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Eine vermeintlich ungewöhnliche Herangehensweise an die Archäologie ...
zumindest für die Meisten und anhand der bisherigen Rezension merkt man auch, dass nicht jeder etwas damit anfangen kann. Eventuell waren die Erwartungen an das Buch auch andere, was ich nachvollziehen kann. Wer eine wissenschaftliche Abhandlung über die Geschichte Pompejis erwartet, ist hier falsch. Stattdessen haben wir hier ein Buch, dass uns näher bringt, wieso es Menschen (wie mich) gibt, die sich für Jahrtausende alten Kram interessieren und studieren. Es geht um Emotionen, Gefühle und der Suche nach dem, was uns Menschen ausmacht. Zuchtriegel gibt uns Einblicke in die Leben von Menschen zur Zeit der Katastrophe und welche Gefühle und Emotionen er und auch die Menschen in seinem Umfeld damit verbinden und dass genau diese Geschichten und Gefühle es sind, die Archäologen eigentlich antreiben. Ich persönlich habe mich in dem Buch sehr oft wiedergefunden. Sowohl in der Aussage, dass ein Studium der Archäologie oft mit schiefen Blicken und Ausgrenzung oder Scham verbunden ist. Man muss sich ständig rechtfertigen und erklären, wird belächelt und nicht ernst genommen. Aber auch in seinen Erzählungen darüber, wie ihn die persönlichen Schicksale, die bei Ausgrabungen entdeckt werden, emotional berühren. Ich stand selbst oft genug mit Tränen in den Augen in Museen oder archäologischen Parks (auch Pompeji!), weil es mich emotional so berührt hat, dass wir und die Menschen vor 2000 Jahren nicht viel anders waren. Da gab es Kinder, die mit einem Stück Kohle ihre Handumrisse auf einer Wand hinterlassen haben. Jemand hatte eine Mini-Skulptur, so groß wie meine Handfläche, die kuschelnde Hundewelpen zeigt, in seinem Garten. War es ein Geschenk? Hat es jemand bewusst in Auftrag gegeben, weil er Hunde genauso liebt wie ich? Wars ein Erbstück? Archäologie heißt, sich mit dem auseinander zu setzen, was uns Menschen ausmacht. Es geht nicht um Dreck, Steine und Goldfunde. Ich empfehle, jedem, der es nicht nachvollziehen kann, wie man sich für Archäologie interessieren kann, das Buch einmal in die Hand zu nehmen.
Jul 3, 2026
Eine vermeintlich ungewöhnliche Herangehensweise an die Archäologie ...
zumindest für die Meisten und anhand der bisherigen Rezension merkt man auch, dass nicht jeder etwas damit anfangen kann. Eventuell waren die Erwartungen an das Buch auch andere, was ich nachvollziehen kann. Wer eine wissenschaftliche Abhandlung über die Geschichte Pompejis erwartet, ist hier falsch. Stattdessen haben wir hier ein Buch, dass uns näher bringt, wieso es Menschen (wie mich) gibt, die sich für Jahrtausende alten Kram interessieren und studieren. Es geht um Emotionen, Gefühle und der Suche nach dem, was uns Menschen ausmacht. Zuchtriegel gibt uns Einblicke in die Leben von Menschen zur Zeit der Katastrophe und welche Gefühle und Emotionen er und auch die Menschen in seinem Umfeld damit verbinden und dass genau diese Geschichten und Gefühle es sind, die Archäologen eigentlich antreiben. Ich persönlich habe mich in dem Buch sehr oft wiedergefunden. Sowohl in der Aussage, dass ein Studium der Archäologie oft mit schiefen Blicken und Ausgrenzung oder Scham verbunden ist. Man muss sich ständig rechtfertigen und erklären, wird belächelt und nicht ernst genommen. Aber auch in seinen Erzählungen darüber, wie ihn die persönlichen Schicksale, die bei Ausgrabungen entdeckt werden, emotional berühren. Ich stand selbst oft genug mit Tränen in den Augen in Museen oder archäologischen Parks (auch Pompeji!), weil es mich emotional so berührt hat, dass wir und die Menschen vor 2000 Jahren nicht viel anders waren. Da gab es Kinder, die mit einem Stück Kohle ihre Handumrisse auf einer Wand hinterlassen haben. Jemand hatte eine Mini-Skulptur, so groß wie meine Handfläche, die kuschelnde Hundewelpen zeigt, in seinem Garten. War es ein Geschenk? Hat es jemand bewusst in Auftrag gegeben, weil er Hunde genauso liebt wie ich? Wars ein Erbstück? Archäologie heißt, sich mit dem auseinander zu setzen, was uns Menschen ausmacht. Es geht nicht um Dreck, Steine und Goldfunde. Ich empfehle, jedem, der es nicht nachvollziehen kann, wie man sich für Archäologie interessieren kann, das Buch einmal in die Hand zu nehmen.
Jul 3, 2026




