Staunen

Staunen

Softcover

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Description

Keine Kunst ohne Staunen? Zur Begründung von Ästhetik und Poetik in einer doppelbödigen Emotion. Dass das Staunen der Anfang der Philosophie sei, ist ein akademischer Gemeinplatz. Dass es aber auch grundlegend für die Begründung der modernen Ästhetik und Poetik ist, zeigt Nicola Gess in ihrem neuen Buch. Anhand von Beispielen aus Literatur und Philosophie vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart (z.B. Breitinger, Burke, Kant, Tieck, Bloch, Brecht, Benjamin, Schrott, Hoppe) fragt sie: Staunen - was heißt das heute, was hieß das damals? Was wollten die Dichter und Denker damit befördern? Moralische Besserung, Hochachtung für den Künstler, Erkenntnissuche, Training der Nerven, Belebung der Phantasie, oder gar politischen Protest? Welche rhetorischen und literarischen Tricks setzten sie ein, um ihr Publikum zum Staunen zu bringen? Und was ist die Relevanz des Staunens für Kunst und Kunstreflexion heute? Auf Tuchfühlung mit einer Ästhetik der Affirmation ist das Staunen immer auch der anhaltenden Irritation, dem Zweifel und der Kritik verpflichtet.

Book Information

Main Genre
Poetry & Drama
Sub Genre
Criticism & Literary Studies
Format
Softcover
Pages
176
Price
15.40 €

Author Description

Nicola Gess ist Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Basel. Sie ist Co-Sprecherin der Sinergia-Forschergruppe des Schweizerischen Nationalfonds »The Power of Wonder. The Instrumentalization of Admiration, Astonishment and Surprise in Discourses of Knowledge, Power and Art«. 2016 /17 war sie Gastwissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin und Fellow des internationalen Käte Hamburger Kollegs Morphomata an der Universität Köln. Veröffentlichungen u. a.: Archäologie der Spezialeffekte (Mithg., 2018); Staunen als Grenzphänomen (Mithg., 2017); Handbuch Literatur und Musik (Mithg., 2017); Primitives Denken. Wilde, Kinder und Wahnsinnige in der literarischen Moderne (Müller, Musil, Benn, Benjamin) (2013); Gewalt der Musik. Literatur und Musikkritik um 1800 (2011).