The Reapers are the Angels

The Reapers are the Angels

Hardback
3.15

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Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
304
Price
4.40 €

Posts

2
All
5

„Puhh.“ – das war mein erster Gedanke, als ich das Buch beendet hatte. Nicht etwa, weil es schlecht war, sondern weil es mich emotional überwältigt hat.

Alden Bell hat mit ,,The Reapers Are the Angels“ ein Werk geschaffen, das nicht nur tief berührt, sondern auch zum Nachdenken anregt. Wer sich für postapokalyptische Szenarien interessiert, insbesondere für Zombie-Apokalypsen, sollte diesem Buch eine Chance geben. Es hebt sich erfrischend von den üblichen Genre-Vertretern ab. Die Zombies – hier als „Slugs“ oder „Meatskins“ bezeichnet – sind faszinierend anders. Bell beschreibt sie als triebgesteuerte Wesen, die oft dümmlich wirken. Interessanterweise verlieren sie jegliches Interesse, wenn ihr Ziel außer Reichweite gerät. Diese Darstellung ist eine gelungene Abweichung von den klischeehaften, aggressiven Untoten, die man oft in anderen Werken findet. Man merkt, dass Bell nicht nur Horror, sondern auch Menschlichkeit und Instinkt in seine Darstellung einfließen lässt. Ein wichtiger Punkt: Bell verzichtet auf Anführungszeichen für wörtliche Rede, was anfangs gewöhnungsbedürftig sein mag. Doch nach kurzer Zeit fügt sich dieser Stil perfekt in die Atmosphäre des Buches ein. Besonders hervorzuheben ist die englische Originalsprache, die die düstere und zugleich hoffnungsvolle Stimmung noch intensiver vermittelt. Religion spielt eine zentrale Rolle im Buch. Die Auseinandersetzung mit Gott und Glauben gibt der Geschichte eine tiefgründige Dimension. Diese Themen sind geschickt eingebettet und regen zum Nachdenken an, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Für mich war dies ein überraschender und beeindruckender Aspekt, der das Buch über eine reine Zombiegeschichte hinaushebt. Die Geschichte spielt in einer Welt, die seit 10 Jahren von einer Zombie-Apokalypse heimgesucht wird. Im Mittelpunkt steht Temple, eine Protagonistin, die in dieser Zeit aufwächst und eine Reise durch ein zerstörtes Amerika antritt. Ihre Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen – darunter auch ein faszinierender Antagonist – sind das Herzstück der Handlung. Dieser „Bösewicht“ bleibt bis zum Schluss so interessant und vielschichtig, dass man gleichermaßen für ihn und Temple mitfiebert. Während ihrer Reise erlebt Temple eine Vielzahl an Situationen: von moralischen Konflikten über makabere und nachdenkliche Momente bis hin zu emotionalen Höhepunkten. Die Hintergrundgeschichten der Figuren werden geschickt nach und nach enthüllt, was die Spannung aufrechterhält und die Figuren lebendig macht. The Reapers Are the Angels ist ein herausragendes Buch, das den Leser emotional fordert und zugleich mit einer tiefgründigen Geschichte belohnt. Wer sich auf die unkonventionelle Schreibweise und die philosophischen Untertöne einlassen kann, wird mit einer einzigartigen Leseerfahrung belohnt. Für Fans von Zombie-Apokalypsen und Charakterstudien ist dieses Buch ein Muss. Ich sage: Gebt diesem Buch eine Chance – ihr werdet es nicht bereuen!

1

Von den ersten Kapiteln war ich noch angetan, dann aber definitiv nicht mehr. Sehr genervt von den unfassbaren vielen Schilderungen wie ach so viele Wunder es in der Welt voller Zombies und Menschen gibt. Dann die ganzen Fehler: Elektrizität gibt's auch 25 Jahre nach der Apokalypse und zwar ohne das je eine Wartung stattfindet. Fließend Wasser. Gas. Kann ja sein, das die Dokumentation “ Welt ohne Menschen“ mich für immer für die Postapokalypse verdorben hat, aber kommt schon. Eine fahrende Lok ohne das die Gleise mal repariert werden? Jede Menge Benzin und Autos, die nach Jahren des Stilstandes noch fahren? Dann kam noch, und ich spoiler jetzt ein wenig: Menschen, die Zombiegehirne fressen und dadurch mutieren. 3 Meter groß und überall Knochenplatten statt Haut. Mir hat sich der Zusammenhang zwischen Gehirn essen und dadurch Knochen bilden nicht erschlossen. Dazu muss man wohl aus einer inzestuösen Hillbilly Familie stammen. Dazwischen: Pseudo Geschwafel über Schuld, Sühne, Erlösung, Gott, Wunder, Blabla Blupp. DAS hätte ich vielleicht ernst nehmen können, wenn die Rahmenbedingungen etwas logischer gewesen wären. Ich erwarte wirklich nicht viel von Zombie Romanen denn die Moral von der Geschichte ist immer die gleiche: der Mensch ist das eigentliche Monster hier. Dafür braucht man aber keine seitenlangen Gespräche, deren Inhalte sich endlos wiederholen, nur mit anderen Synonymen. Ohne wörtliche Rede anzuwenden. Sollte wohl ein besonderer Kunstgriff sei, wegen fließendem Übergängen und um sich in der Ausführungen zu verlieren. Raffiniert, hab ich fast kaum bemerkt *augenroll* Das hier ist jetzt länger als gedacht, und bevor ich mich ebenfalls endlos wiederhole hier noch mal die kurze Zusammenfassung: Mist.

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