The Accursed

The Accursed

Hardback
3.36

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Description

"Joyce Carol Oates has written what may be the world’s finest postmodern Gothic novel: E.L. Doctorow’s Ragtime set in Dracula’s castle. It’s dense, challenging, problematic, horrifying, funny, prolix and full of crazy people. You should read it.” —Stephen King, New York Times Book ReviewPrinceton, New Jersey at the turn of the 20th century: a tranquil place to raise a family, a genteel town for genteel souls. But something dark and dangerous lurks at the edges of the town, corrupting and infecting its residents. Vampires and ghosts haunt the dreams of the innocent. A powerful curse besets the elite families of Princeton—their daughters begin disappearing. A young bride on the verge of the altar is seduced and abducted by a dangerously compelling man—a shape-shifting, vaguely European prince who might just be the devil, and who spreads his curse upon a richly deserving community of white Anglo-Saxon privilege. And in the Pine Barrens that border the town, a lush and terrifying underworld opens up.When the bride’s brother sets out against all odds to find her, his path will cross those of Princeton’s most formidable people, from Grover Cleveland, fresh out of his second term in the White House and retired to town for a quieter life, to soon-to-be commander in chief Woodrow Wilson, president of the University, and a complex individual obsessed to the point of madness with his need to retain power; from the young Socialist idealist Upton Sinclair, to his charismatic comrade Jack London, and the most famous writer of the era, Samuel Clemens/ Mark Twain—all plagued by “accursed” visions.Narrated with Oates's unmistakable psychological insight, The Accursed combines beautifully transporting historical detail with chilling supernatural elements to stunning effect.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Hardback
Pages
688
Price
27.00 €

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Princeton, New Jersey, 1905: Während Woodrow Wilson, der Rektor der Elite-Uni, sich mit seinem Stellvertreter bekriegt, geschehen in dem Ort eigenartige Dinge. Es gibt einen Lynchmord, dann wird ein Kind ermordet und ein seltsamer Südstaatler dringt in die gesellschaftliche Elite des Ortes ein. Mit der Hochzeit von Annabel Slade, der Enkeltochter des betagten und angesehenen ehemaligen Universitätsrektors Winslow Slade, mit einem Sprössling einer weiteren angesehenen Familie, steht außerdem ein gesellschaftliches Großereignis an. Und spätestens am Tag dieser Hochzeit steht fest: Princeton wird von einem Fluch heimgesucht. Was soll ich zu diesem Buch sagen. Zunächst einmal ist das Buch etwas ganz anderes, als die Inhaltsbeschreibung erwarten lässt. Ich hatte es ursprünglich als Gruselbuch für Halloween besorgt, aber gruselig ist das Buch kaum. Ja, es ist eine Gothic Novel, aber die übersinnlichen Elemente sind eher grotesk als gruselig, sie haben etwas Expressionistisches. Außerdem stehen sie in dem Roman eher an untergeordneter Stelle, sie dienen vielmehr als Rahmen für die Diskussion mehrerer gesellschaftlicher Themen, und zwar Rassismus, Feminismus und Sozialismus. Mehrere herausragende Persönlichkeiten der damaligen Zeit treten in dem Buch auf – Woodrow Wilson, Upton Sinclair, Grover Cleveland, Jack London, Mark Twain – und keiner von ihnen kommt dabei gut weg, am ehesten noch der aufrichtige Sozialist Upton Sinclair. Ich weiß nicht, mit welchen Quellen Joyce Carol Oates gearbeitet hat, aber zumindest die äußerst negative Darstellung von Jack London scheint mir nach etwas Internetrecherche überzogen. Aber um hierzu mehr sagen zu können, bedürfte es weiterer Recherche. Vor allem die Scheinheiligkeit der gesellschaftlichen Elite gegenüber Themen wie Rassismus und Frauenrechten stellt Joyce Carol Oates heraus. Ein Beispiel hierfür sind die Gedankengänge Woodrow Wilsons in dem Buch: “So long as Negroes – darkies, as they were more fondly called, in Woodrow’s childhood – knew their place, and were not derelict as servants and workers, Dr. Wilson had very little prejudice against them, in most respects.” (Seite 18/19). Sicherlich ist dies es ein interessanter Ansatz, Gesellschaftskritik mit einer Gothic Novel zu verknüpfen, doch was Joyce Carol Oates daraus macht, ist leider weniger spannend als nervtötend. Denn es gibt keine gute Kohäsion zwischen den Kapiteln des Buchs, Oates erzählt mal hier, mal da, und verliert sich dabei in ellenlangen Abschweifungen, die von der grundlegenden Geschichte unabhängig sind und den Leser in zunehmendem Maße irritieren. Geschuldet ist dies teilweise natürlich auch der gewählten Erzählperspektive, denn Oates’ Erzähler ist ein Historiker, der die Geschichte des “Fluchs” von Princeton anhand seiner verschiedenen Quellen schildert und dabei häufig Kapitel als Zwischenbemerkungen einfügt. Diese “Abschweifungen” mögen der Charakterisierung der jeweiligen Person dienen, beeinträchtigen jedoch den Lesefluss und stellen die Geduld des Lesers auf die Probe. Sprachlich habe ich an dem Buch nichts auszusetzen, dass Joyce Carol Oates schreiben kann, ist offensichtlich. Der Schluss des Buchs ist erneut expressionistischer, grotesker Natur und die sich ergebende Schlussfolgerung eine eindeutige Religionskritik. Ich muss abschließend feststellen, dass ich die Motivation hinter dem Buch anerkenne, jedoch möchte ich ein Buch nicht nur lesen, um es hinterher analysieren zu können oder zu müssen. Ein Buch muss mir schon auch einen gewissen Genuss bieten, und der ist mir aufgrund er oben geschilderten Aspekte mit zunehmendem Lesefortschritt gänzlich abhanden gekommen. Das Buch ist vieles, ein Lesevergnügen war es für mich nicht.

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