Sind wir noch zu retten?
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Description
In jeder Stadt gibt es ein Viertel, in dem Menschen zwar mitten unter uns und doch am Rand der Gesellschaft leben. Einer der bekanntesten deutschen Brennpunkte war jahrelang das Einsatzgebiet von Rettungssanitäter Luis Teichmann.
Die Abgründe, die sich ihm dort offenbarten, zeigen, woran unser Land wirklich krankt: Arbeits- und Obdachlosigkeit, Drogensucht, alleingelassene Jugendliche in psychischen Krisen — Menschen, die im öffentlichen Raum nicht stören sollen, Menschen, denen wirkliche Hilfe verwehrt wird. Stadtbekannte Wohnblöcke, in denen Uniformträger ein Feindbild sind, weil man Dinge lieber unter sich klärt. So etwas geht an Sanitätern wie Luis nicht spurlos vorbei ...
Mit klarer Sprache und Empathie statt Polemik widmet sich Luis Teichmann den Missständen in unserem Sozialstaat.
Book Information
Author Description
Luis Teichmann, geboren 1996, absolvierte nach seinem Abitur ein freiwilliges soziales Jahr im Rettungsdienst und erlangte in diesem Zuge die Qualifikation zum Rettungssanitäter. Im Jahr 2016 begann er das Studium Rettungsingenieurwesen an der Technischen Hochschule Köln und schloss dieses als M.Sc. im Jahr 2022 ab. Seit 2023 wird er an der RWTH Aachen zum Dr. rer. medic. promoviert. Auch während des Studiums war er im Rettungsdienst beschäftigt und verfügt somit als Rettungssanitäter und Rettungsingenieur über praktische als auch theoretische Kompetenzen. Auf Instagram und TikTok berichtet er als @5_sprechwunsch von seinen Erlebnissen und Eindrücken. Sein erstes Buch Einsatz am Limit stand zwölf Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.
Posts
Wenn der Rettungsdienst auf soziale Not trifft
Mich hat „Sind wir noch zu retten? „sehr nachdenklich gemacht. Luis Teichmann gibt einen ehrlichen und teilweise erschütternden Einblick in Einsätze des Rettungsdienstes und in Lebenssituationen von Menschen, die oft unter dem Radar der Gesellschaft leben – einsam, verwahrlost oder mit völlig überforderten Angehörigen. Beim Lesen wird deutlich, dass viele Einsätze eigentlich soziale Probleme widerspiegeln und nicht unbedingt klassische Notfälle für den Rettungsdienst sind. Das Buch hat mir nochmal gezeigt, wie komplex diese Realität ist. Bewegend, authentisch und definitiv lesenswert.
Medizinische Fälle, die den Notfallsanitäter Luis Teichmann und den Leser teilweise sprachlos zurücklassen.
Als Rettungssanitäter in einem Brennpunkt war Luis Teichmann vorne mit dabei, wenn es um medizinische Notfälle unter Drogen, Alkohol und Obdachlosigkeit geht. Er berichtet in diesem Buch von Abgründen, die sich hinter verschlossenen Türen abspielen und Situationen, die sich manch einer von uns nur schwer vorstellen kann 🙊 Man merkt beim Lesen, dass viele Fälle nicht spurlos an Luis und seinen Kollegen vorbeigingen, sondern das Team tage-, wochen- oder sogar monatelang damit zu kämpfen hat und hatte! Viele wechseln das Einsatzgebiet oder gehen in andere Berufe, um das gesehene Leid nicht zu sehr an sich ranzulassen. Durch seine symphatische und realistische Art gibt uns @5_sprechwunsch einen Einblick hinter die Kulissen unseres Staates und zeigt wirklich, was in unserer Gesellschaft schief läuft 🚑 Eine Leseempfehlung nicht nur für die Leute vom Fach 🤗
„Sind wir noch zu retten?“ von Luis Teichmann, Rettungssanitäter in Köln, gibt Einblicke hinter die Kulissen des Rettungsdienstes. Schonungslos und ehrlich erzählt dieses Buch von den Abgründen des Lebens und in wie weit unser Land sein Wirken dabei hat. In aufwühlenden Worten blickt der Autor zum einen theoretisch auf sein Berufsbild im Rettungsdienst und belegt diese aber auch durch, meiner Meinung nach, gut gewählte Fallbeispiele, die sich hin und wieder unterscheiden und doch viel zu oft wiederholen, was am Ende dazu führt, dass viele Rettungsdienstmitarbeiter gefrustet sind, von der immer wiederkehrenden Spirale in der sie sich „gefangen“ sehen. Dabei verweist Luis Teichmann aber auch, für mein Empfinden, sehr gut auf mögliche Ansätze um diese Problematik zu lösen. Erschreckend waren für mich, selbst als ehemalige Rettungsdiensdlerin aktiv, nicht die Einsätze bzw. Fallbeispiele an sich, sondern dass ich mich selbst beim Lesen des Buches sehr oft in gewisse Einsatzszenarien zurückgeworfen fühlte und mich dabei erwischt habe, wie viele Thematiken mir allzu vertraut vorkamen. Damit hat das Buch mir auf sehr eindrucksvolle Weise gezeigt, dass dieses Buch längst nicht ein Rettungsdienstbereich oder gar Bundeslandproblem ist, sondern sich auf ganz Deutschland erstreckt. Von mir gibt es nicht nur eine ganz klare Leseempfehlung sondern viel eher den Appell, dass dieses Buch von möglichst vielen Menschen auch außerhalb des Berufsbereiches gelesen werden sollte um zu verstehen, was genau dieser Beruf mit Menschen und aber auch der Gesellschaft macht.

Harter Inhalt, nicht ganz leicht zu verkraften, aber für alle in Sozialen Berufen, oder überhaupt für alle absolut zu empfehlen.
Zum Buch: Sind wir noch zu retten ist ein absolut ehrliches Buch über die Zustände unserer Rettungsdienste. Kein leichter Job. Meine Meinung: Ich kannte den Autoren bisher von seinen Insatgram-Posts, in denen er vom Leben und Leiden unserer Rettungskräften erzählt. Daher war ich sehr neugierig auf sein Buch. Ich habe es teilweise gelesen, teilweise als Hörbuch gehört, welches von Luis Teichmann, dem Autor, selbst gelesen wird. Und ich musste einige Male schwer schlucken und hatte oftmals Tränen in den Augen. Luis war Rettungssanitäter in einem Problemviertel, bevor er aus Überlastung die Notbremse zog und in ein anderes Stadtteil wechselte. In dem Bich erzählt er erschreckendes aus seinem Alltag, das mir echt zu Herzen ging. Nicht nur (künftige) Menschen mit sozialen Berufen sollten das Bich unbedingt gelesen haben, sondern vor allem "normale" Menschen, die ein wenig Feingefühl für unsere Retter in der Not zeigen. Ich konnte es teilweise fast nicht fassen, was Rettungssanitäter tagtäglich erleben und tagtäglich leisten. Die Lektüre macht uns vielleicht, oder eher hoffentlich, etwas empfänglicherund etwas mitfühlend. Ich bewundere ihn und alle seine akollegInnen, die in dem Buch zu Wort gekommen sind und alle, die tagtäglich auf den Straßen unterwegs sind. Es machte mich ein wenig demütig und vor allem dankbar. Teilweise musste ich echt mit den Tränen kämpfen, was diese Menschen alles leisten.
„Sind wir noch zu retten“ ist ein wichtiges und eindrucksvolles Buch, das einen tiefen Blick in den Alltag des Rettungsdienstes bietet. Louis Teichmann gelingt es, mit großer Ehrlichkeit über die Herausforderungen, Belastungen und auch kleinen Lichtblicke im Rettungsdienst zu berichten. Besonders gefallen haben mir die persönlichen Erfahrungsberichte – sie machen deutlich, wie nah und doch oft wie fern das Thema Rettung und Erste Hilfe für viele Menschen ist. Das Buch regt zum Nachdenken an: Über Gesundheitssysteme, über unser eigenes Bild vom Helfen und über die Menschen, die Tag für Tag in Ausnahmesituationen handeln. Für alle, die sich für Medizin, Pflege, Notfallversorgung – oder einfach für wahre Geschichten – interessieren, ist dieses Werk sehr empfehlenswert.
Gefühlvoller Einblick in die alltägliche Arbeit des Rettungsdienstes
Luis Teichmanns "Sind wir noch zu retten?" bietet einen erschütternden und zugleich faszinierenden Blick hinter die Kulissen des Rettungsdienstes. Der Autor nimmt uns mit auf seine Einsätze und zeigt uns die Schattenseiten unserer Gesellschaft, die oft übersehen werden: Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Drogensucht und psychische Erkrankungen. Teichmann schreibt mit einer klaren und empathischen Sprache, die den Leser berührt und zum Nachdenken anregt. Seine Schilderungen der oft aussichtslosen Situationen, in denen er und seine Kollegen tätig sind, sind eindringlich und machen deutlich, wie dringend Handlungsbedarf besteht. Das Buch hat mich stellenweise sehr berührt und mich zu Tränen gerührt. Teichmanns Schilderungen sind so eindringlich, dass man die Emotionen der Betroffenen förmlich mitfühlt. Was mir besonders gut gefallen hat: - Authentizität: Teichmanns persönliche Erfahrungen machen das Buch zu einem authentischen Zeugnis der Arbeit im Rettungsdienst. - Wichtiges Thema: Das Buch thematisiert gesellschaftlich relevante Probleme und fordert uns auf, unsere Mitmenschen nicht zu vergessen. Was mir weniger gut gefallen hat: - Manche Passagen zogen sich etwas: An einigen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass der Autor noch etwas präziser auf den Punkt kommt. Fazit: "Sind wir noch zu retten?" ist ein wichtiges Buch, das uns die Augen für die Not vieler Menschen öffnet. Auch wenn einige Passagen etwas langatmig sind, kann ich das Buch jedem empfehlen, der sich für die Arbeit im Rettungsdienst interessiert oder sich für die sozialen Probleme unserer Gesellschaft engagiert.
"Klettern Sie zu mir in den Rettungswagen und begleiten Sie mich." Dieser Einladung Luis Teichmanns sollten alle in Deutschland lebenden Menschen nachkommen. Man erhält tiefe Einblicke in den täglichen Einsatzablauf von Rettungsdienstbesatzungen. Wer glaubt, schwere Verkehrsunfälle, oder Wiederbelebungen sind die täglichen Haupteinsatzstichworte, der täuscht sich gewaltig. Die Besatzungen von Rtws ( Rtw=Rettungswagen) werden oft zu Menschen alarmiert, die in sozial schwachen Vierteln leben, wo Alkohol und Drogen an der Tagesordnung sind. Oft sind es nicht die blutigen Einsätze, die das Personal auch nach Dienstschluss noch beschäftigen. Es sind die menschlichen Schicksale und das Wissen, dass man nicht wirklich helfen kann, weil ein Transport ins Krankenhaus die Probleme, die die Patienten haben, nicht aus der Welt schaffen. Viele Patienten sind, so hart das klingt, "Stammkunden" die man bereits mit Namen kennt. Es ist bekannt, dass man nur die 112 rufen muss, um bei einem medizinischen Notfall Hilfe zu bekommen. Das Problem liegt hier in der Definition von medizinischem Notfall. Oft wird die Notrufnummer auch nicht von der betroffenen Person selbst gerufen, sondern von Dritten. Wenn dann der Rettungswagen mit Blaulicht und Horn vorfährt, stellt sich heraus, dass der Patient gar nicht ins Krankenhaus möchte und die Mitfahrt verweigert. Was nun? Einfach wieder gehen? Mitnahme unter Zwang, was bedeutet, dass Polizei und Notarzt hinzugezogen werden müssen? Luis Teichmann erzählt im Plauderton, aber nicht ohne den aufklärenden und sensibilisierenden Effekt zu erzielen. Beim Lesen habe ich in fast allen Kapiteln ein genaues Bild vor Augen, teilweise sogar einen Geruch in der Nase gehabt, von Einsätzen, die ich selbst schon erlebt habe... Obwohl ich im Vergleich zu Luis in einer Kleinstadt arbeite, gibt es auch bei uns das genannte Klientel und die Brennpunktviertel "Harlem". Wahrscheinlich wird das Buch eher von ( notfall)- medizinischem Personal gelesen. Die Thematik ist aber für jeden interessant und wichtig.

Jeder Mensch in Deutschland sollte dieses Buch unter Beachtung der Triggerwahrnung gelesen haben.
Dieses Buch werrde ich inhaltlich nicht bewerten, da mir die Kompetenz dazu fehlt. Die komplexe Sprache gefiel mir sehr gut . Alle Fremdworte und medizinischen Fachbegriffen wurden verständlich erklärt. Einige Einsätze wurden so hart, extrem und realistisch beschrieben, dass ich teils nicht weiter lesen wollte und konnte. Schade, dass, Ärzte, Altenpfleger und alle in diesem Bereich sich nicht als Team, sondern eher als Feinde ansehen . Vielleicht überlegt der ein oder andere, ob bei einem "Schnupfen" der Rettungsdienst tatsächlich der richtige Ansprechpartner ist. Einen kleinen Minuspunkt habe ich allerdings gefunden, die Kapitel endeten meist mitten auf der Seite, was meinen Lesefluss minimal gestört hat, dennoch war es sehr interessant.

Toller Einblick in die Einsätze des Rettungsdienstes. Da ich selber in der Pflege arbeite, kenne ich unter anderem die Umstände in den häuslichkeiten (bei betagten pflegebedürftigen, sowohl als auch bei psychisch erkrankten). Es ist oftmals eine Herausforderung für alle Beteiligten. Durch das Hörbuch wurde mir bewusst, daß es nicht nur bei uns in der Pflege, sondern auch im Rettungsdienst diese abgestumpftheit gibt. Traurig aber wahr. Rückblickend erklärt es manchmal einiges. Und letztendlich sind wir alles bloß Menschen.. Wahnsinn, das im Rettungsdienst auch genauso oft einem rechtlich die Hände gebunden sind und alles ein endloser Kreislauf zu sein scheint. Die Kritikpunkte an das Gesundheitssystem treffen auch den Nagel auf den Kopf. Das Hör-Buch zeigt auch, dass man wieder mehr auf seine Mitmenschen achten sollte. Die beschriebene Vereinsamung ist definitiv nicht weit her geholt. Leider wird diese meist viel zu spät bemerkt. Daher also eine absolute Lese oder Hör Empfehlung für alle, da jeder wissen sollte, welche Arbeit der Rettungsdienst Tag täglich leistet und was es ein jedem abverlangen kann.
Ich vergebe diesem Buch sehr gerne 5 Sterne. Luis Teichmann schafft es auch in seinem zweiten Werk, mit viel Empathie und klar zu schreiben. Im Vergleich zum ersten Buch, das stellenweise stärker politisch geprägt war, wirkt dieses deutlich praxisnäher und greifbarer. Besonders berührt haben mich die geschilderten Einsätze, vor allem sein persönlich schlimmster Einsatz – diese Passagen gehen wirklich unter die Haut. Gleichzeitig bleibt der Schreibstil angenehm leicht und gut verständlich, sodass man dem Geschehen jederzeit folgen kann. Meines Erachtens nach war es auch sehr gut gelungen, die Sicht der Kolleg*innen zu lesen und das Fachpersonal befragt wurde. Abgerundet wird das Buch durch hilfreiche Hinweise auf Unterstützungsangebote am Ende, was ich als sehr wertvoll empfinde. Insgesamt ein bewegendes, ehrliches und zugleich gut lesbares Buch, das mir sogar noch besser gefallen hat als der erste Teil.
Erstaunlich…
Das Hörbuch habe ich aus reiner Interesse angefangen, da ich wissen wollte, wie die Arbeit in diesem Beruf läuft. Ich war erstaunt, als Luis Teichmann von seinen Erlebnissen erzählt hat. Er hat alles ehrlich und offen beschrieben. Auch wenn man keine Erfahrungen in dem Beruf hat, war alles nachvollziehbar und verständlich. Ich hoffe, es gibt viele Rettungskräfte, die Herrn Teichmann ähnlich sind.
Voller Einsatz 🚑
"Steigen Sie zu mir in den Rettungswagen und begleiten Sie mich" ist einer der ersten Sätze die Luis Teichmann in diesem Buch schreibt und genau das ist es was man beim Lesen tut. Man begleitet ihn und seine Kollegen bei tagtäglichen Einsätzen in einem Brennpunkt, wie ihn wohl jede (Groß)Stadt hat. Dabei beschreibt er sehr genau, aber mit großer Professionalität und natürlich Anonymität wie die Einsätze, die er als Rettungssanitäter erlebt, ablaufen. Man muss sich bewusst sein, dass in diesem Buch detailliert auf Wohnsituationen und Lebensumstände eingegangen wird. Unter anderem auch auf körperliche Verletzungen und Ausscheidungen. Es war nicht selten der Fall, dass ich wirklich angewidert war. Noch mehr war ich allerdings berührt und erschüttert von den einzelnen Fällen und Schicksalen, von denen Luis berichtet. Man liest von Alkohol- und Drogenabhängigkeit, Obdachlosigkeit, Verwahrlosung, tätlichen Angriffen, Konflikten und Hoffnungslosigkeit. Dabei wird einem immer wieder bewusst, wie glücklich wir uns alle schätzen können, dass es Menschen wie Luis gibt, die immer wieder aufs neue Menschen in hilflosen Situation zu Hilfe kommen. Gleichzeitig wird Kritik geäußert - an der Politik, den Rechtswegen die so ein Rettungseinsatz mit sich bringt, dem Umgang unter- und miteinander und daran, dass es fast unmöglich ist den Kreislauf zu durchbrechen, in dem viele Menschen in Brennpunkten gegangen sind. Man bekommt beim Lesen außerdem einen kleinen Einblick in die Medizin, was ich sehr spannend fand. Es war wortwörtlich ein Erlebnis dieses Buch zu lesen, ich habe sehr viel neues erfahren und mitgenommen. Eine Sterne Bewertung möchte ich dem Buch nicht geben, aber ich kann es jedem empfehlen, der einen realistischen Blick in den Alltag des Rettungsdienstes werfen möchte oder eine Tätigkeit in diesem Bereich anstrebt. Generell sollte einfach jedem bewusst sein, was die Leute in diesen Berufen erleben, ertragen und leisten 🫶🏼
Diese Buch regt zum Nachdenken an, dass wir nicht alles für selbstverständlich oder normal halten sollten. Ich finde Luis Teichmann hat hier gut beschrieben, wie einfach und selbstverständlich die Gesellschaft mit dem Sozialen Beruf umgeht. Wegen jeder Kleinigkeit wird der Rettungsdienst gerufen oder als Transport Mittel abgestempelt, weil die Leute zu faul sind sich selber zum Zielort zu bewegen. Genau so wichtig finde ich es wie er die Brennpunkte beschrieben hat (die wir alle bei uns in der Stadt haben). Sie sind nicht leicht und manchmal taten mir die Leute in seinen Beispielen einfach nur leid, weil sie teilweise nichts das für können wie sie leben. Dieses buch hat viele gute Themen über die man sich im Alltag keine Gedanken macht. Kurz und knapp, es ist sehr lesenswert und ich würde es jedem empfehlen. Ob schonmal Kontakt mit dem Rettungsdienst oder nicht.
Ich bin nach VIER Monaten fertig mit dem Buch, daran lässt sich wahrscheinlich erkennen, dass ich nicht so richtig reingekommen und dann auch nicht dran hängengeblieben bin. Ich habe Luis' erstes Buch "Einsatz am Limit" sehr geliebt, da das ein toller Einblick in das System Rettungsdienst und seine Probleme, aber mit Lösungsansätzen war. Hier hat mich mit fortgeschrittener Seitenzahl immer mehr das Gefühl beschlichen, dass das ein typischer Fall von "Das erste Buch hat sich gut verkauft, also braucht es ein zweites" ist. Beim Lesen habe ich keinerlei roten Faden erkennen können, auch weil einige Kapitel gerade einmal 1-2 Seiten umfasst haben. Als ich am Schluss nochmal die Kapitelübersicht aufgemacht habe, hat sich zumindest irgendwo ein Sinn mit den Ober- und Unterkapiteln offenbart, aber das Buch hat sich trotzdem mehr nach verschriftlichtem Podcast, in dem Luis von Einsatzstory zu Einsatzstory springt, angefühlt. Und das wäre auch viel weniger ein Kritikpunkt gewesen, wenn ich damit gerechnet hätte, statt mit einem fundierten Bericht über die dramatischen Zustände unserer Gesellschaft, die vor allem der Rettungsdienst mitbekommt, und mit einem Ausblick, der konkrete Forderungen beinhaltet, statt die Lesenden mit dem Gefühl zurückzulassen, dass man nichts ändern kann und Rettungsdienstler:innen ausbrennen und wir einen noch größeren Fachkräftemangel zu bekämpfen haben. Oder eben Menschen als Ausblick zum FSJ aufzufordern. Ich hätte mir zudem sensitivity readers gewünscht, denen teils schwierige, in Schubladen steckende Formulierungen in den Abschnitten der Gäste aufgefallen wären, oder Ausdrücke wie "sozial schwach" statt "finanziell schwach" oder "sozial segregiert". Generell hat sich der Schreibstil irgendwie holprig angefühlt, auf der einen Seite erzählt Luis den Lesenden direkt und berichtet auch von seiner Gefühlswelt dabei, etwa seinem Helfersyndrom, auf der anderen Seite fühlt sich die Sprache total distanziert und unflüssiger an, als ein verschriftliches Gespräch wäre.Über diese formale Kritik hinaus sind einige der Einsatzgeschichten wieder super spannend gewesen und insbesondere das Aufzeigen der Probleme mit gefährlichen Hierarchien im Rettungsdienst und dem PsychKG bzw. dessen Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Ich kannte zwar schon ein paar der Fälle, von denen Luis erzählt, aus seinen Instagram Reels, aber insbesondere die Relevanz eines Notfallpasses und einer Patientenverfügung wurde wieder wirklich gut dargelegt.
Rezension: (kann Spoiler enthalten) Bereits das erste Buch von Luis Teichmann hat mir sehr gut gefallen. Die Einblicke in den Rettungsdienst waren sehr interessant. Diesmal liegt der Schwerpunkt sehr auf der Gesellschaft im Allgemeinen und die Missstände, die man im Rettungsdienst sieht. Es war wieder sehr interessant und informativ. Es gibt einige Dinge, die wirklich schlimm sind, Situationen wurden geschildert, die nicht gerade einfach sind. Und mir gefiel es gut, weil es einen Rundumblick gegeben hat, auf viele Probleme, die in unserer Gesellschaft existieren, und auch auf die Menschen dahinter. Ich hoffe ja sehr, dass wir von Luis Teichmann vielleicht wieder etwas lesen dürfen. 5 Sterne
Ergreifend, witzig und gesellschaftskritisch.
Eine gute Mischung aus Gesellschafts- und Systemkritik, Leichtigkeit und tief ergreifenden Geschichten. Es bringt einen neuen Blickwinkel - den aus dem Rettungsdienst und lässt einen wirklich in Betracht ziehen, ob ein FSJ nach der Schule nicht für alle sinnvoll wäre. Um andere Lebensrealitäten begreifen zu können, um die eigene Empathie zu stärken. Ist leicht verständlich und easy zu lesen.
Jeder sollte diese Buch gelesen haben
Ein mega interessantes und wichtiges Buch was meiner Meinung nach jeder gelesen haben sollte. Ein sehr wichtiger Einblick in den Alttags eines Rettungssanitäters. Auch wenn ich selber nicht gerne die Notrufnummer wähle durch eigene Erfahrungen mit bestimmten Sanitätern bin ich beeintruckt über alle die diesen Job mit Leidenschaft und Freundlichkeit tun.
Ein sachlich geschriebenes Buch, jedoch fühlt man die Anteilnahme von Luis in den Geschichten mit. Ich würde es jedem empfehlen, der sich medizinisch, aber auch an Herzensgeschichten interessiert
Luis erzählt über seine Erlebnisse und Erfahrungen in seinem beruflichen Alltag. Wie unterschiedlich die Fälle sein können und trotzdem ähneln sie sich egal wo die Patienten leben. Ein Mann ohne Gesicht der auf biegen und brechen am Leben erhalten wird, ein Kind das ohne Voranzeichen stirbt sind nur kleine Fälle. Trotzdem bleibt ein fahler Geschmack bei Luis hängen. Mit Herz erzählt er uns davon.
Liest sich leicht und schnell. Ich bin ohne Erwartung an dieses Buch heran, hatte mir (ohne genaues benennen zu können) mehr erwartet, aber finde den Einblick sehr gut. Viele Menschen und ihre Schicksale bleiben ungesehen und sie vereinsamen.. die Beispiele in diesem Buch verdeutlichen dies ungemein!
Ein wirklich wichtiges Buch welches uns klare Einblicke in den Bereich des Rettungsdiensts gewährt. Durch meinen Vater, der lange als Rettungssanitäter gearbeitet hat, habe ich eine gewisse Grundneugier für diesen Beruf und habe dennoch gleichermaßen mitbekommen wie sehr dieser Beruf an einem zerren kann. Ich kann das Buch und auch das andere von Luis Teichmann nur empfehlen 😀
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In jeder Stadt gibt es ein Viertel, in dem Menschen zwar mitten unter uns und doch am Rand der Gesellschaft leben. Einer der bekanntesten deutschen Brennpunkte war jahrelang das Einsatzgebiet von Rettungssanitäter Luis Teichmann.
Die Abgründe, die sich ihm dort offenbarten, zeigen, woran unser Land wirklich krankt: Arbeits- und Obdachlosigkeit, Drogensucht, alleingelassene Jugendliche in psychischen Krisen — Menschen, die im öffentlichen Raum nicht stören sollen, Menschen, denen wirkliche Hilfe verwehrt wird. Stadtbekannte Wohnblöcke, in denen Uniformträger ein Feindbild sind, weil man Dinge lieber unter sich klärt. So etwas geht an Sanitätern wie Luis nicht spurlos vorbei ...
Mit klarer Sprache und Empathie statt Polemik widmet sich Luis Teichmann den Missständen in unserem Sozialstaat.
Book Information
Author Description
Luis Teichmann, geboren 1996, absolvierte nach seinem Abitur ein freiwilliges soziales Jahr im Rettungsdienst und erlangte in diesem Zuge die Qualifikation zum Rettungssanitäter. Im Jahr 2016 begann er das Studium Rettungsingenieurwesen an der Technischen Hochschule Köln und schloss dieses als M.Sc. im Jahr 2022 ab. Seit 2023 wird er an der RWTH Aachen zum Dr. rer. medic. promoviert. Auch während des Studiums war er im Rettungsdienst beschäftigt und verfügt somit als Rettungssanitäter und Rettungsingenieur über praktische als auch theoretische Kompetenzen. Auf Instagram und TikTok berichtet er als @5_sprechwunsch von seinen Erlebnissen und Eindrücken. Sein erstes Buch Einsatz am Limit stand zwölf Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.
Posts
Wenn der Rettungsdienst auf soziale Not trifft
Mich hat „Sind wir noch zu retten? „sehr nachdenklich gemacht. Luis Teichmann gibt einen ehrlichen und teilweise erschütternden Einblick in Einsätze des Rettungsdienstes und in Lebenssituationen von Menschen, die oft unter dem Radar der Gesellschaft leben – einsam, verwahrlost oder mit völlig überforderten Angehörigen. Beim Lesen wird deutlich, dass viele Einsätze eigentlich soziale Probleme widerspiegeln und nicht unbedingt klassische Notfälle für den Rettungsdienst sind. Das Buch hat mir nochmal gezeigt, wie komplex diese Realität ist. Bewegend, authentisch und definitiv lesenswert.
Medizinische Fälle, die den Notfallsanitäter Luis Teichmann und den Leser teilweise sprachlos zurücklassen.
Als Rettungssanitäter in einem Brennpunkt war Luis Teichmann vorne mit dabei, wenn es um medizinische Notfälle unter Drogen, Alkohol und Obdachlosigkeit geht. Er berichtet in diesem Buch von Abgründen, die sich hinter verschlossenen Türen abspielen und Situationen, die sich manch einer von uns nur schwer vorstellen kann 🙊 Man merkt beim Lesen, dass viele Fälle nicht spurlos an Luis und seinen Kollegen vorbeigingen, sondern das Team tage-, wochen- oder sogar monatelang damit zu kämpfen hat und hatte! Viele wechseln das Einsatzgebiet oder gehen in andere Berufe, um das gesehene Leid nicht zu sehr an sich ranzulassen. Durch seine symphatische und realistische Art gibt uns @5_sprechwunsch einen Einblick hinter die Kulissen unseres Staates und zeigt wirklich, was in unserer Gesellschaft schief läuft 🚑 Eine Leseempfehlung nicht nur für die Leute vom Fach 🤗
„Sind wir noch zu retten?“ von Luis Teichmann, Rettungssanitäter in Köln, gibt Einblicke hinter die Kulissen des Rettungsdienstes. Schonungslos und ehrlich erzählt dieses Buch von den Abgründen des Lebens und in wie weit unser Land sein Wirken dabei hat. In aufwühlenden Worten blickt der Autor zum einen theoretisch auf sein Berufsbild im Rettungsdienst und belegt diese aber auch durch, meiner Meinung nach, gut gewählte Fallbeispiele, die sich hin und wieder unterscheiden und doch viel zu oft wiederholen, was am Ende dazu führt, dass viele Rettungsdienstmitarbeiter gefrustet sind, von der immer wiederkehrenden Spirale in der sie sich „gefangen“ sehen. Dabei verweist Luis Teichmann aber auch, für mein Empfinden, sehr gut auf mögliche Ansätze um diese Problematik zu lösen. Erschreckend waren für mich, selbst als ehemalige Rettungsdiensdlerin aktiv, nicht die Einsätze bzw. Fallbeispiele an sich, sondern dass ich mich selbst beim Lesen des Buches sehr oft in gewisse Einsatzszenarien zurückgeworfen fühlte und mich dabei erwischt habe, wie viele Thematiken mir allzu vertraut vorkamen. Damit hat das Buch mir auf sehr eindrucksvolle Weise gezeigt, dass dieses Buch längst nicht ein Rettungsdienstbereich oder gar Bundeslandproblem ist, sondern sich auf ganz Deutschland erstreckt. Von mir gibt es nicht nur eine ganz klare Leseempfehlung sondern viel eher den Appell, dass dieses Buch von möglichst vielen Menschen auch außerhalb des Berufsbereiches gelesen werden sollte um zu verstehen, was genau dieser Beruf mit Menschen und aber auch der Gesellschaft macht.

Harter Inhalt, nicht ganz leicht zu verkraften, aber für alle in Sozialen Berufen, oder überhaupt für alle absolut zu empfehlen.
Zum Buch: Sind wir noch zu retten ist ein absolut ehrliches Buch über die Zustände unserer Rettungsdienste. Kein leichter Job. Meine Meinung: Ich kannte den Autoren bisher von seinen Insatgram-Posts, in denen er vom Leben und Leiden unserer Rettungskräften erzählt. Daher war ich sehr neugierig auf sein Buch. Ich habe es teilweise gelesen, teilweise als Hörbuch gehört, welches von Luis Teichmann, dem Autor, selbst gelesen wird. Und ich musste einige Male schwer schlucken und hatte oftmals Tränen in den Augen. Luis war Rettungssanitäter in einem Problemviertel, bevor er aus Überlastung die Notbremse zog und in ein anderes Stadtteil wechselte. In dem Bich erzählt er erschreckendes aus seinem Alltag, das mir echt zu Herzen ging. Nicht nur (künftige) Menschen mit sozialen Berufen sollten das Bich unbedingt gelesen haben, sondern vor allem "normale" Menschen, die ein wenig Feingefühl für unsere Retter in der Not zeigen. Ich konnte es teilweise fast nicht fassen, was Rettungssanitäter tagtäglich erleben und tagtäglich leisten. Die Lektüre macht uns vielleicht, oder eher hoffentlich, etwas empfänglicherund etwas mitfühlend. Ich bewundere ihn und alle seine akollegInnen, die in dem Buch zu Wort gekommen sind und alle, die tagtäglich auf den Straßen unterwegs sind. Es machte mich ein wenig demütig und vor allem dankbar. Teilweise musste ich echt mit den Tränen kämpfen, was diese Menschen alles leisten.
„Sind wir noch zu retten“ ist ein wichtiges und eindrucksvolles Buch, das einen tiefen Blick in den Alltag des Rettungsdienstes bietet. Louis Teichmann gelingt es, mit großer Ehrlichkeit über die Herausforderungen, Belastungen und auch kleinen Lichtblicke im Rettungsdienst zu berichten. Besonders gefallen haben mir die persönlichen Erfahrungsberichte – sie machen deutlich, wie nah und doch oft wie fern das Thema Rettung und Erste Hilfe für viele Menschen ist. Das Buch regt zum Nachdenken an: Über Gesundheitssysteme, über unser eigenes Bild vom Helfen und über die Menschen, die Tag für Tag in Ausnahmesituationen handeln. Für alle, die sich für Medizin, Pflege, Notfallversorgung – oder einfach für wahre Geschichten – interessieren, ist dieses Werk sehr empfehlenswert.
Gefühlvoller Einblick in die alltägliche Arbeit des Rettungsdienstes
Luis Teichmanns "Sind wir noch zu retten?" bietet einen erschütternden und zugleich faszinierenden Blick hinter die Kulissen des Rettungsdienstes. Der Autor nimmt uns mit auf seine Einsätze und zeigt uns die Schattenseiten unserer Gesellschaft, die oft übersehen werden: Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Drogensucht und psychische Erkrankungen. Teichmann schreibt mit einer klaren und empathischen Sprache, die den Leser berührt und zum Nachdenken anregt. Seine Schilderungen der oft aussichtslosen Situationen, in denen er und seine Kollegen tätig sind, sind eindringlich und machen deutlich, wie dringend Handlungsbedarf besteht. Das Buch hat mich stellenweise sehr berührt und mich zu Tränen gerührt. Teichmanns Schilderungen sind so eindringlich, dass man die Emotionen der Betroffenen förmlich mitfühlt. Was mir besonders gut gefallen hat: - Authentizität: Teichmanns persönliche Erfahrungen machen das Buch zu einem authentischen Zeugnis der Arbeit im Rettungsdienst. - Wichtiges Thema: Das Buch thematisiert gesellschaftlich relevante Probleme und fordert uns auf, unsere Mitmenschen nicht zu vergessen. Was mir weniger gut gefallen hat: - Manche Passagen zogen sich etwas: An einigen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass der Autor noch etwas präziser auf den Punkt kommt. Fazit: "Sind wir noch zu retten?" ist ein wichtiges Buch, das uns die Augen für die Not vieler Menschen öffnet. Auch wenn einige Passagen etwas langatmig sind, kann ich das Buch jedem empfehlen, der sich für die Arbeit im Rettungsdienst interessiert oder sich für die sozialen Probleme unserer Gesellschaft engagiert.
"Klettern Sie zu mir in den Rettungswagen und begleiten Sie mich." Dieser Einladung Luis Teichmanns sollten alle in Deutschland lebenden Menschen nachkommen. Man erhält tiefe Einblicke in den täglichen Einsatzablauf von Rettungsdienstbesatzungen. Wer glaubt, schwere Verkehrsunfälle, oder Wiederbelebungen sind die täglichen Haupteinsatzstichworte, der täuscht sich gewaltig. Die Besatzungen von Rtws ( Rtw=Rettungswagen) werden oft zu Menschen alarmiert, die in sozial schwachen Vierteln leben, wo Alkohol und Drogen an der Tagesordnung sind. Oft sind es nicht die blutigen Einsätze, die das Personal auch nach Dienstschluss noch beschäftigen. Es sind die menschlichen Schicksale und das Wissen, dass man nicht wirklich helfen kann, weil ein Transport ins Krankenhaus die Probleme, die die Patienten haben, nicht aus der Welt schaffen. Viele Patienten sind, so hart das klingt, "Stammkunden" die man bereits mit Namen kennt. Es ist bekannt, dass man nur die 112 rufen muss, um bei einem medizinischen Notfall Hilfe zu bekommen. Das Problem liegt hier in der Definition von medizinischem Notfall. Oft wird die Notrufnummer auch nicht von der betroffenen Person selbst gerufen, sondern von Dritten. Wenn dann der Rettungswagen mit Blaulicht und Horn vorfährt, stellt sich heraus, dass der Patient gar nicht ins Krankenhaus möchte und die Mitfahrt verweigert. Was nun? Einfach wieder gehen? Mitnahme unter Zwang, was bedeutet, dass Polizei und Notarzt hinzugezogen werden müssen? Luis Teichmann erzählt im Plauderton, aber nicht ohne den aufklärenden und sensibilisierenden Effekt zu erzielen. Beim Lesen habe ich in fast allen Kapiteln ein genaues Bild vor Augen, teilweise sogar einen Geruch in der Nase gehabt, von Einsätzen, die ich selbst schon erlebt habe... Obwohl ich im Vergleich zu Luis in einer Kleinstadt arbeite, gibt es auch bei uns das genannte Klientel und die Brennpunktviertel "Harlem". Wahrscheinlich wird das Buch eher von ( notfall)- medizinischem Personal gelesen. Die Thematik ist aber für jeden interessant und wichtig.

Jeder Mensch in Deutschland sollte dieses Buch unter Beachtung der Triggerwahrnung gelesen haben.
Dieses Buch werrde ich inhaltlich nicht bewerten, da mir die Kompetenz dazu fehlt. Die komplexe Sprache gefiel mir sehr gut . Alle Fremdworte und medizinischen Fachbegriffen wurden verständlich erklärt. Einige Einsätze wurden so hart, extrem und realistisch beschrieben, dass ich teils nicht weiter lesen wollte und konnte. Schade, dass, Ärzte, Altenpfleger und alle in diesem Bereich sich nicht als Team, sondern eher als Feinde ansehen . Vielleicht überlegt der ein oder andere, ob bei einem "Schnupfen" der Rettungsdienst tatsächlich der richtige Ansprechpartner ist. Einen kleinen Minuspunkt habe ich allerdings gefunden, die Kapitel endeten meist mitten auf der Seite, was meinen Lesefluss minimal gestört hat, dennoch war es sehr interessant.

Toller Einblick in die Einsätze des Rettungsdienstes. Da ich selber in der Pflege arbeite, kenne ich unter anderem die Umstände in den häuslichkeiten (bei betagten pflegebedürftigen, sowohl als auch bei psychisch erkrankten). Es ist oftmals eine Herausforderung für alle Beteiligten. Durch das Hörbuch wurde mir bewusst, daß es nicht nur bei uns in der Pflege, sondern auch im Rettungsdienst diese abgestumpftheit gibt. Traurig aber wahr. Rückblickend erklärt es manchmal einiges. Und letztendlich sind wir alles bloß Menschen.. Wahnsinn, das im Rettungsdienst auch genauso oft einem rechtlich die Hände gebunden sind und alles ein endloser Kreislauf zu sein scheint. Die Kritikpunkte an das Gesundheitssystem treffen auch den Nagel auf den Kopf. Das Hör-Buch zeigt auch, dass man wieder mehr auf seine Mitmenschen achten sollte. Die beschriebene Vereinsamung ist definitiv nicht weit her geholt. Leider wird diese meist viel zu spät bemerkt. Daher also eine absolute Lese oder Hör Empfehlung für alle, da jeder wissen sollte, welche Arbeit der Rettungsdienst Tag täglich leistet und was es ein jedem abverlangen kann.
Ich vergebe diesem Buch sehr gerne 5 Sterne. Luis Teichmann schafft es auch in seinem zweiten Werk, mit viel Empathie und klar zu schreiben. Im Vergleich zum ersten Buch, das stellenweise stärker politisch geprägt war, wirkt dieses deutlich praxisnäher und greifbarer. Besonders berührt haben mich die geschilderten Einsätze, vor allem sein persönlich schlimmster Einsatz – diese Passagen gehen wirklich unter die Haut. Gleichzeitig bleibt der Schreibstil angenehm leicht und gut verständlich, sodass man dem Geschehen jederzeit folgen kann. Meines Erachtens nach war es auch sehr gut gelungen, die Sicht der Kolleg*innen zu lesen und das Fachpersonal befragt wurde. Abgerundet wird das Buch durch hilfreiche Hinweise auf Unterstützungsangebote am Ende, was ich als sehr wertvoll empfinde. Insgesamt ein bewegendes, ehrliches und zugleich gut lesbares Buch, das mir sogar noch besser gefallen hat als der erste Teil.
Erstaunlich…
Das Hörbuch habe ich aus reiner Interesse angefangen, da ich wissen wollte, wie die Arbeit in diesem Beruf läuft. Ich war erstaunt, als Luis Teichmann von seinen Erlebnissen erzählt hat. Er hat alles ehrlich und offen beschrieben. Auch wenn man keine Erfahrungen in dem Beruf hat, war alles nachvollziehbar und verständlich. Ich hoffe, es gibt viele Rettungskräfte, die Herrn Teichmann ähnlich sind.
Voller Einsatz 🚑
"Steigen Sie zu mir in den Rettungswagen und begleiten Sie mich" ist einer der ersten Sätze die Luis Teichmann in diesem Buch schreibt und genau das ist es was man beim Lesen tut. Man begleitet ihn und seine Kollegen bei tagtäglichen Einsätzen in einem Brennpunkt, wie ihn wohl jede (Groß)Stadt hat. Dabei beschreibt er sehr genau, aber mit großer Professionalität und natürlich Anonymität wie die Einsätze, die er als Rettungssanitäter erlebt, ablaufen. Man muss sich bewusst sein, dass in diesem Buch detailliert auf Wohnsituationen und Lebensumstände eingegangen wird. Unter anderem auch auf körperliche Verletzungen und Ausscheidungen. Es war nicht selten der Fall, dass ich wirklich angewidert war. Noch mehr war ich allerdings berührt und erschüttert von den einzelnen Fällen und Schicksalen, von denen Luis berichtet. Man liest von Alkohol- und Drogenabhängigkeit, Obdachlosigkeit, Verwahrlosung, tätlichen Angriffen, Konflikten und Hoffnungslosigkeit. Dabei wird einem immer wieder bewusst, wie glücklich wir uns alle schätzen können, dass es Menschen wie Luis gibt, die immer wieder aufs neue Menschen in hilflosen Situation zu Hilfe kommen. Gleichzeitig wird Kritik geäußert - an der Politik, den Rechtswegen die so ein Rettungseinsatz mit sich bringt, dem Umgang unter- und miteinander und daran, dass es fast unmöglich ist den Kreislauf zu durchbrechen, in dem viele Menschen in Brennpunkten gegangen sind. Man bekommt beim Lesen außerdem einen kleinen Einblick in die Medizin, was ich sehr spannend fand. Es war wortwörtlich ein Erlebnis dieses Buch zu lesen, ich habe sehr viel neues erfahren und mitgenommen. Eine Sterne Bewertung möchte ich dem Buch nicht geben, aber ich kann es jedem empfehlen, der einen realistischen Blick in den Alltag des Rettungsdienstes werfen möchte oder eine Tätigkeit in diesem Bereich anstrebt. Generell sollte einfach jedem bewusst sein, was die Leute in diesen Berufen erleben, ertragen und leisten 🫶🏼
Diese Buch regt zum Nachdenken an, dass wir nicht alles für selbstverständlich oder normal halten sollten. Ich finde Luis Teichmann hat hier gut beschrieben, wie einfach und selbstverständlich die Gesellschaft mit dem Sozialen Beruf umgeht. Wegen jeder Kleinigkeit wird der Rettungsdienst gerufen oder als Transport Mittel abgestempelt, weil die Leute zu faul sind sich selber zum Zielort zu bewegen. Genau so wichtig finde ich es wie er die Brennpunkte beschrieben hat (die wir alle bei uns in der Stadt haben). Sie sind nicht leicht und manchmal taten mir die Leute in seinen Beispielen einfach nur leid, weil sie teilweise nichts das für können wie sie leben. Dieses buch hat viele gute Themen über die man sich im Alltag keine Gedanken macht. Kurz und knapp, es ist sehr lesenswert und ich würde es jedem empfehlen. Ob schonmal Kontakt mit dem Rettungsdienst oder nicht.
Ich bin nach VIER Monaten fertig mit dem Buch, daran lässt sich wahrscheinlich erkennen, dass ich nicht so richtig reingekommen und dann auch nicht dran hängengeblieben bin. Ich habe Luis' erstes Buch "Einsatz am Limit" sehr geliebt, da das ein toller Einblick in das System Rettungsdienst und seine Probleme, aber mit Lösungsansätzen war. Hier hat mich mit fortgeschrittener Seitenzahl immer mehr das Gefühl beschlichen, dass das ein typischer Fall von "Das erste Buch hat sich gut verkauft, also braucht es ein zweites" ist. Beim Lesen habe ich keinerlei roten Faden erkennen können, auch weil einige Kapitel gerade einmal 1-2 Seiten umfasst haben. Als ich am Schluss nochmal die Kapitelübersicht aufgemacht habe, hat sich zumindest irgendwo ein Sinn mit den Ober- und Unterkapiteln offenbart, aber das Buch hat sich trotzdem mehr nach verschriftlichtem Podcast, in dem Luis von Einsatzstory zu Einsatzstory springt, angefühlt. Und das wäre auch viel weniger ein Kritikpunkt gewesen, wenn ich damit gerechnet hätte, statt mit einem fundierten Bericht über die dramatischen Zustände unserer Gesellschaft, die vor allem der Rettungsdienst mitbekommt, und mit einem Ausblick, der konkrete Forderungen beinhaltet, statt die Lesenden mit dem Gefühl zurückzulassen, dass man nichts ändern kann und Rettungsdienstler:innen ausbrennen und wir einen noch größeren Fachkräftemangel zu bekämpfen haben. Oder eben Menschen als Ausblick zum FSJ aufzufordern. Ich hätte mir zudem sensitivity readers gewünscht, denen teils schwierige, in Schubladen steckende Formulierungen in den Abschnitten der Gäste aufgefallen wären, oder Ausdrücke wie "sozial schwach" statt "finanziell schwach" oder "sozial segregiert". Generell hat sich der Schreibstil irgendwie holprig angefühlt, auf der einen Seite erzählt Luis den Lesenden direkt und berichtet auch von seiner Gefühlswelt dabei, etwa seinem Helfersyndrom, auf der anderen Seite fühlt sich die Sprache total distanziert und unflüssiger an, als ein verschriftliches Gespräch wäre.Über diese formale Kritik hinaus sind einige der Einsatzgeschichten wieder super spannend gewesen und insbesondere das Aufzeigen der Probleme mit gefährlichen Hierarchien im Rettungsdienst und dem PsychKG bzw. dessen Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Ich kannte zwar schon ein paar der Fälle, von denen Luis erzählt, aus seinen Instagram Reels, aber insbesondere die Relevanz eines Notfallpasses und einer Patientenverfügung wurde wieder wirklich gut dargelegt.
Rezension: (kann Spoiler enthalten) Bereits das erste Buch von Luis Teichmann hat mir sehr gut gefallen. Die Einblicke in den Rettungsdienst waren sehr interessant. Diesmal liegt der Schwerpunkt sehr auf der Gesellschaft im Allgemeinen und die Missstände, die man im Rettungsdienst sieht. Es war wieder sehr interessant und informativ. Es gibt einige Dinge, die wirklich schlimm sind, Situationen wurden geschildert, die nicht gerade einfach sind. Und mir gefiel es gut, weil es einen Rundumblick gegeben hat, auf viele Probleme, die in unserer Gesellschaft existieren, und auch auf die Menschen dahinter. Ich hoffe ja sehr, dass wir von Luis Teichmann vielleicht wieder etwas lesen dürfen. 5 Sterne
Ergreifend, witzig und gesellschaftskritisch.
Eine gute Mischung aus Gesellschafts- und Systemkritik, Leichtigkeit und tief ergreifenden Geschichten. Es bringt einen neuen Blickwinkel - den aus dem Rettungsdienst und lässt einen wirklich in Betracht ziehen, ob ein FSJ nach der Schule nicht für alle sinnvoll wäre. Um andere Lebensrealitäten begreifen zu können, um die eigene Empathie zu stärken. Ist leicht verständlich und easy zu lesen.
Jeder sollte diese Buch gelesen haben
Ein mega interessantes und wichtiges Buch was meiner Meinung nach jeder gelesen haben sollte. Ein sehr wichtiger Einblick in den Alttags eines Rettungssanitäters. Auch wenn ich selber nicht gerne die Notrufnummer wähle durch eigene Erfahrungen mit bestimmten Sanitätern bin ich beeintruckt über alle die diesen Job mit Leidenschaft und Freundlichkeit tun.
Ein sachlich geschriebenes Buch, jedoch fühlt man die Anteilnahme von Luis in den Geschichten mit. Ich würde es jedem empfehlen, der sich medizinisch, aber auch an Herzensgeschichten interessiert
Luis erzählt über seine Erlebnisse und Erfahrungen in seinem beruflichen Alltag. Wie unterschiedlich die Fälle sein können und trotzdem ähneln sie sich egal wo die Patienten leben. Ein Mann ohne Gesicht der auf biegen und brechen am Leben erhalten wird, ein Kind das ohne Voranzeichen stirbt sind nur kleine Fälle. Trotzdem bleibt ein fahler Geschmack bei Luis hängen. Mit Herz erzählt er uns davon.






































