Tankred: Hammer und Kreuz

Tankred: Hammer und Kreuz

Softcover
3.918

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Description

Kämpfe und Abenteuer, Machtspiele und Intrigen, Liebe und Rache: die Wikinger an Rhein und Maas.

Juli 882: Tankred hat noch eine Rechnung offen. Seine Stiefmutter Uta hat ihn vor Jahren um sein Erbe betrogen. Um endlich zu seinem Recht zu kommen und Uta zu Fall zu bringen, braucht er mächtige Unterstützung. Doch die bekommt er nicht ohne Gegenleistung: Im Auftrag des Kaisers soll der gebildete Kämpfer in einen erbarmungslosen Krieg gegen die Normannen ziehen, die sich unweit seiner Heimatstadt Maastricht verschanzt haben. Zusammen mit seinen Mitstreitern wagt er sich in die Höhle des Löwen und steht dabei plötzlich einem alten Widersacher gegenüber.

Band 2 der spannenden Reihe um den Bibliothekar Tankred, der mit dem Schwert in der Hand gegen Wikinger, Intrigen und die Geister seiner Vergangenheit kämpft. Die ersten drei Tankred-Bände erhielten den Goldenen Homer 2024.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Adventure
Format
Softcover
Pages
448
Price
14.40 €

Author Description

Michael Römling, geboren 1973 in Soest, studierte Geschichte in Göttingen, Besançon und Rom, wo er acht Jahre lang lebte. Nach der Promotion gründete er einen Buchverlag, schrieb zahlreiche stadtgeschichtliche Werke und historische Romane. Die ersten drei Bände der historischen Romanserie um den Kämpfer und Gelehrten Tankred wurden 2024 mit dem Goldenen Homer ausgezeichnet, der vierte 2025 mit dem Publikumspreis des Goldenen Homer.

Posts

6
All
3.5

Schön zu lesen, fällt zum Vorgänger allerdings ab.

Michael Römling knüpft in seinem zweiten Band "Tankred - Hammer und Kreuz" direkt an Band 1 an. In diesem historischen Roman muss der Krieger und eigentliche Bibliothekar Tankred nicht nur gegen die Wikinger kämpfen, sondern verstrickt sich zudem immer mehr in die Intrigen des Königreichs und ibendrein lassen ihm auch die Geister seiner eigenen Vergangenheit keine Ruhe. Tankred hat es geschafft: Seine Schwester ist in Sicherheit. Doch er möchte auch noch seine Begnadigung erwirken und letztlich zu seinem Recht und seinem Erbe kommen, welches ihm seine Stiefmutter vorenthält. Doch hierfür benötigt Tankred mächtige Unterstützer, die er letztlich bei Kaiser Karl und dem Bischoff Liutward findet. Selbstverständlich ist diese Unterstützung nicht umsonst, Tankred soll für Kaiser Karl gegen die Wikinger kämpfen und auch der Bischoff hat einen Wunsch, den Tankred nicht abschlagen kann ... Dieser zweite Band hat mir nicht ganz so gut gefallen, wie der erste, was in erster Linie an der zu geringen Charakterentwicklung lag - irgendwie hatte ich mir von Tankred etwas mehr erhofft - auch hätten es für meinen Geschmack gerne ein paar Kämpfe weniger sein dürfen. Tankred schlittert nämlich von einem Kampf in den nächsten, was irgendwie zu Lasten des ganzen Drumherum geht. Die Kämpfe sind toll geschrieben, bitte nicht falsch verstehen, aber es waren mir ein paar zuviel. Und was mir auch nicht gefallen hat, war der Part mit dem Bärenkostüm. So blind und blöd waren die Menschen doch damals auch nicht, dass sie nicht erkannt hätten, dass der Bär nicht echt ist. Das hat mich tatsächlich genervt, einfach weil es so unglaubwürdig ist. Aber ich habe natürlich nicht nur Störendes am Buch entdeckt. Insgesamt gesehen war es wieder eine solide Geschichte, die sich zwischendurch gut weglesen lässt und viel Abwechslung bietet. Und der Teil mit dem Auftrag für den Bischoff hat mir sogar sehr gut gefallen, genauso wie Römlings Humor, der doch auch für viele Schmunzler meinerseits sorgte. Für den dritten Band wünsche ich mir weniger Kämpfe und dafür mehr Zwischenmenschliches, denn zu viel Kämpfe machen irgendwann auch müde.

Schön zu lesen, fällt zum Vorgänger allerdings ab.
4

Wurdet ihr schon mal beim Lesen eines historischen Romans an ein Ballermann-Lied erinnert? Noch nicht? In "Tankred - Hammer und Kreuz" von Michael Römling ist mir genau das passiert. Darüber hinaus habe ich mal wieder gemerkt wie wichtig die richtige Erwartungshaltung an ein Buch ist. Der zweite Band hat mir besser gefallen als der erste. Es war spannend dieses Buch direkt nach einem dicken Historienschmöker zu lesen, der sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Die Handlung hier geht nur über wenige Monate und erfasst die politische Lage rund um den Kampfzug gegen die Dänen in der Gegend um Asselt. Gleichzeitig kämpft Tankred um sein Erbe. Michael Römling hat das 9. Jahrhundert zum Leben erweckt und mich mit seinem Abenteuerroman gut unterhalten.

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3

Ich habe den ersten Band der Tankred-Trilogie wirklich sehr gemocht, weshalb ich mich auf den zweiten Band gefreut habe. Aus meiner Sicht, entwickelt sich der zweite Band jedoch zu einem generischen Mittelalter-Klopperei-Roman. Das finde ich sehr schade. Der zweite Band knüpft da an, wo der erste aufgehört hat. Wir befinden uns immer noch im Krieg mit den Dänen und Tankred verfolgt immer noch das Ziel, seinen Namen reinzuwaschen und sein Erbe zurückgewinnen. Dabei rücken sowohl Fides als auch seine Schwester komplett in den Hintergrund und es geht eigentlich nur um Tankred, der irgendwie zu einer Mary Sue mutiert ist. Im Grunde reiten Tankred und seine Leute nur von einer Klopperei zur anderen. Zwischendrin passieren mal lustige Szenen, die mich sehr amüsiert und gut unterhalten haben, aber dann geht es schon zur nächsten Klopperei. Daher hat sich das Buch für mich über mehrere Längen gezogen. Ich habs neben der Arbeit gehört, wenn ich Statistik gemacht habe. Tankred ist dermaßen verbissen in seine Familienfehde, dass ich das mittlerweile echt für unsgesund halte. Er hat einen absoluten Hass auf seinen Halbbruder, obwohl er schon selbst mitgekriegt hat, dass der eigentlich gar nicht das Arschloch ist, wie er bisher gedacht hat. Auch er verabscheut die Taten seiner Mutter, die versucht hat, die jüngere Schwester als Baby zu ertränken. Auf mich hat der Halbbruder einen ganz vernünftigen Eindruck gemacht, weshalb ich diesen Hass nicht nachvollziehen kann. Der Kerl kann ja wohl am wenigsten für die Entscheidungen des gemeinsamen Vaters. Und dass er jetzt auch selbst um seine Existenz fürchtet, ist wohl verständlich. Daher habe ich mich die ganze Zeit gefragt, warum sich Tankred nicht mit ihm zusammentut, um eine friedliche Lösung zu finden. In diesem Kontext hat mich auch die Darstellung der Stiefmutter gestört. Diese ist eine Art Querdenkerin des Mittelalters und bildet sich ein, ihr Mann sei von Dämonen besessen und alles. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. So kommt mir die Frau einfach nur wie eine total durchgedrehte Tante vor. Weil es nur um Tankred geht, kommen andere Charaktere, die ich in Buch 1 sehr mochte, kaum bis gar nicht vor. Ich habe Gauzbert schmerzlich vermisst. Auch bei Fides hätte ich mir mehr Charakterentwicklung erhofft. Stattdessen sitzt sie nur daheim rum, wartet auf Tankred und wird am Ende schwanger. Langweilig. Die haben sich seit 12 Jahren nicht mehr gesehen, was hat sie in der Zeit gemacht? Hat sie vielleicht Lesen gelernt und hat selbst mittlerweile viele Bücher gelesen, kann mit ihm über Gott und die Welt diskutieren, hat politisches Interesse oder wenigstens irgendwelche Hobbies. Nope. Nix. Sie ist halt der Preis, den Tankred am Ende für seine Heldentaten bekommt. Hat bei mir einen üblen Geschmack hinterlassen. Genauso ist es mit seiner Schwester. Wo er noch im 1. Band total hinter war, sie zu retten, sitzt die jetzt bei irgendeinem Typen rum und wird im ganzen Buch vielleicht einmal in einem Nebensatz erwähnt, dass sie noch da ist. Was soll das? Ich bin ziemlich enttäuscht. Ich habe die Trilogie angefangen, weil es eben KEIN generischer Mittelalter-Klopperei-Roman war und jetzt ist der 2. Band eben genau das. Ich weiß, manchmal sind diese Zwischenbände als Übergang zum Finale etwas langatmig und erklärend, deshalb hoffe ich inständig, dass der dritte Band es echt noch rausholen wird.

4

Tolle Fortsetzung. Könnte eine meiner liebsten mittelalterlichen Buchreihen werden.

4.5

Klasse Fortsetzung des 1. Teils. Die Charaktere sind weiterhin sehr gelungen und auch die Geschichte rund um Tankred ist kurzweilig. Nur die Rückblenden zu den Geschehnissen aus dem 1. Buch hätten weniger sein können.

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