Sorge
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
„Raus aus der Krise der Care-Economy, hin zur Sorge als gesellschaftliches Prinzip.“
Was ist Sorge? Zum Beispiel die Versorgung, das Stillen der Grundbedürfnisse – bei genauem Hinsehen das ökonomische Fundament dessen, was wir als (Markt-)Wirtschaft verstehen. Und: Sorge ist der zweifelnde Blick in eine ungewisse Zukunft, den es positiv in Verbundenheit und Verantwortungsgefühl zu wenden gilt.
Davon ausgehend fächert Christian Berger das allgegenwärtige Thema entlang verschiedener Bruchlinien unserer Gesellschaft auf. Sei es die Krise in Pflege und Bildung, sei es die immer noch klaffende Ungleichheit der Geschlechter, sei es die Ökonomisierung privater Lebensbereiche: Berger liefert eine fundierte Analyse einer Sollbruchstelle unserer Gesellschaft, die in seiner Forderung mündet, den Begriff des Wohlstands radikal neu zu denken, ihn an der Sorge um das Lebendige, nämlich am Prinzip der Nachhaltigkeit, am Reichtum sozialer Beziehungen neu auszurichten.
Book Information
Author Description
Christian Berger, geboren 1991, ist Sozioökonom, Lektor u. a. an der WU Wien und Referent in der Arbeiterkammer Wien. Er war einer der Sprecher*innen des Frauen*Volksbegehrens. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind Gesellschaftstheorie und Kulturkritik, Feministische Politische Ökonomie sowie Grundlagen der Gleichbehandlung
Posts
Mit der Lektüre habe ich mir diesmal etwas schwergetan. Nicht, weil ich sie nicht gut finde, sondern weil der Autor auf einem intellektuell sehr hohen Niveau schreibt; seine Herangehensweise an das Thema aus Sicht des Sozioökonomen geschrieben ist. Ich hatte an einigen Stellen das Gefühl „das ist mir jetzt zu hoch“. Das Buch ist an vielen Stellen sehr wissenschaftlich verfasst; mir persönlich tlw. zu kompliziert geschrieben, viele Schachtelsätze. Obwohl ich selbst in der Lehre an einer Hochschule tätig bin und auch wissenschaftlich arbeite, war mir das Buch an einigen Stellen anstrengend zu lesen. Ich bin jedoch keine wissenschaftliche „Sorge-Expertin“, daher musste das vielleicht so sein. Sorge als Emotion ist Grundlage vieler rationaler/irrationaler Entscheidungen. Wir lesen von Themen wie Sorgeleistungen für die Gesellschaft, wie die Betreuung von Kindern, alten und älteren Menschen, kranken Menschen. Berger geht auf den Wert des Sorgens innerhalb der Gesellschaft, der Fürsorge füreinander, auf das Kümmern um den Einzelnen und in der Gesellschaft ein. Wichtiger Punkt ist auch die „Care Arbeit“ in der Geschlechterhierarchie. Eine Arbeit, die meist immer noch von Frauen gemacht wird. Die Gesellschaft nagt immer noch an der ungleichen Verteilung dieser Arbeit und es wird Zeit, dass diese Arbeit auch abgegolten und anerkannt wird. Denn nicht umsonst heißt sie Care-ARBEIT! Auch hier gebe ich eine Leseempfehlung ab! Die #übermorgen Reihe ist patent und auch sehr praxistauglich, wenn man sich zu aktuellen gesellschaftlichen Themen und deren Konzepten im Hintergrund einlesen möchte! „Tolle Bücher in angenehmer Häppchenform“, so nenne ich sie ab sofort!
Description
„Raus aus der Krise der Care-Economy, hin zur Sorge als gesellschaftliches Prinzip.“
Was ist Sorge? Zum Beispiel die Versorgung, das Stillen der Grundbedürfnisse – bei genauem Hinsehen das ökonomische Fundament dessen, was wir als (Markt-)Wirtschaft verstehen. Und: Sorge ist der zweifelnde Blick in eine ungewisse Zukunft, den es positiv in Verbundenheit und Verantwortungsgefühl zu wenden gilt.
Davon ausgehend fächert Christian Berger das allgegenwärtige Thema entlang verschiedener Bruchlinien unserer Gesellschaft auf. Sei es die Krise in Pflege und Bildung, sei es die immer noch klaffende Ungleichheit der Geschlechter, sei es die Ökonomisierung privater Lebensbereiche: Berger liefert eine fundierte Analyse einer Sollbruchstelle unserer Gesellschaft, die in seiner Forderung mündet, den Begriff des Wohlstands radikal neu zu denken, ihn an der Sorge um das Lebendige, nämlich am Prinzip der Nachhaltigkeit, am Reichtum sozialer Beziehungen neu auszurichten.
Book Information
Author Description
Christian Berger, geboren 1991, ist Sozioökonom, Lektor u. a. an der WU Wien und Referent in der Arbeiterkammer Wien. Er war einer der Sprecher*innen des Frauen*Volksbegehrens. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind Gesellschaftstheorie und Kulturkritik, Feministische Politische Ökonomie sowie Grundlagen der Gleichbehandlung
Posts
Mit der Lektüre habe ich mir diesmal etwas schwergetan. Nicht, weil ich sie nicht gut finde, sondern weil der Autor auf einem intellektuell sehr hohen Niveau schreibt; seine Herangehensweise an das Thema aus Sicht des Sozioökonomen geschrieben ist. Ich hatte an einigen Stellen das Gefühl „das ist mir jetzt zu hoch“. Das Buch ist an vielen Stellen sehr wissenschaftlich verfasst; mir persönlich tlw. zu kompliziert geschrieben, viele Schachtelsätze. Obwohl ich selbst in der Lehre an einer Hochschule tätig bin und auch wissenschaftlich arbeite, war mir das Buch an einigen Stellen anstrengend zu lesen. Ich bin jedoch keine wissenschaftliche „Sorge-Expertin“, daher musste das vielleicht so sein. Sorge als Emotion ist Grundlage vieler rationaler/irrationaler Entscheidungen. Wir lesen von Themen wie Sorgeleistungen für die Gesellschaft, wie die Betreuung von Kindern, alten und älteren Menschen, kranken Menschen. Berger geht auf den Wert des Sorgens innerhalb der Gesellschaft, der Fürsorge füreinander, auf das Kümmern um den Einzelnen und in der Gesellschaft ein. Wichtiger Punkt ist auch die „Care Arbeit“ in der Geschlechterhierarchie. Eine Arbeit, die meist immer noch von Frauen gemacht wird. Die Gesellschaft nagt immer noch an der ungleichen Verteilung dieser Arbeit und es wird Zeit, dass diese Arbeit auch abgegolten und anerkannt wird. Denn nicht umsonst heißt sie Care-ARBEIT! Auch hier gebe ich eine Leseempfehlung ab! Die #übermorgen Reihe ist patent und auch sehr praxistauglich, wenn man sich zu aktuellen gesellschaftlichen Themen und deren Konzepten im Hintergrund einlesen möchte! „Tolle Bücher in angenehmer Häppchenform“, so nenne ich sie ab sofort!




