Tausend Arten von Blau
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Description
Book Information
Author Description
Cheon Seon-ran wurde 1993 in Incheon geboren und wuchs im Stadtteil Bupyeong auf. Dort erlebte sie immer wieder die Streiks der Arbeiter von GM Korea, einem Automobilhersteller, der zum US-amerikanischen Konzern General Motors gehört. Dadurch begann sie sich zu fragen, wer vom technologischen Fortschritt eigentlich profitiert. Cheon liest Wissenschaftsartikel als Inspiration für ihre Geschichten und leitet daraus ab, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. Allerdings legt sie den Fokus nicht auf den technologischen Aspekt, sondern auf die Menschen und deren Emotionen. Für ihren Roman Tausend Arten von Blau wurde sie mit dem Korea Science Fiction Award ausgezeichnet.
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Philosophie in einer nahen Zukunft
Die Autorin wurde mit einem koreanischen Science-Fiction Preis für dieses Buch geehrt, wer nun aber eine spannende Geschichte in der Zukunft erwartet, in der Humanoiden und neue Technologien alles um uns herum verändern der ist mit diesem Buch falsch beraten. Sie kommen zwar vor, nehmen aber nur sehr wenig Raum ein. Eine kleine, koreanische Familie, bestehend aus der Mutter und zwei Töchtern, Eunhye und Yeonjae, davon eine im Rollstuhl sitzend, kämpfen mit sozialen Problemen. Einsamkeit und soziale Teilhabe, Trauer um den verlorenen Ehemann und nicht ausgesprochene Konflikte prägen ihr Leben. Hinzu kommt eine Umwelt in der einfache Arbeiten immer mehr durch Roboter ersetzt werden, so dass Menschen in die Arbeitslosigkeit rutschen oder nicht mehr konkurrenzfähig sind. Wenn durch aus aktuelles Thema. Da tritt ein kleiner Jockey Roboter „Koli“ in ihr Leben, der bei einem Pferderennen mit der Stute Today stürzte und zu Bruch ging. Auch die Stute ist schwer verletzt. Beide soll nicht mehr weiter existieren. In der Rahmenhandlung des Buches geht es nun darum, das Pferd glücklich zu machen damit es wieder in Einklang mit Koli atmen kann. Um dieses Gerüst ranken sich alle anderen Themen, die die Menschen dieses Plots beschäftigen. Es geht um Tierwohl, Einsamkeit und Inklusion, also Themen die Bestand haben, egal wie fortschrittlich unsere Welt sich entwickelt und damit einher geht die moralische Verpflichtung, soziale Eckpfeiler unseres Daseins nicht aus den Augen zu verlieren Es sind nicht wenige Themen, die hier angeschnitten werden, man könnte meinen, dass es zu viel des Guten ist. Aber in diesem Buch wurde sich so tief in die Fragen gekniet, dass sie mich in eine innere Auseinandersetzung mit mir selbst brachten. Philosophisch ist dieses Buch, das beschreibt es wohl am nächsten. Als Science-Fiction Roman würde ich es nicht bezeichnen, wenn es auch Elemente aus diesem Genre hat. Der Roman wirkt ätherisch wie der blaue Himmel, um den es sich hier häufig dreht. Wie leichte Schleier wabern, die Gedanken und Dialoge über einem und verlieren sich manchmal, kommen wieder zurück, wiederholen sich und werden vertieft. Es gibt eine Handlung, sie steht aber nicht im Vordergrund, manchmal fehlt etwas die Substanz, an der man sich festhalten kann. Ich fühlte mich ein und das andere Mal an Jostein Gaarders „Sofies Welt“ erinnert, nur, dass wir hier kein westliches, sondern ein koreanisches Setting haben. Das trägt sicherlich auch dazu bei, dass mir manches Mal der Stil etwas fremd war, die Sätze etwas verdreht vorkamen Das Buch ist keine leichte Lektüre. Es forderte mich als Leserin insofern, dass ich mich mit vielen Wiederholungen auseinandersetzen musste, Ja, manchmal war es auch langatmig aber mir nie langweilig. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass genau das das Buch ausmacht: Eine intensive Beschäftigung mit wesentlichen Fragen des Zusammenlebens auf der Basis parabelhafter Literatur. Die Protagonisten finden in dem Buch wieder zueinander nicht zuletzt durch Koli, der ein ganz besonderer Humanoid ist und der genauso kommt und geht wie die Gedanken zu dem Buch.
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Cheon Seon-ran wurde 1993 in Incheon geboren und wuchs im Stadtteil Bupyeong auf. Dort erlebte sie immer wieder die Streiks der Arbeiter von GM Korea, einem Automobilhersteller, der zum US-amerikanischen Konzern General Motors gehört. Dadurch begann sie sich zu fragen, wer vom technologischen Fortschritt eigentlich profitiert. Cheon liest Wissenschaftsartikel als Inspiration für ihre Geschichten und leitet daraus ab, wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte. Allerdings legt sie den Fokus nicht auf den technologischen Aspekt, sondern auf die Menschen und deren Emotionen. Für ihren Roman Tausend Arten von Blau wurde sie mit dem Korea Science Fiction Award ausgezeichnet.
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Philosophie in einer nahen Zukunft
Die Autorin wurde mit einem koreanischen Science-Fiction Preis für dieses Buch geehrt, wer nun aber eine spannende Geschichte in der Zukunft erwartet, in der Humanoiden und neue Technologien alles um uns herum verändern der ist mit diesem Buch falsch beraten. Sie kommen zwar vor, nehmen aber nur sehr wenig Raum ein. Eine kleine, koreanische Familie, bestehend aus der Mutter und zwei Töchtern, Eunhye und Yeonjae, davon eine im Rollstuhl sitzend, kämpfen mit sozialen Problemen. Einsamkeit und soziale Teilhabe, Trauer um den verlorenen Ehemann und nicht ausgesprochene Konflikte prägen ihr Leben. Hinzu kommt eine Umwelt in der einfache Arbeiten immer mehr durch Roboter ersetzt werden, so dass Menschen in die Arbeitslosigkeit rutschen oder nicht mehr konkurrenzfähig sind. Wenn durch aus aktuelles Thema. Da tritt ein kleiner Jockey Roboter „Koli“ in ihr Leben, der bei einem Pferderennen mit der Stute Today stürzte und zu Bruch ging. Auch die Stute ist schwer verletzt. Beide soll nicht mehr weiter existieren. In der Rahmenhandlung des Buches geht es nun darum, das Pferd glücklich zu machen damit es wieder in Einklang mit Koli atmen kann. Um dieses Gerüst ranken sich alle anderen Themen, die die Menschen dieses Plots beschäftigen. Es geht um Tierwohl, Einsamkeit und Inklusion, also Themen die Bestand haben, egal wie fortschrittlich unsere Welt sich entwickelt und damit einher geht die moralische Verpflichtung, soziale Eckpfeiler unseres Daseins nicht aus den Augen zu verlieren Es sind nicht wenige Themen, die hier angeschnitten werden, man könnte meinen, dass es zu viel des Guten ist. Aber in diesem Buch wurde sich so tief in die Fragen gekniet, dass sie mich in eine innere Auseinandersetzung mit mir selbst brachten. Philosophisch ist dieses Buch, das beschreibt es wohl am nächsten. Als Science-Fiction Roman würde ich es nicht bezeichnen, wenn es auch Elemente aus diesem Genre hat. Der Roman wirkt ätherisch wie der blaue Himmel, um den es sich hier häufig dreht. Wie leichte Schleier wabern, die Gedanken und Dialoge über einem und verlieren sich manchmal, kommen wieder zurück, wiederholen sich und werden vertieft. Es gibt eine Handlung, sie steht aber nicht im Vordergrund, manchmal fehlt etwas die Substanz, an der man sich festhalten kann. Ich fühlte mich ein und das andere Mal an Jostein Gaarders „Sofies Welt“ erinnert, nur, dass wir hier kein westliches, sondern ein koreanisches Setting haben. Das trägt sicherlich auch dazu bei, dass mir manches Mal der Stil etwas fremd war, die Sätze etwas verdreht vorkamen Das Buch ist keine leichte Lektüre. Es forderte mich als Leserin insofern, dass ich mich mit vielen Wiederholungen auseinandersetzen musste, Ja, manchmal war es auch langatmig aber mir nie langweilig. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass genau das das Buch ausmacht: Eine intensive Beschäftigung mit wesentlichen Fragen des Zusammenlebens auf der Basis parabelhafter Literatur. Die Protagonisten finden in dem Buch wieder zueinander nicht zuletzt durch Koli, der ein ganz besonderer Humanoid ist und der genauso kommt und geht wie die Gedanken zu dem Buch.





