The People's Game

The People's Game

Softcover
4.01

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Description

Sport in East Germany is commonly associated with the systematic doping that helped to make the country an Olympic superpower. Football played little part in this controversial story. Yet, as a hugely popular activity that was deeply entwined in the social fabric, it exerted an influence that few institutions or pursuits could match. The People's Game examines the history of football from the interrelated perspectives of star players, fans, and ordinary citizens who played for fun. Using archival sources and interviews, it reveals football's fluid role in preserving and challenging communist hegemony. By repeatedly emphasising that GDR football was part of an international story, for example, through analysis of the 1974 World Cup finals, Alan McDougall shows how sport transcended the Iron Curtain. Through a study of the mass protests against the Stasi team, BFC, during the 1980s, he reveals football's role in foreshadowing the downfall of communism.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
History & Archaeology
Format
Softcover
Pages
378
Price
55.40 €

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Eine beliebte Frage beim Sportquiz ist die nach dem Schützen des Siegtreffers beim einzigen Aufeinandertreffen der BRD sowie der DDR. Die Antwort ist natürlich Jürgen Sparwasser, der in der Vorrunde der Weltmeisterschaft 1974 mit seinem Treffer die DDR zum Sieg über den späteren Turniersieger führte. Ansonsten ist allgemein wenig bekannt über den (professionellen) Fußball in der am strengsten überwachten sozialistischen Gesellschaft während des Kalten Kriegs. Wenn man heute an Fußball in den Neuen Bundesländern denkt, hat man unweigerlich Bilder von auf Auswärtsfahrten randalierender Fans vor Augen, die nicht selten auch durch ein ausgesprochen xenophobes Weltbild auffallen. Aber wie genau kam dieses, leider oftmals zutreffende Klischee, zustande? Diese und weitere Fragen beantwortet Alan McDougall in seinem Buch „The People‘s Game: Football, State and Society in East Germany“, in dem er sich der Geschichte des ostdeutschen Fußballs von der Gründung der DDR bis zur Eingliederung des Fußballverbands DFV in den DFB nach dem Ende der Diktatur widmet. Hierbei erlangt der Leser Kenntnisse über die Struktur des Fußballs, der für die regierende SED allenfalls zweitrangig hinter den Olympischen Disziplinen war, für die das Land berühmt wurde, aber ein Massenphänomen wurde, das sich zumindest teilweise der Überwachung durch das MfS entzog. McDougall, Professor an der kanadischen University of Guelph, analysiert den Sport aus mehreren Perspektiven - Zunächst die der Spieler in Oberliga und Nationalmannschaft, die als Profisportler Privilegien genossen, die mitunter dennoch nicht ausreichten um sie an der Republikflucht zu hindern. Zudem wird der Alltag von Fans und Amateurspielern beschrieben, die getreu dem sozialistischen Arbeitsethos oft selbst für Spielstätten - und werkzeuge sorgen mussten. Wenn man kein Muttersprachler ist, erfordert die Lektüre des Buches von McDougall aufgrund seiner detailreichen Schilderungen sowie seines wissenschaftlichen Sprachfundus enorme Aufmerksamkeit. Zudem ist das Buch an mancher Stelle recht trocken. Ansonsten ist das Buch jedem zu empfehlen, der ausführlich und dennoch kompakt mehr über die faszinierende Geschichte des Fußballs in Ostdeutschland lernen möchte.

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