Sturm

Sturm

Hardback
3.623
Tierwohl, Tierrettung, TieraktivismusFeminismus, GleichberechtigungMensch Und NaturLiebesgeschichte

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Description

Ein besonderes Jugendbuch, das vor der Kulisse Kanadas Umweltschutz und Umweltaktivismus thematisiert.

Eigentlich haben Nora und Johan nichts gemein außer einer gegenseitigen tiefen Verachtung. Sie ist eine militante Klima- und Tierschützerin aus Deutschland und er ist ein junger, wortkarger Fischer an der kanadischen Küste, der jeden Tag Tiere tötet und sich auch gar nichts anderes vorstellen kann. Als ein Gericht Nora zu Sozialstunden auf seinem Schiff verurteilt, beginnen stürmische Zeiten. Zuerst nur zwischen den beiden. Dann aber gerät das Schiff weit draußen auf dem Atlantik in den schlimmsten Hurrikan seit Menschengedenken. Dieser Sturm verändert alles. Auch ihre Sicht aufeinander.

Book Information

Main Genre
Young Adult Books
Sub Genre
Contemporary YA
Format
Hardback
Pages
304
Price
18.50 €

Author Description

Christoph Scheuring, geboren 1957, hat in seinem Leben schon viel gesehen. Als Journalist für DER SPIEGEL, stern und DIE ZEIT hat er mit den Mächtigsten am Tisch gesessen und mit den Machtlosen auf der Straße gelebt. Seine Leidenschaft gehört besonders den Jugendlichen in den Randgebieten unserer Gesellschaft. Als Autor von Jugendromanen schreibt er über das Leben dort, wo es brüchig ist, wo es ausfranst, wo es wehtut. Dort, wo es interessant wird.

Posts

3
All
3.5

Ich fand die Gecshichte soweit gut nur irgendwie hat mich das Ende etwas verwirrt. Aber es ist gar nicht mal so schlecht.

2

Ich bin ein bisschen unschlüssig, wie ich das Buch bewerten soll. Einerseits finde ich die Geschichte unglaublich atmosphärisch und eindrücklich beschrieben, sodass man sich total in die Szenerien einfinden kann. Nora ist eine starke Protagonistin und man erfährt viel von ihr und ihrer Vergangenheit. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Allerdings verstehe ich deshalb nicht, warum sie so widersprüchlich handelt und ihre Prinzipien so schnell bereit war zu vergessen. Ich finde, dass dieses Buch keine Liebesgeschichte gebraucht hätte. Das wirkte auf mich viel zu konstruiert und gestellt, und gerade mit Noras Vergangenheit fällt es mir schwer zu glauben, dass sie sich so schnell Menschen anvertrauen und hingeben kann. Außerdem habe ich die anderen Charakter (abgesehen vom Großvater) leider nur sehr oberflächlich kennengelernt, sodass mir eigentlich ziemlich egal war, was mit diesen passiert. Es wurde dann auf den letzten 50 Seiten noch versucht, dem „verschlossenem Bad Boy“ eine traurige Vergangenheit zu schaffen, jedoch war das für mich als Leserin nicht wirklich unerwartet und auch nicht besonders aufregend. Allgemein fand ich die Geschichte nicht sehr schlüssig und vom Pacing her komisch. Es wird so viel Zeit damit verbracht, eine Grundlage zu schaffen und dann ist alles viel zu schnell vorbei. Es wirkte auf mich, als hätte der Author zwar die Werkzeuge gehabt, ein wirklich gesellschaftskritisches Buch zu schreiben, aber hat dann auf halber Strecke gemerkt, dass das Buch ja für Jugendliche ist und noch ein bisschen Action und Liebe einbauen muss. Das hat es für mich leider wirklich kaputt gemacht. Letztendlich würde ich das Buch nicht weiterempfehlen, zumindest ab dem letzten Drittel nicht. Zwar hat es sich gut gelesen und eine schöne Atmosphäre geschaffen, die mich durch das Buch getragen hat, doch ohne das, hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht zu Ende gelesen.

4

Als ich dieses Buch das erste mal entdeckt habe, habe ich es wieder bei seite gelegt weil mich teile des Klapptextes abgeschreckt haben. Ich hatte einfach keinen bedarf an einer Enemys to Lovers Geschichte. Aber aus dem Kopf bekommen hab ich das Buch auch nicht mehr. Leider hatte ich mir den Titel aber nicht gemerkt. Also habe ich Wochenlang nach dem Buch gesucht bis meine Freundin auf die Idee gekommen ist die Punkte die ich vom Klapptext noch im Kopf hatte zu Googlen und hat das Buch tatsächlich gefunden. Ich hatte die Befürchtung das wir es hier mit einer sehr privilegirten und engstirnigen Protagonistin zu tun bekommen aber Nora hat mich positiv überrascht. Mir wurde erklärt warum sie ist wie sie ist, wie sie gelernt hat das Gewalt eine Lösung sein kann. Ihre Motive und Handlungen sind in sich logisch auch wenn ich sie nicht immer sympathisch fand. Der Prolog schmeißt einen mitten rein in den Sturm und danach verbringen wir 200 Seiten damit zu erfahren wie wir bzw Nora an überhaupt diesen Punkt gekommen sind. Gerade da hat die Gesichte Stellenweise ihre längen. Vorallem bevor des endlich zur Gerichtsverhandlung kommt, verliert sich die Handlung fast zu sehr in Details. Während Nora (und später auch Johan) eine positive Überraschung war, war Sarah (ihre Chefin bei Ocean Watch, der NGO bei der sie ihre Sozialstunden ableisten muss) eine negative. Während ich Nora noch damit rechtgebe das Menschen die für etwas brennen fasziniert sind, fand ich viele von Sarahs Handlungen ihr gegenüber unangemessen. Sarah befindet sich gegenüber einer, nach Jugendstraferecht verurteilten, Nora einfach in einer Krassen Machtposition. Vorallem die Szene die die beiden am Ende nochmal haben fand ich sehr unpassend. Ich meine ich hab nichts gegen eine gut erzählte Queere Lovestory, das ist mir eigentlich sogar lieber als Enemys zu lovers. In dieser Geschichte wirkte diese letzten Sarah Szenen einfach deplatziert und absolut nicht greifbar. Zu diesem Zeitpunkt habe ich akzeptiert und verstanden das sie Gefühle für Johan entwickelt hat. Warum kunscht sie also am Ende mit jemanden rum mit dem sie keine zwei Tage verbracht hat? Diese "romantischen" Szenen zwichen Nora und Sarah haben dem ganzen Buch meiner Meinung nach etwas von seiner Kraft genommen. Johan hat mich dagegen positiv überrascht, er war zwar abweisend aber ich mochte ihn auf Anhieb und ich konnte sehen das er den Ozean und seine Bewohner mindestens genauso liebt wie Sarah. Die Kammerspiel artigen Szenen zwichen ihm und Nora auf diesem kleinen Boot alleine aus auf den Wellen waren eines der absoluten Highlightes dieser Geschichte. Die Nähe und Emotionen zwischen den beiden fand ich dementsprechend auch deutlich glaubwürdiger als die Stroyline zwischen Nora und Sarah. Ebenfalls ein Highlight waren die Gespräche zwichen Nora und dem Großvater. Diese Szenen hatten eine unfassbare Kraft und haben nicht nur sie sondern auch mich zum Nachdenken gebracht. Spachlich schwankt das Buch zwichen ungeschönter Brutalität, da wird die Schlachtung einer Kuh oder das Töten eines Fisches detailliert beschrieben. Aber auch die Schönheit des Ozeans und die Kraft des Strumes. An andern Stellen wirken die Formulierung dann wieder sehr jugendlich und fast ein wenig unausgereift. Das passt zwar zur Nora, die eine sehr wütende und impulisve Person ist, und in solchen Situationen natürlich auch nicht in perfekt ausformulierten Sätzen denkt, ist mir aber trotzdem negativ aufgefallen. Alles in allem hat 'Strum' an vielen Stellen angefühlt wie ein fünf Sterne Buch, allerdings habe ich dann doch zu viele kleinere und größere Kritikpunkte um tatsächlich sie maximal Punktzahl zu vergeben. Deswegen entscheide ich mich hier für vier Sterne.

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