Spät am Tag

Spät am Tag

Hardback
3.318

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Description

Eine Geschichte wie ein Spaziergang an einem lauen Sommerabend – still, klar, voller Gefühl

Johanne ist Anfang dreißig, Schriftstellerin und auf der Suche nach Ruhe. Als sie ein Zimmer in einem weißen Haus auf dem Land mietet, ahnt sie nicht, dass ihr Leben dort eine neue Richtung nehmen wird. Schleichend entwickelt sich eine Beziehung zu Mikael, dem Mann, der dort lebt – eine Liebe, die sie über Jahre begleiten wird. Mit ihm kommen nicht nur seine Ex-Frau und seine Tochter in ihr Leben, sondern auch die karge, windgepeitschte Landschaft, die bald ihr Zuhause wird.

Siebzehn Jahre später sitzt Johanne allein in diesem Haus. Während der Herbst in den Winter übergeht, beginnt sie, ihre Geschichte aufzuschreiben – eine Geschichte von Liebe und Verlust, vom Vergehen der Zeit und von den unsichtbaren Fäden, die uns mit Menschen und Orten verbinden.

Mit leiser Intensität und poetischer Präzision erkundet Spät am Tag die Rhythmen des Lebens – die Angst vor dem Verlust und die Schönheit des Augenblicks.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
141
Price
20.60 €

Author Description

Kristin Vego, 1991 in Aarhus geboren und aufgewachsen, ist Tochter dänisch-norwegischer Eltern. Nach Abschluss ihres Studiums lebte sie in Kopenhagen und Berlin und derzeit in Oslo. Für ihr erstes Buch Se en sidste gang på alt smukt, eine Sammlung von Kurzgeschichten, erhielt sie 2021 den Tarjej-Vesaas-Debütantenpreis und 2022 den Bogforums Debutantpris. Spät am Tag ist ihr erster Roman.

Posts

6
All
3

Das Cover vermittelt von Feierabend oder gar Urlaub. Ich finde diese Gartenszene stimmungsvoll und auch passend zu dem Titel "Spät am Tag". Da ich zudem die Inhaltsangabe ansprechend fand, habe ich mich auf das Lesen sehr gefreut. Wir lernen die Schriftstellerin Johanne kennen, die vor 17 Jahren als Mieterin in ein weißes Haus auf dem Land gezogen ist, später den Vermieter heiratete und nun als Witwe auf das Leben zurück blickt. Ich hatte erwartet, dass ich das schmale Buchit seinen 141 Seiten zügig durchlesen würde. Das war aber überhaupt nicht der Fall. Der Roman besteht aus zwei Teilen, die wiederum in jeweils vier Tage gegliedert sind. Diese Gliederung , die die Autorin Kristin Vego gewählt hat, erscheint mir nicht unbedingt sinnvoll und die Bedeutung erschließt sich mir nicht. Die Protagonistin Johanne, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, lernt man gut kennen. Mikael, dessen Exfrau Sofia und deren gemeinsame Tochter Maren bleiben eher oberflächlich und ohne Substanz. Als krasser Gegensatz dazu steht die regelrecht liebevolle und wunderbar fast poetische Darstellung der Natur. Wenn zum Beispiel die Felder im beginnenden Winter ihren üppigen grünen und gelben Mantel anwerfen, kann man einen Hauch frostiger Luft förmlich spüren und sich die Vergänglichkeit allen Lebens bildlich vorstellen. Ausgesprochen heftig sind auch die harten Sprünge von der jetzigen Zeit in die Vergangenheit und zurück. Das hat mir beim Lesen missfallen und den Lesefluss und das Verständnis immer wieder gestört. "Spät am Tag" ist ein kurzer Roman, in den ich nur langsam voran gekommen bin. Und das finde ich sehr schade, denn die Idee und vor allem die atmosphärische Beschreibung der Landschaft versprechen ein größeres Lesevergnügen.

3

Die Stille der Worte

Auf dieses Buch war ich schon sehr gespannt gewesen, da mir die Leseprobe auf Anhieb echt gut gefallen hatte. Ein stiller Roman, der die Kraft und die Schönheit der Natur nur so versprüht mit einem Schuss Poetik. Ein Roman, der auf vergangene Momente rückblickt und dadurch auch einen Hauch von Melanchonie wie einen zarten Nebelschleier verteilt. Es ist ein Roman, der über die Vergänglichkeit des Lebens spricht und aufzeigt, wie sehr man doch die kleinen Momente des Lebens genießen und auch beachten sollte, da unsere Zeit begrenzt ist. Worte, die mich an manchen Stellen doch sehr zum nachdenken angeregt haben, denn die Stille der Worte stecken voller Tiefe. Und obwohl die Sprache des Buches fast wie eine Melodie aus Worten klingt, so konnte mich die Handlung nicht zu 100 % mitreißen, denn ich musste mich unheimlich auf das Lesen konzentrieren, da die vielen Zeitsprünge sehr verwirrend waren, ja schon sprunghaft. Und während die Umgebung und die Natur in warmen bunten Farben sofort vor Augen entstanden, so blieben Joanne und Mikeal hingegen leider so ziemlich blass, was natürlich meinen Lesefluss etwas beeinflusst hat. Ein Roman, der mich leider nicht wie erhofft, voll und ganz abholen konnte und dennoch durch seine Stille zum nachdenken anregt. Fazit: 3 Sterne

Die Stille der Worte
2.5

Ich dachte, das wird so eine ruhige, berührende Geschichte über Liebe und Verlust – und das ist es irgendwie auch. Johanne zieht nach einer gescheiterten Ehe aufs Land, findet dort Natur, Ruhe … und Mikael. Jahre später sitzt sie allein in diesem Haus und schreibt ihre Erinnerungen auf. Die Sprache ist echt schön, total atmosphärisch und poetisch, die Naturbeschreibungen sind wow. Aber die Handlung? Sehr sprunghaft. Viele Zeitsprünge, viele Bruchstücke. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich lese eher ein Tagebuch als einen Roman. Und emotional hat es mich nicht so tief gepackt wie erhofft. Für alle, die ruhige, nachdenkliche Bücher mögen, ist es vielleicht genau richtig. Für mich: 2,5 Sterne – schön geschrieben, aber irgendwie nicht ganz angekommen

3

Ein Haus, zwei Herzen, viele Lücken - eine stille Geschichte mit ungenutztem Potential Das Cover dieses Buches hat mich sofort angesprochen. Es ist sehr schön und stimmungsvoll gestaltet, sodass ich mit großen Erwartungen in die Lektüre gestartet bin. Daher hat es mich überrascht, dass „Spät am Tag“ mit seinen 143 Seiten eher schmal ausfällt – ich hatte mit deutlich mehr Inhalt gerechnet. Im Zentrum der Geschichte stehen Johanne und Mikael. Nach einer gescheiterten Ehe zieht Johanne aus der Hauptstadt aufs Land zu Mikael, der in einer Anzeigr ein Zimmer in seinem abgelegenen Haus anbietet. Auch Mikael lebt nach der Trennung von seiner Frau Sofia allein, lediglich seine kleine Tochter verbringt gelegentlich Zeit bei ihm. Das weiße, einsam gelegene Haus zieht Johanne sofort in seinen Bann, und so beschließt sie, dort einzuziehen. Von nun an schreibt sie von diesem Ort aus ihre Artikel und arbeitet an einem Roman. Zwischen Johanne und Mikael entwickelt sich nach und nach eine zarte Liebesgeschichte. Die Figuren sind grundsätzlich sympathisch angelegt. Besonders Johanne lernt man recht gut kennen, da sie in der Ich-Perspektive erzählt und man tief in ihre Gefühlswelt eintaucht. Mikael bleibt dagegen eher schemenhaft, man erfährt nur begrenzt etwas über seine Persönlichkeit. Auch Sofia, Mikaels Exfrau, wirkt in der Handlung nicht wirklich greifbar – vielmehr scheint sie hauptsächlich die Rolle eines Störfaktors in der Beziehung der beiden zu übernehmen. Mit dem Schreibstil habe ich mich allerdings schwergetan. Kristin Vego wählt eine sehr eigene Form: kurze Abschnitte, die wie Tagebucheinträge wirken, aber nicht als solche gekennzeichnet sind. Ständig wechselt Johanne zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wodurch man manchmal das Gefühl hat, die Orientierung in der Geschichte zu verlieren. Auch die Kapitelaufteilung („Erster Tag“, „Zweiter Tag“, …) und die Aufteilung in Teile hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Dazu kommt eine Sprache, die stellenweise altmodisch anmutet, fast wie aus einer anderen Zeit. Das macht das Lesen zwar atmosphärisch, aber nicht immer leicht zugänglich. Insgesamt finde ich die Grundidee des Romans sehr schön. Die Geschichte um Neuanfang, Nähe und die leise entstehende Liebe zwischen zwei verletzten Menschen hätte viel Potenzial für Tiefe und Entwicklung geboten. Leider bleibt der Roman für mich hinter diesen Möglichkeiten zurück. Er hat mich nicht so berührt, wie ich es mir gewünscht hätte, und hinterlässt am Ende eher das Gefühl, dass hier noch viel mehr hätte erzählt werden können.

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3.5

Seichter Sommerroman

Das Buch "Spät am Tag" von Kristin Vego handelt von Johanne, welche vor einigen Jahren ein Zimmer in einem Landhaus gemietet hat. Dort lernt sie den Besitzer Mikael kennen sowie seine Tochter und Exfrau. Dann geschieht ein Rückblick, 17 Jahre später kehrt Johanne an diesen Platz zurück. Das Buch ist leicht geschrieben und ich konnte es in wenigen Tagen durchlesen. Leider fehlte mir etwas die Spannung. Dafür gab es sehr poetische Erzählungen, auch die Natur wurde wundervoll beschrieben und ist einzigartig. Das Buch handelt auch von Liebe und Verlust und beschreibt diese Lebensphasen sehr intensiv. Die Geschichte von Johanne ist bewegend, aber nicht allzu spannend und ereignisreich. Das Buchcover hat mir gut gefallen und mich auch inspiriert, das Buch zu lesen. Ein leichter Sommerroman, der schnell gelesen ist und kleine Spuren hinterlässt.

3.5

Die Geschichte eines Lebens

Das Cover des Liebesromans "Spät am Tag" von Kristin Vego gefällt mir sehr gut, es sieht aus wie gemalt. Im Buch geht es um die junge Schriftstellerin Johanne, die von der Stadt in ein Haus auf dem Land zieht. Dort hat sie sich ein Zimmer im Haus von Mikael gemietet, dessen Ex-Frau gerade ausgezogen ist, aber immer noch oft kommt, auch wegen der gemeinsamen kleinen Tochter. Zwischen Johanne und Mikael entwickelt sich in kurzer Zeit eine Liebesbeziehung, ein paar Jahre später heiraten die beiden auch. Jedoch beginnt die eigentliche Geschichte 17 Jahre später. Johanne ist nun nach Mikaels Tod allein im Haus und fängt an, die Geschichte der beiden aufzuschreiben. Eine Geschichte über eine Liebe, die mit dem Tod nicht endet. Das Buch hat mich zwiegespalten zurück gelassen, die Geschichte lebt von den Rückblenden und Erinnerungen, die Johanne immer wieder hat. Zwar finde ich den Schreibstil der Autorin an sich sehr gut und flüssig zu lesen, sie schreibt melancholisch und bildhaft, jedoch haben mich die vielen Zeitensprünge teilweise doch sehr verwirrt. Es liest sich eher wie eine Aneinanderreihung verschiedener Ereignisse und Erinnerungen. Deshalb gibt es von mir nur 3,5 Sterne.

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