Sommer in Odessa

Sommer in Odessa

Hardback
3.760

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Description

Manchmal bemerkt man erst beim Donnern, dass sich der Himmel längst verdunkelt hat.
In der Familie von Olga gibt es nur Frauen – abgesehen vom Großvater, der wie ein schlecht gelaunter König über allen thront. Seinetwegen muss Olga auch Medizin studieren – sein Auftrag an sie als letztgeborenes Mädchen. Den öden Uni-Alltag bewältigt sie nur dank ihres indischen Kommilitonen Radj und ihrer besten Freundin Mascha, die Abwechslung in Olgas Leben bringen. Die Dinge ändern sich, als David, ein alter Freund des Großvaters, auftaucht, im Gepäck ein lang gehütetes Geheimnis. Olga ahnt bald, dass es ihr Leben komplett auf den Kopf stellen wird, sobald es ans Licht kommt. Bietet sich Olga eine Chance, aus ihrem starren Gefüge auszubrechen? Es ist der Sommer 2014, die Hitze liegt über der Stadt, und das unbeschwerte Odessa steht vor einem Wendepunkt.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
288
Price
24.70 €

Author Description

Irina Kilimnik wurde 1978 in Odessa (Ukraine) geboren und kam mit fünfzehn Jahren nach Deutschland, wo sie später Humanmedizin und Mediapublishing studierte. Sie ist die Autorin zahlreicher Essays, Buchrezensionen und Kurzgeschichten, war Teilnehmerin am 18. Klagenfurter Literaturkurs und wurde beim MDR-Literaturwettbewerb mit zwei Preisen ausgezeichnet. Für ihren Debütroman »Sommer in Odessa« wurde sie mit dem Franz-Tumler-Publikumspreis ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
30%
N/A
N/A
N/A
20%
N/A
N/A
80%
N/A
N/A

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
50%
85%
30%
30%

Pace

Fast0%
Slow100%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple100%
Complex0%
Moderate0%
Bildhaft (100%)

Posts

8
All
5

Sehr empfehlenswert.

Ein Drei-Generationen-Haushalt, mit einem starrköpfigen Großvater, seinen drei Töchtern und vier Enkelinen, die in einer Wohnung in Odessa zusammenleben. Alles aus der Sicht von der Medizinstudentin Olga, die mit dieser Familienkonstelation hadert. Keiner der Frauen schafft es so wirklich, sich aus diesen Fängen des (Groß-)Vaters zu befreien. Schon gar nicht Olga, die der Stolz der Familie ist, weil sie Ärztin werden soll. Mit der Liebe und der Freundschaft klappt es auch nur bedingt, so dass sie erst am Ende aus der Enge ausbricht. Das alles passiert in einem Sommer ohne einen riesigen Spannungsbogen. Trotzdem habe ich das Buch an einem Tag durchgelesen und es geliebt. Wer Spannung, Action und Wendungen erwartet wird allerdings enttäuscht.

3

Ich weiß nicht so recht. Ich hab das Buch zwar gut und flüssig lesen können, aber ohne Mehrwert für mich. Olga lebt mit ihrer Mutter, den zwei Tanten und drei Cousinen in einer großen Wohnung in Odessa, zusammen mit ihrem sehr herrischen Großvater. Sie studiert Medizin, zweifelt an ihrem Studium, erträgt die Uni nur dank ihrem indischen Kommilitonen Radj und Mascha, ihre beste Freundin, bringt ein wenig Abwechslung in ihrem Leben. Als David, ein Freund ihres Großvaters, zu seinem Geburtstag auftaucht, ändert sich einige Dinge. Und auch in der Stadt verändern sich einige Menschen. Klingt ziemlich spannend, aber war es für mich nicht. Erzählerisch, sehr unterhaltsam, inhaltlich nichtssagend. Ich merkte zwar, dass Olga auf der Suche ist, auf der Suche nach Selbstbestimmung, erste Liebe, aber was noch? Irgendwie war selbst die Suche so verloren, dass ich einfach nur noch Fragezeichen im Kopf hatte. Ich hatte das Gefühl, es wurden 100 Fässer geöffnet, überall kurz hineingeschaut, aber keins durchgewühlt. So hatte ich am Ende der Geschichte 100 Fässer ohne Inhalt. Das, was ich aus der Geschichte mitnehmen konnte, war die Zerrissenheit der Bewohner in Odessa im Sommer 2014. Kann man lesen, muss man nicht. S.93 „Wir dagegen hüten unsere Emotionen, verstecken sie, als wären sie unsere Schwachstellen, und achten darauf, dass Großvater so wenig wie möglich davon mitkriegt, um nicht noch mehr Macht über uns zu erlangen.“ S. 242 „Aber darüber wird sie nie reden - Vergangenheit lässt man in unserer Familie ruhen, und nur wenn es kein Ausweg gibt, weckt man sie auf und versucht dabei, sanft mit ihr umzugehen.“

5

Man muss es gelesen haben. Ich liebe es.

3

Ok gerne gelesen. Hätte besser sein können. Die Story plätschert so dahin, wird mE aber nicht tief genug. War ein bisschen spannend, aber nicht genug. Konnte die Familientragödie verstehen, aber war mir nicht genug. Insgesamt also einfach nicht genug von allem.

4

Wie finde ich im familiären Patriarchat meinen eigenen Weg? Was möchte ich eigentlich? Gelungene Geschichte über Erwachsen sein, Freund:innenschaft, erste Liebe und Familiengeheimnisse und -Verstrickungen

4

Coming of age

Ein toller Coming of Age Roman ist Irina Kilimnik mit Sommer in Odessa gelungen. Olga lebt zusammen mit ihrer Mutter, zwei Tanten, drei Cousinen und ihrem Großvater zusammen in einer Wohnung in Odessa. Der Großvater ist ein Tyrann, der das ganze Leben des Haushalts bestimmt. Olga muß Medizin studieren, obwohl sie kein Interesse daran hat. Auch ihre Mutter und Tanten haben den Absprung von ihrem Vater nie geschafft. Zum Geburtstag des Großvaters trifft ein alter Freund ein, der das Leben von Olga verändern wird. Mir gefiel die Charakterisierung der Familie sehr gut, besonders auch die Kulturunterschiede zu uns im Westen, war doch sehr deutlich. Daneben spielten noch zwei Freunde und eine Freundin von Olga eine Rolle, die auch jeder seine eignen Eigenheiten hatten. Der Roman spielt 2014. Man spürt die Hitze der Stadt, wenn sich Olga durch die Straßen bewegt. Aber nicht nur die Hitze brodelt und die Spannungen in der Familie sondern auch die politische Situation treibt die Bewohner in verschieden Lager. Das Figurenensemble steht für die verschiedenen Lager, wobei das Thema eher unterschwellig behandelt wird und der Fokus auf einem Familienroman liegt. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Olga zu verfolgen, die versucht sich ihre Freiheiten zu erkämpfen hat viel Spaß gemacht. Die Sprache ist flüssig leicht mit einer Prise Humor und den Ängsten, die unter der Decke brodeln.

5

Tolles Buch

Man begleitet Olga auf einem Weg der persönlichen Entwicklung und voller Emanzipationsmomenten. Der Autorin gelingt es, dass man die drückende Hitze förmlich spürt beim Lesen und den salzigen Duft riechen kann. Das Brodeln innerhalb der Familie passt zu dem beschriebenen politischen brodeln und reißen in der Gesellschaft . Es ist kein politischer Roman, allerdings vermittelt er, inwiefern der Krieg schon seit über 10 Jahren die Gesellschaft spaltet und beeinflusst. Auch dieser Autorin gelingt es, das politische Geschehen in die Handlung des Romans einzuflechten. Das Buch liest sich sehr flüssig und schnell.

2

Irgendwie zäh, der Sommer in Odessa...

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