der Essays von Reich-Ranicki über die Familie Mann mit dem Jahrhundertschriftsteller Thomas in ihrer Mitte. Mir gefiel der kritische, distanzierte Blick, ohne dabei die Qualität und Wirkung von Thomas Mann zu verkennen. Ein sehr guter und überlegter Beitrag.

    Apr 11, 2026

  • notizhefte
    notizhefte

    68 Followers

    4.0

    Deutschland hatte im 20. Jahrhundert einige Industriellenfamilien – die Krupps vor allem, die Quandts, die Flicks – mit Weizsäcker und Gysi Politiker, deren Väter in hoher Position zuvor einem anderen Regime dienten, es gab oder gibt zwei oder mehr Generationen umspannende Professorenfamilien (z. B. Mommsen, Huber, Kirchhof). Bei den Schriftstellern kann wohl keine andere Familie den Manns das Wasser reichen. Brief- und Tagebucheditionen bilden den tagesaktuellen Anlaß für Marcel Reich-Ranicki, Essays über diese Editionen und den von ihm hochverehrten Thomas Mann zu schreiben. Denn „[n]ichts, was Thomas Mann geschrieben hat, darf uns gleichgültig sein“ (S. 22). In der Zusammenschau, die der Band ermöglicht, führt MRR seine Leser durch Werk und Leben Thomas Manns, thematisiert dessen Verständnis von Literaturkritik, soweit sie sich einerseits auf das eigene Schaffen bezog, und soweit sie selbst von ihm betrieben wurde. Mehr zu diesem und andern Büchern über die Familie Mann auf meinem Blog "Notizhefte": https://notizhefte.com/2016/12/16/leben-im-zeichen-der-buecher-die-familie-mann/

    Apr 24, 2023

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