Signora Commissaria und die kalte Rache
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Description
In den idyllischen Gassen der Florentiner Altstadt tauchen mysteriöse Vermisstenplakate auf: Die Frauen darauf sind angeblich verschwunden. Tatsächlich aber geht es ihnen gut – abgesehen davon, dass sie alle zutiefst erschrocken sind. Kurz zuvor wurde eine jede von ihnen von einem Unbekannten verfolgt. Was nur will er mit den Plakaten erreichen? Die dynamische Commissaria Giulia Ferrari und ihr einzigartiges Team – der blinde Polizist Enzo, der ehemalige Kripobeamte Luigi, dessen urgemütliche Bar die zentrale Anlaufstelle für das Team ist, und der Hund Tulipan mit seiner unbestechlichen Spürnase – machen sich gemeinsam an die Ermittlungen. Sie müssen sich beeilen, denn in immer kürzeren Abständen tauchen neue Plakate auf …
Book Information
Author Description
Alexander Oetker, geboren 1982, berichtet als Frankreich-Experte von RTL und n-tv seit 15 Jahren über Politik und Gesellschaft der Grande Nation. Er ist zudem Kolumnist und Restaurantkritiker der Gourmetzeitschrift Der Feinschmecker. Seine Krimis stehen regelmäßig auf der Bestsellerliste. Mit seiner Familie pendelt er zwischen Brandenburg, Berlin und der französischen Atlantikküste.
Posts
Kurzweiliger Krimi mit Urlaubsfeeling
„Signora Commissaria und die kalte Rache" ist der 3. Band der "Giulia Ferrari ermittelt" Reihe von Alexander Oetker. Band 1 wurde allerdings von Pietro Bellini geschrieben. Für mich war es allerdings der erste Krimi, den ich von ihm gelesen habe. Das Cover passt wunderbar zum Inhalt und ist sehr ansprechend gestaltet. Der Klappentext macht Lust auf die Geschichte, ohne zu viel zu verraten. Das Setting der Geschichte wird sehr detailliert beschrieben, sodass man es sich gut vorstellen kann. Der Schreibstil des Autoren ist locker, leicht, humorvoll, romantisch und spannend. Dadurch lässt sich der Geschichte gut folgen und ist sehr verständlich verfasst. Giulia Ferrari, Enzo und Luigi sind die Protagonisten der Geschichte. Wobei Erstere den Hauptcharakter darstellt. Mit ihr gemeinsam durchlebt man alle Phasen des Falls, ohne das der Autor seine Perspektive verlässt. Denn die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive erzählt. Auch wenn ich am liebsten Geschichten aus der Ich-Perspektive lese, so hat es mich hier nicht wirklich gestört, das es nicht so war. Giulia ist eine junge Frau, die schon früh einen harten Schicksalsschlag erlebt hat, der sie bis heute nicht loslässt und ein Teil davon ungeklärt ist. Durch Enzo`s Hilfe, entdeckt sie Hinweise, die sie kurzzeitig vom aktuellen Fall ablenken. Dabei kam sie mir so zielstrebig und selbstsicher vor. Man spürt regelrecht, dass sie ein absoluter Familienmensch ist. Das fand ich etwas schade, auch wenn ich ihre Beweggründe natürlich verstehen kann. Aber es hat mich selbst abgelenkt von der eigentlichen Thematik. Am Ende jeden "Ermittlungstages" gab es außerdem immer wieder abschnitte, die für mich ungewöhnlich waren, aber für mich auch das Gefühl vermittelt haben, der Tag wird nochmal zusammengefasst. Ich bin ehrlich, ich habe sie überflogen. Sowohl Enzo als auch Luigi habe ich vom ersten Moment an ins Herz geschlossen. Vorallem Enzo bewundere ich, wie er durchs Leben geht, obwohl er blind ist. Auch die Tension zwischen ihm und Giulia mochte ich, auch wenn sie in der Geschichte nicht soviel Raum einnimmt. Na und Luigi ist ein wirklich waschechter Italiener, der mit allen Wassern gewaschen ist ;-). Der Fall in dieser Geschichte ist auf den ersten Blick wirklich sehr ungewöhnlich und unheimlich zugleich. Durch die Erzählerperspektive werden alle Blickwinkel beleuchtet, sodass man einen guten Rundumblick bekommt. Der Autor hat es geschafft, immer wieder kleine Details in die Geschichte einzuflechten, die später irgendwann eine Rolle spielen. Mir waren sie an manchen Stellen einfach nicht mehr bewusst. Am Ende wird, wie zu erwarten ist, der Fall gelöst. Da hätte ich tatsächlich noch mehr Spannung erwartet und mir einen richtigen Showdown gewünscht. Aber leider blieb genau dies aus. Auch der "Täter" war für mich am Ende wieder zu typisch vom Charakter her. Außerdem fehlte mir ein klein wenig der Anhaltspunkt um auf ihn als zu kommen. Wobei das auch wieder für den Autoren spricht ;-). *Fazit* "Signora Commissaria und die kalte Rache" hat mich gut unterhalten und fand die Protagonisten sehr sympathisch. Außerdem hat mir das Setting in Florenz gut gefallen und mir ein wenig Urlaubsfeeling gegeben. Allerdings gab es für mich dennoch den ein oder anderen Kritikpunkt. So hätte ich mir gewünscht, dass Giulias Privatleben nicht auf einmal soviel Raum einnimmt in der Geschichte und man das Gefühl bekommt ihr privates Dilemma spielt mehr eine Rolle als der Fall. Ob ich Band 1 noch nachholen werde, weiß ich noch nicht. Ich empfehle diese Reihe dennoch allen, die einen Krimi mit Urlaubsfeeling für Zwischendurch suchen. Von mir gibt es 4/5 ⭐️.
„Signora Commissaria und die kalte Rache“ ist der dritte Teil der Kriminalromane von Alexander Oetker um die Kommissarin Giulia Ferrari, die in Florenz ermittelt. Der erste Teil erschien noch unter seinem Pseudonym Pietro Bellini. In Florenz verfolgt ein Mann nachts Frauen durch die Straßen, Er „begleitet“ sie bis vor ihre Haustür und am nächsten Morgen hängen dort Vermisstenplakate mit den Fotos der Frauen. Doch plötzlich verschwindet eine Frau spurlos. Giulia nimmt gemeinsam mit ihrem blinden Partner und Kollegen Enzo und dem ehemaligen Commissario Luigi Batista die Spur auf. Doch auch ein Rätsel in Giulias Vergangenheit gilt es zu lösen. Die Handlung wird vor allem aus der Sicht von Giulia und Luigi erzählt. So treffen hier auch wortwörtlich wiedergegebene Gespräche zwischen Luigi und seiner Frau und Briefe von Giulia an ihre verstorbene Schwester aufeinander. Aber auch der Entführer kommt zu Wort. Die Geschichte ist unterhaltsam, auch wenn es hier nicht um Mord und Totschlag geht, sondern ein Stalker, der nachts Frauen begleitet, im Kern der Geschichte steht. Die Beziehung zwischen Giulia und ihrem blinden Kollegen Enzo gibt der ganzen Geschichte noch eine romantische Note. Jedoch finde ich die Entwicklungen um Giulias Familiengeschichte und den Tod ihrer Eltern und ihrer Schwester stark überzeichnet. So gerät die Geschichte um den Stalker schnell in den Hintergrund und man bekommt den Eindruck, dass Giulia den Fokus verliert. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Part in den folgenden Bänden aufklären wird. Ich kann bestätigen, dass man den Band gut lesen kann, ohne die vorhergehenden Teile zu kennen. Die Geschichte hat mich unterhalten, aber den Bruch mit der Mafia hätte es für mich nicht gebraucht. Momentan weiß ich noch nicht, ob ich die Geschichte weiterverfolgen werde.
In Florenz verfolgt nachts ein Mann Frauen durch die Straßen. Er „begleitet“ sie bis vor die Haustür und am nächsten Morgen hängen in der Nähe Vermisstenplakate mit ihrem Foto darauf Der Täter will ihnen sagen: „So könntest Du enden, wenn ich mich dazu entschieden hätte.“ Und tatsächlich verschwindet bald darauf eine Frau spurlos. Commissaria Giulia Ferrari nimmt gemeinsam mit Partner und Kollege Enzo sowie dem ehemaligen Commissario Luigi Batista (inzwischen Barbesitzer) den Fall auf. Doch auch in ihrer Vergangenheit gibt es ein großes Rätsel, das gelöst werden will. „Signora Commissaria und die kalte Rache“ ist bereits der dritte Roman rund um Giulia Ferrari, auch wenn der erste Roman der Serie von Autor Alexander Oetker noch unter dem Pseudonym Pietro Bellini erschien. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, vor allem der von Giulia und Luigi, aber auch der Täter kommt zu Wort. Zwischendurch sind auch wörtliche Gespräche zwischen Luigi und seiner Frau Carla wiedergegeben, nach denen stets eines von Carlas berühmten Rezepten folgt. Es war eine schöne Abwechslung, mal wieder einen Krimi zu lesen, in dem es nicht um Mord und Totschlag geht und in dem es auch keinen Leichenfund gibt. Stattdessen konzentriert sich die Geschichte auf die Ermittlungen rund um den nächtlichen Stalker – was ich als ein sehr wichtiges Thema empfinde, weil so die Angst vieler Frauen auf dem dunklen Weg nachhause angesprochen wird. Die Auflösung war nach etwa zwei Dritteln zwar vorhersehbar, dennoch hat mich der Fall gut unterhalten. In Giulias Privatleben schätze ich besonders ihre liebevolle Beziehung zu ihrem blinden Kollegen Enzo, den sie allen Bereichen als ebenbürtigen Partner empfindet. Etwas übertrieben wirken hingegen die Entwicklungen, welche die Handlung in Bezug auf die Familiengeschichte der Commissaria nimmt. Hier ist in den kommenden Bänden ein großer Showdown zu erwarten, den ich persönlich nicht bräuchte. Mir genügt es, von Giulia und Enzo, von Carlas leckeren Rezepten oder Luigis Hund Tulipan zu lesen und die Kulisse von Florenz zu genießen.
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In den idyllischen Gassen der Florentiner Altstadt tauchen mysteriöse Vermisstenplakate auf: Die Frauen darauf sind angeblich verschwunden. Tatsächlich aber geht es ihnen gut – abgesehen davon, dass sie alle zutiefst erschrocken sind. Kurz zuvor wurde eine jede von ihnen von einem Unbekannten verfolgt. Was nur will er mit den Plakaten erreichen? Die dynamische Commissaria Giulia Ferrari und ihr einzigartiges Team – der blinde Polizist Enzo, der ehemalige Kripobeamte Luigi, dessen urgemütliche Bar die zentrale Anlaufstelle für das Team ist, und der Hund Tulipan mit seiner unbestechlichen Spürnase – machen sich gemeinsam an die Ermittlungen. Sie müssen sich beeilen, denn in immer kürzeren Abständen tauchen neue Plakate auf …
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Alexander Oetker, geboren 1982, berichtet als Frankreich-Experte von RTL und n-tv seit 15 Jahren über Politik und Gesellschaft der Grande Nation. Er ist zudem Kolumnist und Restaurantkritiker der Gourmetzeitschrift Der Feinschmecker. Seine Krimis stehen regelmäßig auf der Bestsellerliste. Mit seiner Familie pendelt er zwischen Brandenburg, Berlin und der französischen Atlantikküste.
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Kurzweiliger Krimi mit Urlaubsfeeling
„Signora Commissaria und die kalte Rache" ist der 3. Band der "Giulia Ferrari ermittelt" Reihe von Alexander Oetker. Band 1 wurde allerdings von Pietro Bellini geschrieben. Für mich war es allerdings der erste Krimi, den ich von ihm gelesen habe. Das Cover passt wunderbar zum Inhalt und ist sehr ansprechend gestaltet. Der Klappentext macht Lust auf die Geschichte, ohne zu viel zu verraten. Das Setting der Geschichte wird sehr detailliert beschrieben, sodass man es sich gut vorstellen kann. Der Schreibstil des Autoren ist locker, leicht, humorvoll, romantisch und spannend. Dadurch lässt sich der Geschichte gut folgen und ist sehr verständlich verfasst. Giulia Ferrari, Enzo und Luigi sind die Protagonisten der Geschichte. Wobei Erstere den Hauptcharakter darstellt. Mit ihr gemeinsam durchlebt man alle Phasen des Falls, ohne das der Autor seine Perspektive verlässt. Denn die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive erzählt. Auch wenn ich am liebsten Geschichten aus der Ich-Perspektive lese, so hat es mich hier nicht wirklich gestört, das es nicht so war. Giulia ist eine junge Frau, die schon früh einen harten Schicksalsschlag erlebt hat, der sie bis heute nicht loslässt und ein Teil davon ungeklärt ist. Durch Enzo`s Hilfe, entdeckt sie Hinweise, die sie kurzzeitig vom aktuellen Fall ablenken. Dabei kam sie mir so zielstrebig und selbstsicher vor. Man spürt regelrecht, dass sie ein absoluter Familienmensch ist. Das fand ich etwas schade, auch wenn ich ihre Beweggründe natürlich verstehen kann. Aber es hat mich selbst abgelenkt von der eigentlichen Thematik. Am Ende jeden "Ermittlungstages" gab es außerdem immer wieder abschnitte, die für mich ungewöhnlich waren, aber für mich auch das Gefühl vermittelt haben, der Tag wird nochmal zusammengefasst. Ich bin ehrlich, ich habe sie überflogen. Sowohl Enzo als auch Luigi habe ich vom ersten Moment an ins Herz geschlossen. Vorallem Enzo bewundere ich, wie er durchs Leben geht, obwohl er blind ist. Auch die Tension zwischen ihm und Giulia mochte ich, auch wenn sie in der Geschichte nicht soviel Raum einnimmt. Na und Luigi ist ein wirklich waschechter Italiener, der mit allen Wassern gewaschen ist ;-). Der Fall in dieser Geschichte ist auf den ersten Blick wirklich sehr ungewöhnlich und unheimlich zugleich. Durch die Erzählerperspektive werden alle Blickwinkel beleuchtet, sodass man einen guten Rundumblick bekommt. Der Autor hat es geschafft, immer wieder kleine Details in die Geschichte einzuflechten, die später irgendwann eine Rolle spielen. Mir waren sie an manchen Stellen einfach nicht mehr bewusst. Am Ende wird, wie zu erwarten ist, der Fall gelöst. Da hätte ich tatsächlich noch mehr Spannung erwartet und mir einen richtigen Showdown gewünscht. Aber leider blieb genau dies aus. Auch der "Täter" war für mich am Ende wieder zu typisch vom Charakter her. Außerdem fehlte mir ein klein wenig der Anhaltspunkt um auf ihn als zu kommen. Wobei das auch wieder für den Autoren spricht ;-). *Fazit* "Signora Commissaria und die kalte Rache" hat mich gut unterhalten und fand die Protagonisten sehr sympathisch. Außerdem hat mir das Setting in Florenz gut gefallen und mir ein wenig Urlaubsfeeling gegeben. Allerdings gab es für mich dennoch den ein oder anderen Kritikpunkt. So hätte ich mir gewünscht, dass Giulias Privatleben nicht auf einmal soviel Raum einnimmt in der Geschichte und man das Gefühl bekommt ihr privates Dilemma spielt mehr eine Rolle als der Fall. Ob ich Band 1 noch nachholen werde, weiß ich noch nicht. Ich empfehle diese Reihe dennoch allen, die einen Krimi mit Urlaubsfeeling für Zwischendurch suchen. Von mir gibt es 4/5 ⭐️.
„Signora Commissaria und die kalte Rache“ ist der dritte Teil der Kriminalromane von Alexander Oetker um die Kommissarin Giulia Ferrari, die in Florenz ermittelt. Der erste Teil erschien noch unter seinem Pseudonym Pietro Bellini. In Florenz verfolgt ein Mann nachts Frauen durch die Straßen, Er „begleitet“ sie bis vor ihre Haustür und am nächsten Morgen hängen dort Vermisstenplakate mit den Fotos der Frauen. Doch plötzlich verschwindet eine Frau spurlos. Giulia nimmt gemeinsam mit ihrem blinden Partner und Kollegen Enzo und dem ehemaligen Commissario Luigi Batista die Spur auf. Doch auch ein Rätsel in Giulias Vergangenheit gilt es zu lösen. Die Handlung wird vor allem aus der Sicht von Giulia und Luigi erzählt. So treffen hier auch wortwörtlich wiedergegebene Gespräche zwischen Luigi und seiner Frau und Briefe von Giulia an ihre verstorbene Schwester aufeinander. Aber auch der Entführer kommt zu Wort. Die Geschichte ist unterhaltsam, auch wenn es hier nicht um Mord und Totschlag geht, sondern ein Stalker, der nachts Frauen begleitet, im Kern der Geschichte steht. Die Beziehung zwischen Giulia und ihrem blinden Kollegen Enzo gibt der ganzen Geschichte noch eine romantische Note. Jedoch finde ich die Entwicklungen um Giulias Familiengeschichte und den Tod ihrer Eltern und ihrer Schwester stark überzeichnet. So gerät die Geschichte um den Stalker schnell in den Hintergrund und man bekommt den Eindruck, dass Giulia den Fokus verliert. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Part in den folgenden Bänden aufklären wird. Ich kann bestätigen, dass man den Band gut lesen kann, ohne die vorhergehenden Teile zu kennen. Die Geschichte hat mich unterhalten, aber den Bruch mit der Mafia hätte es für mich nicht gebraucht. Momentan weiß ich noch nicht, ob ich die Geschichte weiterverfolgen werde.
In Florenz verfolgt nachts ein Mann Frauen durch die Straßen. Er „begleitet“ sie bis vor die Haustür und am nächsten Morgen hängen in der Nähe Vermisstenplakate mit ihrem Foto darauf Der Täter will ihnen sagen: „So könntest Du enden, wenn ich mich dazu entschieden hätte.“ Und tatsächlich verschwindet bald darauf eine Frau spurlos. Commissaria Giulia Ferrari nimmt gemeinsam mit Partner und Kollege Enzo sowie dem ehemaligen Commissario Luigi Batista (inzwischen Barbesitzer) den Fall auf. Doch auch in ihrer Vergangenheit gibt es ein großes Rätsel, das gelöst werden will. „Signora Commissaria und die kalte Rache“ ist bereits der dritte Roman rund um Giulia Ferrari, auch wenn der erste Roman der Serie von Autor Alexander Oetker noch unter dem Pseudonym Pietro Bellini erschien. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, vor allem der von Giulia und Luigi, aber auch der Täter kommt zu Wort. Zwischendurch sind auch wörtliche Gespräche zwischen Luigi und seiner Frau Carla wiedergegeben, nach denen stets eines von Carlas berühmten Rezepten folgt. Es war eine schöne Abwechslung, mal wieder einen Krimi zu lesen, in dem es nicht um Mord und Totschlag geht und in dem es auch keinen Leichenfund gibt. Stattdessen konzentriert sich die Geschichte auf die Ermittlungen rund um den nächtlichen Stalker – was ich als ein sehr wichtiges Thema empfinde, weil so die Angst vieler Frauen auf dem dunklen Weg nachhause angesprochen wird. Die Auflösung war nach etwa zwei Dritteln zwar vorhersehbar, dennoch hat mich der Fall gut unterhalten. In Giulias Privatleben schätze ich besonders ihre liebevolle Beziehung zu ihrem blinden Kollegen Enzo, den sie allen Bereichen als ebenbürtigen Partner empfindet. Etwas übertrieben wirken hingegen die Entwicklungen, welche die Handlung in Bezug auf die Familiengeschichte der Commissaria nimmt. Hier ist in den kommenden Bänden ein großer Showdown zu erwarten, den ich persönlich nicht bräuchte. Mir genügt es, von Giulia und Enzo, von Carlas leckeren Rezepten oder Luigis Hund Tulipan zu lesen und die Kulisse von Florenz zu genießen.








