Summ, wenn du das Lied nicht kennst

Summ, wenn du das Lied nicht kennst

Hardback
4.319
Black Lives MatterLesebändchenRassismusGute Geister

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Description

Für alle, die wissen, wie viel Mut man braucht, um Fehler einzugestehen. Und zu verzeihen.

Ein weißes Mädchen und ihre schwarze Kinderfrau trotzen dem Hass des Apartheidregimes.
Südafrika 1976. Die neunjährige Robin wächst behütet in einem Vorort von Johannesburg auf. In derselben Nation, aber Welten von Robin getrennt, lebt Beauty Mbali, eine verwitwete Xhosa-Frau, die sich allein um ihre Kinder kümmert. Als Robins Eltern getötet werden und zur selben Zeit Beauty in den Wirren des Schüleraufstands von Soweto nach ihrer Tochter sucht, führt das Schicksal diese zwei Menschen zusammen, deren Wege sich sonst nie gekreuzt hätten. Bei Beauty findet Robin Geborgenheit, und es entspinnt sich eine innige Beziehung zwischen den beiden. Doch Robin fürchtet, Beauty wieder zu verlieren, sobald diese ihre Tochter findet. Verzweifelt trifft das Mädchen eine folgenschwere Entscheidung ...

Liebevoll ausgestattete Ausgabe mit Leinenrücken und Lesebändchen.

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Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
512
Price
22.57 €

Author Description

Bianca Marais hat an der Universität von Toronto Creative Writing studiert. Bevor sie sich dem Schreiben zuwandte, hatte sie ein Weiterbildungsunternehmen gegründet und später als freiwillige Helferin bei Cotlands gearbeitet, einer gemeinnützigen südafrikanischen Kinderhilfsorganisation, für die sie an Hilfsmaßnahmen für Aids-Waisen in Soweto teilnahm. Bianca Marais ist in Südafrika geboren und aufgewachsen und lebt heute mit ihrem Mann in Toronto.

Posts

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All
5

Wow! Einfach nur wow!

Das Buch befasst sich mit so manch schwerem Thema und hat mich oft so dermaßen wütend aufgrund all der Ungerechtigkeit zurückgelassen, dass ich das Buch kurz weglegen musste. Und dennoch ist die Geschichte von Robin und Beauty in so schönen, einfühlsamen Worten verfasst, dass der Leser gar nicht anders kann als von ihnen ins Südafrika zur Zeit der Apartheid gesogen zu werden. Ein Roman voller starker Frauen und von Freundlichkeit und Menschlichkeit inmitten unmenschlicher Umstände. Ich würde so gerne wissen, wie es mit Beauty und Robin weiterging... PS: unbedingt das Nachwort der Autorin mitlesen, in dem sie erklärt, wie es zu dieser Geschichte kam und sie von ihrer eigenen Maid, Eunice, aus ihrer Kindheit erzählt!

4

Mit dieser Geschichte bringt uns die Autorin zurück in das Südafrika in die Zeit der Apartheid, der Rassentrennung und -diskriminierung. Am 16. Juni 1976 gab es den großen Schüleraufstand in Soweto. Studenten und Schüler demonstrierten gegen die rassistische Bildungspolitik. Der gewaltfreie Protestmarsch wurde jedoch durch immense Polizeigewalt aufgelöst. Dabei wurden viele Demonstranten verletzt und es starben sehr viele Kinder. An diesem Unglückstag, an dem die Unruhen stattfanden und somit die ganze Situation aufgeheizt war, verschwindet Beautys Tochter Nomsa, die, wie viele andere Schüler, auch auf der Demonstration war. Robins Eltern werden an diesem Tag von Schwarzen getötet und machen sie damit zu einer Vollwaise. Eine schwarze, gebildete Lehrerin und ein weißes, kleines Mädchen. Optisch trennt sie alles, doch innerlich sind sie sich näher und ähnlicher, als sie sich zu Beginn vorstellen können. Das Schicksal bringt sie gezwungenermaßen zusammen und zeigt ihnen, dass alle Menschen gleich trauern, den gleichen Schmerz empfinden und gleich lieben. Während Beauty alles in die Wege leitet, um ihre Tochter wiederzufinden, lernt sie weiße Menschen kennen, die sich für Belange von Schwarzen interessieren und eine Gleichheit anstreben. Menschen, die diese Ungerechtigkeit, die Apartheid nicht länger dulden wollen und tatsächlich etwas dagegen tun. Robin indes lernt, dass die negative Einstellung ihrer Eltern zur schwarzen Bevölkerung nicht logisch und auch nicht nachvollziehbar war. Sie können ebenso klug sein wie Weiße, sie haben die gleichen Bedürfnisse und sind auch nicht schmutzig, wenn man sie anständig leben lässt. Robin muss im Laufe der Zeit einige Vorurteile revidieren und lernt Beauty lieben, so sehr, dass sie sie nie mehr wieder hergeben möchte. Bianca Marais gelingt es den Leser ins Geschehen hineinzuziehen. Durch den permanenten Blickwechsel zwischen Robin und Beauty schafft sie Nähe zur jeweiligen Protagonistin herzustellen und dem Leser einen Informationsvorsprung zu geben. Dabei entstehen keine Längen durch unnötige Wiederholungen. Alles passt wunderbar ineinander und die Übergänge sind gelungen und nachvollziehbar. Obwohl ich viel Gefühl für Robin, ihr Schicksal und ihre Schmerzen empfinden konnte, so war sie insgesamt aber immer etwas auf Distanz. Ich konnte keinen tiefen Zugang zu ihr finden, im Gegensatz zu Beauty und auch zu ihrer Tochter Nomsa. So sehr der Roman an vielen Stellen bedrückend und traurig ist, von Tod und Gewalt berichtet, so gibt es auch auch viele Situationen, in denen Hoffnung zu spüren ist. "Gute Menschen gibt es in allen Hautfarben, und sie sprechen viele verschiedenen Sprachen, genau wie böse Menschen. Und manchmal tun gute Menschen Böses, und manchmal sind böse Dinge das Einzige, was die Leute tun können, weil sie es nicht besser wissen." (Seite 311) Die Autorin findet ebenso Platz für den homosexuellen Victor wie auch für die jüdische Familie von Morrie, den Nachbarsjungen und Spielkameraden Robins und gibt ihr somit Halt durch Menschen aus Randgruppen und zeigt auch hier auf, dass wir Vorurteile überwinden müssen und gemeinsam eine neue Zukunft gestalten sollen. Das hat mir sehr gut gefallen und wirkte keinesfalls überladen. Viele Nebenfiguren, die sehr liebevoll ausgearbeitet wurden, geben diesem Roman den letzten Schliff. Das Ende jedoch hätte für mein Empfinden etwas zurückhaltender ausfallen dürfen. Das war ein bisschen zu viel des Guten. Fazit: Ein berührendes Buch über ein schlimmes zeitgeschichtliches Ereignis in Südafrika. Ein Ausschnitt über Ungerechtigkeit und Diskriminierung von Schwarzen, verbunden mit einer schönen Geschichte, die mich sehr unterhalten hat und die sehr lesenswert ist. Nicht nur für Leser, die sich intensiver mit Südafrika beschäftigen wollen.

5

Wow! Rezension Ende :)

Nein, Spaß beiseite: Das Buch ist krass! Die Story, das Thema, die Protagonisten, alles. Es spielt in Südafrika in den Siebzigerjahren, zur Zeit der Schwarzenverfolgung. Geschrieben ist die Geschichte aus zwei Perspektiven: Robin Conrad ist neun Jahre alt und hat gerade ihre Eltern verloren. Sie zieht zu ihrer Tante; Beauty Mbali ist eine schwarze Frau, die auf der verzweifelten Suche nach ihrer Tochter ist. Sie treffen aufeinander, als Beauty Robins Maid wird und lernen sich schnell lieben. Beide sind in ihrer Trauer gefangen und helfen sich gegenseitig durch den Schmerz. Ganz besonders gefallen hat mir die Prise Humor, die in das doch sehr ernste Thema (Rassentrennung, Unterdrückung) eingewebt ist. Ich musste immer wieder lächeln und ein paar mal auch laut lachen, was ich am Anfang nicht gedacht hatte. Die Geschichte ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und realistisch und ich konnte mich gut in die Gefühle der Protagonisten einfühlen. Besonders zum Ende hin habe ich ein bisschen weinen müssen, aber das ist auch kein Wunder! Bianca Marais hat so einfühlsam geschrieben, riesengroßen Dank dafür!

Wow! Rezension Ende :)
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