Tartan und Schwert

Tartan und Schwert

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4.03
HistorischEngland / Großbritannien

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Description

Schottland im Jahr 79 n. Chr.: Nur die Heirat zwischen der schottischen Prinzessin Rhiann und dem irischen Krieger Eremon kann die zerstrittenen keltischen Stämme für den Kampf gegen die Römer einen. Doch Rhiann, mutig, temperamentvoll und unabhängig, ist gezeichnet von ihrer Vergangenheit. Auch wenn sie aus Pflichtgefühl einer Ehe mit dem fremden irischen Krieger zustimmt, so verweigert sie sich ihm doch. Aber Eremon gelingt es, Rhianns Stamm als Anführer für sich zu gewinnen – und insgeheim ihr Herz zu erobern. Inmitten von Chaos, Krieg und Verwüstung ist es schon fast zu spät für die Liebenden.

Book Information

Main Genre
Historical Novels
Sub Genre
N/A
Format
Other book format
Pages
704
Price
12.40 €

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4

Meine Meinung Rhiann wurde auf einer Insel als Prieserin ausgebildet und musste während ihrer Zeit dort einen schlimmen Raubüberfall miterleben, bei dem ihr schreckliche Dinge geschehen sind. Im Jahr 79 nach Christus lebt Rhiann wieder als Heilerin bei ihrem Stamm in Schottland. Als der König stirbt ist es ihre Aufgabe für einen Thronfolger zu sorgen und sie wird mit dem zufällig an Schottlands Küste gestrandeten Prinzen Eremon vermählt. Diese Ehe wird jedoch niemal vollzogen und das Ehepaar lebt mehr oder weniger nebeneinander her. Allerdings werden sie durch den Kampf gegen die römischen Besatzer vereint und kommen sich dann auch vielleicht als Paar etwas näher. Rhiann wird als starke und mutige Frau beschrieben. Sie möchte gerade wegen der Dinge, die ihr angetan wurden ein unabhängiges Leben führen, ist aber dazu verdammt heiraten zu müssen. Während der Geschichte wächst sie immer weiter über sich hinaus, trifft richtige und falsche Entscheidungen und lernt schließlich sich auf ihren Instinkt zu verlassen. Sie hat mir als weibliche Protagonistin gut gefallen. Natürlich verköpert Rhiann als Priesterin auch eine gewisse Spiritualität in der Geschichte, weil sie der "Göttin" dient. Eremon ist ein verbannter Prinz, der mit seiner Mannschaft an Schottlands Küste strandet. Er wirkt zu Beginn der Geschichte getrieben und weiß nicht so recht wo sein Platz in der Welt ist. Er lässt sich zu einigen Dummheiten verleiten, ist allerdings auch in der Lage aus seinen Fehlern zu lernen. Auch er entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einem starken Protagonisten und als es darauf ankommt, beweist er ein ordentliches Rückrat. Die Beziehung zwischen Rhiann und Eremon ist von Beginn an schwierig aber durchaus respektvoll. Beide Partner respektieren sich, auch wenn sie im Alltag scheinbar nicht viel miteinander zu tun haben. Es hat mir viel Freude bereitet zu lesen wie langsam und vorsichtig sich die beiden Charaktere annähern. Die "römische" Bedrohung fügt der Handlung eine gewisse Dramatik hinzu. Wir lernen nicht nur viel über die Schotten und ihre Lebensweise, sondern dürfen auch in ein römisches Lager hineinschauen. Dabei werden erfreulicherweise nicht alle Römer als böse Eroberer dargestellt, sondern die Autorin stellt viele Facetten der Römer vor, in dem sie uns zwei verschiedene römische Männer vorstellt. Der Schreibstil ist flüssig, wenn auch etwas pathetisch und distanziert gehalten. Das hat den Unterhaltungswert des Buches für mich nicht geschmälert, jedoch verhindert, dass ich mich vollends in die Geschichte fallen lassen konnte. Fazit Tartan und Schwert von Jules Watson ist ein solide geschriebener historischer Schmöker, der uns eine Zeit und eine Kultur näher bringt, über die wir kaum noch etwas wissen. Es war sehr interessant etwas über die schottischen Stämme, ihre Religion und ihre Lebensumstände zu dieser Zeit zu lesen. Auch die beiden Protagonisten Eremon und Rhiann waren mir durchweg sympathisch und verfügten über eine gewisse Tiefe. Der Schreibstil war allerdings hier und da etwas zu distanziert gehalten für meinen Geschmack und das Buch hatte schon die ein oder andere Länge, was allerdings bei der hohen Seitenanzahl auch nicht verwunderlich ist. Insgesamt hat mich "Tartan und Schwert" gut unterhalten und ich habe dem Buch dreieinhalb Sterne gegeben!

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