Stalingrad
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Description
Der junge Leutnant Hans von Wetzland und die wenigen Überlebenden eines Sturmpionierbataillons verlieren durch Grabenkriege, Hunger, und von Kälte ausgemergelt immer mehr die Kontrolle über sich und den Bezug zur Realität.
September 1942. Die wenigen Überlebenden eines in Nordafrika eingesetzten Sturmpionierbataillons werden an die Ostfront abkommandiert. In der Entscheidungsschlacht um Stalingrad mit über 2 Millionen Opfern fällt jegliche Hemmschwelle: Grabenkrieg, Nahkämpfe um jedes einzelne Haus, Hunger und Kälte, der Wahnsinn als letzte Zufluchtsstätte vor dem Sterben …
Der junge Leutnant Hans von Wetzland muss erkennen, dass er unter diesen Voraussetzungen nicht einmal die grundlegendsten moralischen Ansprüche an sich und seine Männer aufrecht erhalten kann.
Grundlage für dieses Buch war eine ausführliche Recherche, bei der zahlreiche Gespräche mit Zeitzeugen geführt werden konnten. Dies ist ein Roman, kein Sachbuch. Wo immer sich die beiden Ansprüche im Weg standen, hat sich der Autor für das erstere entschieden, um so in das Innenleben der Figuren hinabzublicken – bis in die tiefsten Abgründe.
Das räumt diesem Buch innerhalb der Publikationen über Stalingrad eine außerordentliche Stellung ein und macht es zu einer flammenden Anklage gegen jeden Krieg.
"Ein gnadenloser, verzweifelter, zutiefst menschlicherRoman über das unmenschliche Schlachthaus Stalingrad" - Michael Jürgs
Book Information
Author Description
Christoph Fromm wurde am 17. Juli 1958 in Stuttgart, Bad Cannstatt geboren. Seit 1983 arbeitet er erfolgreich als Drehbuchautor und Schriftsteller. Er schrieb unter anderem für Dominik Graf die Kinofilme "Treffer", "Die Katze" und "Spieler". Für sein Drehbuch "Sierra" erhielt er 2006 den Deutschen Drehbuchpreis. Der Dreiteiler "Die Wölfe", den sein Bruder Friedemann Fromm inszenierte, wurde 2009 mit dem International Emmy Award und 2010 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. 2013 entstand gemeinsam mit seinem Bruder Friedemann der Polizeiruf "Der verlorene Sohn", der viel Aufmerksamkeit erregte. 2014 schrieb er, ebenfalls für seinen Bruder, die sechsteilige Fernsehserie "Die Stadt und die Macht". Von 2017 bis 2020 schrieb er für die Constantin Film eine moderne, sechsteilige Serie über die Nibelungensage, Arbeitstitel „Hagen“. Außerdem unterrichtete er von 1992 bis 2021 an der Filmakademie Baden-Württemberg und leitete dort ab 2003 die Drehbuchabteilung.2006 gründete er den Primero Verlag. Dort veröffentlichte er die Romane "Die Macht des Geldes", "Stalingrad - Die Einsamkeit vor dem Sterben", "Amoklauf im Paradies" und die Mediensatire „Das Albtraumschiff – Odyssee eines Drehbuchautors“. Im Februar 2023 erschien die Science Fiction Dystopie „Thor und der Gott des Feuers“, laut Michael Hild „eine spannende Dystopie mit mythischer Tiefe“. Michael Hild ist bis heute einer der besten Dramaturgen in Deutschland, er hat viel mit Dominik Graf bearbeitet. Im Februar 2024 erschien der Folgeband „Thor und der Gott des Wassers“. Mehr noch als der erste Band ist dieses Buch eine moderne Version der Nibelungensage. Michael Hild schrieb: „Nibelungen meet Mad Max!“ 2025 hat sich Christoph Fromm voll und ganz seinem dritten großen historischen Roman gewidmet: „Hitler - Prophet der Finsternis“. Das Buch beschäftigt sich mit der Frage: Was hätte geschehen können, wenn Hitler in Nürnberg vor Gericht gestanden hätte? Und was, wenn die Gestalt, die in Nürnberg erscheint, gar nicht Hitler ist, sondern ein perfekt ausgebildeter Doppelgänger? Das führt die alliierten Chefankläger zur nächsten brisanten Frage: Was ist das Entscheidende an Hitler – das Individuum, oder seine Ideen? Oder eine Synthese aus beidem? Christoph Fromm zeigt auf, warum all diese Fragen gerade heute wieder brandaktuell sind. Er lebt und arbeitet mittlerweile in einem Haus in Wain/Nähe Ulm, das sein Urgroßvater vor 125 Jahren gebaut hat.
Posts
Intensiv, eindrücklich, aber nicht ganz zugänglich
**** Mein Eindruck **** Dieses Buch überzeugt vor allem durch seine historische Aufbereitung. Detailreich und eindringlich wird das Leben eines Soldaten dargestellt, in all seinen Facetten. Besonders gelungen ist dabei die Einbindung persönlicher Elemente wie Originalbriefe, die der Geschichte zusätzliche Authentizität verleihen und eine emotionale Nähe schaffen. Man befindet sich mitten im Geschehen: auf dem Schlachtfeld, im taktischen Kalkül, in Momenten von Angst, Mut und absoluter Ausweglosigkeit. Gerade die Darstellung der Ereignisse rund um Stalingrad geht unter die Haut. Verluste, Gewalt und die Sinnfrage stehen unausweichlich im Raum – eindringlich und erschütternd. Sprachlich ist das Ganze eher nüchtern gehalten, mit kurzen, prägnanten Sätzen. Das passt zur Thematik und lässt Raum für eigene Gedanken, ohne zu stark zu lenken. Gleichzeitig sorgt genau dieser Stil aber auch dafür, dass man sich teilweise etwas distanziert fühlt. Die szenische Erzählweise mit vielen Momentaufnahmen hatte für mich Licht und Schatten. Einerseits macht sie die Dynamik und Unruhe der damaligen Zeit greifbar, andererseits fehlte mir oft die Zeit, wirklich in einzelne Situationen einzutauchen. Kaum hatte sich ein Bild geformt, ging es schon weiter zur nächsten Szene. Dadurch wirkte das Ganze stellenweise etwas hektisch und ließ mich emotional nicht immer vollständig ankommen. Insgesamt ist es eine tiefgehende historische Abhandlung, die inhaltlich beeindruckt und nachhallt. Gleichzeitig ist es kein leicht zugängliches Buch und entfernt sich deutlich von klassischer historischer Belletristik. Wer sich darauf einlässt, wird mit einer intensiven und erschütternden Perspektive belohnt. **** Empfehlung? **** Ein Buch für Leser*innen, die sich für historisch fundierte, eindringliche Darstellungen interessieren und bereit sind, sich auf eine eher nüchterne, szenische Erzählweise einzulassen. Kein leichtes Buch, aber ein wichtiges.
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Der junge Leutnant Hans von Wetzland und die wenigen Überlebenden eines Sturmpionierbataillons verlieren durch Grabenkriege, Hunger, und von Kälte ausgemergelt immer mehr die Kontrolle über sich und den Bezug zur Realität.
September 1942. Die wenigen Überlebenden eines in Nordafrika eingesetzten Sturmpionierbataillons werden an die Ostfront abkommandiert. In der Entscheidungsschlacht um Stalingrad mit über 2 Millionen Opfern fällt jegliche Hemmschwelle: Grabenkrieg, Nahkämpfe um jedes einzelne Haus, Hunger und Kälte, der Wahnsinn als letzte Zufluchtsstätte vor dem Sterben …
Der junge Leutnant Hans von Wetzland muss erkennen, dass er unter diesen Voraussetzungen nicht einmal die grundlegendsten moralischen Ansprüche an sich und seine Männer aufrecht erhalten kann.
Grundlage für dieses Buch war eine ausführliche Recherche, bei der zahlreiche Gespräche mit Zeitzeugen geführt werden konnten. Dies ist ein Roman, kein Sachbuch. Wo immer sich die beiden Ansprüche im Weg standen, hat sich der Autor für das erstere entschieden, um so in das Innenleben der Figuren hinabzublicken – bis in die tiefsten Abgründe.
Das räumt diesem Buch innerhalb der Publikationen über Stalingrad eine außerordentliche Stellung ein und macht es zu einer flammenden Anklage gegen jeden Krieg.
"Ein gnadenloser, verzweifelter, zutiefst menschlicherRoman über das unmenschliche Schlachthaus Stalingrad" - Michael Jürgs
Book Information
Author Description
Christoph Fromm wurde am 17. Juli 1958 in Stuttgart, Bad Cannstatt geboren. Seit 1983 arbeitet er erfolgreich als Drehbuchautor und Schriftsteller. Er schrieb unter anderem für Dominik Graf die Kinofilme "Treffer", "Die Katze" und "Spieler". Für sein Drehbuch "Sierra" erhielt er 2006 den Deutschen Drehbuchpreis. Der Dreiteiler "Die Wölfe", den sein Bruder Friedemann Fromm inszenierte, wurde 2009 mit dem International Emmy Award und 2010 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. 2013 entstand gemeinsam mit seinem Bruder Friedemann der Polizeiruf "Der verlorene Sohn", der viel Aufmerksamkeit erregte. 2014 schrieb er, ebenfalls für seinen Bruder, die sechsteilige Fernsehserie "Die Stadt und die Macht". Von 2017 bis 2020 schrieb er für die Constantin Film eine moderne, sechsteilige Serie über die Nibelungensage, Arbeitstitel „Hagen“. Außerdem unterrichtete er von 1992 bis 2021 an der Filmakademie Baden-Württemberg und leitete dort ab 2003 die Drehbuchabteilung.2006 gründete er den Primero Verlag. Dort veröffentlichte er die Romane "Die Macht des Geldes", "Stalingrad - Die Einsamkeit vor dem Sterben", "Amoklauf im Paradies" und die Mediensatire „Das Albtraumschiff – Odyssee eines Drehbuchautors“. Im Februar 2023 erschien die Science Fiction Dystopie „Thor und der Gott des Feuers“, laut Michael Hild „eine spannende Dystopie mit mythischer Tiefe“. Michael Hild ist bis heute einer der besten Dramaturgen in Deutschland, er hat viel mit Dominik Graf bearbeitet. Im Februar 2024 erschien der Folgeband „Thor und der Gott des Wassers“. Mehr noch als der erste Band ist dieses Buch eine moderne Version der Nibelungensage. Michael Hild schrieb: „Nibelungen meet Mad Max!“ 2025 hat sich Christoph Fromm voll und ganz seinem dritten großen historischen Roman gewidmet: „Hitler - Prophet der Finsternis“. Das Buch beschäftigt sich mit der Frage: Was hätte geschehen können, wenn Hitler in Nürnberg vor Gericht gestanden hätte? Und was, wenn die Gestalt, die in Nürnberg erscheint, gar nicht Hitler ist, sondern ein perfekt ausgebildeter Doppelgänger? Das führt die alliierten Chefankläger zur nächsten brisanten Frage: Was ist das Entscheidende an Hitler – das Individuum, oder seine Ideen? Oder eine Synthese aus beidem? Christoph Fromm zeigt auf, warum all diese Fragen gerade heute wieder brandaktuell sind. Er lebt und arbeitet mittlerweile in einem Haus in Wain/Nähe Ulm, das sein Urgroßvater vor 125 Jahren gebaut hat.
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Intensiv, eindrücklich, aber nicht ganz zugänglich
**** Mein Eindruck **** Dieses Buch überzeugt vor allem durch seine historische Aufbereitung. Detailreich und eindringlich wird das Leben eines Soldaten dargestellt, in all seinen Facetten. Besonders gelungen ist dabei die Einbindung persönlicher Elemente wie Originalbriefe, die der Geschichte zusätzliche Authentizität verleihen und eine emotionale Nähe schaffen. Man befindet sich mitten im Geschehen: auf dem Schlachtfeld, im taktischen Kalkül, in Momenten von Angst, Mut und absoluter Ausweglosigkeit. Gerade die Darstellung der Ereignisse rund um Stalingrad geht unter die Haut. Verluste, Gewalt und die Sinnfrage stehen unausweichlich im Raum – eindringlich und erschütternd. Sprachlich ist das Ganze eher nüchtern gehalten, mit kurzen, prägnanten Sätzen. Das passt zur Thematik und lässt Raum für eigene Gedanken, ohne zu stark zu lenken. Gleichzeitig sorgt genau dieser Stil aber auch dafür, dass man sich teilweise etwas distanziert fühlt. Die szenische Erzählweise mit vielen Momentaufnahmen hatte für mich Licht und Schatten. Einerseits macht sie die Dynamik und Unruhe der damaligen Zeit greifbar, andererseits fehlte mir oft die Zeit, wirklich in einzelne Situationen einzutauchen. Kaum hatte sich ein Bild geformt, ging es schon weiter zur nächsten Szene. Dadurch wirkte das Ganze stellenweise etwas hektisch und ließ mich emotional nicht immer vollständig ankommen. Insgesamt ist es eine tiefgehende historische Abhandlung, die inhaltlich beeindruckt und nachhallt. Gleichzeitig ist es kein leicht zugängliches Buch und entfernt sich deutlich von klassischer historischer Belletristik. Wer sich darauf einlässt, wird mit einer intensiven und erschütternden Perspektive belohnt. **** Empfehlung? **** Ein Buch für Leser*innen, die sich für historisch fundierte, eindringliche Darstellungen interessieren und bereit sind, sich auf eine eher nüchterne, szenische Erzählweise einzulassen. Kein leichtes Buch, aber ein wichtiges.




