Tahiti Utopia

Tahiti Utopia

Hardback
3.55
CaproniLawrence Von ArabienGeorge Soros20Er Jahre

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Description

Der Mensch braucht eine Utopie und die Welt ist zum Verändern da. Willkommen auf Tahiti!

Wie sähe die Welt aus, wenn es Großungarn noch geben und die Slowakei nicht existieren würde? Was wäre mit den Slowaken? Man würde sie auf Tahiti finden, dieser kleinen Insel mitten im Pazifik, mit ihren schönen Stränden, weit weg von der westlichen Zivilisation. Denn wer will nicht ein Stück vom Paradies?

Wir schreiben das Jahr 2020, Großungarn existiert noch und mittlerweile leben drei Generationen Slowaken auf Tahiti. Wie kam es dazu, was hat sie dorthin verschlagen? Haben sie das Abenteuer und ein besseres Leben gesucht oder wurden sie doch aus Großungarn vertrieben, wie manche behaupten? Andere erzählen, dass sie einst von Milan R. Stefanik, dem berühmten Diplomaten, Astronomen, Dichter und General dorthin geführt wurden, um der Unterdrückung zu entfliehen und die Slowakei neu zu gründen. Was man weiß, ist, dass auch sie ein Stück des paradiesischen Atolls für sich wollten. Doch der Traum, in der Südsee ein freies Leben zu führen, entpuppte sich im Aufeinanderprallen der Kulturen schnell als Luftschloss … Ein Roman, der die Geschichte auf den Kopf stellt, und eine Betrachtung des neuen Nationalismus. Die mitteleuropäische Geschichte wurde noch nie so unterhaltsam erzählt.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Hardback
Pages
256
Price
20.60 €

Author Description

Michal Hvorecky, geboren 1976, lebt in Bratislava. Hvorecky verfasst regelmäßig Beiträge für die FAZ, Die Zeit und zahlreiche andere Zeitschriften. In seiner Heimat engagiert er sich für den Schutz der Pressefreiheit und gegen antidemokratische Entwicklungen. Zuletzt sind von ihm bei Tropen erschienen: Tod auf der Donau (2012), Troll (2018) und Tahiti Utopia (2021).

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Meine Meinung Wie bereits der Buchtitel verrät, handelt es sich bei dem Roman »Tahiti Utopia« des slowakischen Schriftstellers Michal Hvorecky um eine Utopie, in welcher die europäische Geschichte einmal auf den Kopf gestellt wird. In seiner Geschichte gestaltet der Autor die Landkarte nach dem Ersten Weltkrieg etwas anders, Großungarn gibt es noch und die Slowaken sind auf die pazifische Insel Tahiti ausgewandert, um der Unterdrückung zu entkommen und an diesem exotischen Ort einen neuen Staat zu gründen. Der Klappentext klang so vielversprechend, amüsant und unterhaltsam, dass ich die Geschichte einfach lesen musste, allerdings rutscht die Erzählung nach einem vielversprechenden Einstieg in eine staubtrockene Angelegenheit ab, die für mich jeglichen Humor und Dynamik vermissen ließ. Erzählt wird aus der Warte eines der Gründungsväter Slowakiens, Milan Rastislav Štefánik, der in dieser Utopie seine Landsleute nach Tahiti führt und zu Beginn im Jahre 1923 bei den Nationalfeierlichkeiten auf Neu-Slowakien bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. 2020 ranken sich viele Mythen um den gefeierten Nationalhelden Štefánik und es gibt diverse Spekulationen, wie es der slowakisch-französische Staat auf der pazifischen Insel zustande gekommen ist, unter anderem befasst sich eine seiner Nachfahrinnen mit dieser Aufarbeitung. In einem Rückblick, der fast den kompletten Roman umfasst, begleiten wir Štefánik beginnend bei den Verhandlungen nach dem Ersten Weltkrieg über die Flucht aus Großungarn bis zum traumhaften Archipel Französisch-Polynesiens. Leider habe ich keinerlei Zugang zu dem Protagonisten gefunden, was wohl auch daran liegen mag, dass sich der Text eher wie eine geschichtliche Abhandlung lesen lässt und nicht wie ein unterhaltsamer Roman. Außerdem empfand ich die politische und gesellschaftliche Einstellungen Štefániks einfach anstrengend zu lesen und hätte vielmehr eine gewagtere Vision mit Wow-Faktor erwartet. »Tahiti Utopia« mag vielleicht für Leser*innen die der slowakischen Geschichtsschreibung bewanderter sind als ich seinen Witz offenbaren, doch mir enthielt dieser Roman seine unterhaltsame Seite, die wohl auf den wenigen Seiten liegen soll, die die slowakische Bevölkerung mit den exotischen Inselbewohner*innen und deren Traditionen aufeinanderprallen lässt – dies bot für mich einfach etwas wenig Substanz! Fazit Die slowakische Geschichte wird in »Tahiti Utopia« einmal umgekrempelt. Meinen Nerv hat Hvoreckys Darstellung, die eher einem Bericht als einem Unterhaltungsroman gleicht, nicht getroffen. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 30.04.2021

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Als ich im Leseexemplar-Verteiler des Klett-Cotta Verlages über dieses Buch stolperte, war ich sofort fasziniert. Slowakei, Tahiti und alternative Geschichte? Welch eine faszinierende Kombination! Natürlich holte ich mir das E-Book umgehend und stürzte mich auf diese Neuerscheinung. Leider war von der anfänglichen Begeisterung ziemlich bald alles verraucht. Slowakei, Tahiti und alternative Geschichte sind zwar vorhanden, aber leider hapert es für mich enorm an der Umsetzung. Beziehungsweise habe ich einfach etwas völlig Anderes erwartet, als was schlussendlich dabei herauskam. Zum Ersten ist der Erzählstil sehr ermüdend. Oftmals gibt es keine eigentliche Handlung, sondern einfach nur eine Aufzählung von Dingen, die geschehen. Seitenlang, kapitelweise. Dazwischen haben wir Stefanik, der ab und zu mal eingreift. Dann wieder Aufzählung. Dabei waren vor allem jene Teile besonders interessant, die nicht alternative Geschichte waren, vor allem jene nach Beendigung des Ersten Weltkrieges. Da habe ich einiges gelernt. Auch der Bericht über den Auszug aus der Slowakei erinnerte sehr stark an die aktuelle Flüchtlingswelle. Aber leider hält die Betroffenheit hier nicht an, weil der Autor es einfach zu sehr in die Länge zieht. Irgendwann hat man es dann ja auch begriffen. So zumindest erging es mir. Ebenfalls störend waren die Zeitsprünge. Weil es nicht nur Zeit-, sondern auch Charaktersprünge sind. Wir spicken also von einem Handlungsort plötzlich woanders hin, sind bei einer völlig anderen Figur, und werden oft auch erst gar nicht aufgeklärt, bei wem überhaupt. Da wird man von Stefaniks 1925, einfach mal nach 2020 geschickt, um herauszufinden, dass wir nun (evtl) bei seiner Enkelin gelandet sind. Es ist schade um diese Idee, aus der man so viel mehr hätte machen können. Es wird aber wahrscheinlich genug Leser geben, die sich an meinen aufgeführten Punkten nicht stören werden, und die Gegenwartskritik (Flüchtlingskrise, Ungarns Politik), die der Autor einbringt, höher einstufen. Auf jeden Fall bedanke ich mich beim Klett-Cotta Verlag für das Leseexemplar.

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Meine Meinung Wie bereits der Buchtitel verrät, handelt es sich bei dem Roman »Tahiti Utopia« des slowakischen Schriftstellers Michal Hvorecky um eine Utopie, in welcher die europäische Geschichte einmal auf den Kopf gestellt wird. In seiner Geschichte gestaltet der Autor die Landkarte nach dem Ersten Weltkrieg etwas anders, Großungarn gibt es noch und die Slowaken sind auf die pazifische Insel Tahiti ausgewandert, um der Unterdrückung zu entkommen und an diesem exotischen Ort einen neuen Staat zu gründen. Der Klappentext klang so vielversprechend, amüsant und unterhaltsam, dass ich die Geschichte einfach lesen musste, allerdings rutscht die Erzählung nach einem vielversprechenden Einstieg in eine staubtrockene Angelegenheit ab, die für mich jeglichen Humor und Dynamik vermissen ließ. Erzählt wird aus der Warte eines der Gründungsväter Slowakiens, Milan Rastislav Štefánik, der in dieser Utopie seine Landsleute nach Tahiti führt und zu Beginn im Jahre 1923 bei den Nationalfeierlichkeiten auf Neu-Slowakien bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. 2020 ranken sich viele Mythen um den gefeierten Nationalhelden Štefánik und es gibt diverse Spekulationen, wie es der slowakisch-französische Staat auf der pazifischen Insel zustande gekommen ist, unter anderem befasst sich eine seiner Nachfahrinnen mit dieser Aufarbeitung. In einem Rückblick, der fast den kompletten Roman umfasst, begleiten wir Štefánik beginnend bei den Verhandlungen nach dem Ersten Weltkrieg über die Flucht aus Großungarn bis zum traumhaften Archipel Französisch-Polynesiens. Leider habe ich keinerlei Zugang zu dem Protagonisten gefunden, was wohl auch daran liegen mag, dass sich der Text eher wie eine geschichtliche Abhandlung lesen lässt und nicht wie ein unterhaltsamer Roman. Außerdem empfand ich die politische und gesellschaftliche Einstellungen Štefániks einfach anstrengend zu lesen und hätte vielmehr eine gewagtere Vision mit Wow-Faktor erwartet. »Tahiti Utopia« mag vielleicht für Leser*innen die der slowakischen Geschichtsschreibung bewanderter sind als ich seinen Witz offenbaren, doch mir enthielt dieser Roman seine unterhaltsame Seite, die wohl auf den wenigen Seiten liegen soll, die die slowakische Bevölkerung mit den exotischen Inselbewohner*innen und deren Traditionen aufeinanderprallen lässt – dies bot für mich einfach etwas wenig Substanz! Fazit Die slowakische Geschichte wird in »Tahiti Utopia« einmal umgekrempelt. Meinen Nerv hat Hvoreckys Darstellung, die eher einem Bericht als einem Unterhaltungsroman gleicht, nicht getroffen. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 30.04.2021

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