solo, selbst & ständig

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Softcover
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Description

Der SPIEGEL-Bestseller, auf den alle Alleinerziehenden gewartet haben

»Ich habe gelacht, geweint und immer wieder gedacht: Dieses Buch ist eine Pflichtlektüre – nicht nur für Alleinerziehende!« Sara Buschmann, Gründerin von Solomütter

Eine Trennung mit Kind stellt eine immense Herausforderung dar. Die meinungsstarke Journalistin und Autorin Anne Dittmann weiß, wovon sie spricht – und gibt einfühlsam und ermutigend Orientierung. Sie holt Betroffene da ab, wo sie während oder nach einer Trennung stehen: mit all ihren Fragen, Problemen, Unsicherheiten und Gefühlen – und den mit einer Trennung einhergehenden Vorurteilen und Benachteiligungen in unserer Gesellschaft. Anne Dittmann formuliert klar, was Alleinerziehende wirklich brauchen, und zeigt Schritt für Schritt, welche Hebel auf individueller wie auf struktureller Ebene gezogen werden können und müssen, um das Leben von Alleinerziehenden zu verbessern.

Sie liefert mit ihrem Wut- und Mutmachbuch allen Allein- und Getrennterziehenden eine kenntnis- und faktenreiche Begleitung, angereichert mit persönlichen Erfahrungen rund um ihre eigene Trennung mit Kind und wertvollem Input aus ihrer großen Community: Über das Trennen und Kümmern. Über Geld, Arbeit und Gesundheit. Über das Daten und die Liebe. Und über das Träumen und Leben als Alleinerziehende.

Dieses Buch gibt Allein- und Getrennterziehenden eine Stimme, liefert konkrete Erste-Hilfe-Tipps , die richtigen Ventile für Frust und Ängste und bietet Halt, Trost und Bestärkung in einer neuen Lebensphase.

Ausstattung: Durchgehend zweifarbig, mit Illustrationen

Book Information

Main Genre
Self-Help & Non-Fiction
Sub Genre
Family & Health
Format
Softcover
Pages
240
Price
18.50 €

Author Description

Anne Dittmann ist Spiegel-Bestseller-Autorin, Podcasterin und schreibt als Journalistin über familienpolitische Themen, u.a. für ZEIT Online, die Süddeutsche Zeitung und die Brigitte. Insbesondere auf Instagram hat sie eine starke Community rund um das Thema allein- und getrennt erziehende Mütter aufgebaut. Sie lebt mit ihrem Kind in Berlin.

Posts

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"Ich glaube, wir sind dermaßen an das Bild der übermüdeten Mutter gewöhnt, dass wir die Erschöpfung in dieser Lebenssituation – erst, recht als Alleinerziehende – für normal halten." (S. 163) In Deutschland leben fast 3 Millionen Alleinerziehende – über 80 % davon sind Frauen; eine davon bin ich. Und ich kann sagen: Die Erschöpfung beginnt oft nicht erst nach der Trennung, sondern schon viel früher. Dann, wenn Care-Arbeit selbstverständlich erwartet und berufliche Selbstverwirklichung zur Nebensache wird. Wenn eine Beziehung scheitert, folgt manchmal ein kurzes Aufatmen, weil klar wird: You're on your own kid, you always have been. Doch sobald die Realität zurückschlägt – der Kontostand, die Verantwortung, die Einsamkeit – wird schnell deutlich: Was verheiratete Mütter in Teilzeit bereits als Schieflage erleben, verschärft sich für Alleinerziehende dramatisch. Finanzielle Unsicherheit, mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie, kein Netz, das auffängt. Hinzu kommen Scham und Stigmatisierung, mit denen Alleinerziehende immer wieder konfrontiert werden. Sie müssen sich zig mal mehr bemühen, ein gutes Bild abzugeben, um ja keine Angriffsfläche zu bieten. "Sich wie ein Cheerleader auf Speed immerzu selbst anzufeuern, obwohl das Spiel schlecht läuft, kann auf Dauer nicht gut gehen. Es zehrt nur noch mehr an den eigenen Kräften." (S. 166) Die historisch gewachsene Abhängigkeit von Frauen in patriarchalen Strukturen endet aber nicht mit einer Trennung. Sie bedeutet in vielen Fällen: ausbleibende Unterhaltszahlungen, drohende Kinderarmut und soziale Ausgrenzung. Hinzu kommen Konflikte mit dem oder der Ex – etwa beim gemeinsamen Sorgerecht, das oft mehr Hürde als Hilfe ist: Wenn jemand mitentscheiden darf, aber kaum präsent ist. Alleinerziehende haben häufig nicht nur das finanzielle, sondern auch das (frei)zeitliche Nachsehen. Was sie daher besonders dringend brauchen: einen gestärkten Rücken – und zwar nicht bloß, um Kinder zu tragen, sondern in Form von Solidarität und Unterstützung für alles, was sie alleine leisten müssen. Ein stabiles Netzwerk ist das A und O. Wir dürfen aber auch die politische Brisanz in diesem Thema nicht vergessen. In einer Gesellschaft, die Alleinerziehende oft nicht mitdenkt – weder beim vergünstigten Familienticket noch beim Steuersystem. Anne Dittmann zeigt, wie tief unsere Gesellschaft noch in alten Rollenzuschreibungen steckt. Wie wenig Alleinerziehende abgesichert sind – finanziell, emotional, sozial. Und wie dringend wir eine grundlegende Veränderung brauchen: bessere Betreuungsmodelle, faire Bezahlung, Schutz vor Altersarmut, familienfreundliche Arbeitsbedingungen. Die Autorin verdeutlicht außerdem, wie sehr individuelle Überforderung mit struktureller Ungerechtigkeit zusammenhängt. Ihr Buch enthält nicht nur eigene Erfahrungswerte, sondern auch praktische Tipps, wo Hilfe und Unterstützung zu finden ist. Doch viele Alleinerziehende haben gar nicht die Kapazitäten, es zu lesen – zu voll der Kopf, zu knapp die Zeit. Umso wichtiger ist es, dass jene, die privilegierter sind, Verantwortung übernehmen: hinschauen, Strukturen hinterfragen, laut werden. Denn echte Veränderung entsteht nicht durch Betroffene allein, sondern durch eine Gesellschaft, die bereit ist, solidarisch zu handeln.

5

Ein ganz fantastisches Buch über und für Alleinerziehende mit vielen, tollen Tipps!

4

Anne Dittmann ist getrennt erziehend und erzählt in diesem sehr persönlichen Buch mehr als ihre eigene Geschichte. Ich fand es sehr hilfreich, die Bedingungen allein- und getrennterziehender Eltern besser kennenzulernen und die strukturellen Benachteiligungen zu verstehen. Als kinderlose Person waren für mich die Alltagstipps und -tricks zu Altersvorsorge, Dating und Entspannung nicht so interessant, aber ich bin auch nur bedingt Zielgruppe dieses Buchs. Ich fand es gut, dass verschiedene Perspektiven berücksichtigt wurden und auch Themen wie mentale Gesundheit und Armut Raum hatten.

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